Huawei XPixel: Auto-Scheinwerfer projiziert Filme & Navi!
Viel unterwegs? Bock auf Autokino am Abend um euch die WM anzuschauen? Dann fahrt auf einen Parkplatz, richtet die Front auf eine leere Hauswand und genießt oder zockt eine Runde Mario Kart. Aus dieser Fiktion macht der chinesische Tech-Gigant Huawei nun Realität: Auf der Auto Show in Peking hat das Unternehmen seine brandneue XPixel-Plattform präsentiert. Die Autoscheinwerfer der kommenden Fahrzeuggeneration dienen dabei nicht mehr nur der reinen Ausleuchtung, sondern fungieren als waschechte Vollfarb-Projektoren.
Kein Konzept, sondern Serienreife: Huawei verbaut das neue, vollfarbige RGB-Modul nicht nur in einem Konzeptfahrzeug. Stattdessen feiert das System seine offizielle Premiere in einer kommenden Version des chinesischen Elektro-Luxus-SUVs Aito M9.
XPixel: Von der Straße zum 100-Zoll-Kino
Die Idee, Licht nicht nur starr nach vorne zu werfen, ist in der Autoindustrie nicht völlig neu. Dennoch hebt Huawei das Konzept nun auf ein völlig neues Level. Bisherige Systeme arbeiteten monochrom. Hingegen nutzt die neue XPixel-Plattform ein echtes RGB-Vollfarb-Modul.
Folglich bündelt das 3-in-1-System klassische Beleuchtung, intelligente Farbdarstellung und Projektionstechnik. Im Stand aktiviert ihr einfach den Open-Air-Kino-Modus. Somit werfen die Scheinwerfer ein gestochen scharfes, farbiges Bild von rund 100 Zoll Diagonale an jede beliebige Wand. Da die Module über rund eine Million Pixel verfügen, reicht die Auflösung problemlos für einen gemütlichen Filmabend oder das Schauen eines Fußballspiels direkt aus dem Auto heraus.
AR-Navigation direkt auf dem Asphalt
Das System ist jedoch keineswegs ein reines Spielzeug für den Parkplatz. Schließlich entfaltet die Technik während der Fahrt auch einen Alltagsnutzen. Die Scheinwerfer projizieren Navigationshinweise wie dicke Abbiegepfeile oder Abstände beim Einparken in Echtzeit direkt auf den Asphalt vor euch. Somit müsst ihr euren Blick nachts nicht mehr zwingend auf das Display im Innenraum richten.
Zudem passt das System die Farbtemperatur bei schwierigen Sichtverhältnissen wie Nebel oder starkem Regen automatisch an. Außerdem können die Scheinwerfer lautlos über Lichtsignale mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren. Selbstverständlich ist auch ein adaptives Fernlicht integriert. Daher spart die Matrix-Technik entgegenkommende Fahrzeuge vollautomatisch aus dem Lichtkegel aus, um Blendungen zu vermeiden.
Wir finden das einfach nur abgefahren. Und ihr? Was meint ihr eigentlich dazu? Seht ihr die XPixel-Technologie eher als Spielerei und könntet drauf verzichten?
XPixel: Auch irgendwann bei uns?
Während solche technologischen Spielereien in China rasant in die Serienfertigung rutschen, sieht die Lage in unseren Breitengraden deutlich düsterer aus. Denn seit Jahren scheitern hochauflösende Pixelscheinwerfer in den USA und in weiten Teilen Europas an strengen gesetzlichen Richtlinien und langwierigen Genehmigungsverfahren.
Daher geraten westliche Autobauer bei der Lichttechnik zunehmend ins Hintertreffen. Chinesische Marken entwickeln die Systeme stattdessen in der Praxis extrem schnell weiter. Wann und ob wir die farbigen XPixel-Scheinwerfer jemals legal auf deutschen Straßen nutzen dürfen, bleibt somit völlig unklar.
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