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POCO Pad M1: Ein alter Bekannter mit riesigem Akku und veralteter Software

Mit dem POCO Pad M1 erweitert die Xiaomi-Tochter ihr Portfolio um ein weiteres Tablet, das vor allem mit einem massiven Akku und einem großen Display punkten will. Wer sich im Xiaomi-Universum auskennt, wird beim Blick auf das Datenblatt allerdings stutzig, denn wirkliche Innovationen sucht man hier vergeblich. Vielmehr scheint es, als hätte man sich großzügig im Regal der Schwestermarke Redmi bedient. Stellt sich nur die Frage: Lohnt sich das Gerät oder greift man zum Original?

POCO Pad M1 Produktbild

Technische Daten des POCO Pad M1

KategoriePOCO Pad M1
Display12,1″ LCD (2560 x 1600, 2.5K), 16:10 Format, bis 120 Hz, 600 Nits (HBM), Dolby Vision
ProzessorSnapdragon 7s Gen 4 (4nm, bis 2,7 GHz)
Arbeitsspeicher8 GB LPDDR4X
Speicher256 GB UFS 2.2 (erweiterbar bis 2 TB)
Akku & Laden12.000 mAh, 33W Schnellladen, 27W Reverse Charging
KamerasRückseite: 8 MP (f/2, 1080p) | Front: 8 MP (f/2.28, 1080p)
KonnektivitätWi-Fi 6, Bluetooth 5.4 (LDAC), USB-C 2.0
AudioQuad-Lautsprecher, Dolby Atmos
SoftwareXiaomi HyperOS 2 (basiert auf Android 15)
Maße & Gewicht279,80 x 181,65 x 7,5 mm / 610 g
MaterialMetall-Unibody
Preis & VerfügbarkeitNoch nicht offiziell in DE (Global Release, baugleich Redmi Pad 2 Pro)

12,1 Zoll Display im bekannten Metall-Unibody

Auf der Front blickt man auf ein 12,1 Zoll großes LC-Display, das mit einer 2,5K Auflösung (2560 x 1600 Pixel) und einer Bildwiederholrate von 120 Hz für flüssige Inhalte sorgen soll. Die Helligkeit gibt der Hersteller mit 600 nits (HBM) an, was für den Einsatz in Innenräumen völlig ausreicht. Für die akustische Untermalung sorgen vier Lautsprecher mit Dolby Atmos Unterstützung.

Das Design wirkt dabei extrem vertraut. POCO setzt auf einen Unibody aus Metall, der lediglich farblich angepasst wurde und nun in Blau erhältlich ist. Technisch ist das Gerät nämlich quasi identisch zum Redmi Pad 2 Pro. Das Recycling ist hier offensichtlich, was natürlich per se nicht schlimm ist, aber eben auch keine neuen Kaufanreize schafft.

Solide Leistung trifft auf USB 2.0 Bremse

Im Inneren arbeitet der Snapdragon 7s Gen 4. Das ist ein durchaus solider Prozessor, aber eben kein High-End-Chip. Für Multimedia und alltägliche Aufgaben reicht die Leistung locker aus, Wunder darf man aber keine erwarten. Ihm zur Seite stehen 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher, den ihr glücklicherweise per microSD-Karte um bis zu 2 TB erweitern könnt.

POCO Pad M1 Prozessor

Das eigentliche Highlight ist der riesige 12.000 mAh Akku. Damit solltet ihr eine lange Laufzeit erreichen können. Geladen wird mit 33 Watt, was bei dieser Kapazität schon eine Weile dauern kann.

POCO Pad M1Laden

Ein cooles Feature ist das 27 Watt Reverse Charging, mit dem das Tablet als Powerbank für andere Gadgets dient. Mit USB 2.o verbaut man hier leider auch einen sehr langsamen USB-C-Anschluss bei der Datenübertragung. Konnektivitätstechnisch seid ihr mit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4 aber auf einem halbwegs guten Stand.

Software-Entscheidung sorgt für Kopfschütteln

Da es sich hier um recycelte Hardware handelt, muss man wohl auch bei der Software Abstriche machen. Das POCO Pad M1 startet mit HyperOS 2 auf Basis von Android 15. Das ist wirklich schade und ärgerlich, denn eigentlich stünden HyperOS 3 und Android 16 schon bereit.

Dass die Software zum Start direkt veraltet ist, lässt sich wohl nur mit der direkten Übernahme der Redmi-Basis erklären. Das Recycling ist dann halt auch nur eine Erklärung und definitiv keine Entschuldigung für veraltete Software bei einem „neuen“ Produkt.

Fazit: Nur eine Frage des Preises

Bisher wurde das POCO Pad M1 nicht offiziell in Deutschland veröffentlicht. Das bräuchte es meiner Ansicht nach auch gar nicht, da wir mit dem Redmi Pad 2 Pro bereits das quasi identische Gerät im lokalen Handel haben. Das hat POCO aber auch schon beim ersten POCO Pad nicht aufgehalten, welches ja auch nur ein Redmi Pad Pro war.

Sicherlich findet man das Tablet bald auch bei AliExpress und Co. Hier muss man halt einfach schauen, welches Modell am Ende günstiger ist. Wer auf das POCO-Logo steht oder ein Schnäppchen macht, bekommt ein solides Tablet mit starker Akkulaufzeit. Sollte der Preis aber nicht unter dem hiesigen Redmi-Modell liegen, gibt es eigentlich keinen Grund für den Kauf vom POCO Pad M1.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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