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HyperOS 4: Alles was du zum neuen Xiaomi Betriebssystem wissen musst!

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In China hat Xiaomi die neue Generation des eigenen Betriebssystems HyperOS 4 überraschend ohne eine große Präsentation als Beta an den Start gebracht. Der Nachfolger von MIUI basiert natürlich weiterhin auf Android und soll nahtlos auf einem großen Teil des Geräte-Portfolios des Herstellers laufen. Das System setzt weiterhin auf die Verbindung von Mensch, Auto und Smart Home. Für die vierte Generation schraubt Xiaomi vor allem am technischen Fundament und entfernt alte Code-Reste, setzt optisch aber gleichzeitig auf ein neues Glasdesign.

HyperOS 4 wird spürbar schneller und setzt auf Rust

Wie in jedem Jahr arbeitet Xiaomi an der Systemperformance, geht diesmal aber deutlich tiefer ins Detail. Unter der Haube entfernt der Hersteller den alten Code aus der MIUI-Ära endgültig. Kern-Anwendungen und Teile des System-Frameworks wurden in der Programmiersprache Rust und Flutter neu geschrieben. Fun Fact: Unsere CG-App basiert übrigens auch auf Flutter. Über die überarbeitete HyperCore-Engine führt der Hersteller zudem eine automatische Lastoptimierung ein, um unnötige Prozessor-Befehle im Vergleich zu HyperOS 3 um 14,4 % zu senken.

Xiaomi HyperOS 4 Rust Architektur

Zusätzlich kommt eine KI-basierte Arbeitsspeicher-Preloading-Funktion zum Einsatz. Das System prognostiziert den App-Bedarf und hält den Speicher frei. Laut Xiaomi stehen dadurch selbst nach acht Stunden Nutzung noch rund 27,2 % mehr freier RAM zur Verfügung. In Messungen verringert sich die Gesamtdauer beim Starten von 30 Apps um etwa 17,5 %. Auch Auslösezeiten der Kamera und HDR-Verarbeitungen laufen spürbar schneller ab – so sagt es zumindest der Hersteller.

Glasdesign erinnert nach wie vor an Apple

Visuell führt Xiaomi mit HyperOS 4 ein „neues“ Glasdesign ein, das auf flüssige Lichteffekte und geschichtete Transparenzen setzt. Wischgesten und Berührungen erzeugen dynamische Effekte auf dem Bildschirm. Menüs und Benachrichtigungskarten erhalten ein mattiertes, durchsichtiges Layering, was dem System einen sehr modernen Anstrich verleiht. Hier ist natürlich aber offensichtlich, dass Xiaomi sich von Apples iOS 26 und Liquid Glass hat inspirieren lassen. Das kann man anderen Konkurrenten wie Honor ebenfalls vorwerfen – Apple selbst gibt seit neuestem ja aber auch die Möglichkeit, den Effekt stark zu minimieren.

HyperOS 4 Optik Design

Bei der Flexibilität auf dem Homescreen legt Xiaomi ebenfalls nach. Widgets lassen sich in stapelbaren Gruppen organisieren, durch die per Wischgeste gewechselt werden kann. Die Ordnerstruktur passt sich dynamisch an, je nachdem, wie viele Apps untergebracht werden. Der Sperrbildschirm bietet mehr Freiheit bei der Gestaltung der Uhrzeit und stapelt Benachrichtigungen jetzt kompakter.

Generell soll der Startbildschirm etwas aufgeräumter sein, wozu auch eine Art Smart Stack (wie bei Apple), aber auch frei anpassbare Ordnergrößen zu beitragen. Zudem wurden System-Apps wie die Wetter-Anwendung von Grund auf neu entwickelt und bieten lebendigere Echtzeit-Animationen.

Xiaomi HyperAI wird noch intelligenter

Das Thema KI bleibt ein zentraler Baustein von HyperOS 4. Mit Super XiaoAI 2.0 auf Basis des eigenen MiMo-Sprachmodells soll der Sprachassistent Aufgaben nun app-übergreifend ausführen können. In der Notizen-App lassen sich Sprachaufnahmen auf Knopfdruck erfassen, automatisch transkribieren und zusammenfassen. Auch Xiaomis HyperIsland steht hier mehr im Fokus und dient als eine Art Interaktionsfläche für AI-Aufgaben. Hat man komplexere Aufgaben, werden diese dort nur als „laufend“ angezeigt und treten in den Hintergrund. Wenn die Aufgabe erledigt ist, tritt sie automatisch in den Vordergrund, so dass man während dessen auch andere Sachen am Handy machen kann.

Ein neues Tool ist dabei der „Inspiration Ball„, der etwas an Honors Magic Portal erinnert. Erkennt das Handy z.B. eine Adresse in einem längeren Text, kann man darüber direkt die Navigation starten. Gleiches gilt natürlich auch für Produkte – wenn man z.B. ein Bild von einem Produkt in einer Messaging-App sieht, kann man mit dem Inspiration Ball darüber hovern und dann nach dem Produkt suchen.

Xiaomi HyperOS 4 Travel Planning AI

Die AI wird aber auch immer agentischer und kann deutlich komplexere Aufgaben lösen. Ein praktisches Beispiel ist die Reiseplanung, bei der Terminkalender und die Wettervorhersage berücksichtigt werden, um dann eine passende Aktivität für Eltern + Kinder recherchiert wird. Aber auch im Smart Home kann man die KI nutzen, um eine Automation komplett ohne eigene „Wenn, dann“-Regeln zu bauen, sondern man muss dem Assistenten nur beschreiben, was man erreichen möchte.

Wann erscheint HyperOS 4 für dein Gerät?

Die Beta-Phase startet in China ab Mitte August ohne großes Launch-Event in drei Wellen. Den Anfang machen die neuesten Oberklasse-Smartphones wie die Xiaomi-17-Reihe sowie die neuesten Tablets. Ältere Flaggschiffe und Mittelklasse-Geräte folgen schrittweise in den darauffolgenden Wochen.

Für den internationalen Markt ist im Herbst 2026 mit ersten Terminen zu rechnen. Wie üblich gilt, dass ein Update auf HyperOS 4 nicht für jedes Modell automatisch auch den Wechsel auf Android 17 bedeutet.

HyperOS 4 Rollout

HyperOS 4: Was davon kommt nach Deutschland?

Xiaomi nutzt HyperOS 4 für einen neuen technischen Unterbau. Das Entfernen alter MIUI-Altlasten und die Umstellung auf Rust zeigen, dass Performance und Speicherverwaltung im Vordergrund stehen. Das neue Glasdesign sieht natürlich nach Apple aus, ist anscheinend jetzt aber der state of the art. Aus unserer Sicht erwartet uns da nun aber keine Revolution, sondern ein logischer Schritt.

In China sind natürlich die AI-Funktionen spannend, die in Europa vermutlich nur stark eingeschränkt, wenn überhaupt, erscheinen. Schließlich werden die globalen Versionen mit Googles Gemini Modell ausgestattet und arbeiten nicht mit dem eigenen MiMo-Sprachmodell. Von daher hält man sich vermutlich an das, was Android 17 von Haus aus mitbringt, mit leichten Optimierungen hier und da.

Was haltet ihr von HyperOS 4? Gefällt euch das neue Glasdesign und der technische Umbau oder stört euch die Hardware-Einschränkung bei den visuellen Effekten?

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Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

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