Hands-On

Shark ChillPill: Warum uns die 140€-Kühlpille (UVP) völlig kalt lässt

Shark ChillPill

Die Temperaturen steigen wieder und spätestens zum Wochenende hin wünschen wir uns alle doch eine Abkühlung für unterwegs. Das verspricht uns auch die neue Shark ChillPill, mit Ventilator, Nebulizer und Kühlpad. Aber sind wir auch bereit dafür 140€ UVP zu bezahlen?

Chill mal mit der ChillPill

Ich glaube das wirklich beste an diesem Gadget ist tatsächlich der Name. Äußerst passend bei hohen Temperaturen und noch hitzigeren Temperaturen. So eine richtige Pille zu schlucken ist neben dem Preis aber auch das Design.

Wer jetzt denkt, man könnte die ChillPill angenehm in der Hand halten und vielleicht anders zusammenstecken, als sie im Original zu sehen ist, der hat leider falsch gedacht. Die zwei Klopapierollenähnlichen Korpusse sind in der Mitte mit einem Drehkopf verbunden. Heißt man kann die Teile im 90°-Winkel zueinander drehen, aber auch nur begrenzt. Wer zu fest oder aus Versehen in die falsche Richtung dreht, sollte aufpassen.

Shark ChillPill Lieferumfang
Das einzige was hier „hackt“ ist der Preis.

Das Prinzip soll dabei sein, dass man drei verschiedene Aufsätze im Lieferumfang hat, mit denen man sich abkühlen kann. Leider gibt es keine Tragetasche oder ähnliches, man muss also immer die zwei anderen Köpfe lose dabei haben, wenn man wirklich alles nutzen will.

Shark ChillPill Bauchtasche

Und da der Punkt mich wirklich genervt hat: Es gibt auch keine gute Möglichkeit die ChillPill angenehm zu tragen. Eine Handgelenkschlaufe kann man für 8€! bei Shark nachkaufen. Eine separate Halterung für den Kinderwagen kostet schlappe 25€, ein Clip knapp 18€, ein einfacher Tragegurt 13€. Mittlerweile gibt es aber wohl Angebote, wo es ein Paket mit Reise-Etui oder gratis Handschlaufen gibt.

Einfach mal cool bleiben

Und das ergibt echt wenig Sinn für mich, ein tragbarer Handventilator sollte doch…tragbar sein. Etwas, was durch die Bauweise gut funktioniert, ist den Ventilator vor sich aufzustellen und sich direkt ins Gesicht pusten zu lassen. Das funktioniert mit dem Ventilatorkopf und Nebulizer. Ersteres muss man glaube ich nicht großartig erklären, beim Nebulizer gibt es im Inneren ein kleines Wattestäbchen (drei weitere sind zum Austauschen im Lieferumfang enthalten) und Platz für einen Schluck Wasser. Dieser wird dann nach dem Einschalten vernebelt und befeuchtet so eurer Gesicht. Heißt aber auch Ventilator und Nebulizer kann man offensichtlich nicht zeitgleich benutzen.

Shark ChillPill drei Attachements

Als dritter Aufsatz ist das Kühlpad dabei, oder wie es hier genannt wird „InstaChill-Kühlplatte„, die die Hauttemperatur um bis zu 9° C runterkühlen soll. Diese kleine Metallscheibe wird mittels der rückseitig eingezogenen Luft auch wirklich deutlich kälter und ist eine der wenigen wirklich genutzten Funktionen der ChillPill bei mir. Gerade als jemand der durchaus häufig mit Kopfschmerzen und gelegentlich mit Migräne zu kämpfen hat, ist diese Kühlfunktion auf der Stirn oder im Nacken sehr angenehm. Könnte aber zumindest Zuhause auch mit einem Eiswürfel erreicht werden.

Weitere positive Aspekte sind schon die Verarbeitungsqualität, alles fühlt sich wertig und qualitativ an, was ich für den Preis auch definitiv erwarte. Dazu die Leistung des Ventilators, die sich über den Drehregler einstellen lässt und wirklich für eine kraftvolle Brise in 10 Stufen sorgt (7,5 m/s). Dafür muss man eben mit dem relativ hochklingendem Luftsog, ähnlich zu einem Mini-Haartrockner leben. Auch bei den jeweilig anderen Köpfen, wo die eingezogene Luft zum Abkühlen verwendet wird.

Shark ChillPill Ventilator Maike

Zudem hält der Akku wirklich lange, er war bisher noch keinmal komplett leer, nutzen die ChillPill aber auch nur gelegentlich aufgrund der genannten Gründe zu Beginn. Auf niedrigster Stufe soll er bis zu 11 Stunden halten, auf höchster knapp 1,5 Stunden. Geladen wird dann per USB-C auf der Unterseite.

Dieses Gadget lässt mich kalt

Jedem, der bis hier gelesen hat, sollte wohl mittlerweile klar sein, dass ich kein großer Fan der Shark ChillPill bin. Und das liegt nicht nur an dem in meinen Augen völlig übertriebenen Einstiegspreis für einen Handventilator und das fragwürde Design, sondern dass man dann etwas, was die Handhabung deutlich vereinfachen würde, wie den Tragegurt, nicht einfach mitliefert. Stattdessen bekommt man diesen großzügig „gratis“ dazu im Angebot oder muss ihn teuer selbst kaufen. Außerdem komme ich mir höchst seltsam damit vor in der Öffentlichkeit zu hantieren.

Ich glaube es gibt genug andere und vor allem günstigere Ventilatoren für den Sommer. Was sagt ihr, sehe ich das völlig falsch und verstehe den berechtigten Hype um die ChillPill nicht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

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Maike

Mein Herz schlägt für alle Arten von DIYs, smarte und technische Spielereien. Der Spaßfaktor darf dabei natürlich nicht fehlen.

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