Besser als die Apple Vision Pro? Pico Project Swan verspricht Rekord-Schärfe
Pico, ein Tochterunternehmen von ByteDance (TikTok), meldet sich nach eher ruhigen Jahren mit einem echten Paukenschlag zurück und kündigt mit dem Pico Project Swan ein neues VR-Headset der absoluten Spitzenklasse an. Neben dem neuen Betriebssystem Pico OS 6 liegt der Fokus bei diesem Gerät ganz klar auf brachialer Hardware, die mit extrem scharfen Micro-OLED-Displays und einem Dual-Chip-Design sogar physische Monitore im Arbeitsalltag überflüssig machen soll.
Inhalt
Pico 4 Swan greift mit Rekordwerten bei der Display-Schärfe an
Im Inneren des neuen Headsets verbirgt sich Technik, die Hardware-Fans begeistern wird. Für das Bild nutzt man eigens angepasste Micro-OLED-Displays, welche mit einer wahnwitzigen Pixeldichte von 4.000 PPI auflösen.
Im sogenannten Sweetspot in der Mitte erreicht die Brille dadurch extrem scharfe 45 PPD (Pixel per Degree), was das Lesen von kleinen Texten so angenehm und klar wie auf einem echten Monitor machen soll. Außerhalb des Sweet Spots möchte man trotzdem noch über 40 liegen. Hier liefert man schon mal eine absolute Ansage an die Konkurrenz ab, denn damit würde man selbst die Apple Vision Pro überbieten.
Dual-Chip-Design drückt die Latenz auf 12 Millisekunden
Bei der Rechenleistung geht man ebenfalls in die Vollen und verbaut gleich zwei Prozessoren. Neben einem bisher noch ungenannten Flaggschiff-SoC kümmert sich ein komplett eigens entwickelter Pico XR-Chip um die massiven Datenmengen der zahlreichen Sensoren. Das Ergebnis ist ein extrem flüssiges Passthrough-Erlebnis, bei dem die Latenz auf gerade einmal 12 Millisekunden gedrückt wird.
Der Hauptprozessor soll laut Hersteller eine mehr als doppelte CPU- und GPU-Leistung im Vergleich zur aktuellen Generation bieten. Laut Pico soll das Headset noch mehr branchenführende Spezifikationen bieten, die möchte man aber erst näher in Richtung der Veröffentlichung später in diesem Jahr zeigen.
Pico OS 6 bringt nahtloses Multitasking und offene Web-Standards
Als Basis für diese Hardware-Power dient das neue Pico OS 6. Mit der Pico Spatial Engine ermöglicht das System echtes Spatial Multitasking, wodurch aufwendige 3D-Elemente und schwebende 2D-Fenster nahtlos im Raum koexistieren. Das Ganze ist in die neue Designsprache Cloud Crystal verpackt, die sich dynamisch an die Beleuchtung eures Zimmers anpasst.
Besonders spannend ist zudem der offene Ansatz der Plattform. Mit WebSpatial bietet Pico ein quelloffenes Framework an, mit dem Entwickler räumliche Apps ganz einfach über bekannte Standards wie HTML und CSS programmieren können. Zusätzlich unterstützt das System Android, PCVR und OpenXR, was für ein schnelles Wachstum an verfügbaren Inhalten sorgen dürfte. Alle vorherigen Pico-Inhalte sollen weiterhin funktionieren.
Starke Technik für einen schwierigen Markt
Die Hardware des neuen Headsets hört sich wirklich beeindruckend an. Die Kombination aus Micro-OLED mit Rekordwerten und einem eigenen Dual-SoC mit deutlich mehr Leistung ist auf dem Papier ein echtes Highlight. Trotzdem ist es tatsächlich sehr überraschend, dass Pico es jetzt nochmal mit einem derart starken VR-Headset versucht. Die verbaute Technik klingt stark nach einem sehr teuren Gerät, was in der aktuellen Marktsituation ein äußerst gewagtes Spiel ist.
Dass der Markt für hochpreisige Brillen nicht unbedingt vorhanden ist, demonstriert Apple eigentlich gerade ganz gut: Die Vision Pro ist zwar technisch beeindruckend, hat aber bisher nicht den riesigen Anklang bei der breiten Masse gefunden. Auch Meta scheint nach dem geplatzten Traum des großen Metaverse umzudenken und fokussiert sich jetzt deutlich mehr auf Mixed Reality mit schlanken AR-Brillen. Wenn auch intern wohl zwei neue VR-Headsets in Entwicklung sind, wovon eins im Premium-Segment liegen soll. Aber dort endet die Liste der eher erfolglosen Projekte nicht, wenn wir mal ehrlich sind, kann man auch Sonys PSVR2 als Flop einordnen, weswegen man ja fast notgedrungen den PC-Support nachreichen musste. Lediglich einige kleinere Hersteller im Gaming-Bereich scheinen noch solide zu laufen und der Erfolg des kommenden Valve-Headsets bleibt auch erstmal abzuwarten.
Für den Einsatz bei produktiven Tasks oder dem Schauen von Kinofilmen und Serien scheinen die klobigen Brillen beim Kunden einfach nicht anzukommen. Wie seht ihr das? Hat VR eine große Zukunft oder bleibt es beim Nischenmarkt?
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