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Brandneues OPPO Pad 5 lässt uns verwirrt zurück

OPPO Pad 5 Produktbild

Mit dem OPPO Pad 5 bringt der Hersteller sein neuestes Tablet nun unter der eigenen Hauptmarke nach Europa und ändert damit seine bisherige Veröffentlichungsstrategie. Man bietet hier ein solides Mittelklasse-Gerät an, welches vor allem durch die optionale 5G-Konnektivität für unterwegs punkten möchte. Ein auf dem Papier sicherlich praktisches Feature, das man sich hier aber mit einem extrem ambitionierten Preis bezahlen lässt.

Technische Daten des OPPO Pad 5

KategorieOPPO Pad 5
Bildschirm12,1″ LCD, 2800 x 1980 Pixel, 120 Hz Bildwiederholrate, 600 nits (typisch) / 900 nits (maximal)
Prozessor (CPU)MediaTek Dimensity 7300-Ultra (Octa-Core)
Grafik (GPU)Arm Mali-G615 MC2
Arbeitsspeicher (RAM)8 GB LPDDR5X
Interner Speicher (ROM)128 GB UFS 3.1
KamerasRückseite: 8 Megapixel (f/2.0)
Front: 8 Megapixel (f/2.0)
Akku-Kapazität10.050 mAh
Ladegeschwindigkeit33W SUPERVOOC (über USB-C)
KonnektivitätWi-Fi 6, Bluetooth 5.4, optionale 5G-Mobilfunkversion
BetriebssystemColorOS 16.0
Gewicht599 g
FarbenStarlight Black
LieferumfangTablet, Ladegerät, USB-Datenkabel (Stift optional erhältlich)
Preis (UVP)459 € (Wi-Fi-Version) / 529 € (5G-Version)

Neues Branding sorgt für Verwirrung

Bisher kannten wir die Tablets von OPPO hierzulande eher unter dem OnePlus-Label. Jetzt ändert man den Fokus und bringt das OPPO Pad 5 direkt unter der Hauptmarke auf den Markt. Wobei man hier eigentlich direkt aufpassen muss, denn es handelt sich bei uns gar nicht um das chinesische Pad 5 oder Pad 5 Pro, sondern um das Pad Air5. Das macht die Sache schon etwas unübersichtlich, wenn man den globalen Markt verfolgt. Gegenüber dem OnePlus Pad 3 haben wir es hier jedenfalls mit einer ganz anderen Leistungsklasse zu tun.

Mittelklasse-Hardware statt Top-Prozessor

Im Inneren steckt diesmal nämlich kein High-End-Chip von Qualcomm. Beim Prozessor geht man auf den MediaTek Dimensity 7300-Ultra mit acht Kernen, welchem eine Arm Mali-G615 MC2 GPU zur Seite steht. Der sorgt im Alltag durchaus für eine zufriedenstellende Leistung, kratzt aber eben nicht am Zenit des Machbaren. Zur Einordnung, diesen Chip findet man sonst in Smartphones der 200 bis 300€ Euro-Klasse. Dazu gibt es flotten LPDDR5X Arbeitsspeicher, beim internen Speicher verbaut man aber den älteren UFS 3.1 Standard statt dem wesentlich schnelleren UFS 4.0.

OPPO Pad 5 in der Hand

Für reichlich Ausdauer soll ein üppiger Akku mit 10.050 mAh typischer Kapazität sorgen, welcher sich mit 33W SUPERVOOC wieder aufladen lässt. An Anschlüssen steht ein klassischer USB-C Port zur Verfügung. Bei den Kameras verbaut OPPO absoluten Standard mit jeweils 8 Megapixeln (f/2.0) auf der Vorder- und Rückseite. Videos lassen sich mit maximal 1080p bei 30 fps aufzeichnen. Für den schnellen Video-Call oder die simple Gesichtserkennung reicht das allemal.

5G-Option als größtes Highlight

Der wohl größte Pluspunkt des Geräts ist die mobile Konnektivität. Neben den Standards Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4 bietet man das Tablet in der Farbe Starlight Black nämlich auch in einer Version für das 5G-Mobilfunknetz an. Verpackt ist die Technik dabei in einem 6,83 mm dünnen und 599 g schweren Gehäuse. Beim Bildschirm nutz man ein LC-Display mit einer 2,8K Auflösung (2800 x 1980 Pixel) mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz.

OPPO Pad 5 vorne und hinten

Auf Softwareseite kommt das hauseigene ColorOS 16.0 zum Einsatz, während im Lieferumfang neben dem Tablet direkt ein Ladegerät und das passende USB-Datenkabel beiliegen. Als Zubehör wird es wohl einen dazu kaufbaren Stift geben, bisher findet man ihn nicht im Shop.

Ein völlig überzogener Preis?

Ich muss sagen, beim Blick auf das Preisschild musste ich schon erstmal schlucken. OPPO verlangt für die Wi-Fi Version stolze 459€ und für das 5G-Modell sogar 529€. Das ist ein wirklich stattlicher Preis für einen Prozessor, den man sonst in deutlich günstigeren Budget-Smartphones findet. Zum Vergleich, das OnePlus Pad 3 startete letztes Jahr für 599€ mit einem echten Top-Prozessor und kostet aktuell ebenfalls um die 529€. Da fehlt dann zwar das 5G-Modem, aber man bekommt schlichtweg viel mehr Leistung für sein Geld.

Richtig kurios wird es meiner Ansicht nach aber erst, wenn man feststellt, dass wir genau dieses Gerät eigentlich schon längst kennen. Das OnePlus Pad Go 2 ist quasi exakt dasselbe Tablet, startete aber direkt 80€ günstiger und ist mittlerweile für 369€ (5G) beziehungsweise 259€ (Wi-Fi) erhältlich. Da verlangt man bei OPPO für den anderen Namen auf der Rückseite mal eben einen extremen Aufpreis. Wer also nicht zwingend den OPPO-Schriftzug braucht, sollte hier wohl definitiv zum identischen Zwilling greifen oder auf Angebote warten. Zu dieser UVP ist das neue Modell jedenfalls absolut kein Deal. Zur Artikelveröffentlichung sind auch die Shopseiten noch nicht ganz vollständig, die 5G-Variante findet man in Deutschland z.B. nur als Zugabe zum Find X9 Ultra, während es in Österreich sie direkt zu kaufen gibt, dort gibt es dann aber keine Wi-Fi-Version. Hier gibt es also eventuell noch ein paar Startschwierigkeiten.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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