QIDI Plus5 enthüllt: Großformat-3D-Drucker bringt viel Hardware fürs Geld
Wenn ihr große und vor allem technische Bauteile aus ABS oder Polycarbonat (PC) drucken wollt, braucht ihr im Idealfall einen Drucker mit beheiztem Bauraum. QIDI bedient diese Nische bereits seit Längerem und stellt mit dem QIDI Plus5 nun den neuesten Zuwachs seiner Flotte vor. Der Großformat-Drucker bietet nicht nur spürbar mehr Platz auf dem Heizbett, sondern bringt auch Qidis Oberklasse-Features wie eine aktive Kühlung für den Druckkopf mit.
Die Preise zum Launch des QIDI Plus5
- QIDI Plus5 (für treue Mitglieder):
- bei Qidi für 669€
- QIDI Plus5 (für neue Mitglieder):
- bei Qidi für 699€ (+ 1 kg Filament gratis)
- QIDI Plus5 Combo (für treue Mitglieder):
- bei Qidi für 819€
- QIDI Plus5 Combo (für neue Mitglieder):
- bei Qidi für 849€ (+ 1 kg Filament gratis)
(Hinweis: Die „Combo“ beinhaltet die „Qidi Box“, also das System für den Mehrfarbendruck, Mitgliedschaft im Qidi-Store kostenlos.)
Inhalt
Platzwunder: Mehr Volumen bei bekannten Außenmaßen
Der offensichtlichste Sprung beim Plus5 ist der gewachsene Bauraum. QIDI hat das Druckvolumen auf 320 x 320 x 300 mm erweitert. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 18 Prozent gegenüber dem direkten Vorgänger (Plus4). Bemerkenswert ist dabei die Raumausnutzung: Die äußeren Abmessungen der Maschine sollen laut Hersteller exakt gleich geblieben sein. Auf dem Schreibtisch nimmt das Gerät also nicht mehr Platz ein, bietet aber deutlich mehr Spielraum für Funktionsteile oder große Rüstungskomponenten beim Cosplay.
Riemen-Upgrade und düsenbasiertes Auto-Leveling
Unter dem flammhemmend konstruierten Gehäuse hat QIDI ebenfalls einige Anpassungen vorgenommen. Auf der X-Achse arbeiten nun Linearschienen, die einen ruhigen Lauf garantieren sollen. Bei den Zahnriemen verabschiedet sich der Hersteller vom branchenüblichen 2GT-Standard (6 mm Breite) und verbaut stärkere 1.5GT-Riemen mit 9 Millimetern Breite. Diese besitzen einen feineren Zahnabstand und eine höhere Zugfestigkeit, was bei schnellen Richtungswechseln für weniger Vibrationen sorgen soll. Beim Auto-Leveling setzt der Plus5 nun auf die Düse (Nozzle) selbst. Diese sorgt für einen direkten physischen Kontakt mit dem Druckbett.
65 Grad Heizkammer trifft auf Extruder-Kühlung
Ein starkes Argument für die geschlossenen CoreXY-Geräte von QIDI ist traditionell die aktive Bauraumheizung. Beim Plus5 leistet die integrierte Heizung nun 550 Watt. Das bringt die Kammer auf bis zu 65 Grad Celsius. Damit soll das Verziehen (Warping) bei anspruchsvollen Filamenten wie ABS, ASA oder PC vermieden werden.
Klimaanlage für den Druckkopf
Druckt man stundenlang in einer 65 Grad heißen Kammer, droht oft der sogenannte „Heat Creep“. Die Hitze zieht im Druckkopf nach oben, das Filament wird zu früh weich und verstopft den Extruder. QIDI integriert beim Plus5 daher ein weiteres Kühlsystem. Dieses fungiert wie eine kleine Klimaanlage direkt am Druckkopf und kühlt die Extrusionseinheit aktiv herunter, während der Rest des Bauraums heiß bleibt. Wir sind gespannt, wie gut dieses Konzept in der Praxis funktioniert.
Qidi Plus5: KI-Kamera, LED-Status & Abluftfilter
Zur Überwachung des Druckvorgangs ist eine KI-gestützte Kamera verbaut, die bei Problemen wie „Filament-Salat“ (Spaghetti-Fehler) den Druck automatisch pausieren soll. Ein nützliches Design-Detail: Das Heizbett verfügt nun über eine LED-Statusanzeige. So erkennt ihr schon aus der Ferne am leuchtenden Bett, ob der Drucker im Standby ist, gerade aufheizt oder bereits druckt.
Da beim Druck von technischen Kunststoffen oft unangenehme Gerüche entstehen, besitzt der Drucker auf der Rückseite ein dreistufiges Filtersystem. Ein G3-Vorfilter, ein H12-HEPA-Filter und eine Schicht Aktivkohle sollen Feinstaubpartikel und Gerüche aus der Abluft herausfiltern.
Cloud-Slicing: 3D-Druck über die Smartphone-App
Zusammen mit dem Drucker startet QIDI die neue Online-Plattform „QIDI Maker“. Die dazugehörige Smartphone-App ist tief in das System integriert. Wer keine Lust auf klassische Desktop-Slicer hat, kann sich 3D-Modelle direkt auf dem Handy aussuchen. Mit einem Tap wird das Modell in der Cloud mit voreingestellten Parametern geslict und kabellos an den Plus5 gesendet. Für Einsteiger ist das ein bequemer Weg, Profis werden aber vermutlich weiterhin beim klassischen Slicer am PC bleiben. Dabei handelt es sich um Qidis Orca-Klon namens „Qidi Studio„.
Einschätzung: Wir bitten zum Härtetest
Die Spezifikationen des QIDI Plus5 klingen für einen Einführungspreis von ab 669 Euro durchaus vielversprechend. Ein komplett eingehauster CoreXY-Drucker mit Linearschienen, aktiver 65-Grad-Bauraumheizung, 3-Stufen-Filter und der neuen Druckkopf-Kühlung positioniert sich stark auf dem Markt. Wer technische Filamente verarbeiten will und einen großen Bauraum sucht, bekommt hier auf den ersten Blick viel Hardware fürs Geld.
Ob das Gerät diese hohen Erwartungen im Alltag auch wirklich erfüllen kann? Wir haben den QIDI Plus5 bereits hier in der Redaktion stehen und bereiten unseren Test vor. Wir sind also gespannt, ob die Maschine die Versprechen der Pressemitteilung auch in der Praxis halten kann.
Nun zu euch: Druckt ihr bereits technische Filamente wie ABS oder ASA und sucht nach einem Gerät mit beheizter Kammer? Schreibt es in die Kommentare!
Quelle(n):
- QIDI Pressemitteilung (August 2026)
- QIDI Offizieller Store
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