Test DOSS SoundBox XL Bluetooth Lautsprecher mit 32 Watt für 69,99€

Mit der DOSS SoundBox XL haben wir den bislang leistungsstärksten Bluetooth Speaker im Test, zumindest auf dem Papier. Klanglich sollte er sich irgendwo zwischen JBL Extreme und JBL Charge 3 befinden. Mit einem Preis von ~70€ ist er aber deutlich günstiger! Alle Details findet ihr in diesem Test!

Doss Soundbox XL Bluetooth Speaker

Technische Daten

NameDOSS SoundBox XL Home Speaker
Treiber2 x 10 Watt + 1 x 12 Watt
Frequenzbereich40-20.000Hz
Impedanz4 Ohm
KonnektivitätBluetooth 4.0 +EDR, AUX, MicroSD
Akkukapazität2200 mAh
Gewicht1570 Gramm
Maße30,2 x 13,3 x 7 cm
Bluetooth ProfileA2DP, AVRCP, SPP

Verpackung & Lieferumfang

Dank Versand per Amazon war die DOSS SoundBox XL binnen zwei Werktagen bei uns. Im Inneren des Kartons befindet sich, neben dem Bluetooth Lautsprecher selbst, ein AUX-Kabel und ein EU- und UK-Netzteil mit Hohlstecker. Außerdem liegt eine Bedienungsanleitung auf Deutsch und Englisch bei.

Doss SoundBox XL Lieferumfang

Design und Verarbeitung

Die DOSS SoundBox XL erinnert mich mit den Maßen von 30,2 x 13,3 x 7 mm ein wenig an den Bose SoundLink III. Mit einem Gewicht von 1570 g ist er bei weitem kein Leichtgewicht und meiner Meinung nach nur bedingt für unterwegs geeignet. Sein Aussehen ist schlicht und ist fast vollkommen in Schwarz gehalten.

Doss SoundBox XL Design

Dabei besteht er fast vollständig aus Kunststoff, lediglich für das Gitter vor den Lautsprechern und für eine Zierleiste, in der die Bedienknöpfe eingelassen sind, ist Metall verarbeitet. Die Zierleiste an den Bedienknöpfen stellt außerdem den einzigen „farblichen“ Akzent dar, dafür wurde dunkelgraues, gebürstetes Metall verwendet. Die Knöpfe an sich sind jedoch aus Kunststoff und fühlen sich meiner Meinung nach etwas billig an, sitzen jedoch fest und haben einen angenehmen Druckpunkt.

Doss SoundBox XL Zierleiste

Insgesamt ist die DOSS Soundbox XL gut verarbeitet, allerdings ist bei einer von zwei Boxen, die wir erhalten haben, das Metallgitter leicht eingedrückt. Dies ist vor allem bei ungünstigen Lichtverhältnissen sichtbar und auch fühlbar. Ob dieser Schaden bereits bei der Produktion unbemerkt blieb oder die Box während des Transports ungünstig gefallen ist, können wir natürlich nicht sagen.

Dank Versand per Amazon ist es jedoch ein Leichtes, den Schaden zu reklamieren, wenn es einen denn stört. An dem zweiten Lautsprecher gibt es nichts zu bemängeln, vermutlich hatten wir einfach Pech. Auf der Unterseite des Bluetooth Lautsprechers sind außerdem vier flache Gummifüße angebracht. Durch diese hat die DOSS SoundBox XL einen rutschfesten Stand.

Wie klingt die DOSS SoundBox XL ?

Im Inneren der DOSS SoundBox XL schlagen zwei 10 Watt Hoch- und Mittelton-Lautsprecher und ein 12 Watt Tiefton-Lautsprecher. Dazu kommen gleich zwei Passivstrahler, klingt zumindest auf dem Papier vielversprechend!

Während des ersten Probehörens viel mir sofort auf, dass der Lautsprecher bei einer niedrigen bis moderaten Lautstärke nur wenig bassbetont ist. Erst wenn man die DOSS SoundBox XL richtig aufdreht, kommt der generell satte Bass des Lautsprechers vernünftig zur Geltung. Warum ist das so? Während hochpreisige Bluetooth Lautsprecher, durch eine elektronische Regulation, ab einer gewissen Lautstärke oft nur noch im Hoch- und Mittelton Lauter werden, neigen viele Bluetooth Speaker aus China in diesem Bereich zum Übersteuern. Der Grund: Die Produktionskosten, ohne diese Regulations-Technik sind natürlich geringer.

Doss SoundBox XL Lautsprecher

Dies hat zur Folge, dass Lautsprecher wie der JKR KR – 1000 oder auch der Tronsmart T6 bei hohen Lautstärken gerne Übersteuern. Dies passiert der DOSS SoundBox XL bei hohen Lautstärken nicht. Dafür ist der Bass der beiden kleineren China-Speakern bei niedrigeren Lautstärken durchaus ebenbürtig, obwohl sie auf dem Papier weniger Leistung bringen. Durch Modifikationen im Equalizer ist der Bass der DOSS SoundBox XL aber auch im niedrigen und moderaten Lautstärke-Bereich solide.

DOSS SoundBox XL JK Tronsmart

Im Hoch- und Mitteltonbereich bietet die größere DOSS SoundBox XL eine breitere und klanglich differenziertere Bühne, als der JKR und Tronsmart T6. So eignet sich der Lautsprecher, in jedem Fall für die Beschallung größerer Räume und Flächen, bei einem insgesamt doch besserem Klangbild gerade bei hohen Lautstärken.

Soundvergleich mit JBL Xtreme und JBL Charge 3

Damit ihr den Lautsprecher klanglich vielleicht etwas besser einordnen könnt, habe ich ihn mit beliebten Modellen der Marke JBL Vergleichen. Mit  (4,4 von 5,0 Sternen) in 536 Rezensionen (JBL Xtreme) und  (4,6 von 5,0 Sternen) in 1127 Rezensionen (JBL Charge 3) erfreuen sich beide Lautsprecher großer Beliebtheit. Preislich liegen sie beide deutlich über der DOSS Soundbox XL; die JBL Charge 3 ist aktuell für 120€ erhältlich, die JBL Xtreme für 185€ bei Amazon. Wobei sowohl JBL Xtreme, als auch JBL Charge 3 bereits durch leicht verbesserte Modelle im Produktportfolio ersetzt wurden. Es handelt sich also um Auslauf-Modelle, die bereits deutlich günstiger zu haben sind als zur Markteinführung.

DOSS vs. JBL

JBL Xtreme vs. DOSS SoundBox XL

Der JBL Xtreme hat zwar in etwa die gleiche Größe wie die Doss SoundBox XL, allerdings hat der China-Lautsprecher im Vergleichstest keine Schnitte. Im Tiefton-Bereich bietet der Marken-Lautsprecher einen kräftigeren und präziseren Bass, als der günstigere China-Lautsprecher. Im Hoch- und Mittelton Bereich gefällt mir persönlich die Abstimmung des JBL Xtreme Lautsprechers besser. Während der Fokus der DOSS SoundBox XL stark auf Stimmen und den Hochton fixiert ist, wirkt das Klangbild der JBL Xtreme auf mich runder, sodass sich Stimmen und Hochton besser in das Gesamtkonzept einfügen.

JBL Charge 3 vs. DOSS SoundBox XL

Im Vergleich zu der deutlich kleineren, aber immer noch teureren JBL Charge 3 gefällt mir der Klang der DOSS SoundBox XL besser. JBLs kleinerer Bluetooth Lautsprecher ist im Hoch- aber auch im Mittelton weniger hochauflösend, als die DOSS SoundBox XL. Es fehlen kleine Details, die das Klangbild der JBL Charge 3 insgesamt komprimierter und flacher wirken lassen. Auch im Tiefton-Bereich kann die JBL Charge 3 nicht mit der DOSS SoundBox XL mithalten, tiefe Bassfrequenzen kann der kleine Lautsprecher nicht vernünftig Wiedergeben, es entsteht weniger Druck und somit weniger präzise Bässe.

Klanglich zwischen JBL Extreme und JBL Charge 3

Der Vergleichstest hat gezeigt, dass die DOSS SoundBox XL klanglich zwischen JBL Xtreme und JBL Charge 3 einzuordnen ist. Ein zufriedenstellendes Ergebnis, zumal der China-Lautsprecher günstiger als beide Marken-Bluetooth-Speaker ist. Allerdings muss man zugeben, dass beide JBL-Boxen einen robusteren Eindruck hinterlassen, Outdoor-geeignet sind und eine größere Akkukapazität vorweisen. Da muss man mit seinen persönlichen Nutzungspräferenzen abwiegen, ob sich der doch happige Aufpreis für einen Marken-Lautsprecher lohnt.

Bluetooth Reichweite und Anschlüsse

Die DOSS SoundBox XL ist mit Bluetooth 4.0 ausgestattet und hat – laut Datenblatt – eine Reichweite von 10 Metern. In der Praxis konnte ich diesen Wert im Freien in etwa bestätigen. In Geschlossenen Räumen ist es wie immer etwas weniger, innerhalb eines Raums bleibt die Verbindung zwischen Bluetooth Speaker und Smartphone stabil. Verlässt man den Raum, sodass massive Betonwände das Signal stören, sinkt die Reichweite auf ungefähr 5-6 Meter, ein durchschnittlicher Wert.

Doss SoundBox XL Anschlüsse Rückseite
Die Anschlüsse befinden sich mittig auf der Rückseite

Neben Bluetooth kann die DOSS SoundBox XL auch per 3,5 mm Klinkenkabel genutzt werden. Zudem ist auch ein MicroSD Kartenslot verbaut, so kann der Speaker auch ohne externen Player Musik wiedergeben – sehr schön!

Bedienung

Auf der Oberseite der DOSS Soundbox XL sind insgesamt sieben Knöpfe verbaut. Aufgrund der großen Anzahl, ist eine Doppelbelegung dieser nicht notwendig.

Doss Soundbox XL Bedienknöpfe

Funktionen der Knöpfe:

  • An/Aus
  • Modus ändern (BT, AUX, Klinke)
  • Leiser
  • Lauter
  • vorheriger Titel
  • Play/Pause
  • nächster Titel

Während der Tests dachte ich zunächst, dass die Knöpfe nicht funktionieren würden. Es stellte sich jedoch heraus, dass ich sie intuitiv nicht lange genug gedrückt habe. Ein kurzes Antippen reicht anscheinend nicht aus; die Knöpfe müssen für ungefähr eine Sekunde gedrückt gehalten werden.

Weis man einmal, wie es geht funktionieren die Knöpfe einwandfrei. Sie funktionieren sowohl unter iOS als auch unter Android ohne Probleme.

Akku

In der DOSS SoundBox XL ist ein 2200 mAh starker Akku verbaut. Im Test konnte dieser eine Laufzeit von etwa 6-8 Stunden (je nach Lautstärke) erreichen. Leider wird der Bluetooth Speaker nicht per USB geladen, sondern per Hohlstecker-Netzteil. So hat man leider nicht die Möglichkeit, den Lautsprecher im Zweifel via Powerbank aufzuladen – schade. Mit dem mitgelieferten Netzteil hat der vollständige Ladevorgang etwa zwei Stunden in Anspruch genommen.

Fazit

Die DOSS SoundBox XL hat mir während der Tests insgesamt gut gefallen. Der Lautsprecher überzeugt mit einem soliden Klangbild, welches leider erst ab einer hohen Lautstärke sein volles Potenzial im Bass-Bereich ausschöpft. Leider kann der Speaker nur per Hohlstecker-Netzteil aufgeladen werden, einen USB-Port gibt es nicht.

Dank MicroSD Kartenslot kann der Lautsprecher auch ohne externe Wiedergabequelle Musik abspielen, ein schönes Feature, welches die meisten Marken-Modelle vermissen lassen. Im Vergleichstest mit JBL Charge 3 und JBL Xtreme konnte sich die DOSS SoundBox XL im Mittelfeld platzieren. Zwar kommt der günstige China-Lautsprecher nicht ganz an die klangliche Leistung der JBL Xtreme heran, gegenüber der Charge 3 kann er jedoch punkten. Der Preis von regulär etwa ~70€ ist im Preis-/ Leistungsverhältnis meiner Meinung nach gerechtfertigt.

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Tim

Als Teil des China-Gadgets Team knipse ich seit 2015 die meisten Gadget-Fotos und bin immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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Kommentare (38)

  • Profilbild von Gast
    17.07.19 um 14:37

    Anonymous

    Schlechteste Box die ich je hatte, ging auch direkt wieder zurück. Totaler brei der aus den Lautsprechern ertönt, 0 differenziert ohne Dynamik. Total mittenlastig mit schlechter Auflösung. Selbst 40euro sind für das ding zu viel. Sehr gute Alternativen gibt's von tribit oder auch wer mehr ausgeben möchte dockin dfine. Diese hatte ich zumindest zum Vergleichen daheim.

  • Profilbild von Gurkinator
    18.07.19 um 11:58

    Gurkinator

    @Anonymous: Wtf !? Also irgendwas hast du definitiv falsch gemacht beim abspielen….

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