E-Bike fährt mit Solar-Energie und lädt während der Fahrt – PHOSGO Go5 Ultra für rund 2150€

Phosgo Go5 Ultra E-Bike 1

Ein solarbetriebenes E-Bike mit – theoretisch – unbegrenzter Reichweite? Das Phosgo Go5 Ultra will das weltweit erste Solar-E-Bike sein und ist dafür mit Solarpanels in den Reifen ausgestattet. Via Crowdfunding-Kampagne kann man sich das ungewöhnlich Rad vorbestellen.

Kickstarter und Indiegogo sind keine Online-Marktplätze, sondern Crowdfunding-Plattformen. Dort können Privatpersonen neue Produkte finanziell unterstützen. Ein Anspruch auf das fertige Produkt besteht jedoch nicht, was die Beteiligung zu einem Risiko macht.

Driving on Sunshine

Beim Phosgo Go5, das es in zwei Versionen als Pro- und Ultra-Modell gibt, handelt es sich um ein E-Bike, das per Solarenergie aufgeladen wird. Hier ist allerdings nicht die Rede von externen Photovoltaik-Modulen, die man an das Rad anschließt. Die Solar-Panels befinden sich in den Rädern. Die Speichen werden auf beiden Seiten von den kreisrunden Panels verdeckt.

Phosgo Go5 Ultra E Bike 5

So kann der Akku des Rads ohne externen Stromanschluss aufgeladen werden. Das geht am effektivsten zwischen zwei Fahrten, indem das Phosgo Go5 einfach in der Sonne steht. Es funktioniert aber sogar während der Fahrt, wodurch sich die Reichweite einer Akkuladung nochmal deutlich erhöht, da beständig auch Energie zugeführt wird.

Es klingt wie ein Traum: Ein E-Bike, das man nicht laden muss und das nur durch Sonnenenergie und Muskelkraft angetrieben wird. Was der Hersteller verspricht und mit welcher Ausstattung das Rad daherkommt, schauen wir uns mal an.

240 Kilometer Reichweite – Akku „lädt“ während der Fahrt

Der Akku, der sich im Unterrohr zwischen Pedalen und Lenker befindet, hat eine Kapazität von 720 Wh. Damit soll beim Fahren mit Tretunterstützung eine Reichweite von 90 Meilen, etwa 144 Kilometern möglich sein. Die Besonderheit sind aber natürlich die Solarpanels.

Phosgo Go5 Ultra E Bike 1

Diese liefern eine theoretische Maximalleistung von 200 Watt, mit der sie den Akku aufladen können. Damit soll sich die Reichweite auf bis zu 140 Meilen erhöhen – ganze 241 Kilometer. Denn die Panels liefern Strom auch während der Fahrt. Hier wird dann zwar einerseits der Akku angezapft, ein Teil der Energie kommt aber direkt aus der Sonne.

In der Theorie ist die Reichweite natürlich sogar höher, wenn man das Rad zwischen zwei Trips (die 240 Kilometer fährt man ja nicht an einem Stück) laden lässt. Eingeschränkt ist man dann lediglich durch die Zeit, die der Ladevorgang in Anspruch nimmt – und natürlich geht nichts ohne Sonnenlicht. Optional kann man es natürlich auch mit Strom aus der Steckdose laden, was ca. 3 Stunden bei einem leeren Akku dauern soll.

Phosgo Go5 Ultra E Bike Reichweite

Motorleistung wird für EU-Version angepasst

Der Motor hat eine Nennleistung von 750 Watt; 1200 Watt in der Spitze und ein Drehmoment von 150 Nm. Es soll auch eine EU-Version geben, in der die Motorleistung gedrosselt und die Höchstgeschwindigkeit auf 25 km/h mit Tretunterstützung reduziert ist. Damit wäre das Rad sogar in Deutschland als Pedelec ohne Zulassung legal fahrbar.

Zur weiteren Ausstattung gehören Scheibenbremsen an beiden Reifen und eine 8-Gang-Schaltung von Shimano sowie 5 Stufen an Tretunterstützung. Die Reifen haben einen Durchmesser von 29 Zoll. Gegen Wasser ist es nach IPX5-Zertifizierung geschützt, wobei ausdrücklich auch das Fahren bei starkem Regen möglich sein soll.

Phosgo Go5 Ultra E Bike 3

Das Pro-Modell hat einen kleinere Akku und wiegt insgesamt etwa 1 kg weniger als das Go5 Ultra mit 31 kg. Beide Modelle gibt es sowohl als Step-Over-Modell als auch als Step-Through-Version („Damenrad“). Die maximale Traglast wird mit 200 kg angegeben.

Wie langlebig ist ein Rad mit Solarzellen in den Speichen?

Die offensichtlichste Frage ist natürlich, wie zuverlässig die Solarpanels wirklich Energie liefern. Das mal beiseite gelassen, gibt es natürlich weitere Probleme. Photovoltaik-Module sind grundsätzlich empfindliche Bauteile und gerade in den Reifen des Fahrrads ständiger Belastung ausgesetzt. Der Hersteller gibt an, das getestet zu haben; die Module seien auch vor Erschütterungen, Kratzern und Tritten ausreichend geschützt.

Ein weiteres Problem, auf das man immerhin proaktiv eingeht, sind Seitenwinde. Wer schon mal bei stürmischen Winden Rad gefahren ist, weiß, wie sehr einen ein starker Windstoß von der Seite überraschen kann – und das ohne, dass auch die Reifen als zusätzliche Angriffsfläche für den Wind dienen. Auch das will der Hersteller getestet haben; selbst im Monsun sei das kein Problem.

Die Zukunft der E-Mobilität?

Ein rein von Solarenergie angetriebenes Rad ist eine faszinierende Idee. Ob sie auch praktisch ist, steht auf einem anderen Blatt. Dazu müssen die Reifen einerseits die versprochene Leistung liefern und das Rad als ganzes robust genug sein. Sollte doch mal was passieren, muss es Möglichkeiten zur Reparatur und zum Erhalt von Ersatzteilen geben. All das ist bei einem Crowdfunding-Projekt leider alles andere als sicher.

Die Preise für die beiden Modelle liegen bei rund 3300€ und 2400€. Die Early-Bird-Preise der Kampagne betragen rund 2150€ und 1650€, hier lässt sich also gegenüber der Preise zum Marktstart noch deutlich sparen. Ausgeliefert werden sollen die durch die Kampagne erworbenen Fahrräder ab Dezember 2026.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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