Neue Midea PortaSplit angekündigt: R290-Propan, Matter & das Ende der Schleim-Wanne?
Erinnert ihr euch an unseren Community-Bericht zur Midea PortaSplit, bei dem ein Leser die Inneneinheit nach fünf Stunden schweißtreibender Schrauberei von einem kleinen Schleim-Biotop befreien musste? Midea hat zur IFA 2026 in Berlin nun offiziell die nächste Generation des Klimaanlagen-Bestsellers für 2027 angekündigt. Die Neuauflage bringt umweltfreundliches Propan-Gas, den neuen Smart-Home-Standard Matter 1.6 und Verbesserungen beim Kondenswasser mit. Doch löst das neue Modell den Konstruktionsfehler im Inneren wirklich?
Preis & Verfügbarkeit: Midea PortaSplit Neuauflage
- Neue Midea PortaSplit (R290 / Propan):
- Preis noch unbekannt (Marktstart: Sommer 2027)
- Bisherige Midea PortaSplit (R32):
- weiterhin im Handel erhältlich, z.B. bei Joybuy für 1169€ (Abverkauf bis 2027 erlaubt)
(Hinweis: Auf der IFA 2026 zeigte Midea noch kein fertiges Vorserien-Gerät, bestätigte aber die technischen Pläne für den europäischen Markt. Stand: September 2026)
Inhalt
Technisches: Das bringt die neue PortaSplit (2027)
| Feature | Neue Midea PortaSplit (Propan-Version) |
| Kältemittel | R290 (Propan, GWP 0,02 statt bisher R32 mit GWP 675) |
| Kondensat-Management | Neuer, entnehmbarer und auswaschbarer Wechselfilter |
| Wartung (Inneneinheit) | Bodenwanne bauartbedingt weiterhin ohne Service-Klappe |
| Außeneinheit | Überarbeitete Bodenplatte mit Hochdruck-Kondensatablauf |
| Smart Home | Neuer Funkchip mit Unterstützung für Matter 1.6 |
| Varianten | Zuerst Kühl- und Heiz-Kombi, spätere „Cool“-Version ohne Heizung geplant |
| Marktstart | Voraussichtlich Sommer 2027 |
Der Kampf gegen den P1-Fehler: Filter ja, Service-Klappe nein
Wer die bisherige PortaSplit besitzt, hat vielleicht schon einmal den berüchtigten Fehlercode „P1“ erlebt. Er signalisiert, dass die Kondensatpumpe streikt oder Schläuche verstopft sind. Grund dafür ist stehendes Kondenswasser in der Bodenwanne, in dem sich über den Sommer Biofilme und Bakterien bilden.

Midea reagiert bei der Neuauflage mit einem entnehmbaren Wechselfilter in der Inneneinheit. Diesen können Nutzer künftig ganz einfach selbst herausziehen und unter dem Wasserhahn reinigen, um Verstopfungen der internen Pumpe zu verhindern.
Hier folgt jedoch der Dämpfer für alle leidgeplagten Bastler: Eine praktische Service-Klappe für die Bodenwanne der Inneneinheit baut Midea weiterhin nicht ein. Die Wanne bleibt konstruktionsbedingt tief im Gehäuse unter den Wärmetauschern verbaut. Sollte sich dort nach monatelangem Stillstand im Winter wieder Schmutz festsetzen, hilft auch bei der neuen Generation weiterhin nur der Schraubenzieher. Immerhin stellen die Entwickler ein noch geheimes Nachrüst-Kit in Aussicht, das stehendes Wasser künftig ganz verhindern soll.

R290-Propan: Warum der Kältemittel-Wechsel Pflicht ist
Dass Midea die PortaSplit umbaut, ist kein Zufall: Ab 2027 greift die verschärfte EU-F-Gase-Verordnung. Das bisher genutzte Gas R32 hat ein Treibhauspotenzial (GWP) von 675. Die neue Version setzt auf R290 (reines Propan) mit einem verschwindend geringen GWP von 0,02. Die Anlage kühlt künftig also nicht nur extrem effizient, sondern im Falle eines Lecks auch nahezu klimaneutral.
Matter 1.6 und Hochdruck-Ablauf an der Außeneinheit
Neben dem Innenleben überarbeitet Midea auch die Außeneinheit. Bisher tröpfelte das nach draußen gepumpte Kondenswasser mit sehr wenig Druck aus dem Gehäuse, was das Anschließen von längeren Ablaufschläuchen erschwerte. Eine neu konstruierte Bodenplatte am Außenblock soll das Wasser künftig mit spürbarem Druck abführen.
Auch Smart-Home-Fans dürfen sich freuen: Midea verbaut einen neuen Chip, der den aktuellen Verbindungsstandard Matter 1.6 unterstützt. Damit lässt sich die mobile Split-Klimaanlage künftig noch unkomplizierter plattformübergreifend in Apple Home, Home Assistant oder Google Home einbinden.
Erste Einordnung: Warten auf 2027 oder im Winter zuschlagen?
Dass Midea die Schwachstellen der PortaSplit anpackt, ist ein erfreulicher Schritt. Der entnehmbare Filter entschärft das P1-Problem und der Wechsel auf R290-Propan macht das Gerät zukunftssicher. Dass man sich den Wunsch der Community nach einer schnellen Revisionsöffnung zur Reinigung der Bodenwanne gespart hat, hinterlässt jedoch einen leicht faden Beigeschmack – denn ob dieses Problem durch ein nicht näher genanntes Nachrüst-Kit gelöst wird, ist fraglich.
Der Aufpreis für die neue Version soll laut Midea nur „moderat“ ausfallen. Aber auch nächsten Sommer wird wohl die wahrscheinlich hohe Anfrage den Preis nach oben treiben.
Für Schnäppchenjäger ergibt sich daraus eine spannende Situation: Da Midea die bisherigen R32-Modelle noch bis zum 31. Dezember 2026 nach Europa importieren darf und Händler diese auch 2027 legal abverkaufen dürfen, stehen die Chancen gut, die aktuelle Version im kommenden Herbst und Winter zu echten Tiefpreisen zu ergattern.
Besitzt ihr die aktuelle PortaSplit und hattet schon mit dem P1-Fehler zu kämpfen? Reicht euch der neue Wechselfilter als Lösung, oder hättet ihr euch zwingend eine Wartungsklappe für die Wanne gewünscht? Schreibt es uns in die Kommentare!
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Kommentare (1)