RayNeo iO Smart Glasses – KI-Brille ohne Kamera mit großem Display für Office-Nutzung
Smart-Glasses haben zuletzt nicht nur positive Presse erfahren. Vermehrt stört sich die Öffentlichkeit an den Brillen mit Kameras, die potentiell zum heimlichen und ungewollten Filmen von Dritten missbraucht werden können. Ein guter Grund, den Blick auf solche Modell zu richten, die auch ohne Kamera auskommen und dennoch smarte Funktionen bieten. Eine solche Brille ist die RayNeo iO, die seit Anfang September 2026 erhältlich ist.
- RayNeo iO
- bei RayNeo für 499€
Elegantes Design ohne Kameraüberwachung
Hauptmerkmal ist das integrierte Display, das ein Bild in einer Größe von 33 Zoll vor den Augen darstellt. Es handelt sich ausschließlich um Textdarstellung in grüner Farbe; hier erinnert die Brille stark an die Rokid Glasses, die Thorben in diesem Sommer für uns getestet hat. Angezeigt werden dann beispielsweise Textnachrichten, Audiotranskriptionen oder durchlaufende Texte in der Teleprompter-Funktion.
Das Display hat eine Transparenzfläche von 97% und das Display soll von vorne für andere Personen vollständig unsichtbar sein. Mit 33 g ist die Brille sehr leicht und der Hersteller wirbt damit, dass sie extrem gut ausbalanciert sein soll, das Gewicht also gleichmäßig zwischen den Gläsern bis zum Ende der Bügel verteilt ist.
Als Materialien kommen Titankerne in den Bügeln und eine Magnesium-Aluminium-Front für den Rahmen zum Einsatz. Am rechten Bügel gibt es auf der Oberseite ein Rad zur Navigation. Darüber hinaus erfolgt die Bedienung auch über Gesten und Kopfbewegungen. Eine verbaute LED weist darauf hin, dass das Mikrofon gerade aktiv ist. Die Brille wird in den Farben Dunkelgrau und Gold angeboten.
Nichts geht ohne KI
Essenziell für die Verwendung ist natürlich der Einsatz von KI. Der eigene Assistent RayNeo V1 ist kostenlos nutzbar, es lassen sich aber auch Claude, Chat GPT und andere verwenden.
Zu den Funktionen gehört etwa die Live-Übersetzung von Konversationen in über 40 Sprachen. Insgesamt 4 Mikrofone sollen dafür sorgen, dass Ton auch in lauten Umgebungen gut verstanden wird, während die Tonausgabe der Brille an den Träger via Knochenschall vonstatten geht. Eingehende Nachrichten können per Kopfbewegung angenommen oder abgelehnt werden, indem man nickt oder den Kopf schüttelt.
Im Teleprompter-Modus wird Text auf dem Display angezeigt, den der Träger während eines Vortrags oder einer Präsentation ablesen kann, während der Text automatisch scrollt und sich dabei am Tempo des Sprechers orientiert. Werden Meetings per Mikrofon aufgezeichnet, erstellt die KI automatisch Aufgaben und Kalendereinträge. Auch Sprachmemos lassen sich jederzeit einfach aufnehmen. Die Brille ist damit ganz auf den Business-Kontext zugeschnitten und weniger für den Freizeitgebraucht gedacht.
Keine Brille für den Alltag
Die Brille ist seit Anfang September erhältlich für einen Preis von rund 500 Euro. Ein zusätzlich erhältliches Lade-Etui, das die Brille einerseits schützt und auflädt, erhöht den Preis um 50 Euro.
Dass die RayNeo iO auf eine Kamera verzichtet, nimmt ihr den größten Kritikpunkt der Kritiker von sogenannten Smart Glasses (meine Meinung dazu habe ich hier ausführlich erklärt). Hinzu kommt der Fokus auf den beruflichen Einsatz. Fast alle beworbenen Funktionen kommen vor allem in Bürojobs mit vielen Meetings und Präsentationen zum Einsatz. Das schränkt die Zielgruppe sicherlich etwas ein, aber man weiß eben auch genau, was man bekommt und für wen so eine Brille nichts ist.
Wie steht ihr zu solchen Smart Glasses? Wäre die RayNeo iO etwas, das ihr beruflich nutzen würdet?
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