News

Revopoint MetroX Pro: Leistungs-Upgrade mit Hardware-Hunger

Revopoint-MetroX-Pro
Dieser China-Gadgets-Artikel ist schon über ein halbes Jahr alt. Es kann sein, dass der Preis inzwischen anders oder das Gadget ausverkauft ist. Hier geht es zu den aktuellsten Angeboten. Hole dir unsere App für Android oder iOS, um kein Gadget mehr zu verpassen.

Kurz vor Jahresende aktualisiert Revopoint sein Portfolio im professionellen Segment. Der hybride 3D-Scanner MetroX erhält mit dem MetroX Pro einen direkten Nachfolger, der laut Datenblatt in allen relevanten Leistungsbereichen deutlich zulegt. Die interessante Nachricht für Interessenten ist dabei die Preispolitik, denn das Upgrade soll zum gleichen UVP wie das Vorgängermodell in den Handel kommen. Allerdings erkauft man sich die höhere Leistung mit drastisch gestiegenen Anforderungen an den angeschlossenen Computer.

Revopoint MetroX Pro

Technische Daten im Vergleich

FeatureMetroXMetroX Pro
Laser (Kreuzlinien)14 Linien30 Linien
Laser (Parallel)7 Linien15 Linien
Scan-Geschwindigkeit800.000 Punkte/s2.000.000 Punkte/s
Volumetrische Genauigkeit0,025 mm0,02 mm
Min. CPU (Mac)M1 ProM3 Pro
Min. CPU (Windows)i7 13. Geni7 13. Gen
Min. RAM16 GB32 GB (Win) / 18 GB (Mac)

Verdoppelte Laser-Leistung für mehr Details

Der MetroX Pro setzt weiterhin auf ein hybrides System aus blauem Strukturlicht und blauen Lasern. Revopoint hat jedoch die Anzahl der Laserquellen massiv erhöht. Während das Basismodell noch mit 14 gekreuzten Laserlinien arbeitete, projiziert die Pro-Version nun 30 Linien auf das Scan-Objekt. Auch die Anzahl der parallelen Laserlinien für feine Details wurde von sieben auf 15 mehr als verdoppelt. Diese Hardware-Aufrüstung schlägt sich direkt in der Erfassungsgeschwindigkeit nieder, die im Lasermodus von 800.000 auf bis zu 2 Millionen Punkte pro Sekunde steigt.

Gleichzeitig wurde die volumetrische Genauigkeit verbessert. Sie liegt nun bei 0,02 mm. Für Anwender im Bereich Reverse Engineering oder Qualitätskontrolle bedeutet das eine höhere Messzuverlässigkeit, insbesondere bei komplexen Oberflächen. Um das Handling am PC zu erleichtern, unterstützt der MetroX Pro jetzt auch das Streaming des Live-Bildes auf ein Smartphone via Revo Mirror App, was den Blick auf den Monitor während des Scannens erspart.

MetroX Pro Einsatz2

Die Kehrseite: Hohe Hürden bei der PC-Hardware

Die gestiegene Datenmenge fordert jedoch ihren Tribut bei der verarbeitenden Hardware. Wie wir bereits in unserem Test zum Revopoint MetroY Pro feststellen mussten, ist die aktuelle Software-Generation extrem ressourcenhungrig. Dieser Trend setzt sich beim MetroX Pro fort. Die offiziellen Mindestanforderungen schließen viele Standard-Notebooks kategorisch aus. Windows-Nutzer benötigen zwingend einen Intel Core i7 der 13. Generation oder einen vergleichbaren Ryzen 7 5800, kombiniert mit mindestens 32 GB Arbeitsspeicher. Für die volle Leistung im Lasermodus ist zudem eine dedizierte NVIDIA-Grafikkarte ab der RTX-3060-Klasse notwendig.

MetroX Pro Einsatz

Noch deutlicher wird der Sprung bei Apple-Nutzern. Während der Vorgänger noch mit einem M1 Pro Chip lief, setzt der MetroX Pro mindestens einen M3 Pro Chip voraus. Das bedeutet, dass selbst Besitzer von hochwertigen, aber zwei Jahre alten MacBook Pros diesen Scanner laut Datenblatt nicht mehr nutzen können. Wer sich für das Gerät interessiert, sollte also vor dem Kauf zwingend prüfen, ob die eigene Workstation diesen Anforderungen gewachsen ist.

Einschätzung: Faires Upgrade für gut ausgestattete Profis

Revopoint liefert mit dem MetroX Pro ein technisch beeindruckendes Update, das den Vorgänger in Sachen Geschwindigkeit und Präzision klar hinter sich lässt. Dass dies ohne Preiserhöhung geschieht, ist in der aktuellen Marktlage positiv hervorzuheben. Die enge Bindung an absolute High-End-Hardware schränkt die Zielgruppe jedoch weiter ein und bestätigt unseren Eindruck aus dem MetroY-Test: Revopoint entwickelt sich zunehmend weg vom reinen Consumer-Markt hin zu professionellen Anwendern, die entsprechende Rechenleistung bereitstellen können.

Quelle(n):

5e3211ecff0248aabc80a83d800df619 Hier geht's zum Gadget

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Profilbild von Thommy

Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

Sortierung: Neueste | Älteste

Kommentare (1)

  • Profilbild von Torsten Sterling
    0 # 02.08.26 um 00:05

    Torsten Sterling

    Ich bin reiner Hobby-User und von "professionell" ganz weit weg, habe mir diesen Scanner aber als ersten 3D-Scanner zugelegt.
    Ich kann bestätigen, die Hardware-Anforderungen sind nicht gerade gering, aber die Qualität bei Scans entschädigt. Sicherlich ist die Lernkurve am Anfang ziemlich steil, man muss schon eine gewisse Motivation aufbringen, wenn man damit "einsteigt". Dafür wird man damit entschädigt, dass man nach den ersten gelungenen Scans nicht überlegt, ob man nicht hätte gleich einen besseren 3D-Scanner kaufen sollen.
    Der einzige wirkliche Kritikpunkt: zwangsweise nur WIndows oder Mac-Software. Ich bin ein reiner Linux-Nutzer und musste mir daher zwangsweise eine Workstation zulegen, denn es gibt keine wirklich vernünftige Visualisierungssoftware (wie VM-Ware ESXi) mehr.
    Positiv: Laut Datenblatt kann der Scanner nur via USB-C angeschlossen werden. In der Realität liegt ein Adapter von USB-C auf USB-A dabei, allerdings sollte der Rechner dann wenigstens USB § (Superspeed) unterstützen. Bei mir wird er an einer Lenovo P520 (Xeon 10-Kerner) mit 128 GB Ram & einer NV 3060 TI betrieben – reicht für flüssiges Arbeiten ohne Denkpausen.
    Ich würde den Scanner auf jeden Fall auch für ambitionierte Einsteiger empfehlen. Hohe Einstiegs-Anforderungen, aber die Ergebnisse geben einem das Gefühl, sich den richtigen Scanner gekauft zu haben.

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen. Halte dich für ein wertschätzendes Miteinander an unsere Community-Guidelines.