Handy & Tablet perfekt vereint? Huawei stellt das geniale Pura X Max vor
Mit dem HUAWEI Pura X Max schickt der chinesische Hersteller den direkten Nachfolger des ohnehin schon ungewöhnlichen Pura X ins Rennen und wählt dabei einen völlig eigenen Ansatz beim Design. Statt des üblichen schmalen Displays bekommt man hier im aufgeklappten Zustand ein fast klassisches Tablet-Format, was gerade für mobiles Gaming oder den abendlichen Serien-Marathon ein echtes Highlight darstellt.
Inhalt
Technische Daten des HUAWEI Pura X Max
| Kategorie | HUAWEI Pura X Max |
| Außendisplay | 5,4 Zoll OLED, 1848 × 1264 Pixel, 1-120 Hz LTPO 2.0, 1440 Hz PWM-Dimming, Kunlun Glass 2 |
| Innendisplay | 7,7 Zoll faltbares OLED, 2584 × 1828 Pixel, 1-120 Hz LTPO 2.0, 1440 Hz PWM-Dimming, UTG (Ultra Thin Glass) |
| Prozessor (CPU) | Kirin 9030 Pro |
| Arbeitsspeicher (RAM) | 12 GB (16 GB in der Collectors Edition) |
| Interner Speicher (ROM) | 256 GB oder 512 GB (bis zu 1 TB in der Collectors Edition) |
| Hauptkamera (Rückseite) | 50 MP Weitwinkel (f/1.4 – f/4.0 variable Blende, RYYB, OIS) + 12,5 MP Ultraweitwinkel (f/2.2, RYYB) + 50 MP Periskop-Telekamera (f/2.2, RYYB, OIS, 3,5x optischer Zoom, 100x digital) |
| Frontkameras | 8 MP außen (f/2.4) / 8 MP innen (f/2.2) |
| Akku-Kapazität | 5300 mAh (typischer Wert) / 5150 mAh (Nennwert) |
| Ladeleistung | 66W kabelgebundenes SuperCharge, 50W kabellos, Reverse Wireless Charging |
| Konnektivität & Netzwerke | Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 (LDAC, L2HC), NFC, Dual-SIM (inkl. eSIM-Support) |
| Anschlüsse | USB Type-C (USB 3.1 Gen 1, unterstützt DP 1.2) |
| Schutzklasse | IP58 und IP59 (gegen Wasser und Staub) |
| Betriebssystem | HarmonyOS 6.1 |
| Maße | Zugeklappt: 120 x 85 x 11,2 mm Aufgeklappt: 120 x 166,5 x 5,2 mm |
| Gewicht | 229 g |
| Farben | Phantom Night Black, Zero Degree White, Interstellar Blue, Olive Gold, Vibrant Orange |
| Preis (China) | ab 10.999 Yuan (ca. 1371 €) |
Ein Formfaktor, der aus der Reihe tanzt
Optisch geht man beim Pura X Max durchaus interessante Wege und lässt das Gerät im Vergleich zum Vorgänger ordentlich anwachsen. Zusammengeklappt blickt man auf ein 5,4 Zoll großes OLED-Außendisplay mit einer Auflösung von 1848 × 1264 Pixeln, womit sich alltägliche Aufgaben eigentlich ganz entspannt erledigen lassen sollten.
Klappt man das 229 Gramm schwere Gerät auf, offenbart sich ein 7,7 Zoll großes faltbares OLED-Panel (2584 × 1828 Pixel). Beide Bildschirme bieten dabei eine adaptive Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz (LTPO 2.0) sowie ein 1440 Hz PWM-Dimming zur Schonung der Augen. Geschützt wird die äußere Front übrigens durch das widerstandsfähige Kunlun Glass der zweiten Generation, während man innen auf UTG (Ultra Thin Glass) setzt. Ich finde dieses Konzept enorm spannend, zumal es gerüchteweise sogar Apple für das künftige iPhone Ultra (Fold) inspirieren könnte.
Auf der Rückseite sticht direkt das markante Kameramodul ins Auge, welches vom Aufbau her stark an den bekannten Balken der Google Pixel-Reihe erinnert. Im Inneren dieses Moduls sitzt ein starkes Setup, bestehend aus einer 50 Megapixel Hauptkamera mit variabler Blende (f/1.4 bis f/4.0), einer 12,5 Megapixel Ultraweitwinkelkamera und einer 50 Megapixel Periskop-Telekamera. Optische Bildstabilisierung (OIS) ist bei der Haupt- und Telelinse natürlich auch mit an Bord, genauso wie das hauseigene XMAGE-Branding. Für Selfies stehen auf der Innen- und Außenseite jeweils eine 8 Megapixel Kamera zur Verfügung. Farblich bietet man mit Phantom Night Black, Zero Degree White, Interstellar Blue, Olive Gold und Vibrant Orange eine wirklich ordentliche Auswahl.
Eigene Wege bei Prozessor und Akku
Unter der Haube muss man bei Huawei bekanntermaßen ein paar Besonderheiten beachten. Als Antrieb fungiert hier der Kirin 9030 Pro, den wir genau so schon im Huawei Mate 80 Pro Max gesehen haben. Damit bricht man bei der reinen Spitzenleistung vermutlich keine Benchmark-Rekorde. Für den Alltag reicht der Prozessor aber wohl völlig aus. Kombiniert wird der Chip mit großzügigen 12 GB Arbeitsspeicher und wahlweise 256 GB oder 512 GB Massenspeicher. Wer noch mehr Power braucht, greift zur Collectors Edition mit satten 16 GB RAM und bis zu 1 TB Speicherplatz. An modernen Anschlüssen und Funkstandards stehen Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC und ein USB-C 3.1 Gen 1 Port zur Verfügung, wobei das Gehäuse nach IP58 und IP59 gegen Wasser und Staub geschützt ist.
Beim Akku verbaut man eine Kapazität von 5300 mAh, was für chinesische Verhältnisse fast schon ein wenig klein ausfällt. Schaut man sich etwa das Honor Magic V6 an, bekommt man dort bis zu 7100 mAh geboten, wobei man aber auch sagen muss, dass es sich dabei um ein größeres Foldable handelt. Geladen wird das Pura X Max immerhin sehr flott mit 66 Watt kabelgebunden oder 50 Watt kabellos, während das Setup durch Reverse Wireless Charging abgerundet wird.
Spannende Hardware mit bekanntem Manko
Das Huawei Pura X Max bietet einen wirklich sehr spannenden Formfaktor. Gerade die Annäherung an das klassische Tablet-Seitenverhältnis im aufgeklappten Zustand liefert ein völlig anderes Nutzererlebnis, das mir auf dem Papier extrem gut gefällt und durchaus sinnvoll wirkt. Mit einem Startpreis von 10.999 Yuan (etwa 1371 Euro) in China ist das sicherlich kein Schnäppchen, aber die Hardware liefert insgesamt ein sehr rundes Gesamtpaket, bei dem selbst der nicht ganz taufrische Prozessor im normalen Gebrauch überhaupt nicht negativ auffallen dürfte.
Ein massiver Dorn im Auge ist und bleibt aber mal wieder das Software-Problem. Das Foldable läuft mit HarmonyOS 6.1, welches sich in dieser neuesten Ausbaustufe komplett vom Android-Unterbau verabschiedet hat. Ohne Android, den Play Store und die gewohnten Google-Dienste wird es dieses Smartphone hierzulande enorm schwer haben, auch wenn das Design noch so innovativ ist. Es bräuchte also erstmal eine offizielle Veröffentlichung von Huawei, denn mit der China-Version im Import kann man in Deutschland leider recht wenig anfangen.
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