Sonoff TRV Gen2: Bestseller Zigbee-Thermostat schrumpft & kommt mit IPS-Display
Der Sommer ist vorbei, draußen wird es langsam etwas ungemütlicher. Und so rückt die smarte Heizungssteuerung im Smart Home wieder in den Fokus. Ganz vorne mit dabei bei preisbewussten Bastlern: Das extrem beliebte Sonoff TRV-ZBT Zigbee-Thermostat. Mit leisen Motoren, zuverlässiger Z2M-Unterstützung und günstigen Preisen galt und gilt es als absoluter Bestseller. Nun hat Sonoff den Nachfolger präsentiert. Das Sonoff TRV Gen2 schrumpft deutlich in der Größe, tauscht das dezente Display gegen einen bunten IPS-Screen und rüstet bei der Software auf. Aber was hat sich konkret sonst noch geändert und rechtfertigt das Upgrade den deutlich höheren Einstiegspreis?
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(Hinweis: Ein Zigbee 3.0 Hub oder ein kompatibler Coordinator für Home Assistant ist zwingend erforderlich!)
Inhalt
Technisches: Sonoff TRV Gen2 im Vergleich zum Vorgänger
| Feature | Sonoff TRV Gen2 | Sonoff TRVZB (1. Generation) |
|---|---|---|
| Modellbezeichnung | TRV-ZBT (Thermo Series) | TRVZB |
| Funkstandard | Zigbee 3.0 & Bluetooth (für Einrichtung) | Zigbee 3.0 (ohne Bluetooth) |
| Display & Steuerung | Buntes IPS-Display (per Software drehbar), Drehring | Dezentes, unauffälliges Display, Drehknopf |
| Stromversorgung | 2× 1,5V AA-Batterien | 3× 1,5V AA-Batterien |
| Temperaturbereich | 5 °C bis 30 °C | 5 °C bis 30 °C |
| Anschlussgewinde | M30 x 1,5 mm (inklusive Adapter-Set) | M30 x 1,5 mm (mit massivem Metall-Schraubverschluss & Adapter-Set) |
| Besonderheiten | 3 Speicherprofile, Fenster-offen-Erkennung, Ventil-Notfallzustand bei schwachem Akku | 1 Speicherprofil, Fenster-offen-Erkennung, Frost- und Kinderschutz |
| Abmessungen & Gewicht | 50 mm Durchmesser, 83 mm Länge | 169 g | 59,4 × 59,4 × 95 mm | 154 g |
Kompakter und bunter: Das neue Gehäuse
Die auffälligste Änderung springt direkt beim ersten Blick auf das Gehäuse ins Auge. Das Sonoff TRV Gen2 ist im Vergleich zum etwas bauchigeren Vorgänger um satte 38 Prozent geschrumpft. Mit einem Durchmesser von nur 50 mm und 83 mm Länge eignet sich das neue Thermostat für enge Heizkörper-Nischen, in denen das alte Modell schlichtweg angestoßen wäre.
Mit dem kompakteren Design verabschiedet sich Sonoff allerdings auch von der sehr dezenten, unsichtbaren LED-Anzeige des Vorgängers. Die Gen2 thront nun mit einem mittig platzierten, leuchtenden IPS-Farbdisplay auf dem Thermostat, das über einen integrierten Drehknopf an der Stirnseite gesteuert wird. Das Display lässt sich in der Software digital um jeweils 90 Grad drehen, sodass die Zahlen unabhängig von der Montage-Richtung immer korrekt ablesbar bleiben.
Ein IPS-Farbdisplay bedeutet einen potenziell höheren Energieverbrauch. Sonoff gibt hier zwar wie beim Vorgänger eine Laufzeit von 6 Monaten an, dieser Wert sollte aber bei nunmehr 2 statt vormals 3 AA-Batterien mit einer gesunden Portion Skepsis betrachtet werden.
Ganz ehrlich: Wir gehören nicht zu den Leuten, die im Smart Home noch händisch die Temperaturwerte am Heizkörper selbst ablesen. Uns gefiel das „unsichtbare“ Design der ersten Generation optisch deutlich besser. Wer jedoch sehr beengte Platzverhältnisse an den Rohren hat, ist mit dem neuen Formfaktor sicher besser bedient.
Oder liegen wir hier komplett falsch? Wie seht ihr das? Gefällt euch das kompakte Design mit dem IPS-Farbdisplay besser, oder bevorzugt ihr wie wir das unscheinbare Gehäuse der ersten Generation? Schreibt es uns in die Kommentare!

Externe Sensoren & Fenster-Erkennung: Die Software-Upgrades
Bei der Software-Ausstattung legt Sonoff ein wenig in der hauseigenen App eWeLink nach. Das Thermostat unterstützt nun bis zu drei komplett voneinander unabhängige Zeitpläne (z. B. für Schichtarbeit, Wochenende und Urlaub), anstatt wie bisher nur einen einzigen. Zudem hilft Bluetooth (BLE) nun bei einer flüssigeren Ersteinrichtung des Geräts in der App.
Gut finden wir auch die Möglichkeiten zur Temperaturregelung. Wie bei fast jedem Heizkörperthermostat führt die Nähe zum heißen Wasserrohr zu einer Verfälschung der Temperatur-Messung (Abstrahleffekt). Das Gen2-Modell erlaubt nicht nur einen manuellen Temperatur-Offset in der App, sondern unterstützt von Haus aus die direkte Koppelung mit externen Sonoff-Thermo-Hygro-Sensoren. So lässt sich die „wahre“ Temperatur und Luftfeuchtigkeit exakt dort messen, wo sie wirklich relevant ist.
Eine weitere Neuerung ist die zweigleisige „Fenster-offen-Erkennung“. Das Thermostat erkennt Temperaturabfälle beim Stoßlüften von allein und riegelt das Ventil ab – das ist praktisch, wenn man keine zusätzlichen Sensoren kaufen möchte. Deutlich präziser ist jedoch die Möglichkeit, das Heizungsthermostat über die Software direkt mit einem smarten Fensterkontakt zu verknüpfen. Ein neues Sicherheitsfeature ist zudem die neue Funktion „Set Valve State at Low Battery“: Geht den Batterien der Saft aus, könnt ihr vorab definieren, ob das Ventil zum Frostschutz leicht geöffnet oder komplett geschlossen bleiben soll.
Einschätzung: Dezentes Upgrade, aber (noch) zu teuer…abwarten!
Sonoff liefert mit dem Sonoff TRV Gen2 ein durchdachtes Update ab. Der leise Motor (ein absoluter Pluspunkt der ersten Generation) trifft nun auf ein platzsparendes Gehäuse, verbesserte Zeitpläne und durchdachte Features wie die Ventil-Notfallschließung. Bastler binden das Gerät über Zigbee in Home Assistant ein, während sich das Thermostat über eine kompatible Matter-Bridge auch nativ in Apple Home integrieren lässt.
Einzig der Preis trübt aktuell die Freude. Mit rund 35 Euro ist das Gen2-Modell für Sonoff-Verhältnisse überraschend teuer positioniert. Wer genügend Platz am Heizkörper hat und auf das bunte Display verzichten kann, findet im fast identisch ausgestatteten Vorgänger für teils unter 20 Euro aktuell noch den deutlich besseren Preis-Leistungs-Deal. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Preise für die zweite Generation im Laufe der Zeit noch nach unten angleichen werden. Außerdem solltet ihr mit dem Kauf warten, bis die üblichen Software-Kinderkrankheiten behoben sind.
Quelle(n):
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