Hama Smartring „One“ vorgestellt – Vibrationsfunktion und ohne Abo
Das deutsche Unternehmen Hama hat Anfang August einen eigenen Smartring angekündigt. Der ist vergleichsweise günstig und verspricht, erfasste Daten ausschließlich in Deutschland zu speichern.
- Hama Smartring „One“
- bei Hama für 129€ (verfügbar ab Mitte September)
Inhalt
Ein Smartring aus Deutschland
Smartringe fristen nach wie vor ein Nischendasein neben Smartwatches und Fitness-Armbändern. Dennoch liegen sie im Trend und jeder möchte ein Stück vom potentiellen Kuchen abhaben. Hama verkauft zwar bereits Smartwatches, trotzdem ist der erste Ring eine kleine Überraschung.
Im Design unterscheidet er sich nicht groß von bereits erhältlichen Modellen anderer Hersteller. Der Edelstahlring ist in Silber oder Schwarz erhältlich in den Größen 7 bis 12. Es gibt kein Display oder äußere LED, sondern eine schlichte, matte Oberfläche.
Puls-, Schlaf- und Sport-Tracking
Auf der Innenseite befinden sich Sensoren, die verschiedene Körperfunktionen messen. Ganz klassisch misst ein Smartring den Puls, so auch der One. Laut Beschreibung werden bis zu 6 mal pro Stunde Herzfrequenz und Körpertemperatur gemessen, das entspräche einer Messung alle 10 Minuten. Der Blutsauerstoffgehalt wird alle 30 Minuten gemessen.
Dazu gibt es ein umfangreiches Sporttracking; laut Hersteller werden 120 verschiedene Sportarten unterstützt. Frauen können auch eine Zyklusüberwachung per Ring bzw. der zugehörigen App nutzen.
Und als dritter, großer Bereich gehört auch die Schlafüberwachung zum Funktionsumfang dazu. Leicht- und Tiefschlaf sowie REM-Phasen werden getrackt und ausgewertet, um am nächsten Morgen ein Bild der allgemeinen Schlafqualität zeichnen zu können.
Benachrichtigungen per Vibrationsfunktion
Der Ring verfügt über eine Vibrationsfunktion. Diese wird in erste Linie genutzt, um den Träger über wichtige Meldungen zu benachrichtigen. So kann man sich etwa erinnern lassen, sich zu bewegen oder regelmäßig Wasser zu trinken. Aber auch über Anrufe und Nachrichten auf dem Smartphone wird man so dezent informiert, ohne dass Lampen blinken oder das Telefon klingelt.
Der Ring ist vor Wasser geschützt und hat eine 5ATM-Zertifizierung. Der Hersteller warnt lediglich davor, den Ring in der Sauna zu tragen oder in Kontakt mit Chlor- oder Salzwasser kommen zu lassen.
Daten nur auf deutschen Servern
Der Akku darf als einer der Schwachpunkte bezeichnet werden, denn Hama gibt hier eine Laufzeit von maximal 4 Tagen an. Da sind andere Hersteller schon deutlich weiter, RingConn kratzt beispielsweise an der 2-Wochen-Marke. Mit dem zugehörigen Ladecase, das selbst einen verbauten Akku hat, soll man immerhin auf bis zu 20 Tage Laufzeit kommen.
Positiv dürfte für viele das Versprechen sein, dass sämtliche erfassten Daten ausschließlich auf deutschen Servern gespeichert werden. In Zeiten, in denen amerikanische und chinesische Marken den Markt dominieren, ist das ja schon fast eine Seltenheit.
Außerdem soll es kein Abo geben, um den Ring und die Hama Active App nutzen zu können. Nach der Anschaffung kommen also – anders als beispielsweise beim Marktführer Oura – keine weiteren Kosten hinzu.
Günstiger Smartring, aber ohne große Besonderheiten
Der Smartring One von Hama soll 129 Euro kosten und ab Mitte September erhältlich sein. Um eine vorsichtige, erste Einschätzung vorzunehmen: Er bietet nichts, was wir nicht schon bei vielen anderen Modellen gesehen haben. Der Funktionsumfang fällt auf den ersten Blick sogar etwas geringer aus; Pulsmessung „nur“ alle 10 Minuten und die vergleichsweise niedrige Akkulaufzeit sind sicherlich Kritikpunkte.
Das Sporttracking klingt zumindest vielversprechend, hier muss man aber abwarten, wie zuverlässig es arbeitet und vor allem wie gut die App umgesetzt ist. Positiv ist die Vibrationsfunktion, die längst nicht alle Ringe haben, und auch die Tatsache, dass es mal ein deutsches Unternehmen ist und zusätzlich verspricht, alle Daten auch auf lokalen Servern zu speichern.
Mit dem Preis befindet man sich immerhin im für Smartringe unteren Segment, hier könnte man also viele Kunden abholen, die keine 400 Euro für einen Oura 4 bezahlen wollen.
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