Samsung Galaxy Z Fold8 im Test – Endlich das Foldable, das sich wie ein normales Smartphone anfühlt?
Die nächste Generation der Samsung Foldables ist da und bekommt Zuwachs. Das neue Galaxy Z Fold8 kommt in einem kompakteren Format mit einem sehr interessanten Seitenverhältnis. Die Idee klingt spannend – und tatsächlich hinterlässt das Galaxy Z Fold8 im Alltag einen überraschend positiven Eindruck. Ganz ohne Kompromisse kommt das neue Konzept allerdings nicht. Vor allem bei Kamera, Akku und Preis muss Samsung einige Kritik einstecken. Unser Test.
- Samsung Galaxy Z Fold8
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Inhalt
Technische Daten des Samsung Galaxy Z Fold8
| Display | Hauptdisplay: 7,6 Zoll QXGA+ Dynamic AMOLED 2X, 1.848 x 2.448 Pixel, 120 Hz adaptive Bildwiederholrate Frontdisplay: 5,5 Zoll WUXGA+ Dynamic AMOLED 2X, 1.972 x 1.248 Pixel, 120 Hz adaptive Bildwiederholrate |
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy |
| Grafikchip | Adreno 840 |
| Kamera | Hauptkamera: 50 MP Weitwinkelobjektiv, f/1.8, OIS, DualPixel AF Ultraweitwinkel: 50 MP, f/1.9, Quad Pixel AF |
| Frontkamera | Außen: 10 MP, f/2.2 Innen: 10 MP, f/2.2 |
| Speicher | 256 GB, 512 GB oder 1 TB |
| Arbeitsspeicher | 12 GB oder 16 GB |
| Akku | 4.800 mAh (Silizium-Kohlenstoff). 45 W kabelgebundenes Laden, 20 W induktives Schnellladen 2.0, Wireless PowerShare |
| Features | IP48 Wasserfestigkeit. Advanced Armor Aluminum Rahmen & Scharnier. Frontdisplay aus Corning Gorilla Glass Ceramic 3, Rückseite aus Victus 2, Fingerabdrucksensor |
| Konnektivität | Nano-SIM und eSIM (Dual eSIM,. 5G, LTE, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 |
| Betriebssystem | Android 17 mit One UI 9 |
| Abmessungen / Gewicht | Geschlossen: 81,9 x 123,9 x 9,7 mm Geöffnet: 123,9 x 161,4 x 4,5 mm Gewicht: ca. 201 g |
| Farben | Graphite, Cream, Lavender, Pistachio (Online-exklusiv) |
Wer schreibt diesen Test?

Hi, ich bin Fred! Alles was mit Uhren und Handys zu tun hat, fällt in mein Revier. Und Gadgets natürlich. Gadgets gehen immer!
Kurzfazit zum Samsung Galaxy Z Fold8
Samsung hat mit dem Galaxy Z Fold8 endlich den Formfaktor gefunden, den sich viele Foldable-Fans seit Jahren wünschen. Das neue Seitenverhältnis macht das Smartphone im Alltag deutlich angenehmer, das Außendisplay lässt sich endlich komfortabel einhändig bedienen und aufgeklappt bietet das große Innendisplay weiterhin jede Menge Platz für Multitasking oder Unterhaltung. Genau dieser Spagat gelingt Samsung hervorragend.
Ganz ohne Kompromisse kommt das Fold8 aber nicht aus. Die Kamera ist für ein Smartphone dieser Preisklasse nur solide und der Verzicht auf eine Telekamera fällt besonders ins Gewicht. Auch beim Akku und der Ladegeschwindigkeit lassen chinesische Konkurrenten Samsung inzwischen hinter sich. Bleibt der Preis: Knapp 2.000€ sind eine echte Ansage.
- Neuer Formfaktor sorgt für hervorragende Einhandbedienung
- Hochwertige Verarbeitung und kaum sichtbare Displayfalte
- Großes Innendisplay mit starkem Multitasking und 7 Jahren Updates
- Keine Telekamera und nur durchschnittliche Hauptkamera
- 45-Watt-Laden und Akkukapazität unter Konkurrenzniveau
- Sehr hoher Einstiegspreis
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Design & Verarbeitung: Das bisher angenehmste Fold von Samsung
Schon beim ersten Auspacken fällt auf, dass Samsung viel Arbeit in das neue Gehäuse investiert hat. Während frühere Fold-Modelle im geschlossenen Zustand oft lang und schmal wirkten, erinnert das Galaxy Z Fold8 deutlich stärker an ein klassisches Smartphone. Genau dieser neue Formfaktor macht im Alltag einen riesigen Unterschied.
Mit seinen geschlossenen Abmessungen von 81,9 × 123,9 × 9,7 Millimetern verschwindet das Fold8 problemlos in der Hosentasche und lässt sich wesentlich komfortabler einhändig bedienen als das Galaxy Z Fold7. Besonders beim schnellen Schreiben einer Nachricht oder beim Scrollen durch soziale Netzwerke merkt man schnell, wie angenehm das neue Seitenverhältnis geworden ist.

Samsung setzt weiterhin auf einen matten Aluminiumrahmen sowie eine matte Glasrückseite. Beide Materialien fühlen sich ausgesprochen hochwertig an und haben gleichzeitig einen praktischen Vorteil: Fingerabdrücke sind deutlich weniger sichtbar als auf glänzenden Oberflächen. Unser Testgerät in der Farbe Lavender wirkt dabei überraschend elegant. Je nach Lichteinfall verändert sich der Farbton leicht und erinnert teilweise eher an ein helles Beige oder Weiß als an ein klassisches Lavendel. Mit rund 201 Gramm gehört das Fold8 außerdem zu den leichteren Foldables auf dem Markt. Trotz der hochwertigen Materialien wirkt das Gerät nie unnötig schwer und lässt sich problemlos über längere Zeit nutzen.
Sehr hochwertig – aber auch etwas filigran
Beim Öffnen fällt sofort das angenehm straffe Scharnier auf. Es hält beide Displayhälften sicher in Position und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Gleichzeitig lässt sich das Smartphone ohne großen Kraftaufwand öffnen und schließen. Wie langlebig das Scharnier nach mehreren Monaten Nutzung bleibt, lässt sich in einem Testzeitraum natürlich nur schwer beurteilen. Erfahrungsgemäß werden Fold-Scharniere mit der Zeit etwas leichtgängiger.

Auch wenn Samsung bei der Verarbeitung insgesamt nahezu auf Flaggschiff-Niveau arbeitet, hinterlässt das Fold8 teilweise einen etwas filigranen Eindruck. Gerade im aufgeklappten Zustand ist das Gerät beeindruckend dünn. Das sieht zwar modern aus, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass man das Smartphone automatisch etwas vorsichtiger behandelt als ein klassisches Smartphone. Ein kleiner Kritikpunkt betrifft außerdem die Gestaltung des Rahmens. Samsung setzt weiterhin auf recht kantige Ecken und scharf ausgeprägte Kanten. Das wirkt zwar modern und passt zur Designsprache des Herstellers, etwas mehr Abrundung hätte dem Bedienkomfort aber gutgetan.
Die Displayfalte spielt im Alltag kaum noch eine Rolle
Eine der größten Überraschungen des Galaxy Z Fold8 ist die inzwischen kaum noch wahrnehmbare Knickfalte. Während frühere Fold-Generationen sowohl sichtbar als auch deutlich spürbar waren, muss man beim Fold8 teilweise bewusst danach suchen. Beim normalen Scrollen oder Wischen über das Display fällt sie praktisch überhaupt nicht auf. Erst wenn Licht ungünstig auf das Display fällt oder starke Spiegelungen auftreten, lässt sich die Falte noch erkennen.

Ganz verschwunden ist allerdings die grundsätzliche Problematik faltbarer Displays nicht. Wie bei allen Foldables bleibt die Knickstelle auch weiterhin der empfindlichste Bereich des Geräts. Langfristig können sich hier Verschleißerscheinungen zeigen. Solche Fälle haben wir bereits bei älteren Samsung-Foldables erlebt, weshalb sich die tatsächliche Haltbarkeit erst nach mehreren Jahren Nutzung bewerten lässt.
Display: Genau dieses Seitenverhältnis hat Samsung gefehlt
Das wohl wichtigste Argument für das Galaxy Z Fold8 ist das komplett neue Displaykonzept. Geschlossen setzt Samsung auf ein 5,5 Zoll großes Dynamic AMOLED 2X-Display mit adaptiven 120 Hz und einem 16:10-Seitenverhältnis. Genau diese Änderung macht den größten Unterschied im Alltag. Während frühere Fold-Modelle aufgrund ihrer sehr schmalen Displays oft etwas gewöhnungsbedürftig waren, fühlt sich das Fold8 fast wie ein normales Smartphone an. Texte lassen sich angenehmer tippen, Webseiten müssen seltener gezoomt werden und auch Messenger profitieren vom breiteren Display. Nach kurzer Zeit möchte man kaum noch zum alten Format zurückkehren.

Im Freien zeigt sich das Außendisplay ebenfalls von seiner guten Seite. Die maximale Helligkeit reicht selbst bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos aus. Erst wenn das Smartphone exakt gegen die Sonne gehalten wird, treten stärkere Spiegelungen auf. Im normalen Alltag stellt das jedoch kaum ein Problem dar.
Innen zeigt Samsung seine ganze Stärke
Geöffnet wartet ein 7,6 Zoll großes Dynamic AMOLED 2X-Display mit adaptiven 120 Hz auf den Nutzer. Hier spielt das Fold8 seine größten Stärken aus. Webseiten, Dokumente oder E-Books profitieren enorm von der zusätzlichen Fläche. Besonders angenehm ist allerdings das neue Seitenverhältnis. Videos nutzen den verfügbaren Platz deutlich besser aus als bei vielen länglicheren Foldables. Die schwarzen Balken fallen kleiner aus und Inhalte wirken insgesamt harmonischer.

Auch beim Multitasking macht sich die neue Displayform bemerkbar. Mehrere Apps lassen sich problemlos nebeneinander öffnen, ohne dass einzelne Fenster zu schmal werden. Gerade produktive Nutzer profitieren davon spürbar. Insgesamt gehört das neue Displaykonzept für uns zu den größten Verbesserungen des Galaxy Z Fold8. Samsung hat damit genau das Problem gelöst, das viele Nutzer an früheren Fold-Generationen störte. Statt eines sehr schmalen Smartphones erhält man nun ein Gerät, das geschlossen nahezu wie ein klassisches Smartphone funktioniert und aufgeklappt trotzdem alle Vorteile eines großen Foldables bietet.
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Volle Qualcomm-Power & endlich Silizium-Kohlenstoff im Akku
Unter der Haube setzt Samsung auf den Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Dabei handelt es sich um die leicht höher getaktete Samsung-Version des aktuellen High-End-Chips von Qualcomm. Unterstützt wird der Prozessor von wahlweise 12 GB oder 16 GB Arbeitsspeicher sowie bis zu 1 TB internem Speicher. Damit ist die Hardware auf dem Papier über jeden Zweifel erhaben. Im Alltag bestätigt sich dieser Eindruck zunächst auch. Apps starten schnell, Animationen laufen flüssig und selbst mehrere parallel geöffnete Anwendungen bringen das Fold8 nicht aus der Ruhe.

Auch wenn das Galaxy Z Fold8 zu den leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt gehört, sorgen unsere Benchmarks für eine kleine Überraschung. Die Werte bewegen sich zwar klar auf Flaggschiff-Niveau, bleiben jedoch hinter einigen direkten Konkurrenten zurück. Besonders der Vergleich mit dem Samsung Galaxy S26 Ultra fällt auf. Während beide Smartphones auf denselben Prozessor setzen, erreicht das S26 Ultra im Geekbench-Multi-Core-Test über 11.200 Punkte und liegt damit spürbar vor dem Fold8.

Der Grund dürfte weniger am Prozessor selbst liegen als vielmehr an der Bauweise. Foldables bieten aufgrund ihres dünnen Gehäuses deutlich weniger Platz für ein aufwendiges Kühlsystem. Samsung scheint den Snapdragon 8 Elite Gen 5 daher etwas konservativer zu betreiben, um Temperaturen und Energieverbrauch besser kontrollieren zu können. Im Alltag ist dieser Unterschied allerdings kaum zu spüren.
Temperaturentwicklung: Hier kommt das Fold8 an seine Grenzen
Ganz ohne Wärmeentwicklung kommt das Galaxy Z Fold8 jedoch nicht aus. Im 3DMark Wild Life Extreme Stress Test erreichten wir Temperaturen von bis zu 43 Grad an der Gehäuserückseite. Das Smartphone wird dabei deutlich warm, ohne jedoch unangenehm heiß zu werden. Spätestens nach längeren Gaming-Sessions oder anderen dauerhaft rechenintensiven Aufgaben merkt man allerdings, dass Samsung das Temperaturmanagement recht vorsichtig abgestimmt hat.

Genau das dürfte auch erklären, warum die Benchmark-Ergebnisse etwas niedriger ausfallen als bei klassischen Flaggschiff-Smartphones mit demselben Prozessor.
Akku: Endlich Silizium-Kohlenstoff – aber noch viel Luft nach oben
Eine der größten Neuerungen des Galaxy Z Fold8 steckt im Inneren und fällt auf den ersten Blick gar nicht auf. Samsung setzt erstmals bei einem Foldable auf einen Silizium-Kohlenstoff-Akku. Diese Technologie erlaubt grundsätzlich höhere Energiedichten als klassische Lithium-Ionen-Akkus und wird von chinesischen Herstellern bereits seit einiger Zeit genutzt. Entsprechend groß waren die Erwartungen. Ganz erfüllen kann Samsung diese allerdings noch nicht.
Mit 4.800 mAh wächst der Akku gegenüber dem Vorgänger zwar um 400 mAh, angesichts der Möglichkeiten der neuen Technologie wirkt das aber weiterhin recht konservativ. Ein Blick zur Konkurrenz zeigt, was inzwischen machbar ist. Das Honor Magic V6 bringt beispielsweise einen Akku mit deutlich über 6.000 mAh unter, ohne dabei wesentlich dicker zu werden.

Trotz der vergleichsweise überschaubaren Akkukapazität schlägt sich das Galaxy Z Fold8 überraschend gut. Im PCMark-Akkutest erreichten wir eine Laufzeit von 16 Stunden und 9 Minuten. Damit übertrifft das Fold8 sogar das Galaxy S26 Ultra, das in unserem Test auf 15 Stunden und 21 Minuten kam. Im Alltag bedeutet das: Für die meisten Nutzer reicht der Akku problemlos über einen Tag. Wer überwiegend das Außendisplay nutzt, dürfte abends sogar noch genügend Reserven übrig haben. Das Innendisplay zieht aber mehr Strom.
Geladen wird mit bis zu 45 Watt per Kabel, kabellos sind maximal 20 Watt möglich. Im Alltag reicht das zwar aus, angesichts einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.999€ darf man aber mehr erwarten. Hersteller wie Honor, Xiaomi oder OPPO bieten inzwischen deutlich höhere Ladeleistungen und verkürzen die Ladezeit teilweise erheblich.
Kamera: Gute Bilder reichen in dieser Preisklasse einfach nicht mehr
Samsung geht beim Galaxy Z Fold8 einen ungewöhnlichen Weg. Während das Galaxy Z Fold8 Ultra das volle Kamera-Setup der S-Ultra-Serie erhält, muss sich das reguläre Fold8 mit einer deutlich abgespeckten Ausstattung zufriedengeben. Zum Einsatz kommen eine 50-Megapixel-Hauptkamera sowie eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Auf ein Teleobjektiv verzichtet Samsung dagegen komplett. Gerade bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.999€ ist das nur schwer nachvollziehbar.
Die Hauptkamera stammt aus dem Galaxy S26 und liefert entsprechend eine ordentliche Bildqualität. Farben wirken angenehm natürlich, die Schärfe ist hoch und auch der Autofokus arbeitet zuverlässig. Aber: Das reicht heutzutage eigentlich nicht mehr. Vor allem der Dynamikumfang könnte höher sein. Helle Bildbereiche neigen gelegentlich dazu, auszubrennen. Moderne 1-Zoll-Sensoren oder Samsungs eigener 200-Megapixel-Sensor aus dem Galaxy S26 Ultra liefern hier sichtbar bessere Ergebnisse.
Die größte Schwäche des Galaxy Z Fold8 ist jedoch eindeutig der Verzicht auf eine Telekamera. Samsung versucht den fehlenden optischen Zoom über digitales Zuschneiden zu kompensieren. Bis etwa zum zweifachen Zoom funktioniert das noch überraschend ordentlich. Darüber hinaus nimmt die Bildqualität jedoch spürbar ab. Besonders ab vierfacher Vergrößerung gehen viele Details verloren und Bilder wirken zunehmend weich.
Gerade weil viele Foldables gerne auch als Premium-Kamera-Smartphone genutzt werden, fällt dieser Verzicht schwer ins Gewicht. Wer häufig Tiere, Architektur oder entfernte Motive fotografiert, wird die fehlende Telekamera schnell vermissen. Dass Samsung ausgerechnet bei einem 2.000-Euro-Smartphone an dieser Stelle spart, ist für uns einer der größten Kritikpunkte des gesamten Geräts.
Bei Videos zeigt Samsung dagegen seine gewohnte Stärke. Die Bildstabilisierung arbeitet zuverlässig und sorgt auch beim Gehen für angenehm ruhige Aufnahmen. Farben wirken natürlich und die Videoqualität bewegt sich insgesamt auf einem hohen Niveau.
Auch die beiden 10-Megapixel-Frontkameras erledigen ihren Job ordentlich. Je nach Lichtsituation entstehen gute Selfies, bei starkem Gegenlicht neigt die Kamera allerdings dazu, helle Bildbereiche etwas zu überbelichten. Für Videotelefonie oder Social Media reicht die Qualität dennoch vollkommen aus.
Software: OneUI 9 bietet Neuerungen
Ausgeliefert wird das Smartphone mit Android 17 und One UI 9. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, läuft flüssig und bietet unzählige Anpassungsmöglichkeiten. Besonders erfreulich ist die lange Update-Garantie. Samsung verspricht sieben Jahre Android- und Sicherheitsupdates.

One UI 9 bringt zusätzlich kleinere Verbesserungen mit, die den Alltag angenehmer machen. Die Schnelleinstellungen wurden übersichtlicher gestaltet und wirken moderner als noch in der Vorgängerversion. Praktisch ist außerdem der neue systemweite PDF-Reader, der das Öffnen und Bearbeiten entsprechender Dokumente deutlich komfortabler macht. Im Samsung Browser lassen sich einzelne Tabs nun als eigenes Fenster öffnen – ein kleines Detail, das gerade auf dem großen Innendisplay viel Spaß macht.
Ein weiteres neues Datenschutz-Feature informiert darüber, sobald eine App auf den Standort zugreift. Über ein Symbol in der Statusleiste lässt sich direkt nachvollziehen, welche Anwendung gerade Standortdaten verwendet. Mit an Bord ist ebenfalls wieder die bekannte Galaxy AI, die vor allem in der Fotobearbeitung viele Features bietet, aber keine nennenswerten Neuerungen spendiert bekommen hat.
Fazit: Samsung findet endlich den richtigen Formfaktor – spart aber an den falschen Stellen
Mit dem Galaxy Z Fold8 beweist Samsung, dass Foldables noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen sind. Statt Jahr für Jahr nur kleinere Verbesserungen vorzunehmen, hat der Hersteller das Konzept grundlegend überarbeitet. Das Ergebnis ist für uns das bisher angenehmste Fold der Samsung-Geschichte.
Der neue Formfaktor macht im Alltag einen enormen Unterschied. Geschlossen fühlt sich das Fold8 endlich wie ein normales Smartphone an. Das breitere Außendisplay lässt sich problemlos einhändig bedienen, das Tippen geht deutlich leichter von der Hand und auch in der Hosentasche wirkt das Gerät wesentlich angenehmer als seine Vorgänger. Klappt man das Smartphone auf, steht weiterhin ein großes Display für Multitasking, E-Books oder Videos zur Verfügung.
Auch bei Verarbeitung und Display liefert Samsung gewohnt starke Arbeit ab. Das Gehäuse fühlt sich hochwertig an, die matte Glasrückseite ist angenehm unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und die mittlerweile kaum noch sichtbare oder spürbare Knickfalte zeigt, wie weit sich Foldables in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Dazu kommen eine hervorragende Software mit sieben Jahren Update-Versorgung.
Ganz ohne Kritik kommt das Galaxy Z Fold8 allerdings nicht davon.
Allen voran ist da die Kamera. Sie liefert zwar ordentliche Ergebnisse, wird dem Preis des Smartphones aber nicht gerecht. Samsung verzichtet vollständig auf eine Telekamera und setzt weiterhin auf einen Hauptsensor, der zwar solide arbeitet, im Vergleich zur Konkurrenz aber nicht mehr zur absoluten Spitzenklasse gehört. Wer knapp 2.000€ für ein Smartphone ausgibt, darf hier mehr erwarten.
Ähnlich sieht es beim Akku aus. Die Umstellung auf einen Silizium-Kohlenstoff-Akku ist ein Schritt in die richtige Richtung und sorgt für eine gute Akkulaufzeit. Im Vergleich zu chinesischen Herstellern bleibt Samsung bei der Kapazität allerdings weiterhin vorsichtig. Auch die Ladegeschwindigkeit von 45 Watt wirkt 2026 nicht mehr besonders zeitgemäß.
Bleibt die Frage nach dem Preis. Mit einer UVP von 1.999 Euro gehört das Galaxy Z Fold8 zu den teuersten Smartphones auf dem Markt. Erfahrungsgemäß wird Samsung den Preis in den kommenden Monaten jedoch deutlich senken. Wer etwas Geduld mitbringt, dürfte deshalb wesentlich attraktiver einsteigen können.
Unterm Strich ist das Galaxy Z Fold8 für uns dennoch das bisher beste reguläre Fold von Samsung. Nicht, weil es die beste Kamera oder den größten Akku besitzt, sondern weil Samsung endlich den Formfaktor gefunden hat, den sich viele Nutzer seit Jahren gewünscht haben. Das Smartphone fühlt sich im Alltag deutlich natürlicher an als seine Vorgänger und verbindet die Vorteile eines klassischen Smartphones mit denen eines Foldables besser als je zuvor. Das Galaxy Z Fold8 ist nicht das technisch beste Foldable des Jahres – aber vielleicht das angenehmste. Und genau das könnte am Ende sein größter Erfolg sein.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Samsung Galaxy Z Fold8
💶 Was kostet das Samsung Galaxy Z Fold8?
Das Samsung Galaxy Z Fold8 ist ab 2026 erhältlich. Die Preise starten bei 1.999 Euro für die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Die Version mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher kostet 2.199 Euro, während die Top-Version mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher mit 2.599 Euro zu Buche schlägt. Erfahrungsgemäß dürfte Samsung den Preis im Laufe der Zeit durch Aktionen und Angebote deutlich reduzieren.
📱 Was ist die größte Neuerung beim Samsung Galaxy Z Fold8?
Die größte Veränderung ist der neue Formfaktor. Samsung verabschiedet sich vom bisherigen schmalen Fold-Design und setzt beim Galaxy Z Fold8 auf ein kompakteres 16:10-Außendisplay. Dadurch lässt sich das Smartphone geschlossen deutlich besser einhändig bedienen und fühlt sich im Alltag stärker wie ein normales Smartphone an. Aufgeklappt bleibt das große 7,6-Zoll-Display für Multitasking und Medien erhalten.
✨ Ist die Displayfalte beim Galaxy Z Fold8 noch sichtbar?
Die Knickfalte fällt beim Galaxy Z Fold8 im Alltag kaum noch auf. Beim Wischen ist sie praktisch nicht mehr spürbar und sichtbar wird sie meist nur bei bestimmten Lichtverhältnissen oder Spiegelungen. Komplett verschwunden ist sie allerdings nicht, da die faltbare Displaytechnik weiterhin eine empfindliche Stelle rund um die Knickstelle bleibt.
🔋 Wie gut ist die Akkulaufzeit und wie schnell lädt das Galaxy Z Fold8?
Der 4.800-mAh-Akku liefert im Alltag eine solide Laufzeit und bringt die meisten Nutzer problemlos durch den Tag. Im PCMark-Akkutest erreichte das Galaxy Z Fold8 16 Stunden und 9 Minuten und lag damit sogar leicht vor dem Galaxy S26 Ultra. Geladen wird allerdings weiterhin nur mit maximal 45 Watt per Kabel und 20 Watt kabellos – hier bieten viele Konkurrenten deutlich höhere Geschwindigkeiten.
📸 Wie gut ist die Kamera des Samsung Galaxy Z Fold8?
Die Kameraausstattung ist einer der größten Kritikpunkte. Die 50-MP-Hauptkamera liefert gute Fotos für den Alltag, gehört in dieser Preisklasse aber nicht mehr zur absoluten Spitzenklasse. Besonders der fehlende Telezoom fällt auf, da Samsung komplett auf eine dedizierte Telekamera verzichtet. Der digitale Zoom kann diese Lücke nur teilweise schließen.
🛡️ Wie lange bekommt das Samsung Galaxy Z Fold8 Updates?
Samsung verspricht für das Galaxy Z Fold8 sieben Jahre Android- und Sicherheitsupdates. Damit gehört das Foldable langfristig zu den am besten unterstützten Android-Smartphones auf dem Markt.
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