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Sony WH-1000XM4C: Die XM4 kehren mit wechselbarem Akku zurück

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Sony bringt mit dem WH-1000XM4C eine überarbeitete Neuauflage ihres beliebten ANC-Kopfhörers auf den Markt. Für eine UVP von 249 Euro soll das Modell bewährte Tugenden wie erstklassiges Noise Cancelling und das beliebte, zusammenklappbare Design mit modernen Anpassungen vereinen. Die Neuauflage hat aber nicht nur eigens motivierte Gründe.

Rückkehr des Bestsellers als Alternative zum XM6

Dass Sony den alten Klassiker wieder ausgräbt, hat handfeste Gründe. Das ursprüngliche Modell gilt laut Hersteller bis heute als der meistverkaufte Kopfhörer der Serie, weshalb viele Nutzer dem alten Design samt Faltmechanismus nachtrauern. Genau hier setzt die C-Variante an. Das Modell dient ganz klar als günstigere Alternative zum XM6 und richtet sich an Pendler, Reisende und Musikfans, die guten Klang suchen, ohne direkt zu den Highend-Varianten greifen zu müssen.

SONY WH-1000XM4C Tragesensor
Auch der sehr sichtbare Tragesensor bleibt.

Beim Design bleibt man der Linie treu und setzt weiterhin auf die bewährte, leichte Bauweise. Neben den klassischen Varianten in Schwarz und Platin-Silber spendiert Sony dem Modell nun auch einen frischen Anstrich in Lavendel.

EU-Akkurichtlinie erzwingt Wechselakku auf Kosten der Kapazität

Der wohl größte technische Eingriff betrifft die Energieversorgung. Um den neuen EU-Akkurichtlinien zu entsprechen, hat Sony das Gehäuse so konstruiert, dass der Akku nun vom Nutzer selbst gewechselt werden kann. Die Reparaturfreundlichkeit fällt erfreulich unkompliziert aus, da man lediglich die Ohrpolster abziehen und vier Schrauben lösen muss, um an den Akku heranzukommen.

SONY WH-1000XM4C Akkutausch

Die Kehrseite der Medaille zeigt sich allerdings bei der Laufzeit. Durch den modularen Aufbau verliert der Akku an Kapazität, was letztendlich in einer kürzeren Gesamtlaufzeit resultiert. 30 Stunden sind es ohne ANC, während mit ANC 27 Stunden drin sind. Wir haben dieses Phänomen im Zuge der EU-Vorgaben zwar schon bei einigen Geräten beobachtet, aber man muss sich durchaus die Frage stellen, ob nicht eigentlich die fortschreitende Akkutechnologie die Kapazitätsverluste ausgleichen kann.

Feinschliff beim Klang und exklusive Apache-207-Inhalte

Bei der Audioabstimmung hat Sony ebenfalls Hand angelegt, um den Sound an aktuelle Hörgewohnheiten anzupassen. Im Mittelpunkt der Klangeinstellungen steht nun ein 10-Band-Equalizer, der über die Sony Sound Connect App gesteuert wird und deutlich präzisere Anpassungen als zuvor erlaubt.

SONY WH-1000XM4C Knöpfe und USB

Um dem Kopfhörer zusätzliche Aufmerksamkeit zu verschaffen, vertieft der Hersteller zudem seine Partnerschaft mit dem Musiker Apache 207. Für dessen Fans hält die App eine exklusive, bassbetonte EQ-Abstimmung bereit, die an den Sound seines Albums „21 Gramm“ angelehnt ist. Über beiliegende QR-Codes gibt es obendrein Zugriff auf ein digitales Wallpaper sowie Behind-the-Scenes-Material zur Entstehung der Kampagne in Tokio. Das ist als Fan-Service sicherlich ganz nett, bleibt am Ende des Tages aber ein reines Marketing-Gimmick.

Bewährtes Noise Cancelling für den Alltag

Abseits der Detailanpassungen bleibt die Technik so zuverlässig wie gewohnt. Die aktive Geräuschunterdrückung der 1000X-Serie filtert störenden Stadtlärm, Menschenmengen oder monotone Reisedröhngeräusche im Zug oder Flugzeug zuverlässig heraus.

SONY WH-1000XM4C Knöpfe und USB

In Kombination mit dem hohen Tragekomfort und den weichen Polstern eignet sich das Over-Ear-Modell sicherlich weiterhin für lange Arbeitstage im Homeoffice oder ausgedehnte Pendelstrecken.

Comeback mit einem kleinen Wermutstropfen

Mit dem Sony WH-1000XM4C liefert der Hersteller einfach nochmal das beliebte Kopfhörerdesign zum fairen Kurs von 249 Euro. Man kann davon ausgehen, dass der Preis hier auch nicht bei der UVP stehen bleiben wird. Dass sich der Akku nun mit dem Lösen von vier Schrauben eigenhändig wechseln lässt, ist ein Gewinn für die Langlebigkeit. Dass dafür allerdings die Akkukapazität und die Laufzeit beschnitten werden, ist ärgerlich. Wer jedoch eine bezahlbare Alternative zum teureren XM6 sucht und die alte Faltmechanik liebt, bekommt hier ein rundes Paket geschnürt. Natürlich müssen aber Praxistests noch zeigen, ob man hier wirklich einfach den alten Kopfhörer erneut herausbringt oder ob es vielleicht Verbesserungen oder Verschlechterungen zum Ursprungsmodell gibt.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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