POCO F9 Ultra: Xiaomi durchbricht Preismauer!
Es ist ein bekanntes Spiel im Hause Xiaomi: Was in China als Redmi-Flaggschiff debütiert, landet wenig später mit neuem Branding und leichten Anpassungen auf dem globalen Markt. Mit dem POCO F9 Ultra schickt der Hersteller nun die globale Version des Redmi K100 Pro Max ins Rennen – und serviert uns dabei nicht nur brachiale Gaming-Hardware, sondern schnappt Apple die Trendfarbe vor der Nase weg. Während Cupertino noch am iPhone 18 Pro Max feilt, können globale Käufer das Smartphone bereits in tiefem Weinrot in den Händen halten. Doch wie schlägt sich das neue Flaggschiff abseits des optischen Seitenhiebs?
- POCO F9 Ultra (12/256 GB)
- POCO F9 Ultra (16/512 GB)
- POCO F9 Ultra (16/1 TB)
Inhalt
Technische Daten zum POCO F9 Ultra im Überblick
| Kategorie | POCO F9 Ultra |
| Display | 6,9″ Super Pixel OLED (2608 x 1200), 185 Hz, 4.500 Nits Peak, Dolby Vision, HDR10+ |
| Prozessor | Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3nm, bis 4,6 GHz) |
| GPU | Adreno GPU + VisionBoost D8 Chipset |
| Arbeitsspeicher & Speicher | 12 GB / 256 GB, 16 GB / 512 GB, 16 GB / 1 TB (LPDDR5X Ultra & UFS 4.1) |
| Akku & Laden | 8.050 mAh, 100W kabelgebunden (PPS), 50W kabellos, 22,5W Reverse Wireless Charging |
| Hauptkamera | 200 MP Hauptsensor (1/1.56″, ƒ/1.68, OIS) 50 MP Periskop-Tele (5x opt. Zoom, ƒ/3.0, OIS) 50 MP Ultraweitwinkel (ƒ/2.4) |
| Frontkamera | 32 MP |
| Sound | 2.1-Stereo-System mit integriertem „Subwoofer“ (Sound by Bose), LED-Ring, Gorilla Glas 7i |
| Betriebssystem | Xiaomi HyperOS 3 (Global Version, auf Basis von Android 16) |
| Konnektivität | 5G, eSIM-Unterstützung, Wi-Fi 7, Bluetooth 6, NFC |
| Maße & Gewicht | 163,49 x 77,94 x 8,74 mm / ca. 235 g |
| Farben | Dark Cherry, Black |
Bose-Sound mit LED-Ring hat Apple nicht
Beim Design geht POCO keine Experimente ein und übernimmt das markante Gehäuse der K-Serie nahezu unverändert. Auf der Rückseite dominiert das wuchtige Kameramodul im bekannten „Kochfeld“-Look samt LED-Blitz. Wie schon beim Vorgänger, dem POCO F8 Ultra, spendiert der Hersteller dem Gerät ein 2.1-Audiosystem mit dediziertem Bose-Subwoofer, der auf der Geräterückseite sitzt und für ordentlich Druck im Tieftonbereich sorgen soll. Als optische Spielerei fasst nun ein kreisrunder LED-Ring den Basslautsprecher ein, der Benachrichtigungen signalisiert oder im Takt der Musik pulsiert – Geschmackssache, aber ein netter Hingucker.
Die spannendste optische Facette ist jedoch die Hero-Farbe: Neben klassischem Schwarz (Black) setzt das F9 Ultra vor allem auf „Dark Cherry“. Kennern der Gerüchteküche dürfte dieses dunkle Weinrot verdächtig vertraut vorkommen: Genau diese Farbgebung wird auch für das kommende iPhone 18 Pro Max heiß gehandelt. Xiaomi zeigt hier wieder einmal sein gewohntes Gespür dafür, Designentscheidungen aus Kalifornien vorzugreifen. Als kleiner Akzent ziert auch den Metallrahmen des POCO F9 Ultra ein rot abgesetzter Power-Button.

Schnelles 185 Hz Display für Gamer
Mit einer Diagonale von 6,9 Zoll bleibt das POCO F9 Ultra ein echtes Schwergewicht, richtet sich damit aber gezielt an Medienkonsumenten und mobile Gamer. Das Highlight ist hier zweifellos das Panel-Upgrade auf eine Bildwiederholrate von 185 Hz. Damit zieht man mit ausgewiesenen Gaming-Boliden wie dem ROG Phone gleich. Unterstützt wird die hohe Bildrate bereits von 24 optimierten Titeln (u. a. Subway Surfers, Blood Strike und Clash Royale).
Das OLED-Panel löst mit 2608 x 1200 Pixeln (ca. 419 ppi) auf, liefert echte 12-Bit-Farbtiefe sowie Zertifizierungen für HDR10+ und Dolby Vision. Mit bis zu 4.500 Nits Peak-Helligkeit ist die Ablesbarkeit selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gewährleistet; im Dunkeln regelt das Display auf augenschonende 1 Nit herunter. Zur biometrischen Entsperrung sitzt ein schneller Ultraschall-Fingerabdrucksensor direkt unter dem Glas.
Bewährter Spitzenchip und üppige Speicherstufen
Unter der Haube verrichtet weiterhin der Snapdragon 8 Elite Gen 5 von Qualcomm seine Arbeit. Dass Xiaomi hier nicht auf eine komplett neue SoC-Generation setzt, ist pragmatisch: Der im 3nm-Verfahren gefertigte Chip mit seinen Oryon-Kernen (bis 4,6 GHz) und der Adreno-GPU zählt nach wie vor zum Leistungsstärksten, was die Android-Welt zu bieten hat. Xiaomi hätte bis Ende September warten müssen, bis die neue Top-CPU vorgestellt wird. Dass man hier im Endeffekt den gleichen Chip wie im Vorjahr bekommt ist untypisch für Xiaomi.
Unterstützt wird der Hauptprozessor von Xiaomis hauseigenem D2 Display-Chip, der unter anderem Frame-Interpolation beim Gaming übernimmt.
Beim Speicher haben globale Käufer die Wahl zwischen drei handfesten Konfigurationen:
- 12 GB RAM / 256 GB Speicher
- 16 GB RAM / 512 GB Speicher
- 16 GB RAM / 1 TB Speicher
Zum Einsatz kommen schneller LPDDR5X Ultra Arbeitsspeicher und fixer UFS 4.1 Flash-Speicher. Eine Speichererweiterung via microSD ist serienmäßig nicht an Bord.
200-MP-Kamera und Periskop-Tele
Auf der Rückseite bietet das F9 Ultra ein flexibles Triple-Kamera-Setup. Den Ton gibt die 200-Megapixel-Hauptkamera mit 1/1.56″ großem Sensor, lichtstarker ƒ/1.68-Blende und optischer Bildstabilisierung (OIS) an.
Dazu gesellt sich eine vollwertige 50-MP-Periskop-Telekamera mit 5-fachem optischem Zoom (ƒ/3.0, OIS), die auch auf Distanz scharfe Details ohne nennenswerten Qualitätsverlust ermöglichen soll. Abgerundet wird das Gespann durch eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera (ƒ/2.4). Videos nimmt das Smartphone in 8K oder mit flüssigen 60 fps in 4K auf; Selfies knipst die Frontlinse mit 32 Megapixeln.
Die Unterschiede zwischen Redmi und POCO
Auch wenn das POCO F9 Ultra zu 99 % ein Redmi K100 Pro Max im globalen Gewand ist, gibt es im Detail einige relevante Unterschiede, die man vor einem Kauf kennen sollte.
Während die China-Version mit gigantischen 9.070 mAh fast die 10.000er-Marke knackt, setzt das POCO F9 Ultra auf einen 8.050 mAh starken Akku. Das ist zwar ein spürbarer Rückschritt gegenüber dem K100 Pro Max, im globalen Marktumfeld aber immer noch ein massiver Wert, der problemlos für zwei intensive Nutzungstage reichen dürfte. Geladen wird weiterhin flott: 100W kabelgebunden, 50W kabellos und 22,5W Reverse Wireless Charging sind geblieben.
Für viele europäische Nutzer ein klares Kaufargument: Das globale POCO F9 Ultra unterstützt neben physischen Nano-SIM-Karten auch eSIM, was beim chinesischen Schwestermodell nicht der Fall war.
Statt der chinesischen HyperOS-Firmware kommt das POCO ab Werk mit vorinstallierten Google-Diensten, voller deutscher Lokalisierung und Widevine L1. Bei den Speichervarianten stehen 12/256 GB, 16/512 GB und die Top-Version mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher zur Verfügung.
Einschätzung: Starkes Paket für Power-User
Mit dem POCO F9 Ultra bringt die Xiaomi-Tochter ein stimmiges Gesamtpaket auf den globalen Markt. Auch wenn der Akku im Vergleich zum chinesischen Vorbild etwas abgespeckt wurde, sind 8.050 mAh in Kombination mit 100W-Laden und kabelloser Ladefunktion eine Ansage an die Konkurrenz. Die Kombination aus extrem flüssigem 185-Hz-OLED, kräftigem Snapdragon 8 Elite Gen 5 und dem praktischen 5-fach-Periskopzoom macht das Smartphone vor allem für Gamer und Medienliebhaber interessant, die Wert auf Performance legen – und der integrierte Bose-Subwoofer mit RGB-Beleuchtung setzt dem Ganzen die Krone auf.
Vieles davon bekommt man aber schon im direkten Vorgänger, welcher ja sogar den gleichen Prozessor bietet. Dafür wird das POCO F9 Ultra deutlich teurer und durchbricht erstmals die magische 1.000€ Grenze. Das POCO F9 Ultra mit 12/256 GB startet bei 1099,90€ in der UVP, für die 1 TB Variante werden sogar 1399€ fällig. Ja, die Speicherkrise ist real. Aber es gibt ein gutes Early-Bird-Angebot, wo ihr das F9 Ultra schon ab 829,90€ bekommt, womit es so teuer wie die UVP des F8 Ultra ist.
Quelle:
- Xiaomi Pressemitteilung
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