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InfiMech MX 3D: Wird dieser Wahnsinns-Drucker mit 8 Köpfen Prusa, Snapmaker & Co. gefährlich?

InfiMech-MX-3D-Aufmacher

Echte Toolchanger-Systeme sind der heilige Gral für Multicolor-Fans. Sie nutzen für jede Farbe einen eigenen Druckkopf. Somit entfallen Filament-Müllberge fast komplett. Bisher war in der Consumer-Klasse bei vier (Snapmaker, Flashforge) oder fünf Köpfen (Prusa) Schluss. Nun bringt InfiMech mit der MX-Serie ein echtes Brett auf den Markt. Das Flaggschiff, der InfiMech MX Pro kommt mit unfassbaren acht separaten Druckköpfen und kabelloser Induktionsheizung. Damit greift der Hersteller die etablierte Konkurrenz definitiv an.

  • InfiMech MX / MX Pro Toolchanger:
    • demnächst bei Kickstarter für einen noch unbekannten Preis

Kickstarter und Indiegogo sind keine Online-Marktplätze, sondern Crowdfunding-Plattformen. Dort können Privatpersonen neue Produkte finanziell unterstützen. Ein Anspruch auf das fertige Produkt besteht jedoch nicht, was die Beteiligung zu einem Risiko macht.

Technisches: Die absurden Specs der InfiMech MX Serie

FeatureInfiMech MXInfiMech MX Pro
Bauraum220 × 220 × 220 mm300 × 300 × 300 mm
Druckköpfe6 separate Toolheads8 separate Toolheads
GehäuseOffenVollständig geschlossen
Temperatur-KontrolleStandardAktive Bauraumheizung
Hotend-HeizungInduktiv (kabellos)Induktiv (kabellos)
Smarte SensorikBlob-Detection, KI-Kamera, Auto-OffsetBlob-Detection, KI-Kamera, Auto-Offset

Acht Druckköpfe und induktive Heizung ohne Kabel

Das technische Konzept der InfiMech MX-Serie ist eine Ansage an den Markt. Während der Snapmaker U1 oder der Flashforge Creator 5 vier und der Prusa XL fünf Köpfe bieten, liefert das Flaggschiff von InfiMech satte acht Stück. Das System wechselt während des Vorgangs einfach den kompletten Werkzeugkopf aus. Folglich muss kein Filament mehr geschnitten oder zeitaufwendig gespült werden. Das spart massiv Material und wertvolle Druckzeit.

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Besonders innovativ ist dabei die Heiztechnik der Düsen. Anders als Snapmaker & Co. nutzt InfiMech ein induktives System. Dieses „Remote-Field Heating“ erinnert stark an das Bondtech INDX-System. Die Düse wird dabei kabellos über ein Magnetfeld innerhalb von Sekunden erhitzt. Die thermische Überwachung erfolgt dabei modern per NFC-Anbindung. Zudem kalibriert das System den Offset aller Düsen vollautomatisch zueinander.

Durch die Kooperation mit Bondtech wird Prusa auch in den Genuss eines induktiv beheizten Toolchangers kommen. Die Preise dürften hier aber höchstwahrscheinlich weit über dem hier vorgestellten Kickstarter-Prokekt liegen.

InfiMech MX 3D Features1

Sensoren – auch gegen den Filament-Blob

Neben der schieren Power verbaut InfiMech ein Arsenal an smarten Sensoren. So besitzt der MX 3D beispielsweise einen dedizierten Düsensensor für eine sofortige „Blob Detection“. Dieser stoppt den Vorgang sofort, falls Material ungewollt anhaftet. Zusätzlich überwacht eine KI-Kamera den Bauraum auf Spaghetti-Fehldrucke oder Fremdkörper auf dem Druckbett (Obstacle Detection).

Zwei Versionen der MX-3D-Serie kommen

InfiMech hat mittlerweile über Facebook verkündet, dass es zwei Versionen des neuen Toolchangers mit Induktionsheizung geben wird: Das Standard-Modell mit einem Bauraum von 220 × 220 × 220 mm ist aller Voraussicht nach nicht eingehaust und kommt mit 6 Druckköpfen. Das Pro-Modell mit seinem vollständig geschlossenen Gehäuse bringt es auf die hier gezeigten 8 Düsen und 300 x 300 x 300 mm Bauraum. Dank der beim Pro-Modell verbauten aktiven Kammerbeheizung sollten auch anspruchsvollere Materialien wie ABS, ASA oder Nylon ohne lästiges Warping gelingen.

InfiMech MX 3D Features2

Ein Blick auf das Risiko:
InfiMech verfügt bereits über Erfahrung durch die TX- und EX-Druckerserien. Dennoch handelt es sich hier um einen Kickstarter-Launch. Ein komplexer Toolchanger mit induktiver Heizung ist technisch extrem anspruchsvoll. Investiert euer Geld dort nur, wenn ihr einen Totalverlust verschmerzen könnt, oder wartet auf erste unabhängige Tests.

Einschätzung: Die spannendste Veröffentlichung des Jahres?

Sollte die InfiMech MX-Serie zuverlässig funktionieren, erwartet uns eine echte Sensation. Acht Farben ohne jeglichen Abfall sind ein Traum für jeden 3D-Druck-Fan – zumindest wenn es besonders bunt hergehen soll. Die alles entscheidende Frage bleibt jedoch der Preis. Sollte sich die Pro-Version preislich irgendwo zwischen dem Flashforge Creator 5 (ca. 700 Euro) und dem Snapmaker U1 (ca. 900 Euro) einpendeln, wäre das eine absolute Kampfansage an die Konkurrenz. Wir werden den Start der Kampagne jedenfalls genau verfolgen – ihr auch? Oder lässt euch der InfiMech kalt?

Quelle(n):

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (2)

  • Profilbild von drapple
    0 # 20.05.26 um 13:48

    drapple

    nein, das ist Blödsinn, wenn man alle Farben aus nur vier Farben druckt, ist der Verschleiß unermesslich hoch und auch dauert es viel viel länger, als wenn man acht Farben zur Verfügung hätte, statt sie zu mischen, also die Idee geht nach hinten los

  • Profilbild von HP
    0 # 20.05.26 um 13:38

    HP

    Blöd nur, dass vier Farben dank ausgeklügeltem Mischen reichen für "alle Farben".
    Das haben die bestimmt nicht kommen sehen und wird den Preis sicherlich verteuern.

    Wer clever ist, baut jetzt nur noch Drucker mit vier Farben. Vermutlich wird das die Zukunft sein.

    Gut, vielleicht kann man dann gleich vier mal PLA und PETG rein packen…

    HP

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