Lidl kopiert den Ninja Creami: Was taugt der Silvercrest Freezy Klon?
Mittlerweile wissen wir ja schon, wie das Spiel läuft: Ninja stellt etwas neues, innovatives vor und nicht lange danach gibt es zahlreiche Nachahmer. So auch die Eigenmarke von Lidl, die mit dem Silvercrest Freezy für cremiges Eis ganz einfach Zuhause sorgen soll. Die Funktionsweise kommt uns vom Ninja Creami bereits reichlich bekannt vor.
- Lidl Silvercrest Freezy
- bei Lidl für 99,99€
- Ninja Creami
Inhalt
Dreiste Klone oder positive Konkurrenz?
Als jemand, der gefühlt jedes Küchen-Gadget von Ninja schon einmal auf der Arbeitsplatte stehen hatte, freue ich mich immer über wirklich vergleichbare Geräte. Mehr Konkurrenz auf dem Markt bedeutet für uns Kunden meist eine größere Auswahl und im besten Fall endlich sinkende Preise für die recht preisintensiven Marken-Geräte. Zudem hat Silvercrest in der Vergangenheit durchaus bewiesen, dass sie solide Küchengeräte produzieren können, die ihren Job anständig erledigen. Dass man bei der Discounter-Eigenmarke am Ende des Tages aber bei Weitem nicht die gewohnte, hochwertige Material- und Verarbeitungsqualität der Premium-Liga von Ninja erwarten darf, sollte jedem schon vor dem Gang zur Kasse klar sein.
Das Prinzip „Einfüllen, Einfrieren, Durchfräsen“
Wer hier eine klassische Eismaschine mit integriertem Kompressor erwartet, der den Eismix während des Rührens aktiv herunterkühlt, wird enttäuscht. Die Zutaten werden in einen der drei mitgelieferten Mixbehälter gefüllt und müssen erst einmal für schmerzhaft lange 24 Stunden im heimischen Tiefkühler zu einem soliden Eisblock erstarren. Erst danach darf die Maschine ran und fräst sich mit ihrer Klinge von oben nach unten durch die gefrorene Masse, um die Eiskristalle in cremigen Genuss zu verwandeln.
Der Silvercrest Freezy bringt dafür eine ordentliche Leistung von 800 Watt mit. Verpackt ist das Ganze in einem Gehäuse aus Kunststoff und Edelstahl mit den Maßen von etwa 30 x 19 x 40,7 Zentimetern. Mit einem Gewicht von rund 5,2 Kilogramm ist der Gerät kein filigraner Leichtbau, steht dadurch aber immerhin stabil beim rücksichtslosen Zerkleinern der gefrorenen Masse.
Das maximale Fassungsvermögen wird von Lidl mit etwa 0,69 Litern angegeben. Zum Lieferumfang gehören neben der Eismaschine selbst noch drei Mixbehälter inklusive der passenden Deckel, sodass man zumindest ein bisschen auf Vorrat einfrieren kann.
Wo der Freezy im Schatten des Creami steht
Schauen wir uns die harten Fakten im direkten Vergleich an, fallen vor allem beim Becher-Volumen und den Funktionen deutliche Unterschiede auf: Während der Ninja Creami mit zwei Bechern daherkommt, die jeweils 473 ml fassen, klotzt der Silvercrest Freezy ordentlich ran und bietet mit seinen drei Bechern ein deutlich größeres Fassungsvermögen von satten ca. 690 ml pro Becher. Zumindest steht es so auf der Produktseite für das Gesamtvolumen. Wenn wir uns aber die Bilder anschauen, landen wir wohl eher bei 450ml pro Becher maximaler Füllmenge.
Bei den Funktionen wandert das heißbegehrte Re-Spin-Programm natürlich exklusiv zum Original von Ninja, um krümeliges Eis im Nachgang perfekt cremig zu zaubern, während Silvercrest hier auf ein klassisches Bedienpanel mit Drucktasten ohne diese Extrarunde setzt.
Auch beim Platzbedarf auf der Arbeitsplatte trennen sich die Wege: Der Ninja Creami ist mit einer Breite von 16,5 cm und einer Tiefe von 27 cm merklich schlanker gebaut, bringt dafür aber stolze 6,4 kg auf die Waage. Die Lidl-Alternative hingegen wiegt zwar nur 5,2 kg, beansprucht mit einer Breite von 30 cm und einer Tiefe von 19 cm (Höhe: 40,7 cm) aber deutlich mehr Stellfläche in eurer Küche.
Günstige Eismaschinen-Alternative für den Sommer
Lidl liefert mit dem Silvercrest Freezy eine durchaus interessante und vor allem bezahlbare Alternative für alle, die das Prinzip der klingenbasierten Eisherstellung einfach mal ausprobieren möchten. Wer jedoch Wert auf maximale Programm-Präzision, die perfekte Textur bis zum Becherboden und eine absolut kompromisslose Langlebigkeit legt, wird am echten Ninja Creami wahrscheinlich weiterhin nicht vorbeikommen.
Glaubst du, dass die günstige Discounter-Alternative für den gelegentlichen Heißhunger ausreicht, oder zieht es dich im Sommer am Ende doch eher zur echten Eisdiele um die Ecke?
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