Test

Sony INZONE H6 Air im Test: Sehr guter Klang & ultrabequem

Sony INZONE H6 Air auf dem Kopf

Mit dem Sony INZONE H6 Air bringt der Hersteller ein offenes Over-Ear Gaming-Headset. Die offene Bauweise ist dabei besonders bei Musikenthusiasten beliebt und man möchte jetzt mit dem Headset auch Gamer überzeugen. Eine lohnenswerte Alternative zu den üblichen Optionen?

Technische Daten des Sony INZONE H6 Air

KategorieSony INZONE H6 Air
Kopfhörer-Typoffener Over-Ear
Treibereinheit40 mm (für Gaming getunte Abwandlung der MDR-MV1 Studio-Kopfhörer)
Klang-Feature360° Spatial Sound für Gaming (personalisierbar über Ohrenscan via App)
MikrofonAbnehmbares Bügelmikrofon mit Windschutz (Nieren-Ausrichtung)
BedienelementeLautstärkeregler (Unterseite), Mikrofon-Stummschalt-Taste (Oberseite)
SoftwareINZONE Hub (nur Windows, 10-Band-EQ, Sidetone/Monitoring)
Anschluss & Kabelabnehmbares 2,0 m Kabel (4-poliger Mini-Stecker) | USB-C Audiobox (zwingend nötig für Software-Anpassungen)
Material & KomfortVerstärkter Stoffbügel, perforierte Aluminiumohrmuscheln, Nylon-Ohrpolster, verstellbares Kopfband
Gewicht211 g (inkl. Mikrofon) / 199 g (ohne Kabel und Mikrofon)
LieferumfangHeadset, abnehmbares Mikrofon (mit Windschutz), Kopfhörerkabel, USB-C Audiobox, Handbücher/Garantiekarte
Preis (UVP)199,00 €

Vor- und Nachteil des Sony Inzone H6 Air

  • Extrem hoher Tragekomfort durch sehr geringes Gewicht (211 g inkl. Mikrofon)
  • Keine Druckstellen bei langer Nutzung (auch für Brillenträger bestens geeignet)
  • Sehr guter, räumlicher Klang mit großer Bühne dank offener Bauweise
  • Abnehmbares und flexibel positionierbares Mikrofon
  • Gut erreichbarer und haptisch angenehmer Stummschaltknopf
  • Software bietet 10-Band-Equalizer sowie Sidetone/Monitoring
  • Lautstärkeregler zu leichtgängig (wird schnell versehentlich verstellt)
  • Mikrofon-Aufnahme weist ein leichtes Zischen auf
  • Software-Funktionen im Inzone Hub nur bei Nutzung des USB-C-Dongles verfügbar (nicht per Klinke)
  • Offene Bauweise bedingt Soundbleed und fehlende Isolation (nichts für laute Umgebungen)

Überragender Komfort durch leichte Bauweise

Wenn ich ein Merkmal der Sony Inzone H6 Air herausstellen müsste, dann wäre es der Tragekomfort. Da man durch die Nutzung eines verstärkten Stoffbügels und den perforierten Aluminiumohrmuscheln einiges an Gewicht spart, kommt man hier mitsamt Mikrofon auf lediglich 211 g Gesamtgewicht. Entscheidet ihr euch das Mikrofon abzustecken, sind es sogar nur noch 199 g. Schaut man sich die aktuell Top-5-Bestseller bei Amazon, liegen diese vornehmlich im Bereich von 280 bis 370 g, lediglich das günstige JBL Quantum 100M2 kommt mit 220 g in die Nähe.

Sony INZONE H6 Air umgedreht

Dadurch spürt man auch nach Stunden der Nutzung keine Druckstellen oder bekommt Ermüdungserscheinungen. Auch die weichen Nylon-Ohrpolster und das Stoff-Kopfband sind sehr bequem. Zur Anpassung an euren Kopf gibt es auf beiden Seiten des Bügelbands Einstellmöglichkeiten. Diese müssen über einen Knopf entriegelt werden und verstellen sich so nicht aus Versehen. Als Brillenträger kann ich hier auch keine Einschränkungen feststellen.

Simple Bedienmöglichkeiten

Sämtliche Bedienungsmöglichkeiten für das Headset befinden sich an der linken Ohrmuscheln. Es gibt einmal einen Knopf zum Stummschalten, welcher an der Oberseite sitzt. Aber auch einen Lautstärke-Regler, der an der Unterseite sich befindet. Der Knopf zum Stummschalten gefällt mir gut, er lässt sich gut ertasten und funktioniert ohne Probleme. Der Lautstärke-Regler ist mir aber zu leichtgängig, während des Tests hab ich mehrfach versehentlich mit der Schulter oder Hand die Lautstärke aus Versehen umgestellt. Kann man sich natürlich dran gewöhnen, könnte durch mehr Widerstand beim Regler aber auch behoben werden.

Offene-Kopfhörer mit gutem Klang

Im Inneren stecken Treiber, die eine direkte Abwandlung von Sonys offenen MDR-MV1 Studio-Kopfhörern sind und nun speziell auf Gaming getunt wurden. Damit kommt hier ein erstaunlich gut klingendes Headset bei heraus, in einem Segment, welches abseits der Modelle von „normalen“ Kopfhörerherstellern oft sehr zu wünschen übrig lassen. Dazu trägt auch die offene Bauweise bei, die es dem Headset erlaubt eine große Bühne darzustellen und ein räumlicheres Klangerlebnis ermöglicht.

Sony INZONE H6 Air auf der Couch

Die Abstimmung gefällt mir dabei gut, sie haben einen guten Tiefton der nicht überwältigt und einen präzisen aber nicht anstrengenden Hochton. Offene Kopfhörer haben aber die Besonderheit, dass die Ohrmuscheln nicht komplett versiegelt sind. Dadurch nimmt man die Umwelt weiter wahr und es kommt unweigerlich zum sogenannten Soundbleed nach außen. Daher sind die Kopfhörer nichts für laute Umgebungen, man stört aber auch niemanden, solange man nicht direkt nebeneinander sitzt.

Solides Headset-Mikrofon mit leichter Schwäche

Wie es ein Headset voraussetzt, gibt es auch ein Mikrofon. Dabei handelt es sich hier um ein abnehmbares Mikrofon, welches mithilfe eines 3,5 mm Anschluss in den Kopfhörer gesteckt wird. Es ist beweglich und lässt sich so ideal vor dem Mund platzieren, aber auch zur Seite bewegen. Die Qualität ist dabei weitgehend gut, man kann aber ein leichtes Zischen wahrnehmen, welches den Gesamteindruck ein wenig trübt.

Praktische Begleitsoftware für Windows-PC

Wie für alle Inzone-Produkte mit Softwareanbindung gibt es den Inzone Hub, der ausschließlich für Windows verfügbar ist. Wichtig beim H6 Air ist, dass die Anpassung über den Hub nur bei Verwendung des mitgelieferten USB-C-Dongles funktioniert. Schließt ihr das Headset über einen Klinkenanschluss an, könnt ihr leider keine der Funktionen vom Hub nutzen.

Sony INZONE H6 Air Dongle

Fast alle Funktionen der Software können ohne Sony-Konto verwendet werden, es gibt aber eine Ausnahme. Zur persönlichen Anpassung des räumlichen Klangs, braucht es ein Sony-Konto, mit dem man sich dann in der entsprechenden Smartphone-App anmeldet und den Kopf- und Ohrscan durchführt. Möchte man Personalisierung aber nicht nutzen, benötigt es auch kein Konto. Weitere Einstellmöglichkeiten gibt es bei den Equalizern, die verschiedene Spielprofile haben. Es stehen aber auch zwei Profile für Musik und Bass-Boost zur Verfügung und über das benutzerdefinierte Profil könnt ihr frei den 10-Band-Equalizer anpassen. Über die Mikrofoneinstellungen lässt sich die Aufnahmelautstärke anpassen und automatisieren, aber auch Sidetone/Monitoring einspielen (spielt eure eigene Stimme ohne Verzögerung ins Ohr).

Sony INZONE H6 Air Software

Da hört der Funktionsumfang aber auch schon auf und die gesamten Einstellungen des H6 Air passen in ein Fenster. Wie auch bei den vorherigen Inzone-Produkten ist die Software funktional aber auch recht minimalistisch.

Sony Inzone H6 Air überzeugen im Test

Gaming-Headsets sind für gewöhnlich eher in geschlossener Bauweise, so auch bisher bei Sony. Vorteil daran ist, dass man abgeschirmt ist und durch teils aktive Geräuschunterdrückung fast nichts mehr von der Außenwelt mitbekommt. Offene Kopfhörer können aber ein ganz anderes Klangerlebnis bieten, weswegen nicht wenige auf eine Kombination aus offenen Kopfhörer und separaten Mikrofon setzen. Mit dem H6 Air gibt es jetzt eine weitere Option für alle, die lieber ein Kombigerät hätten. Neben der offenen Bauweise setzt man aber auch auf ein geringes Gewicht und bequeme Ohrpolster.

So ist der Tragekomfort hier sehr hoch und eine der Stärken des Headsets. Eine der wichtigsten Funktionen ist aber natürlich das Mikrofon, welches hier gute Arbeit leistet. Kritik kann man im Vergleich zur Konkurrenz an der Software üben, die teils mehr Einstellmöglichkeiten z.B. beim Mikrofon haben und auch nicht unbedingt auf den Dongle zur Anpassung angewiesen sind. Grundsätzlich finde ich den Umfang aber ausreichend. Auch der leichtgängige Drehregler für die Lautstärke, den ich mehrfach versehentlich betätigt habe, ist mehr Meckern auf hohem Niveau. Allgemein hinterlässt das Headset im Test einen sehr guten Eindruck.

Das Sony INZONE H6 Air ist mit einer UVP von 199€ gestartet und damit auf den ersten Blick für ein kabelgebundenes Headset gar nicht mal so günstig. Im Bereich der offenen Headsets von gängigen Kopfhörermarken gibt es aber auch deutlich teurere Ableger wie das Beyerdynamic MMX 330 Pro (299€ UVP). Eine günstigere Alternative könnte das Audio-Technica ATH-GDL3 sein, welches meist um die 130€ liegt. Es würde mich aber auch nicht wundern, wenn das H6 Air mit der Zeit noch etwas günstiger wird, so war es bisher bei anderen Inzone-Produkten.

Habt ihr schonmal offene Kopfhörer ausprobiert und wäre ein Gaming-Headset in offener Bauweise etwas für euch?

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Sony INZONE H6 Air

Was macht den Tragekomfort des Sony INZONE H6 Air so besonders?
Das Headset ist durch einen verstärkten Stoffbügel und perforierte Aluminiumohrmuscheln extrem leicht. Es wiegt inklusive Mikrofon nur 211 g und ohne Mikrofon sogar nur 199 g. Zusammen mit den weichen Nylon-Ohrpolstern sorgt dies für einen sehr hohen Komfort ohne Druckstellen, der auch für Brillenträger bestens geeignet ist.

Welche klanglichen Eigenschaften hat die offene Bauweise des Sony INZONE H6 Air?
Die offene Bauweise ermöglicht eine große Bühne und ein sehr räumliches Klangerlebnis mit gut abgestimmten Bässen und präzisen Höhen. Da die Ohrmuscheln jedoch nicht versiegelt sind, nimmt man Umgebungsgeräusche weiterhin wahr und der Ton dringt unweigerlich auch nach außen (Soundbleed). Das Headset ist daher ideal für ruhige Umgebungen, aber weniger für laute Räume geeignet.

Wie lässt sich das Sony INZONE H6 Air bedienen?
Alle Bedienelemente befinden sich an der linken Ohrmuschel. Dort gibt es einen gut fühlbaren Knopf zum Stummschalten an der Oberseite sowie einen Lautstärkeregler an der Unterseite. Der Lautstärkeregler ist allerdings recht leichtgängig, sodass man die Lautstärke bei Berührungen (etwa mit der Schulter) versehentlich verstellen kann.

Wie gut ist das Mikrofon des Sony INZONE H6 Air?
Das Headset verfügt über ein abnehmbares, flexibles Mikrofon, das über einen 3,5-mm-Anschluss angesteckt wird. Die Sprachqualität ist grundsätzlich gut, bei Aufnahmen lässt sich jedoch ein leichtes Zischen wahrnehmen.

Wie wird das Sony INZONE H6 Air angeschlossen und benötigt man spezielle Software?
Das Headset ist kabelgebunden. Es wird wahlweise über einen Klinkenanschluss oder den beiliegenden USB-C-Dongle verbunden. Um am Windows-PC die Einstellungen der „Inzone Hub“-Software (wie den 10-Band-Equalizer oder Sidetone/Monitoring) nutzen zu können, muss das Headset zwingend über den USB-C-Dongle angeschlossen sein.

Benötigt man für das Sony INZONE H6 Air zwingend ein Sony-Konto?
Nein, fast alle Funktionen der Begleitsoftware können ohne Konto genutzt werden. Ein Sony-Konto und eine zugehörige Smartphone-App werden lediglich dann benötigt, wenn man den räumlichen Klang durch einen persönlichen Ohr- und Kopfscan individuell anpassen möchte.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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