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SwitchBot Pan/Tilt Cam – Überwachungskamera mit Bewegungsverfolgung für 19,90€

Eine weitere Kamera aus dem Hause SwitchBot, ein Hersteller, der uns durch verschiedene Smart-Home-Gadgets schon gut bekannt ist. Die Kamera wird als SwitchBot Pan/Tilt Cam bezeichnet, trägt bei Amazon aber einfach die Bezeichnung Überwachungskamera. Für unter 30€ bekommt man 24/7-Live-Streaming, smarte Bewegungserkennung und Sprachsteuerung.

SwitchBot Pan  Tilt IP Cam 4

Auf dem Papier eine solide Überwachungskamera

Die Kamera hat eine Videoauflösung von 1080p (Full HD) und ein großes Sichtfeld, denn sie ist nicht unbeweglich, sondern lässt sich um 360° drehen und ist zudem um 115° senkrecht neigbar. Daher kommt auch der Name Pan (schwenken) und Tilt (neigen). An der richtigen Stelle platziert, kann die Kamera also große Teile eines Raumes abdecken. Benötigt wird lediglich ein Stromanschluss (per USB-Kabel), einen Akku gibt es nicht. Per WLAN kann die Kamera dann verbunden werden, unter anderem ist auch die Steuerung per Alexa und Google möglich.

SwitchBot Pan Tilt Cam UEberwachungskamera zubehoer 2

Die Kamera kann auch kopfüber unter der Decke befestigt werden, eine entsprechende Halterung und zwei Schrauben und Dübel werden mitgeliefert. Sie muss dann lediglich per Kabel mit einer Steckdose verbunden werden. Ein Ladekabel (Micro-USB) und Netzteil sind ebenfalls mit dabei.

Es gibt hier unter anderem eine Bewegungserkennung wie bei den meisten anderen Kameras auch, wodurch eine Warnmeldung verschickt werden kann. Zusätzlich verfügt die Kamera aber auch über eine Bewegungsverfolgung, d.h. eine sich bewegende Person wird sogar getrackt. Die Bewegungserkennung funktioniert zuverlässig und löst in den allermeisten Fällen korrekt aus. Die Bewegungsverfolgung aber könnte etwas genauer sein, je nach Lichtverhältnissen und vor allem wenn eine Person nah an der Kamera vorbeiläuft verliert die Kamera das Ziel leicht.

SwitchBot App Funktionen
Automatisch zu selbst gewählten Fixpunkten springen zu können, ist praktisch.

Da die Kamera drehbar ist, kann auch ein „Patrol-Modus“ genutzt werden, in dem die Kamera sich selbstständig bewegt und zu bestimmten Uhrzeiten die Umgebung scannt. In der wirklich nicht sehr guten deutschen Übersetzung in der App wird daraus der Kreuzfahrt-Plan. Ich habe die Telefonsprache irgendwann auf Englisch umgestellt, da ich mich wirklich nicht gut zurechtfinden konnte. Und selbst dann ist die Anordnung der verschiedenen Funktionen in den Menüs nicht immer ganz logisch und man ist erst mal mit Suchen beschäftigt.

SwitchBot App

Die Kamera verfügt auf Amazon auch eine durchschnittliche Bewertung von (4,2 von 5,0 Sternen). Das klingt doch schon mal gut, vor allem wenn man den wirklich niedrigen Preis bedenkt. Allerdings gilt es auch zu beachten, dass die wenigen Rezensionen darunter nur einen Durchschnitt von 3,0 Sternen haben. Zudem wird beklagt, dass die offizielle App viel Speicherplatz und eine ganze Menge Berechtigungen benötigt. Letzteres kann ich nicht bestätigen, mit deutlich über 500 MB braucht die App aber tatsächlich etwas viel Speicherplatz. 

Insgesamt habe ich leider so einiges an der App auszusetzen. Auf meinem Realme X50 Pro konnte ich die Kamera auch bei mehrmaligen Versuchen nicht verbinden. Mit dem Samsung S21 FE klappte es sofort. Auch einige Rezensionen sprechen von diesen Verbindungsproblemen, was mich darauf schließen lässt, dass es am Smartphone-Modell liegt. Man muss also schon mal hoffen, dass es auf dem eigenen Gerät überhaupt klappt.

SwitchBot App Verbinden fehlgeschlagen
Die Verbindung klappt nicht mit allen Geräten.

Die schlechte deutsche Übersetzung und den nicht immer strukturierten Aufbau habe ich schon erwähnt. Außerdem läuft die Kamerasteuerung einfach nicht flüssig. Es kommt häufig zu leichten Verzögerungen, teilweise hing das Bild mehrere Sekunden hinterher.

An den Aufnahmen habe ich aber nichts auszusetzen, die Bildqualität in Full HD ist gut, will man Speicherplatz sparen kann man sie auch niedriger einstellen. Auch die Tonqualität ist in Ordnung, man wird verstanden und versteht auch andere über das eingebaute Mikrofon.

Der Hersteller verspricht eine sichere und verschlüsselte Datenübertragung, außerdem gibt es einen Privacy Mode, bei dem das Objektiv der Kamera verdeckt wird, um Aufnahmen ganz zu vermeiden. Zwei-Wege-Audio ermöglicht auch die Kommunikation via App mit der Person vor der Kamera. Neben der Überwachung der Wohnung zum Schutz vor Einbrechern lässt sich die Kamera so auch als Babyfon oder Haustierkamera nutzen.

Ein Nachtsichtmodus ermöglicht Aufnahmen auch bei Dunkelheit. Daten werden entweder auf einer SD-Karte (bis zu 128 GB) gespeichert oder online in der Cloud (kostenpflichtig).

Einschätzung – Keine Sensation, aber für den Preis angemessen

Mich kann die Kamera bisher leider nicht ganz überzeugen. Für die Preis ist der Funktionsumfang zwar absolut angemessen. Im Preisbereich unter 30€ gibt es nicht viele andere Modelle, die das bieten. Die nicht sehr gute App macht leider vieles davon zunichte und kostet die Kamera Punkte. Dabei funktionier sie – einmal eingerichtet – ausreichend gut und macht genau, was sie soll. Wer einfach sein Wohnzimmer von unterwegs aus überwachen möchte, ist hier wohl ausreichend versorgt.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (13)

  • Profilbild von Cube
    # 30.07.22 um 08:00

    Cube

    Kann auf die lokal gespeicherten Inhalte auch über die App zugegriffen werden? Oder ist das nur auf die Cloud Onhalte möglich?

    • Profilbild von Coschy
      # 05.08.22 um 09:16

      Coschy

      Es ist möglich, die aufgezeichneten Sequenzen auf der SD-Karte via App anzuschauen – auch ausserhalb des WLAN's.

  • Profilbild von SmashD
    # 29.07.22 um 19:25

    SmashD

    Code ungültig

  • Profilbild von Teelicht
    # 29.07.22 um 17:15

    Teelicht

    wichtigste Fragen wieder Mal unbeantwortet.
    wird ONVIF, RSTP, PoE etc. unterstützt?

    • Profilbild von SmashD
      # 30.07.22 um 19:20

      SmashD

      ich weiß nicht wie deine restlichen Anforderungen so aussehen aber die TP Link Tapo C100 kann man nach Ersteinrichtung mit RTSP und selbstgewählten Credentials abgreifen. mit 25 für nen Versuch vielleicht nicht verkehrt.

    • Profilbild von Gast
      # 29.07.22 um 23:42

      Anonymous

      Ja, leider bei jeder Seite/Test fehlen diese Infos… wer will denn die Hersteller-App nutzen.. das ist so Sinnlos

      • Profilbild von Teelicht
        # 30.07.22 um 11:11

        Teelicht

        Hier wird Werbung gemacht und nicht getestet, das sollte mittlerweile jedem klar sein. müsste aber wohl so gekennzeichnet werden.

        Cons fallen hier halt regelmäßig unter den Tisch.

    • Profilbild von Moepper
      # 29.07.22 um 20:09

      Moepper

      Nein ! Dafür aber BBC, FBI, CIA, FDJ, KGB und RSH.

      • Profilbild von Zephyr750
        # 29.07.22 um 23:44

        Zephyr750

        Danke für deinen sinnvollen Kommentar! Für mich wäre dies auch interessant.

  • Profilbild von MarcE
    # 29.07.22 um 17:14

    MarcE

    Mit fehlen Angaben, wo die Streams gespeichert werden. Nur in der Cloud beim Anbieter? NAS? Verknüpfung mit dem eigenen Cloud-Anbieter?

    • Profilbild von Hans Meiser
      # 29.07.22 um 17:17

      Hans Meiser

      Ernsthafte Frage?

      Dieser Kommentar wurde präsentiert von CHINA-Gadgets.de

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