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Motorola und GrapheneOS: Ein Gamechanger für Smartphone-Sicherheit?

Motorola und GrapheneOS Quadrat

Motorola wagt einen durchaus spannenden Schritt und kündigt eine langfristige Partnerschaft mit der GrapheneOS Foundation an. Ziel der neuen Zusammenarbeit ist die Entwicklung zukünftiger Smartphones, die von Haus aus auf maximale Sicherheit und Privatsphäre getrimmt sind. Ein auf dem Papier starkes Paket für den Datenschutz, das im Alltag aber sicherlich auch seine Kompromisse fordern wird.

Motorola und GrapheneOS Partnerschaft

GrapheneOS verlässt die Pixel-Exklusivität

Bisher kannten wohl eigentlich nur absolute Tech-Enthusiasten das Betriebssystem der GrapheneOS Foundation, einer Non-Profit-Organisation aus Kanada. GrapheneOS gilt schon lange als eines der sichersten und privatesten Android-Systeme überhaupt auf dem Markt. Ein massives Manko war bisher die Hardwarebindung, denn das gehärtete OS ließ sich ausschließlich auf Pixel-Geräten von Google installieren. Durch die neue Partnerschaft ändert sich das nun endlich grundlegend. Motorola und die Entwickler arbeiten gemeinsam daran, zukünftige Handys direkt mit einer echten Kompatibilität für das privatsphäreorientierte Betriebssystem auszustatten. Laut der offiziellen Pressemitteilung arbeitet man bereits intensiv an einem Next-Gen-Smartphone, welches diese neuen Sicherheitsstandards in die Tat umsetzen soll.

Feingranulare Berechtigungen und eine Google-Sandbox

Was bedeutet das nun im Detail für Nutzer? Im Kern bekommt man ein auf dem Android Open Source Project (AOSP) basierendes System, welches standardmäßig komplett ohne Google-Dienste ausgeliefert wird. Das ist natürlich erstmal eine ordentliche Umstellung für den gewohnten Workflow. Wer auf Maps, YouTube oder den geliebten Play Store absolut nicht verzichten möchte, muss den Umweg über den eigens integrierten App Store gehen. Dort stehen die Google-Dienste dann in einer strikt abgeschotteten Sandbox-Version zur Verfügung. So greifen die Apps nicht mehr unbemerkt tief ins System ein, was für den Datenschutz durchaus sinnvoll ist. Abgerundet wird das Ganze durch extrem feingranulare Berechtigungseinstellungen, mit denen man jeder App genaustens auf die Finger schauen kann. Darüber hinaus gibt es weitgehende Änderungen, um die Sicherheit zu gewährleisten und Privatsphäre zu schützen. Über den gesamten Funktionsumfang von GrapheneOS klärt man auf der eigenen Website auf.

GrapheneOS startet die Expansion

Die neue Partnerschaft überrascht positiv. Bisher war man für ein maximal sicheres und datensparsames System zwingend an die Pixel-Reihe gebunden, was halt eigentlich ein ziemlicher Widerspruch ist, wenn man den Tech-Riesen Google doch eigentlich meiden möchte. Dabei ist Motorola auch ein unerwarteter Partner. Mit der großen globalen Verbreitung aber sicherlich keine schlechte Wahl, immerhin ist das Unternehmen nach der Androidgröße Samsung, einer der nächstgrößeren Hersteller in den USA. Zwar bleibt ein Smartphone ohne tiefe Google-Integration vermutlich weiterhin eher ein Nischenprodukt für Enthusiasten, aber allein die Möglichkeit zur Wahl ist ein absolutes Highlight. Macht die kommende Zusammenarbeit zwischen GrapheneOS und Motorola, die Geräte für euch interessanter?

Quelle:

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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Kommentare (9)

  • Profilbild von Miustone
    0 # 04.03.26 um 12:51

    Miustone

    Cyanogen OS lässt grüßen. Mal sehen wie sich GrapheneOS dann in ein paar Jahren nennt nachdem der Name verbrannt ist… Aber hoffen wir einfach mal dass es nicht so kommt.

  • Profilbild von The real Randomblame
    0 # 03.03.26 um 14:14

    The real Randomblame

    Die sollten Graphene OS für alle gerooteten Smartphones verfügbar machen, da warte ich schon lange drauf. Ich wär' sogar bereit dafür zu bezahlen und ich bin sicher nicht der einzige. In Android 16 finden sich nicht nur endlos viele Gapps, die keiner braucht, bei mir waren 3 Apps vom Meta Konzern installiert, obwohl ich weder FB noch Insta nutze. Der ganze KI Mist nimmt langsam Überhand. Ich hätte schon gern ein OS, dass ich nicht erst debloaten muss und wo nicht über zig Spionagefunktionen verfügt, die standardmäßig alle aktiviert sind. Motorola ist hoffentlich erst der Anfang und andere, wie OP oder Xiaomi ziehen hoffentlich mit.

    • Profilbild von Dagobert
      0 # 03.03.26 um 17:44

      Dagobert

      da bin ich ganz bei dir, und neben den beiden FB & Insta- Rotz, bin ich auch noch militanter WhatsApp-Verweigerer

    • Profilbild von Humorist
      0 # 03.03.26 um 16:43

      Humorist

      das wäre der Todesstoß für Xiaomi wenn du nicht mehr ihre Software verwenden würdest, mit der ganzen Werbung und dem ganzen Datentracking 🙈

  • Profilbild von AliYa18
    0 # 02.03.26 um 19:46

    AliYa18

    bitte noch für Xiaomi 🙂

  • Profilbild von BBernnd
    0 # 02.03.26 um 16:34

    BBernnd

    Endlich!
    Darauf habe ich lange gewartet.

  • Profilbild von FlyingPenguin
    0 # 02.03.26 um 16:33

    FlyingPenguin

    Wunderbar 👏

  • Profilbild von Kev
    0 # 02.03.26 um 16:11

    Kev

    Find ich mega.👍

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