Test

Roborock Qrevo S Pro überzeugt im Test mit seiner Wischleistung

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Roborock schickt mit dem Qrevo S Pro den direkten Nachfolger seiner ohnehin schon beliebten Mittelklasse ins Rennen und legt den Fokus auf eine drastisch erhöhte Saugleistung sowie eine stärkere Wischmopp-Pflege. Ein neuer Tipp für die Mittelklasse?

Technische Daten des Roborock Qrevo S Pro

KategorieRoborock Qrevo S Pro
Saugkraft18.500 Pa
BürstensystemAbnehmbare Vollgummi-Hauptbürste (Adaptive Floating), Anti-Tangle-Seitenbürste
WischsystemRotierende Mopp-Pads
TeppichfunktionAutomatisches Anheben der Mopps um 10 mm
Navigation & ObjekterkennungPreciSense LiDAR Navigation, Reactive Tech Hindernisvermeidung
Basisstation (Features)Heißwasser-Moppwäsche (bis 75 °C), Heißlufttrocknung (45 °C), automatische Staubabsaugung
Kapazitäten (Station)4 L Frischwasser, 3,5 L Schmutzwasser, 2,7 L Staubbeutel (für ca. 65 Tage)
Kapazitäten (Roboter)330 ml Staubbehälter, 80 ml Wassertank
Akku & Laufzeit5.200 mAh / max. 180 Minuten (Ladedauer < 4 Stunden)
HindernisüberwindungMaximal 2 cm
App & Smart HomeRoborock App (SmartPlan 2.0), geplanter Matter-Support (per OTA-Update), Amazon Alexa, Google Home, Siri Shortcuts
Maße Roboter350 x 353 x 96,5 mm
Maße Station340 x 487 x 519 mm
Preis589 € (UVP)

Vor- und Nachteile des Roborock Qrevo S Pro

  • Gute Wischleistung bei angetrockneten Flecken
  • Station reinigt Mopps effektiv mit 75 °C Heißwasser & trocknet mit Heißluft
  • Matter-Support bereits vollumfänglich integriert
  • Zuverlässige LiDAR-Basisnavigation & bewährte App-Steuerung
  • Automatisches Anheben der Wischmopps (10 mm) bei Teppichen
  • Anti-Tangle-Seitenbürste reduziert Haarverwicklungen
  • Fehlende Kantenreinigung: Starre Mopps hinterlassen ungewischten Randstreifen
  • Objekterkennung auf Standardstufe sehr unzuverlässig (überfährt Kabel)
  • Keine automatische Reinigungsmittel-Dosierung in der Basisstation
  • Keine Walze mit Haarzerschneide-Klingen öder ähnlichen Verbesserungen verfügbar
  • Konkurrenz bietet in dieser Preisklasse teils mehr Ausstattung

Leistungs-Upgrade auf 18.500 pa Saugkraft

Beim Blick auf die Daten fällt direkt der größte Sprung zum Vorgänger auf, denn Roborock erhöht die Saugleistung mal eben von soliden 8.000 pa auf 18.500 pa. An der Unterseite arbeitet weiterhin eine abnehmbare Vollgummi-Hauptbürste. Unterstützt wird diese durch eine spezielle Anti-Tangle-Seitenbürste, was gerade für Haustierbesitzer durchaus praktisch ist, um nerviges Verheddern von Haaren zu minimieren. Zwar ist das Ergebnis in der Praxis weitgehend zufriedenstellend, jedoch sagt der riesige Saugkraftwert hier eher wieder wenig aus.

Für unseren Härtetest legen wir 100 g Tierstreu und Sand auf einem Teppich aus und lassen diesen anschließend reinigen. Hier schafft er es 72 g aufzusaugen, was in Ordnung ist, aber auch nicht besonders gut. Da hatten wir auch schon Modelle aus dem Preisbereich hier, wie z.B. den MOVA P50 Ultra, die schon die 80er-Marke geknackt haben.

Starke Wischfunktion dank rotierender Wischmopps

Gewischt wird beim Qrevo S Pro über zwei rotierende Wischmopps, die sich bei Teppichkontakt automatisch um 10 mm anheben. Das Wasser hierfür zieht sich der Roboter aus seinem internen 80 ml Wassertank, die Mopps werden aber auch in der Station angefeuchtet. Auch wenn es mittlerweile mit der rotierenden Wischwalze eine gleichwertige und teilweise vorteilhaftere Wischmethode gibt, sind die rotierenden Wischmopps weiterhin eine sehr gute Wahl.

Das zeigt sich hier auch in der Praxis, wo wir den Saugroboter angetrockneten Kaffee und Kakao entfernen lassen haben. Wie zu erwarten entfernt er den Kaffee dabei größtenteils im ersten Durchgang, während der Großteil vom Kakao spätestens im zweiten löst. Für die letzten punktuell übriggebliebenen Flecken und zum Vorbeugen eines klebenden Bodens braucht es dann aber noch einen weiteren Durchgang. Leider sind die Wischmopps starr und können nicht zur Seite ausgefahren werden. Daher kann der Roboter nicht an der Kante wischen und es bleibt ein Streifen übrig. Hier hätte man als Option das Moppwippen anbieten können, wodurch eine Kantenreinigung mit starren Wischmopps möglich ist, auch wenn man einen Zeitkompromiss eingeht. Hier hat die Konkurrenz schon im Vorjahresmodell ausfahrbare Wischmopps gehabt und hätte man hier schon erwarten dürfen.

LiDAR-Navigation und zukünftiger Matter-Support

Als Basis der Navigation dient der klassische PreciSense LiDAR-Turm auf der Oberseite, während an der Front die Reactive Tech Hindernisvermeidung für das sichere Umfahren von herumliegenden Objekten sorgen soll.

Rovorock Qrevo S Pro von vorne

Dabei ist die Basis-Navigation wie erwartet durch den Turm präzise und zuverlässig. Wirklich erstaunlich unzuverlässig ist aber die Objekterkennung auf der standardmäßigen normalen Empfindlichkeit.

Egal ob ein dickes Kaltgerätesteckerkabel oder einen Stromadapter für die Steckdose, der Qrevo S Pro fährt hier alles um. Schaltet man auf den empfindlicheren Modus um, wird es dann zum Glück besser und nur die schwierigen Objekte werden übersehen bzw. beim kleinen Kabel sogar teils erkannt. Solltet ihr den Saugroboter also kaufen, empfehle ich euch klar das direkt beim Einrichten umzustellen, wenn ihr auch möchtet das er kleinere Objekte korrekt umfährt.

Heißwasser-Wäsche komplettiert die All-in-One-Station

In der Dockingstation steht ein 4 Liter fassender Frischwassertank sowie ein 3,5 Liter großer Schmutzwassertank zur Verfügung. Leider gibt es aber keine automatische Dosierungsmöglichkeit für Reinigungsmittel. Der aufgesaugte Staub wird vollautomatisch in einen 2,7 Liter fassenden Staubbeutel abgesaugt, welcher wohl für gute 65 Tage reichen soll.

Rovorock Qrevo S Pro Absaugstation

Die Station bietet nun auch eine Heißwasser-Moppreinigung bei 75 °C. So können auch hartnäckige Fette gelöst werden.

Im Anschluss werden die feuchten Pads mit 45 °C warmer Luft getrocknet. Nach unserem Härtetest mit Kakao und Kaffee sind die Wischmopps auch nach einer Reinigung wieder sauber.

Rovorock Qrevo S Pro Tanks

Gewohnt gute Roborock App

Gesteuert wird das Ganze natürlich über die bewährte Roborock App. Hier findet man die gewohnten Optionen wie Karteneinsicht und Anpassung, Saug- und Wischeinstellungen und die umfangreichen, aber nicht unverständlichen, Einstellungsmenüs.

Sprachassistenten wie Amazon Alexa, Google Home oder Siri Shortcuts sind ebenfalls direkt an Bord. Zur Veröffentlichung war die Matter-Unterstützung noch als Update angekündigt, zum Test ist sie aber bereits vorhanden. Hier kommt man auch vielen Konkurrenten mit der breiten Ausspielung von Matter außerhalb des Premiumbereichs zuvor.

Roborock Qrevo S Pro überzeugt im Test mit dem, was er kann

Der Eindruck vom Gerät selber ist nach dem Test eigentlich ein guter. Zwar ist das Saugergebnis im Härtetest auf Teppich nicht, das beste, was wir in dem Bereich mal hatten, es ist aber weiterhin sehr solide und im Alltag ausreichend. Die Wischfunktion hingegen überzeugt in ihrer Leistung. Ebenso die Reinigung nach getaner Arbeit, selbst stark verschmutzte Wischmopps werden wieder sauber. Das man bei Einsatz von ReactiveTech hier die Empfindlichkeit der Objekterkennung hochstellen muss, ist auch eine neue Entwicklung, funktioniert dann aber wie erwartet. Dass die Roborock-App aber wie gewohnt arbeitet, ist ja eigentlich auch eine Gegebenheit. Ebenso finde ich es sehr gut, dass Roborock auch hier Matter unterstützt und nicht nur im Premiumbereich.

Ins Hintertreffen gerät der Roboter eigentlich nur bei den Dingen, die er schlichtweg nicht kann. Eine Kantenreinigung durch eine ausfahrbare Seitenbürste oder Wischmopp, gibt es bei Dreame und Mova in dem Preisbereich. Genauso wie das automatische Hinzufügen von Reinigungsmittel in der Station. Auch haben beide eine Hauptwalze mit Klingen zur Zerschneidung der Haare, entweder direkt im Lieferumfang bei Mova oder als Zukauf bei Dreame.

Wenn man also von der Marke Roborock überzeugt ist, was man auch zurecht sein kann, dann bekommt man hier für eine UVP von 589,99€, oder im Angebot meist deutlich weniger, einen soliden Saugroboter. Jedoch könnte ein Blick zur Konkurrenz einem mehr Ausstattung bieten.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Roborock Qrevo S Pro

Bietet der Roborock Qrevo S Pro eine Kantenreinigung beim Wischen?
Nein, die rotierenden Wischmopps des Roborock Qrevo S Pro sind starr verbaut und lassen sich nicht seitlich ausfahren. Da auch eine „Moppwippen“-Funktion (ein gezieltes Schwenken des Hecks) fehlt, bleibt an Rändern und Fußleisten ein ungereinigter Streifen zurück.

Wie zuverlässig ist die Objekterkennung des Roborock Qrevo S Pro?
Die Navigation über den LiDAR-Turm ist sehr präzise, die frontseitige „Reactive Tech“-Hindernisvermeidung zeigt auf der Standard-Einstellung jedoch Schwächen und überfährt häufig Kabel oder kleine Netzteile. Es wird dringend empfohlen, die Empfindlichkeit der Erkennung in der App direkt auf die höchste Stufe zu stellen, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Verfügt die Station des Roborock Qrevo S Pro über eine automatische Reinigungsmitteldosierung?
Nein, im Gegensatz zu einigen Konkurrenzmodellen in dieser Preisklasse verfügt die Station des Roborock Qrevo S Pro über keine integrierte, automatische Dosierung für Reinigungsmittel.

Hat der Roborock Qrevo S Pro einen speziellen Schutz gegen verhedderte Haare?
Der Roboter setzt auf eine abnehmbare Vollgummi-Hauptbürste und eine spezielle Anti-Tangle-Seitenbürste, die das Aufwickeln von Haaren minimieren sollen. Eine Hauptwalze mit integrierten Klingen zum Zerschneiden von Haaren bietet dieses Modell jedoch nicht.

Ist der Roborock Qrevo S Pro mit dem Smart-Home-Standard Matter kompatibel?
Ja, die Matter-Unterstützung ist bereits per Update verfügbar. Darüber hinaus lässt sich der Roboter problemlos mit Sprachassistenten wie Amazon Alexa, Google Home oder Apple Siri Shortcuts steuern.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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Kommentare (7)

  • Profilbild von Lukas
    0 # 22.04.26 um 00:10

    Lukas

    600€ und dann keine Besonderheiten liefern? wtf roborock
    dafür bekommt man bei anderen Marken die eierlegende wollmilchsau und hier nicht einmal eine ausfahrbare bürste oder Mopp
    lass ihn 350€, dann kann man ihn ggf. empfehlen
    so auf gar keinen Fall!

    • Profilbild von Martin
      0 # 23.04.26 um 08:17

      Martin

      @Lukas: 600€ und dann keine Besonderheiten liefern? wtf roborock
      dafür bekommt man bei anderen Marken die eierlegende wollmilchsau und hier nicht einmal eine ausfahrbare bürste oder Mopp
      lass ihn 350€, dann kann man ihn ggf. empfehlen
      so auf gar keinen Fall!

      Hast du bessere Alternativen? Der UVP von 589€ lässt einen tatsächlichen Einführungspreis von +-400-480€ vermuten – hätte ich geschätzt.

      Matter – Smarthomefunktionalität – d.h OHNE CLOUD Abhängigkeit ist selten

      Die Heisswasserlösung ist in dem Preisbereich doch auch kein Standard, oder=?

      Nenn doch ein paar bessere Alternativen.

      • Profilbild von Lukas
        0 # 23.04.26 um 10:31

        Lukas

        wenn es unbedingt ein Gerät mit Matter sein muss empfehle ich dir einen Ecovacs X9 Pro mit seiner walze
        wenn es dir nicht so wichtig ist dann den dreame L40s pro ultra, den gab's bis gestern für 509€ und der ist im wahrsten Sinne des Wortes die eierlegende wollmilchsau
        und bei einer UVP von knappen 600€ und der mickrigen Ausstattung sollte eine Heißwassermoppwäsche Standard sein

        • Profilbild von mic62
          0 # 09.05.26 um 20:21

          mic62

          ecovacs würde ich nicht empfehlen wollen. gerade den T50 nach zweieinhalb Wochen Schriftverkehr wegen Klopfgeräuschen zur Reparatur gegeben. Wegen Ersatzteilmangel konnte ich nach weiteren drei Wochen die der Roboter zur Reparatur war durch Amazon den Kauf Rückgängig machen.
          Vor Reparatureinsendung wurde mir von Ecovacs allen Ernstes Vorgeschlagen ich solle ein Ersatzteil das das Problem "vermutlich" behebt selbst bestellen und bezahlen! Der Kauf des Gerätes lag da gerade mal vier Wochen zurück!
          Ecovacs ist für mich gestorben und kommt mir nicht mehr ins Haus

  • Profilbild von Lukas Lang
    0 # 09.05.26 um 20:38

    Lukas Lang

    Ahja gut dann eben ein anderes dreame Modell
    finde den hier in keinster Weise empfehlenswert
    ab 350€ lässt sich darüber reden aber für den Preis ist der nichts, dafür ist er zu Basic
    für 500€ gab's schon den s8maxv oder den qrevo master wenn es ein Roborock sein muss

  • Profilbild von uffff
    0 # 10.05.26 um 00:30

    uffff

    Ohne Kantenreinigung zu dem Preis – zurück in die Zukunft? Neuer!

    • Profilbild von Lukas Lang
      0 # 10.05.26 um 00:41

      Lukas Lang

      Isso
      für das Geld hat man bereits die eierlegende wollmilchsau mova p50 pro ultra bekommen, der gefühlt alles an Bord hatte was man sich gewünscht hat
      ausfahr und anhebbare seitenbürste/mopp, anhebbarer Saugschacht beim wischen, Reinigungsmitteltank, bessere Hinderniserkennung, ablegbare mopps

      wie bereits erwähnt dürfte dieser Roboter niemals mehr als 350-70€ kosten, da ist die Konkurrenz für um die 500€ viel zu groß

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