Honor V30 Pro: Neues Top-Modell offiziell vorgestellt

Heute hat Honor ihr neustes Vorzeigemodell vorgestellt, das Honor V30. Dieses kommt, wie wir erwartet haben, noch in einer Pro-Version, dem Honor V30 Pro. Die Unterschiede zwischen den beiden muss man aber fast mit der Lupe suchen, wir haben sie im Artikel für euch aufgeschrieben. Noch wurde das Honor V30 nur in China vorgestellt, die Präsentation für Europa erfolgt typischerweise eigentlich circa einen Monat später. Wir halten euch diesbezüglich natürlich auf dem Laufenden.

Als Tochterunternehmen von Huawei hat Honor etwas mehr Freiheiten als die Muttergesellschaft. Daher findet man viele Innovationen und neue Features zuerst in den Honor-Geräten. Vor dem jährlichen Flagship erscheint immer noch das neuste Gerät der V-Reihe, in Europa ist es die View-Reihe. Das neue Honor V30 ist der Nachfolger des Honor View 20/V20 und rückt die Kameras in den Fokus.

Honor V30 Teaser Poster

Honor V30 mit 60 Megapixel Kamera?

Im Gegensatz zum Vorgänger arrangiert man die Kamera auf der Rückseite nun vertikal und nicht mehr horizontal, in einem extra Kameramodul. Die Pro-Version arbeitet mit dem Sony IMX600 als Hauptsensor, der eine 40 Megapixel Auflösung und eine ƒ/1.8 Blende bietet. Dazu kommt eine 12 Megapixel Ultraweitwinkelkamera namnes „CineLens“ mit 109° Aufnahmewinkel sowie eine 8 Megapixel Telekamera. Dabei soll ein neuer Algorithmus, die „Camera Matrix“ Technologie zum Einsatz kommen. Zu den Features gehören ein 3-facher optischer Zoom sowie ein 5-facher Hybrid-Zoom 960 fps Ultra Slow-Motion und optische Bildstabilisierung.

Honor V30 Pro Kamera

Das sieht bei dem normalen V30 fast ähnlich aus, bis auf die CineLens, die durch eine „normale“ 8 MP Ultraweitwinkelkamera ergänzt wird. Auf der Vorderseite kommt bei beiden Geräten eine Dual-Frontkamera zum Einsatz, die aus einem 32 Megapixel und einem 8 Megapixel Sensor besteht. Damit ist auch ein Portrait-Modus sowie ein Nachtmodus möhlich.

Doppel Hole-Punch Design

Wie auch schon das Honor View 20 setzt das Honor V30 auf ein Hole-Punch Display. Das heißt: In dem Display befindet sich die Notch, also ein kleiner Ausschnitt, in dem die Frontkamera sitzt. In diesem Fall sind es sogar zwei Frontkameras, genau wie bei dem Samsung Galaxy S10+. Das ist eine beliebte Art, um der „normalen“ Notch zumindest etwas aus dem Weg zu gehen. Dabei bringt man dieses Kameramodul in der oberen linken Ecke unter, während Samsung es zum Beispiel in die obere rechte Ecke platziert.

Das Honor V30 ist mit einem 6,57 Zoll IPS LC-Display ausgestattet, das eine Full HD+ Auflösung von 2400 x 1080 Pixeln in einem Seitenverhältnis von 20:9 bietet. Da es ein LC-Display ist, kann man den Fingerabdrucksensor nicht im Display platzieren, sondern er wandert an die Seite. Daraus ergibt sich insgesamt ein sehr „randloses“ Design, mit einer screen-to-body ratio von über 91% ist man sehr modern unterwegs. Dieses Design und Display findet sich so sowohl im Honor V30 als auch im Honor V30 Pro.

Honor V30 Pro Smartphone Farben

Bei den Farben zeigt man sich nicht ganz aber fast so farbenfroh wie bei dem neuen Huawei MatePad Pro. Das V30 und V30 Pro gibt es in Blau, Schwarz. Weiß und Orange, was uns natürlich am besten gefällt.

Gleiche CPU wie im Mate 30 Pro

Spannend wird es bei der Hardware. Auf der Platine sitzt der brandneue HiSilicon Kirin 990 Prozessor, der aber in zwei Versionen kommt: einmal mit und einmal ohne 5G-Unterstützung. Wie wir schon im Vorfeld spekuliert haben, ist das Honor V30 Pro mit dem Kirin 990 5G ausgestattet, welcher Standalone und Non-Standalone 5G unterstützt. Das Honor V30 ist mit dem Kirin 990 mit einem zusätzlichen 5G Modem ausgestattet. Die CPU kommt bisher nur in dem gerade angesprochenen Mate 30 Pro zum Einsatz und ist dank 7nm Fertigungstechnik relativ energieeffizient sowie auf Fotografie und Gaming optimiert.

Bei dem Akku gibt es ebenfalls nur einen kleinen, aber feinen Unterschied. Das Honor V30 Pro ist mit einem 4.100 mah großen Akku ausgestattet, der 40W Schnellladen sowie 27W kabelloses und 7,5W rückwärts Laden unterstützt! Damit ist es das erste Honor Smartphone mit Qi-Laden. Der Akku des normalen Honor V30 fällt mit 4.200 mAh minimal größer aus, was wohl an dem zusätzlichen 5G Modem liegt. Diesen kann man aber leider nicht kabellos laden, dafür aber auch immerhin mit 40W schnell aufladen.

Von dem Honor V30 gibt es eine Variante mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher, die bei umgerechnet 425€ in China startet. Die 8 GB und 128 GB Variante kostet knapp 50€ mehr. Das Honor V30 Pro gibt es nur mit 8 GB RAM und wahlweise mit 128 GB oder 256 GB Speicher, wo man dann selbst in China die 500€ Grenze knackt.

Honor V30 Akku

Auf dem Honor V30 und V30 Pro läuft das Magic UI 3.0 Betriebssystem, welches wiederum auf Android 10 basiert und insgesamt ein leicht modifiziertes EMUI ist. Erfreulicherweise ist das V30 auch mit NFC und Dual GPS ausgestattet, auch ac-WiFi, Bluetooth 5 und USB Typ-C muss man nicht missen. Lediglich der 3,5 mm Kopfhöreranschluss fehlt dem neuen Top-Modell des Herstellers.

Einschätzung

2019 ist das Jahr der Pro-Versionen und bei dem Honor V30 verstehe ich die Pro-Version bisher wohl am wenigsten. Die Unterschiede muss man fast mit der Lupe suchen und das stiftet nur unnötig Verwirrung. Trotzdem hört sich die Kombination aus dem Kirin 990, 5G sowie einer guten Kamera natürlich spannend an. Spannend wird aber, ob das Honor View 30 für Europa auch kurz danach angekündigt wird oder ob die US-Sanktionen einen globalen Start verhindern. Denkbar wäre ein Europa-Start allerdings auch erst im 2020, womit es genau ein Jahr nach dem Honor View 20 starten würde. Hier wird allerdings gerade auch der Preis eine großes Kontraargument, schließlich schlägt der Vorgänger schon mit über 500€ zu Buche.

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, werden wir oft mit einer kleinen Provision beteiligt. Für dich entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo du ein Produkt kaufst, bleibt natürlich dir überlassen.
Danke für deine Unterstützung.

Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
Profilbild von Thorben

Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

Sortierung: Neueste | Älteste

Kommentare (8)

  • Profilbild von Keltan
    12.11.19 um 13:57

    Keltan

    Tja, wären seit einem Jahr oder so bei den Huawei-Geräten die Bootloader nicht unwiderruflich gesperrt, wären sie wesentlich interessanter.

    • Profilbild von Klausi
      13.11.19 um 00:11

      Klausi

      Auch die neuen lassen sich noch inoffiziell entsperren, kostet aber bis zu 40$
      die "alten" bekommt man noch für 10$ auf, die größe frecheit das selbst hier alle offiziellen Methoden eingestellt wurden.
      durch die kosten macht das aber nur ein bruchteil und damit schwindet der eh schon kleine teil an fremd rom nutzern weiter bis zur Bedeutungslosigkeit.
      Für mich ist damit leider auch Huawai und seine Töchter gestorben. habe jetzt 2X 10 € ausgeben um den alten P20(lite) noch mal frisches leben ein zu hauchen.

  • Profilbild von Naich
    12.11.19 um 16:11

    Naich

    Also Hole-Punch passt einfach nicht…

    Je öfter ich das lese umso schlimmer wirds

    • Profilbild von Gast
      26.11.19 um 12:12

      Anonymous

      Dito. Was soll eine Loch-Schlag-Kamera sein?
      Wenn, dann Punch-Hole.
      Spielt aber keine Rolle, wer auf die Idee gekommen ist, ein Loch ins Display zu stanzen gehört eh mit Handys gesteinigt. Oder… gehandyt?

  • Profilbild von Max Mustermann
    12.11.19 um 19:20

    Max Mustermann

    Max Mustermann:

    Das ist einfach Maxetisch

  • Profilbild von oem
    26.11.19 um 12:58

    oem

    Weiss auch nicht warum plötzlich alle die Displays mit Löchern versehen. Ein kleines Display auf der Rückseite und das Selfie Problem ist gelöst

  • Profilbild von Sandmann2866
    26.11.19 um 18:03

    Sandmann2866

    500€ und nur IPS? Nein, danke. Mir kommt nur noch OLED in die Hand.

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen.