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Geely Galaxy Battleship 700: Dieses 1.100-PS-SUV fährt übers Wasser – und spendet Sauerstoff!

Geely-Galaxy-Battleship-700-Aufmacher

Nachdem wir euch erst kürzlich die irre PS-Eskalation des Denza Z9S vorgestellt haben, setzt der nächste chinesische Autogigant noch eine Schippe Absurdität obendrauf. Geely – der Mutterkonzern von Volvo, Polestar und Smart – hat in China das neue Luxus-SUV Geely Galaxy Battleship 700 präsentiert. Der Name „Schlachtschiff“ ist hier keine reine Marketing-Floskel: Der über fünf Meter lange Koloss leistet über 1.100 PS, fährt mit echten Heck-Propellern über offene Gewässer und versorgt die Insassen bei Bedarf sogar mit frischem Sauerstoff.

  • Preisübersicht: Geely Galaxy Battleship 700 (Preise in China)
    • Basisversion (1.5L Turbo): ab ca. 26.000€ (umgerechnet)
    • Topversion „Battleship“ (2.0L Turbo, 3 E-Motoren): ab ca. 35.000€ bis 50.000€ je nach Ausstattung (umgerechnet)
    • (Zum Vergleich: Ein Basis-VW-Tiguan startet in Deutschland ab knapp 40.000€. Für Europa ist der Battleship 700 bislang nicht offiziell angekündigt.)

Technisches: Das steckt im schwimmenden Luxus-SUV

FeatureGeely Galaxy Battleship 700 (Topmodell)
FahrzeugklasseHardcore-Offroad-SUV (Länge: 5,09 m / Breite: knapp 2,00 m)
AntriebskonzeptPlug-in-Hybrid (PHEV): 2.0L-Turbobenziner + 3 Elektromotoren
SystemleistungBis zu 830 kW / rund 1.129 PS
Akku-Kapazität47,14 kWh CATL-Akku (Lithium-Eisenphosphat / LFP)
Reichweite (rein elektrisch)Bis zu 305 km (CLTC) – entspricht real ca. 200 bis 230 km (WLTP)
GesamtreichweiteBis zu 1.770 km kombiniert (Benzintank + Akku nach CLTC)
Wasser-Antrieb2x Heck-Propeller (je 8,6 kW Leistung), Tempo: über 6 km/h
Wasser-FahrzeitBis zu 40 Minuten aktive Fortbewegung / bis zu 2 Stunden schwimmfähig
Offroad-FeaturesIntegrierter Leiterrahmen (Geely Terrain Architecture), 800 mm Wattiefe, Sonar-Sensorik, Crab Walk

Echte Heck-Propeller: Wie das SUV zum Notfall-Boot wird

Die spektakulärste Funktion des Battleship 700 klingt nach James Bond, ist laut Geely aber als ernstes Sicherheitsfeature für Überschwemmungen oder Unfälle in tiefem Wasser gedacht: Das Auto kann schwimmen.

Propeller vs. Räder: Der Unterschied zum BYD Yangwang U8
Ein schwimmfähiges Luxus-SUV ist in China keine absolute Premiere. Der BYD Yangwang U8 besitzt ebenfalls einen Schwimmmodus, nutzt im Wasser allerdings lediglich seine rotierenden Räder für den Vortrieb – was im nassen Element recht ineffizient ist (max. 3 km/h). Geely geht einen Schritt weiter und verbaut am Heck zwei echte motorisierte Schiffspropeller mit jeweils 8,6 kW Leistung, die optisch wie dicke Auspuffrohre wirken. Sie beschleunigen den Fünf-Meter-Brocken im Wasser auf über 6 km/h. Ein integriertes Sonar-System scannt währenddessen Hindernisse unter der Wasseroberfläche ab.

Geely Galaxy Battleship 700 Front

Bis zu 40 Minuten lang kann sich das Fahrzeug mit den Propellern aus eigener Kraft durchs Wasser pflügen, bevor die Technik an ihre Grenzen stößt. Die Karosserie selbst soll bis zu zwei Stunden schwimmfähig bleiben. Eine Straßenzulassung als Freizeitboot für die nächste deutsche Seenplatte wäre hierzulande wegen strenger Schifffahrts- und Naturschutzgesetze natürlich undenkbar. Wie das Ganze in der Praxis in China funktioniert, zeigt der YouTube-Kanal „Wheelsboy“.

Sauerstoff an Bord: Ein Feature für extreme Höhenmeter

Als wären funktionstüchtige Schiffsschrauben an einem Serien-SUV noch nicht kurios genug, packt Geely ein weiteres irres Feature in den Innenraum: Ein integriertes medizinisches Sauerstoffsystem.

Geely Galaxy Battleship 700 Innenraum Komplett

Wer mit dem Geländewagen in extremen Höhenlagen (beispielsweise auf Pässen in Tibet oder den Anden) unterwegs ist und unter der dünnen Höhenluft leidet, kann sich auf Knopfdruck mit zusätzlichem Sauerstoff versorgen lassen. Die Zufuhr erfolgt wahlweise über separate Atemmasken oder wird direkt über die Belüftungsdüsen in die gesamte Passagierkabine geblasen.

GTA-Plattform & 1.129 PS: Schrankwand mit Sportwagen-Power

Auch auf festem Asphalt setzt der Battleship 700 neue Maßstäbe für das Segment. Das Fahrzeug basiert auf der neu entwickelten GTA-Plattform (Geely Terrain Architecture). Statt eines traditionell schweren Leiterrahmens verschmilzt Geely einen hochfesten Unterbodenrahmen direkt mit der selbsttragenden Karosserie. Das spart rund 200 Kilogramm Gewicht ein und sorgt für eine enorme Verwindungssteifigkeit von über 40.000 Nm/Grad.

Geely Galaxy Battleship 700 Innenraum

Unter der Haube arbeitet ein komplexes Plug-in-Hybrid-Setup: Ein 2.0-Liter-Turbobenziner kooperiert mit drei Elektromotoren (einer vorn, zwei hinten). Zusammen wuchtet das System krasse 830 kW (rund 1.129 PS) auf alle vier Räder. Dank Einzelradansteuerung und Allradlenkung beherrscht das Schlachtschiff sogar den „Crab Walk“ (diagonales Versetzen beim Einparken).

Für den rein elektrischen Alltag sorgt ein gigantischer 47,14-kWh-Akku von Branchenprimus CATL. Laut chinesischem CLTC-Zyklus reicht der Stromspeicher für 305 Kilometer rein elektrisches Fahren. Selbst nach strengerem europäischem WLTP-Standard dürften davon alltagstaugliche 200 bis 230 Kilometer übrig bleiben. Geht es auf die Langstrecke, erweitert der Benzintank den Aktionsradius auf bis zu 1.770 Kilometer.

Geely Galaxy Battleship 700 Rueckseite

Einschätzung: Rollendes (Wasser-)Kraftwerk zum Tiguan-Preis

Dass Geely dieses rollende High-Tech-Schiff im Heimatmarkt China zu einem Einstiegspreis von umgerechnet rund 26.000 Euro anbietet und selbst die „schwer bewaffnete“ Topversion für etwa 35.000 bis 50.000 Euro über den Tisch geht, zeigt die brutale Skalierungskraft der chinesischen Autoindustrie.

Zwar ist der Geely Galaxy Battleship 700 vorerst für China reserviert (ein Export nach Australien ist bereits geplant), doch die Botschaft an europäische Geländewagen-Ikonen wie den Land Rover Defender oder die Mercedes G-Klasse ist unmissverständlich: Die Chinesen bauen nicht mehr nur günstige Pendler-Stromer, sondern attackieren das absolute Luxus- und Abenteuersegment mit Innovationen, die man bisher nur aus Science-Fiction-Filmen kannte.

Wie ist eure Meinung zu diesem kranken E-SUV? Völlig genialer Überlebens-Allrounder für die Apokalypse oder völlig übertriebene Effekthascherei?

Quelle(n):

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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