MOVA AstraX auf der IFA: Dieser Mähroboter pflückt Obst und gießt Blumen
Wenn man aktuell über die IFA in Berlin schlendert, sieht man viele bekannte Konzepte. Doch am Stand von MOVA reibt man sich verwundert die Augen: Dort steht ein Mähroboter, der mit einem mechanischen Greifarm Blumen gießen und auf dem Rasen liegendes Obst einsammeln soll. Dahinter verbirgt sich das Konzept „MOVA AstraX„, bei dessen praktischer Serienumsetzung wir aber noch skeptisch sind. Weniger skeptisch sind wir da schon beim vorgestellten brandneuen Mähroboter-Modell Mova LiDAX Ultra Gen 2, das wirklich bald im Garten rollt.
Preis & Verfügbarkeit: MOVA IFA-Neuheiten
- MOVA AstraX (Roboterarm-Konzept): Kein Release-Datum, reiner Prototyp
- MOVA LiDAX Ultra Gen 2 (Serienmodell): Release im November 2026 (UVP noch unbekannt)
- UltraTrim 4.0 Modul: Release noch unbekannt
Inhalt
Technisches: Das Serienmodell MOVA LiDAX Ultra Gen 2
| Feature | MOVA LiDAX Ultra Gen 2 |
| Empfohlene Rasenfläche | Bis zu 1.000 m² |
| Navigation | UltraView 2.0 (360° 3D-LiDAR + 1080p KI-Kamera) |
| Erfassungsreichweite | Bis zu 70 Meter (auch bei Dunkelheit) |
| Kantenschnitt | UltraTrim 3.0 (0 cm Kante dank asymmetrischem Doppel-Teller) |
| Sicherheit (Kante) | Separater Infrarot-Wärmesensor stoppt Messer bei Annäherung |
| Geländegängigkeit | 45 % Steigung / 4 cm Hindernisse / ab 60 cm Durchfahrtsbreite |
| Hinderniserkennung | KI-Vision für über 300 Objektarten (Tiere, Möbel etc.) |
| Diebstahlschutz | TrueGuard (24/7 Tracking & Echtzeit-Alarme) |
MOVA AstraX: Messe-Show statt Serienreife?
MOVA macht auf der IFA mächtig Lärm um den „AstraX„. In vier Live-Performances pro Tag demonstriert der Hersteller, wie der multifunktionale Greifarm des Mähroboters greift, wässert und reinigt. Das sieht schon cool aus und sorgt für massig Kameras vor der Bühne.
[BILD MOVA AstraX]
Allzu euphorisch wollen wir an dieser Stelle aber nicht sein. Denkt hier einfach mal an den Roborock Saros Z70, dessen Greifarm sich bei uns im Test als schlichtweg nicht ausgereift genug präsentierte. Bis ein frei agierender Roboterarm bezahlbar, wetterfest und vor allem sicher für spielende Kinder im Garten funktioniert, dürfte noch einige Zeit vergehen. Bis dahin bleibt auch der AstraX das, was er momentan ist: Ein reines Proof-of-Concept, nicht mehr und nicht weniger.
Die Realität: MOVA LiDAX Ultra Gen 2 kommt im November
Während der Greifarm also Zukunftsmusik bleibt, präsentiert MOVA mit dem LiDAX Ultra Gen 2 ein echtes Serienmodell, das bereits im November 2026 für Gärten bis 1.000 Quadratmeter auf den Markt kommt. Und das Datenblatt liest sich natürlich erst einmal hervorragend.
Die Navigation („UltraView 2.0“) kombiniert einen 360-Grad-3D-LiDAR-Turm mit einer KI-gestützten 1080p HDR-Kamera. Begrenzungskabel sind damit überflüssig. Der Roboter soll den Garten in wenigen Minuten zentimetergenau kartieren und seine Umgebung selbst bei kompletter Dunkelheit bis zu 70 Meter weit erkennen.
Die integrierte KI soll dabei über 300 verschiedene Hindernisse erkennen und umfahren. Durch enge Passagen quetscht sich der Roboter ab 60 Zentimetern Breite, Steigungen meistert er bis stolze 45 Prozent. Selbst herumliegende Äste oder Wurzeln bis 4 Zentimeter Höhe soll das Fahrwerk überklettern.
UltraTrim 3.0: Der Trick für die 0-Zentimeter-Kante
Das größte Problem aktueller Mähroboter sind oft ungemähte Ränder an Zäunen und Mauern. Hersteller verstecken die Klingen aus Sicherheitsgründen meist mittig unter dem Gehäuse. MOVA löst dieses Problem beim LiDAX Ultra Gen 2 mit der „UltraTrim 3.0″-Technologie.
Unter dem Chassis arbeitet eine asymmetrische Doppel-Disc-Architektur. Das bedeutet: Neben dem Haupt-Mähteller gibt es rechts außen ein entkoppeltes Mähmodul mit flexiblen Polymer-Klingen, das bis auf exakt 0 Zentimeter an die Kante herankommt. Da offene Klingen am Rand ein enormes Sicherheitsrisiko für Haustiere oder Kinderfüße darstellen, verbaut MOVA genau dort einen Infrarot-Wärmesensor. Sobald dieser Körperwärme am Randbereich erkennt, stoppt die Klingenrotation augenblicklich.
Ausblick: UltraTrim 4.0 teasert die nächste Generation
Nebenbei teasert MOVA bereits die Technologie „UltraTrim 4.0“ an, für die es aktuell aber noch kein Release-Datum gibt. Hierbei soll die seitliche Mähscheibe an einem Roboterarm befestigt sein, der dynamisch ausfährt, sich an das Terrain anpasst und die Schnitthöhe am Rand flexibel zwischen 4 und 6 Zentimetern reguliert.
Einschätzung: Solide Technik hinter dem Show-Glanz
Vergesst den obstpflückenden AstraX-Roboterarm erst einmal. Das ist eine faszinierende Messe-Show, mehr aber erst einmal auch nicht. Das eigentliche Highlight am MOVA-Stand ist der LiDAX Ultra Gen 2. Die Kombination aus LiDAR, Kamera-KI und dem asymmetrischen Kantenschnitt mit Infrarot-Absicherung könnte das lästige manuelle Nachtrimmen mit dem Rasenkantenschneider im eigenen Garten tatsächlich überflüssig machen. Die Betonung liegt natürlich auf „könnte“. Ein Test muss hier Gewissheit schaffen. Wir sind sehr auf den finalen Preis gespannt, der spätestens zum Release im November verkündet werden muss.
Was meint ihr zum MOVA AstraX? Wünscht ihr euch einen Roboter, der Obst sammelt und gießt, oder reicht euch ein simpler, aber perfekt funktionierender Mäher ohne Begrenzungsdraht? Schreibt es uns in die Kommentare!
Quellen:
- Presseinformationen MOVA (IFA 2026)
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