Roborock Saros Rover: Der erste Saugroboter, der Treppen putzt?
Roborock hat auf der CES 2026 den Saros Rover vorgestellt und will damit ein großes Hindernis in der Saugroboter-Welt endgültig aus dem Weg räumen. Während die Konkurrenz von Anker eufy, Dreame und Mova bereits auf der IFA 2025 Modelle gezeigt hat, die Stufen überwinden können, geht Roborock einen entscheidenden Schritt weiter und integriert die Kletter-Technik direkt in das Gehäuse. Auf dem Papier klingt das nach einer kleinen Revolution für mehrstöckige Haushalte.
Inhalt
Innovative Rad-Bein-Architektur erlaubt Sprünge und Ausgleiche
Beim Design geht Roborock völlig neue Wege und spendiert dem Saros Rover eine sogenannte Zwei-Rad-Bein-Architektur. Diese Konstruktion erlaubt es dem Roboter, die Beine vollkommen unabhängig voneinander anzuheben oder abzusenken. Das sorgt nicht nur für die nötige Hubkraft beim Klettern, sondern ermöglicht dem Roboter auch, während der Fahrt eine waagerechte Position beizubehalten, selbst wenn der Untergrund mal uneben ist.
Gesteuert wird das Ganze durch eine Kombination aus KI-Algorithmen, komplexen Bewegungssensoren und der Verarbeitung von 3D-Rauminformationen. Das System erkennt also genau, wie es die Beine positionieren muss, um Hindernisse zu überwinden. Ein echtes Highlight, wenn auch eher als Gimmick zu verbuchen, ist die Fähigkeit des Roboters, kleine Sprünge auszuführen. Ob man das im Alltag wirklich braucht, sei mal dahingestellt, aber für das Überwinden von komplexen, mehrstufigen Raumschwellen ist die zusätzliche Kraft und Flexibilität sicherlich ein echter Gamechanger.
Reinigung von Treppenstufen als echtes Alleinstellungsmerkmal
Was mich am Saros Rover aber eigentlich am meisten beeindruckt, ist das Versprechen der Treppenreinigung. Bisherige Modelle der Konkurrenz können zwar Treppen steigen, lassen die Stufen selbst beim Klettern aber meistens ungewischt und ungesaugt links liegen. Roborock behauptet nun, dass ihr neuer Vorzeigeroboter jede einzelne Stufe reinigt, während er in den nächsten Stock fährt.
Dabei macht er wohl auch vor schwierigen Szenarien wie Wendeltreppen oder mit Teppich ausgelegten Stufen nicht halt. Sogar abgerundete Kanten sollen für die Sensorik und die Mechanik kein Problem darstellen. Wenn das in der Praxis so funktioniert, wie es die Pressemitteilung verspricht, wäre das nochmal ein extremer Vorteil gegenüber bestehender Prototypen. Ich bin mal gespannt, wie er mit engen Kurven auf Wendeltreppen klarkommt, denn das ist technisch schon ein ordentliches Brett.
Beeindruckende Techdemo ohne harte Fakten
Trotz der ganzen Begeisterung für die Kletter-Features muss man aber auch mal ganz nüchtern auf die Fakten schauen. Bisher wissen wir nämlich eigentlich gar nichts über die klassischen Kerndisziplinen. Es gibt keinerlei Angaben zur Saugkraft oder zur genauen Art der verwendeten Wischfunktion. Auch ein konkreter Starttermin oder ein Preis wurden zur CES noch nicht kommuniziert.
Aktuell wirkt der Saros Rover daher eher wie eine extrem weit fortgeschrittene Techdemo, mit der Roborock zeigen möchte, was technisch machbar ist. Dass es sich laut Hersteller um ein echtes Produkt in der Entwicklung handelt, lässt zwar hoffen, aber ohne Infos zum Akku oder zur Reinigungsleistung bleibt das Gesamtpaket bisher noch etwas blass.
Ein spannender Blick in die Zukunft
Meiner Ansicht nach ist der Roborock Saros Rover bisher am ausgereiftesten, wenn man sich die anderen Modelle anschaut. Die Vorstellung, dass ich den Roboter im Erdgeschoss starte und er sich eigenständig bis unters Dach vorarbeitet und dabei auch noch die Treppenstufen mitnimmt, ist schon ein kleiner Traum für jeden Smart-Home-Fan. Besonders die Zwei-Rad-Bein-Architektur ist ein cleverer Ansatz, der deutlich eleganter wirkt als manche externe Kletterhilfe der Konkurrenz.
Ich bleibe allerdings skeptisch, solange keine handfesten Daten zur Saug- und Wischleistung vorliegen. Es ist halt schön und gut, wenn das Teil springen kann, aber am Ende des Tages ist es immer noch ein Reinigungsgerät. Auch beim Preis müssen wir uns wohl auf eine ordentliche Hausnummer gefasst machen, denn die ganze Mechanik und Sensorik dürfte sicher nicht günstig werden. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob wir im Laufe des Jahres noch konkrete Details zum Funktionsumfang erhalten. Was haltet ihr von dem Konzept? Ist ein treppensteigender Roboter für euch ein absolutes Must-have oder reicht euch ein Modell pro Etage oder manuelles hochtragen bisher völlig aus?
Quelle:
- Roborock Pressemitteilung
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