Der Steam Controller ist ein revolutionäres Gamepad – Wann kommt die Steam Machine?
Während wir auf die Steam Machine noch warten, erscheint am 4. Mai bereits der ebenfalls mit Spannung erwartete Steam Controller. Wird er das Nonplusultra für alle Gamepad-Zocker, was macht ihn besonders und gibt es vielleicht doch günstigere Alternativen?
- Steam Controller
- im Steam-Store für 99€ (ab 4.5.26)
Inhalt
Revolutioniert Valve das Gamepad-Design?
Der Controller orientiert sich designtechnisch am Steam Deck. Die Ähnlichkeit liegt vor allem an den auffälligen Trackpads, mit denen auch Maussteuerung möglich ist. Da diese (wie auf dem Deck auch) einiges an Platz einnehmen, rücken Sticks und Tasten darüber etwas enger zusammen. Anders als auf dem Steam Deck sind die Trackpads hier nun leicht diagonal angeordnet, was für eine bessere Haptik sorgen soll.
In den Sticks kommt zeitgemäße TMR-Technologie zum Einsatz, das heißt die Analogsticks arbeiten magnetisch, sind präziser und haltbarer als „gewöhnliche“ Sticks (wobei TMR-Sticks auch immer weitere Verbreitung finden).
Abgesehen von den Trackpads, die so nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal bei Valve sind, befinden sich die größten Neuerungen auf der Rückseite des Controllers. Einerseits befinden sich hier vier zusätzliche Tasten (R4/R5, L4/L5), die etwa die A/B/X/Y-Tasten ersetzen können, damit die Daumen ganz auf den Sticks bleiben können. Das Highlight sind aber die Griffsensoren auf beiden Seiten, über die sich das Gyroskop im Innern steuern lässt.
Die Neigungssteuerung ist hier nämlich nicht permanent ein- oder ausgeschaltet, sondern lässt sich durch leichtes Drücken der Griffe aktivieren, sodass das Zielen über die Bewegung des Controllers nur dann möglich ist, wenn ihr es auch gerade braucht.
Vier Haptikmotoren sorgen außerdem für ein noch präziseres Feedback durch Vibration als bei anderen Modellen.
Komplette Freiheit bei der Tastenbelegung
Die zusätzlichen Tasten und präzisen Trackpads und Sticks sind eine Sache. Eine andere ist, dass alle Tasten frei belegbar sind und maximale Individualisierungsmöglichkeiten bieten. So lassen sich nicht nur die Tasten beliebig neu belegen, sondern auch Makros erstellen. So kann für jedes Spiel individuell eine passende Konfiguration erstellt werden.
Über Steam lassen sich diese Konfigurationen auch teilen. Wer nicht selbst ausprobieren und die Einstellungen selbst vornehmen möchte, kann dann auch einfach eine fertige Konfiguration der Community verwenden. In ersten Testberichten des Controllers wird das bereits als eine der positivsten Funktionen erwähnt, die in der Praxis auch gut funktioniert.
Endlich ein austauschbarer Akku
Valve hat hier gegenüber dem Steam Deck auch an einer anderen Stelle nachgebessert und nun einen austauschbaren Akku verbaut. Der ist zwar immer noch durch einige Schrauben gesichert, aber nicht mehr fest verklebt.
Die Laufzeit mit einer Ladung des 8,39-Wh-Akkus soll dann bis zu 35 Stunden betragen. Lediglich beim Spielen von VR-Titeln soll die Laufzeit kürzer ausfallen.
Geladen wird der Controller dabei über den sogenannten „Puck“. Der dient einerseits als Low-Latency-Empfänger für den PC, andererseits aber eben auch als magnetischer Ladeadapter. Kein Einstecken von USB-Kabeln mehr sondern einfach den Controller magnetisch mit dem Puck verbinden.
Ist der Steam Controller jetzt alternativlos?
Wer auf die Steam Machine wartet, für den ist der Steam Controller vermutlich die beste Wahl – alleine schon, weil er durch die Integration in das Steam-OS hier seine Stärken voll ausspielen kann. Dabei ist der Controller nicht nur für Valves anstehende Konsole geeignet, sondern mit Windows, Linux und Macs kompatibel.
Die Trackpads sind außerdem ein Alleinstellungsmerkmal, das es in dieser Form bei der Konkurrenz nicht gibt. Die freie Belegung der Tasten hingegen erinnert an 8Bitdo, die mit ihrer 8Bitdo Ultimate Software für ihre Controller eine ähnliche Funktionalität bieten. Gegenüber dem 99-Euro-Preispunkt bei Steam fallen die 8Bitdo-Modelle auch etwas günstiger aus, auch wenn sie insgesamt weniger Funktionsumfang bieten und sich auch an eine etwas andere Zielgruppe richten.
Wer über eine Anschaffung des Steam Controllers auch ohne Steam Machine nachdenkt, muss sich einfach fragen, ob er alle Funktionen überhaupt braucht. Erste Reviews loben den Controller für viele Verbesserungen und Fans sind sowieso voll im Hype um die neue Hardware. Einen wirklichen Unterschied macht es aber nur, wenn man die neuen Grifftasten, Trackpads und Tastenkonfigurationen auch nutzen will. „Gute“ Controller, die für 90% der Zocker alle Bedürfnisse erfüllen, bekommt man auch für 50€.
Weiter warten auf die Steam Machine
Das große Fragezeichen, was auch hinter dem Release des Steam Controllers noch steht, ist natürlich das Erscheinungsdatum und der Preis der Steam Machine. Steigende Kosten für Speicher dürften auch den neuen Steam-PC-Konsolen-Hybrid nochmal teurer werden lassen. Auch ist noch nicht klar, ob Valve der Nachfrage zum Start des Controllers gerecht werden wird und sofort alle Bestellungen bedienen kann. Auf das Steam Deck musste man zu Anfang schon mal eine Weile warten.
Werdet ihr euch den neuen Controller zulegen? Und wartet ihr ebenso gespannt auf die Steam Machine?
Quellen:
Hier geht's zum GadgetWenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.




Sortierung: Neueste | Älteste
Kommentare (2)