Oppo Pad 6 offiziell: Warum das neue Flaggschiff das deutsche Oppo Pad 5 plötzlich ziemlich alt aussehen lässt
Gerade erst hat Oppo das Pad 5 in Deutschland veröffentlicht. Und jetzt kommt plötzlich schon das Oppo Pad 6 um die Ecke. Klingt erstmal komplett absurd. Tatsächlich zeigt der neue Launch aber ziemlich gut, wie chaotisch Oppos Tablet-Strategie inzwischen geworden ist.
Denn während wir hierzulande gerade noch ein umgelabeltes Mittelklasse-Tablet für über 450 Euro bekommen haben, präsentiert Oppo in China plötzlich ein echtes Flaggschiff mit 144-Hz-Display, High-End-Chip und deutlich besserer Ausstattung – und das zum ähnlichen Einstiegspreis. Und genau dadurch wirkt das deutsche Oppo Pad 5 im Nachhinein fast ein bisschen wie ein schlechter Deal.
Inhalt
Technische Daten des Oppo Pad 6
| Oppo Pad 6 | |
| Display | 12,1″ IPS LCD, 2120 x 3000 Pixel, 144 Hz Bildwiederholrate, 600 nits (typisch) / 900 nits (HBM) |
| Prozessor | MediaTek Dimensity 9500s (3 nm), Octa-Core bis 3,73 GHz |
| Grafik | Immortalis-G925 MC12 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB / 12 GB / 16 GB RAM |
| Interner Speicher | 256 GB oder 512 GB UFS 3.1 |
| Kameras | Rückseite: 8 MP mit LED-Blitz Front: 8 MP |
| Akku | 10.420 mAh, Laden mit 67 W |
| Konnektivität | Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, USB-C 3.2, OTG |
| Betriebssystem | Android 16 mit ColorOS 16 |
| Abmessungen | 266,9 x 193,3 x 5,9 mm, 577 g |
| Farben | Silber, Schwarz, Blau |
| Besonderheiten | Stylus-Unterstützung, Stereo-Lautsprecher mit 6 Speakern |
| Preis (UVP) | ca. 440 Euro |
Das Oppo Pad 6 ist ein echtes Flaggschiff
Schon beim Design wird klar, dass das Pad 6 eine ganz andere Liga sein soll als das europäische Pad 5. Das neue Tablet ist nur 5,99 Millimeter dünn, wiegt gerade einmal 577 Gramm und setzt auf ein modernes Aluminiumgehäuse mit flachem Rahmen.
Das Display kommt aber weiterhin nur mit LCD. Oppo verbaut hier ein IPS-Panel mit 3000 x 2120 Pixeln, satten 144 Hz und einer Helligkeit von bis zu 900 Nits. Klar: OLED wäre bei einem Premium-Tablet natürlich noch schöner gewesen. Für ein LCD klingt das Gesamtpaket aber trotzdem ziemlich stark.
Der Dimensity 9500s macht ernst
Richtig spannend wird es aber unter der Haube. Während Oppo beim deutschen Pad 5 noch einen eher mittelmäßigen Dimensity 7300-Ultra verbaut hat, steckt im Pad 6 plötzlich der neue MediaTek Dimensity 9500s. Und der spielt leistungstechnisch in einer komplett anderen Liga.
Das ist kein typischer „reicht für Netflix“-Chip mehr. Das ist ein echter Flaggschiff-Prozessor, im modernen 3-nm-Verfahren gefertigt. Kurz gesagt: Das Ding dürfte richtig Leistung liefern. Vor allem in Kombination mit den bis zu 16 GB RAM.
Genau deshalb wirkt das Timing des Launches auch so kurios. Denn wer sich gerade erst das deutsche Oppo Pad 5 gekauft hat, dürfte sich jetzt wahrscheinlich schon ein kleines bisschen veräppelt fühlen. Das Pad 6 liefert plötzlich genau die Specs, die man sich eigentlich schon beim Pad 5 gewünscht hätte.
Akku riesig, Laden endlich schnell
Auch beim Akku legt Oppo nach. Trotz des dünneren Gehäuses verbaut der Hersteller einen 10.420-mAh-Akku. Geladen wird jetzt mit 67 Watt statt der eher trägen 33 Watt des europäischen Pad 5.
Und genau das war beim Vorgänger wirklich ein Kritikpunkt. Große Akkus bringen wenig, wenn das Aufladen ewig dauert. Mit 67 Watt bewegt sich das Pad 6 endlich eher auf Smartphone-Niveau. Komplett irre Schnellladezeiten wie bei manchen China-Phones sollte man zwar trotzdem nicht erwarten, aber im Tablet-Bereich ist das definitiv stark.
Kaum Kompromisse – außer bei den Kameras
Ansonsten liefert Oppo hier ziemlich viel moderne Ausstattung ab. Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, USB-C 3.2, sechs Lautsprecher, Stylus-Support und Android 16 mit ColorOS 16 sind direkt mit dabei.
Die Kameras wirken aber eher wie ein Pflichtprogramm. Vorne und hinten gibt es jeweils nur 8 Megapixel. Für Videocalls reicht das natürlich völlig aus. Niemand kauft sich aber ernsthaft ein 12-Zoll-Tablet für professionelle Fotografie.
Das eigentliche Problem heißt Oppo Pad 5
Und genau hier wird die Geschichte eigentlich erst richtig spannend. Denn das Oppo Pad 6 zeigt unfreiwillig ziemlich deutlich, wie fragwürdig der Europa-Launch des Oppo Pad 5 eigentlich war.
Zur Erinnerung: Das deutsche Pad 5 ist im Kern kein echtes neues Flaggschiff, sondern eher ein umgelabeltes Mittelklasse-Modell mit starkem Preisaufschlag. Für 459 Euro bekommt man dort einen Chip, der eher in günstigeren Smartphones zu Hause ist. Das neue Pad 6 startet in China jetzt dagegen umgerechnet bei rund 440 Euro – mit massiv stärkerer Hardware.
Natürlich muss man bei China-Preisen immer vorsichtig sein. Falls das Tablet offiziell nach Europa kommt, dürfte der Preis spürbar steigen. Falls es überhaupt unter dem Namen Oppo Pad 6 nach Europa kommt. Aber: Das Gesamtpaket wirkt plötzlich deutlich fairer als beim europäischen Pad 5, oder was meint ihr?
Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.






Kommentar schreiben