Das gab’s noch nie: Powerbank zum Teilen – „Sharepower“ mit 10.000 mAh
Dass Powerbanks mehrere Geräte gleichzeitig laden können, ist nicht neu. Was aber, wenn diese Geräte dabei nicht mehr beieinander liegen müssen, sondern unabhängig voneinander und sogar an verschiedenen Orten geladen werden können? Dieses Konzept verfolgt die Sharepower-Powerbank, die sich in zwei Teile teilen lässt und jetzt in den USA auf den Markt kommt.
Zwei Powerbanks in einer
Die Powerbank des Herstellers Nimble könnte auf den ersten Blick für einen vollkommen gewöhnlichen, portablen Zusatzakku gehalten werden. Es gibt vier LEDs und ein Display, die den Akkustand anzeigen; ein integriertes USB-C-Kabel, mit dem derzeit viele Hersteller ihre Powerbanks ausstatten; und zwei zusätzliche USB-C-Ausgänge an der Unterseite. Auch Form und Größe erinnern an vergleichbare Modelle.
Die Besonderheit versteckt sich hinter dem Spalt, der entlang der Mitte des Geräts verläuft. Hier kann man die Sharepower nämlich einfach auseinander ziehen und hält dann zwei separate Powerbanks in den Händen. Die beiden Hälften haften magnetisch aneinander und sind entsprechend leicht auch wieder zusammengefügt. Der Gedanke dahinter: Die eine Hälfte kann man nun mit einem Freund teilen und zwei Personen ihr Handy gleichzeitig laden.
Beide Hälften haben dann jeweils einen der beiden USB-C-Ausgänge. Die erste Hälfte behält das USB-C-Kabel, das dann in das zu ladende Smartphone gesteckt wird. Der Zweite Teil hat in der Mitte einen ausklappbaren USB-C-Stecker und kann damit unten an ein Smartphone gesteckt werden.
Moderate Leistung, die sich aufteilen lässt
Die Akkukapazität wird für beide Hälften mit jeweils 5000 mAh angegeben. Insgesamt 10.000 mAh sind ein gewöhnlicher Wert. Die Ladeleistung beträgt maximal 20 Watt, was wiederum eher wenig ist, gemessen an heutigen Möglichkeiten. Lädt man mehrere Geräte gleichzeitig, hängt die Leistung auch davon ab, ob man beide Hälften zusammen oder getrennt benutzt. Kombiniert man beide Hälften und lädt dann bis zu drei Geräte gleichzeitig, sollen insgesamt bis zu 35 Watt Leistung abgegeben werden können.

In jedem Fall saugt das Laden mehrerer Smartphones den Akku recht schnell leer. 10.000 mAh reichen nicht, um zwei Handys voll aufzuladen.
Immerhin, ein zusätzliches Ladekabel braucht es nicht zwingend. Da beide Hälften der Powerbank einen eigenen Stecker haben, würde man nur ab einem dritten Gerät, das man laden möchte, ein Kabel benötigen.
Einschätzung – Gut gemeint, aber zu teuer
Machen wir’s kurz, die Sharepower ist vermutlich zu teuer für das, was sie leistet. Eine 10.000-mAh-Powerbank mit 20-Watt-USB-C-Port und integriertem Kabel ist vielleicht 20 Euro wert. Für dieses Geld bekommt man jedenfalls entsprechende Geräte auf Amazon. Nehmen wir dann noch das zugegeben ganz coole Feature hinzu, dass man die Powerbank teilen kann, dann rechtfertig das vielleicht 10 bis 20 Euro extra, wenn man denn Wert auf so eine Funktion legt.

Für 80 Dollar, also etwa 70 Euro, die die Nimble Sharepower in den USA kostet, sehen wir den Mehrwert ehrlich gesagt nicht. Denn – und auch das ist eine Möglichkeit, die jedem offen steht – man könnte auch einfach zwei Powerbanks mitnehmen. Die lassen sich zwar nicht zusammenstecken, sind aber womöglich trotz niedrigerem Preis leistungsstärker. Vielleicht tauchen ja in Zukunft mehr solcher Powerbanks auf.
Der Gedanke ist nett – den so wertvollen Smartphone-Akku mit einem Freund teilen, ist eine große Geste. Die Umsetzung sieht gelungen aus, scheitert aber an einem viel zu hohen Preis. Das muss uns gar nicht stören, denn aktuell kann man die Sharepower ohnehin nur in den USA bestellen. Den Kopf darüber zerbrechen können wir uns dann, sollte sie irgendwann auch mal hierzulande erhältlich sein. Oder wünscht ihr euch eine solche Powerbank für euch und eure Liebsten doch jetzt schon?
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