Leser-Test: Roborock RockMow S115 – So gut wie die Saugroboter?
Unser Leser Hans konnte den Roborock RockMow S115 für uns testen. Wir haben den Testbericht nur entsprechend formatiert, aber inhaltlich haben die Leser natürlich freie Hand.
Ich habe von CG die Chance bekommen, den Roborock RockMow S115 (S1-Serie) im Rahmen eines Leser-Tests zu testen. Auch wenn ich selbst noch keinen Saugroboter habe, den Namen Roborock kennt man ja inzwischen. Die geben bei den Saugrobotern im Wohnzimmer seit Jahren den Ton an, daher war ich extrem gespannt auf den ersten echten Vorstoß der Chinesen in den Gartenbereich. Ich konnte mir den Roborock RockMow S115 anschauen, um meinen in die Jahre gekommenen Stihl iMow samt nervigem Begrenzungskabel endlich in den Ruhestand zu schicken. Hier folgt mein Erfahrungsbericht für die Community.
- RoboRock RockMow S108
- RoboRock RockMow S115
- bei RainShift für 1345€ (offizieller Fachhandelspartner RoboRock Deutschland)
- bei Otto für 1757,56€
Inhalt
Technische Daten im Überblick
Den RockMow S1 gibt es aktuell in zwei Ausführungen (S108 und S115), die sich vor allem beim Akku, der Ladezeit und der damit empfohlenen Flächenleistung unterscheiden. Ich hatte das größere Modell (S115) für komplexere Gartenareale im Einsatz:
| Merkmal | RockMow S108 | RockMow S115 |
|---|---|---|
| UVP | 1.399,00 € | 1.599,00 € |
| Empfohlene Rasenfläche | bis 800 m² | bis 1.500 m² |
| Navigation | Sentisphere™ (Netzwerk-RTK + VSLAM) | |
| Begrenzungskabel | Nein | |
| Hindernisvermeidung | Stereo-Vision KI-Erkennung | |
| Schnittbreite | 22 cm | |
| Schnitthöhe | 20 bis 60 mm | |
| Einstellung Schnitthöhe | elektrisch per App | |
| Mähsystem | Schwebendes Mähdeck mit 3 frei schwingenden Klingen & PreciEdge™ (3 cm Kante) | |
| Maximale Steigung | bis 45 % (24°) | |
| Max. Hindernishöhe | 4 cm | |
| Akku | 4,6 Ah | 6,0 Ah |
| Mähzeit | ca. 130 Minuten | ca. 150 Minuten |
| Ladezeit | ca. 75 Minuten | ca. 65 Minuten |
| Schutzart | IPX6 (abwaschbar) | |
| Gewicht | 13,4 kg | 13,6 kg |
| Abmessungen | 625 x 420 x 270 mm | |
| Konnektivität | WLAN & Bluetooth (4G optional) | |
| App | Roborock-App für Android und iOS | |
Unboxing und Lieferumfang des RoboRock RockMow S1
Der Karton kommt mit seinen gut 13,5 kg zwar nominell so „leicht“ daher, dass man ihn alleine tragen kann – durch die unhandlichen Abmessungen der Box empfehle ich euch aber wärmstens, die Kiste zu zweit in den Garten zu befördern. Der Lieferumfang präsentiert sich vorbildlich und aufgeräumt:
- Roborock RockMow S115 Mähroboter
- Ladestation inkl. Bodenplatte und Erdnägeln
- RTK-Referenzstation samt Verlängerungskabel
- Netzteil für die Ladestation mit extra langem Zuleitungskabel
- Quick Start Guide und ausführliche Bedienungsanleitung
Ersteinrichtung & Kartierung: Genial einfach, wenn man Fehler vermeidet
Bei der Inbetriebnahme merkt man Roborock die jahrelange Erfahrung aus dem Saugroboter-Segment an jeder Ecke an. Der beiliegende Quick Start Guide führt mit klaren Skizzen durch den Prozess, die Kopplung mit der Roborock-App über WLAN und Bluetooth klappt auf Anhieb. Selbst wer noch nie einen Mähroboter eingerichtet hat, wird hier Schritt für Schritt abgeholt.
Achtet nur darauf, dass ihr den Mähroboter dort einrichtet, wo ihr auch ein ausreichendes WLAN-Signal habt. Das war bei mir noch nicht der Fall, so dass ich beim Einrichten immer zwischen Wintergarten und Garten pendeln musste, was im Endeffekt dafür gesorgt hat, dass ich mir noch einen WLAN-Repeater angeschafft habe.
Macht bitte nicht denselben Anfängerfehler wie ich! Ich habe die RTK-Antenne beim Auspacken erst einmal provisorisch aufgestellt, die erste virtuelle Karte abgefahren und die Antenne danach fest an dem Zaun montiert. Dadurch wird das gesamte System verschoben und der Roboter startete aus der Station quasi direkt ins Beet. Ich musste die Karte einmal komplett löschen und neu anlegen. Nach der festen Montage lief die KI-gestützte Kartierung aber sehr gut: Über die App steuert man den Roboter wie ein ferngesteuertes Auto einmalig an den Grundstücksgrenzen entlang.

Dank VSLAM-Kamera und Sentisphere™-Technologie erfasst er selbst enge Passagen ab 70 cm Breite oder Abschnitte unter dichten Baumkronen völlig mühelos und ohne Signalverlust.
Der Abschied vom Begrenzungskabel
Was soll ich sagen? Der Umstieg von meinem alten Stihl iMow samt fest verlegtem Begrenzungskabel auf den kabellosen RockMow S115 fühlt sich an wie der Wechsel von einer Handy aufs Smartphone. Die Kombination aus RTK-Satellitendaten und der kamerabasierten Positionsbestimmung liefert ein präzises Fahrverhalten. Anstatt nach dem Zufallsprinzip durch den Garten zu irren, zieht der RockMow exakte, kerzengerade Bahnen im U-Muster. Mein Rasen sieht plötzlich fast aus wie ein Fußballfeld.
Das Schnittbild gefällt mir echt gut und ist schön gleichmäßig. Das schwebende Mähdeck passt sich kleinen Unebenheiten im Rasen flexibel an, sodass der Boden an Erderhöhungen nicht ungewollt „skalpiert“ wird. Mit einem Update kann man wohl auch Schnittmuster in den Garten mähen lassen, aber wofür braucht man das?
Auch das PreciEdge™-System hält im Praxistest, was der Hersteller verspricht: Die Messerscheibe ist so konstruiert, dass sie bis auf etwa 3 cm an feste Kanten heranmäht. Entlang von Terrassenplatten oder flachen Randsteinen bleibt schlichtweg fast gar nichts mehr stehen. Nur an sehr hohen Mauern oder dichten Hecken muss man in unregelmäßigen Abständen mal ganz kurz mit dem Rasentrimmer nacharbeiten – der manuelle Aufwand sinkt im Vergleich zu älteren Roboter-Generationen aber gefühlt um 90 %.
Sicherheit & KI-Hinderniserkennung
Die verbaute Kamera an der Front leistet gute Arbeit. Ich habe im Testverlauf bewusst verschiedene Alltagsszenarien provoziert: herumliegendes Kinderspielzeug meiner Enkel oder einfach mal den alten iMow als Provokation. Der RockMow S108 erkennt diese statischen Objekte frühzeitig, drosselt sanft das Tempo und lenkt mit ausreichend Abstand um das Hindernis herum.
Gleiches gilt für dynamische Hindernisse: Wenn Personen oder Haustiere den Weg kreuzen, stoppt der Roboter unverzüglich und wartet, bis der Weg wieder frei ist. Mein einziger minimaler Kritikpunkt an dieser Stelle: In meinen Augen agiert die KI-Software aktuell fast schon etwas zu vorsichtig. An größere Sträucher oder Beetecken könnte der Roboter ruhig noch zwei bis drei Zentimeter näher heranfahren, bevor er abdreht. Aber ehrlicherweise gilt hier: Lieber ein bisschen zu viel Sicherheitsabstand als ein geschreddertes Spielzeug oder eine beschädigte Dekofigur. Der S115 erkennt in meinem Fall aber keinen Gartenschlauch oder generell sehr flache Gegenstände, die sollte man vorher wegräumen.
Ebenfalls extrem praktisch im Alltag: Der integrierte Regensensor schickt den Roboter bei einsetzendem Schauer umgehend zurück in die Station, um den feuchten Rasen nicht zu zerfurchten. Sollte der Roboter nach dem Mähen doch mal voller Grasschnitt hängen, schlägt die Stunde der IPX6-Zertifizierung: Das komplette Gehäuse kann mit dem Gartenschlauch abgespritzt werden.
Akku, App-Steuerung und Diebstahlschutz
Die Roborock-App gefällt mir echt gut, ich hab an der Stelle aber auch ehrlicherweise keinen Vergleich. Sowohl die erste Einrichtung als auch das Erstellen von verschiedenen Mähzonen funktioniert intuitiv und Schnitthöhen lassen sich stufenlos per Schieberegler verstellen. Bei anderen Modellen kann man das auch direkt am Mähroboter machen, aber vom Sessel im Wintergarten ist es natürlich noch bequemer. Es gibt für meinen Geschmack ausreichend Einstellungsfunktion und ich wüsste nicht was mir fehlen würde. Im Testzeitraum erschien sogar das ein oder andere OTA-Update, das Aufspielen dauert aber schon immer etwas.
In puncto Ausdauer hat mich der RockMow S115 überzeugt: Die versprochenen 150 Minuten Mähzeit pro Ladung erreicht der Roboter im Standard-Modus spielend. Reicht der Saft bei sehr großen Flächen mal nicht aus, soll er autonom an die Ladestation fahren, in ~65 Minuten wieder aufladen und dann die Arbeit fortsetzen, an der er unterbrochen hat. Auch beim Thema Diebstahlschutz ist vorgesorgt: Wird das Gerät im Betrieb angehoben oder aus seinem festgelegten Bereich getragen, ertönt ein lautstarker Alarm und das Gerät sperrt sich per PIN-Code. Wer möchte, kann optional sogar ein 4G-Modul für Echtzeit-Ortung nachrüsten.
Fazit: Ein würdiger König für den Garten?
Mein Fazit fällt durchweg positiv aus: Der Wechsel vom klassischen Kabel-Mähroboter auf den Roborock RockMow S115 war für meinen Garten eine wirklich gute Entscheidung. Dabei glaube ich aber, dass der S115 für meinen Garten sogar zu potent ist. Trotzdem: Roborock überträgt seine Expertise bei Saug- und Wischrobotern nahtlos ins Freie. Die Einrichtung ist genial gelöst, die Navigation ohne Kabel verdammt präzise und das Schnittbild lässt meine Nachbarn vermutlich neidisch werden.
Negativ ist für mich die Hinderniserkennung für sehr flache Gegenstände wie bei einem Schlauch. Der ist eh meist aufgewickelt, daher stört mich das nicht so, für den hohen Preis hätte ich das aber schon irgendwie wartet. Denn es gibt durchaus auch günstigere Mähroboter wie ich gesehen habe, wenn ich aber bedenke, wie viel ich damals für das Modell von Stihl ausgegeben habe, wie viel Arbeit das war und wie „dumm“ der im Vergleich zum Roborock wirkt, ist mir das für das gute Schnittbild auf jeden Fall wert.
- Hervorragende Zentimeter-Navigation ohne lästiges Begrenzungskabel (RTK + VSLAM).
- Einrichtung & App-Bedienung erstklassig.
- PreciEdge™ Kantenmodul sorgt für extrem saubere Ränder (3 cm Randabstand).
- KI-Hinderniserkennung schützt Kinderspielzeug und Haustiere.
- IPX6-Wasserschutz erlaubt einfaches Reinigen mit dem Gartenschlauch.
- Sehr schnelle Ladezeiten und starke Akkulaufzeit (besonders beim S115).
- Hinderniserkennung reagiert an manchen Büschen aktuell noch einen Ticken zu vorsichtig.
- Anschaffungspreis ab 1.399 € ist im ersten Moment eine spürbare Ansage.
Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.









Kommentar schreiben