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Das Exoskelett macht den Mensch zur Maschine: Neue Hypershell-X-Modelle kommen 2026 nach Deutschland

Dreame-Praesentation-Aufmacher

Der Hersteller Hypershell hat drei neue Exoskelette vorgestellt, die den Träger beim Laufen, Sport und Wandern unterstützen. Die neuen Modelle bieten viel Leistung, damit Entlastung für den Körper und es kommt auch KI zum Einsatz. Der Hersteller nennt es „das weltweit erste von TÜV Rheinland verifizierte End-to-End-KI-Exoskelett“. Kommen wir dem Übergang zum Cyborg wieder ein Stück näher?

Macht uns das Exoskelett zu Androiden?

Kurze Erklärung nochmal, was ein Exoskelett überhaupt ist. In der Natur ist es eigentlich ein außen („exo“) liegendes Skelett bei Insekten. In der Technik ist dabei eine unterstützende, mechanische Vorrichtung gemeint, die außen am Körper getragen wird und die Bewegung unterstützt. Das wird zum Beispiel in der Medizin eingesetzt. Mittlerweile gibt es aber auch einige Freizeit-Geräte, zu denen eben auch die Hypershell-Modelle gehören.

Hypershell X Ultra S Exoskelett 1

Das Exoskelett wird um die Hüfte getragen und hier mit einem Gurt festgezogen. Eine Tabelle, die verrät, mit welchem Hüftumfang und welcher Beinlänge man das Gerät tragen kann, stellt der Hersteller auf der Webseite bereit. Zwei weitere Bänder werden um die Oberschenkel gebunden und mit Streben mit dem Hüftgurt verbunden. Dazwischen sitzt auch ein Motor, der dann die Bewegungen der Beine unterstützt. Der Akku befindet sich im oder am Gürtel.

Leistungsunterstützung in drei Stufen

Bei den drei Modellen handelt es sich um das Hypershell X Pro S, X Max S und X Ultra S. Die unterscheiden sich in der Leistung und Akkugröße. Die Max- und Ultra-Modelle bieten bis zu 1000 Watt Leistung, 22 Nm Drehmoment und unterstützen eine Schrittgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Das ist bereits Sprintgeschwindigkeit.

Die Reichweite hängt natürlich von der Intensität der Nutzung ab, beträgt beim X Pro S aber bis zu 17,5 km, beim X Ultra S sogar bis zu 30 km. Unterstützt wird das System von KI – wie sollte es 2026 auch anders sein. So sollen sich die Motoren dem jeweiligen Gang und auch verschiedenen Geländetypen anpassen. Verschiedene Untergründe sollen erkannt werden, schon beim Vorgänger nannte der Hersteller explizit etwa das Laufen bergauf, bergab, auf Schotter oder durch Schnee.

Insgesamt scheint der Einsatz von KI (Hypershell spricht von „End-to-End-KI-Bewegungssteuerung“ und nennt diese HyperIntuition) der Hauptunterschied zu den bisher erhältlichen Modellen der Reihe zu sein.

Auf jedem Untergrund und bei jedem Wetter

Was das alles bringt? Grundsätzlich soll das Exoskelett den Körper etwas entlasten, da den Muskeln Arbeit abgenommen wird. So wird bei jedem Schritt der Oberschenkel mit nach oben gezogen und muss selbst weniger Kraft aufbringen. Mann nennt sogar ganz konkrete Zahlen: Laut Tests soll der Sauerstoffverbrauch um bis zu 39,2% und die Herzfrequent um bis zu 42,7% gesenkt werden.

Hypershell X Ultra S Exoskelett 2

Die Modelle sind wetterbeständig und mit einer IP54-Zertifizierung bis zu einem gewissen Grad wasserfest. Leichter Regen ist also immerhin kein Problem. Hinzu kommt eine Temperaturbeständigkeit zwischen -20°C und +60°C und zumindest beim Premium-Modell X Ultra S die Verwendung von hochwertigen Materialien, namentlich Titan und Carbon.

Auch in Deutschland ab 2026

Erhältlich sind die neuen Modelle zum Marktstart im Mai 2026 vorerst nur in den USA, Kanada, China und Australien. Der deutsche Markt soll aber noch in diesem Jahr folgen. Die Preise liegen bei 999$ für das X Pro S, 1499$ für das X Max S und 1999$ für das Hypershell X Ultra S.

Auf der deutschen Webseite kann man sich eintragen um per Mail über den Start informiert zu werden. Hier gibt es aber bereits die bisherigen Modelle der Reihe. So unterscheidet sich das X Ultra per Datenblatt kaum vom nun vorgestellten X Ultra S. Macht die neue KI hier wirklich den Unterschied?

Wir würden es uns wünschen, denn unsere bisherige Erfahrung mit einem fast baugleichen Exoskelett einer anderen Marke war im letzten Jahr noch nicht überzeugend. Sollte sich die Bewegungsunterstützung hier wirklich natürlich anfühlen – was im besten Fall bedeutet, dass man sie gar nicht fühlt – dann werden die neuen Hypershell-Modelle vielleicht ihre Zielgruppe finden. Ein eher nischiges Produkt bleiben (Freizeit-)Exoskelette ohnehin – der wahre Nutzen liegt vermutlich eher in der Medizin. Oder tragen wir in ein paar Jahren alle solche Gehhilfen, wenn die Technologie erschwinglicher wird?

Quelle:

  • Hypershell Pressemitteilung
cc493368943e49409f9d2eeb56f4c326 Hier geht's zum Gadget

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (8)

  • Profilbild von C-pitti
    0 # 29.05.26 um 19:09

    C-pitti

    Ich besitze das Gerät ebenfalls seit dem Kick -Start.

    Hatte auch einen kostenfreien Garantietausch ohne Probleme.

    Ich nutze es entgegenwirkend (Sportmode/Trainingsmode) dann fühlt es sich an, als wenn man zügig durch Hüfthöhes Wasser geht…

    Ich find's genial

  • Profilbild von Daemonarch
    0 # 29.05.26 um 17:19

    Daemonarch

    Schon eine geile Idee für Rentner, die sich die Knochen kaputt malocht haben, und sich nicht mehr bewegen können… Fürchte nur, wie beim ebike rennr bald jeder faule 3 jährige damit rum.

  • Profilbild von Ein Tester
    0 # 28.05.26 um 11:36

    Ein Tester

    So neu ist es nun nicht, habe das Hypershell bereits im ~Februar 25 getestet. Leider war es trotz der Herstellerangabe nicht passend bei einer Körpergröße von 192cm. Der Rückversand und Service war allerdings eine Katastrophe und ein richtiger Kampf!

    Naja eventuell haben sie ja einiges verbessert mit dem "offiziellen Eu-Launch".

    • Profilbild von cycle
      0 # 28.05.26 um 15:09

      cycle

      Danke für das Feedback. Da bin ich froh, mich beherrscht zu haben. War auch extrem interessiert, hatte aber bedenken bzgl. meiner 1,92.

  • Profilbild von Blubs
    0 # 28.05.26 um 00:29

    Blubs

    Was hat denn ein Exoskelett mit Cyborgs zu tun? Da versteht offebar jemand den Begriff nicht richtig.

    • Profilbild von DieBiene
      0 # 28.05.26 um 08:16

      DieBiene

      Sorry, aber du scheinst offenbar die wissenschaftliche Definition nicht richtig zu verstehen. Ein "Cyborg"(cybernetic organism) zeichnet sich durch die sensorische Kopplung von biologischem Organismus und Maschine zu einem Regelkreis aus – genau das tun moderne KI-Exoskelette über Echtzeit-Sensoren. Ob die Technologie implantiert ist oder wie eine zweite Haut getragen wird, ist für den Begriff zweitrangig. Man muss nicht erst den Arm amputieren, um vom Sci-Fi-Klischee in der Realität der Kybernetik anzukommen.

  • Profilbild von Mux Mastermann
    1 # 27.05.26 um 23:41

    Mux Mastermann

    Das E-Bike für Läufer und Wanderer 😀

  • Profilbild von Liesl (Grad nicht angem.)
    1 # 27.05.26 um 20:46

    Liesl (Grad nicht angem.)

    Wenn das funktioniert und bezahlbar wird, wäre das ein Segen für mich. Nach einem unverschuldeten Unfall könnte ich wieder in die Berge.

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