Tineco FLOOR ONE Station S9 Scientist im Test: Heißwasser-Power gegen hartnäckige Flecken
Mit dem FLOOR ONE Station S9 Scientist schickt Tineco einen Wischsauger der Spitzenklasse ins Rennen. Das Gerät setzt auf eine multifunktionale Reinigungsstation mit großem Fünf-Liter-Frischwassertank und bereitet auf Wunsch 60 Grad heißes Wasser für die Bodenreinigung vor. In unserem Test markiert das Modell bei der Fleckenentfernung derzeit die absolute Spitze, verlangt dafür aber auch eine spürbare Investition.
- Tineco FLOOR ONE Station S9 Scientist
Inhalt
Kurzfazit: Der neue Maßstab bei der Wischleistung
Der Tineco FLOOR ONE Station S9 Scientist liefert im Praxiseinsatz das bisher überzeugendste Reinigungsergebnis aller von uns getesteten Wischsauger. Besonders das Zusammenspiel aus vorgewärmtem Wasser und der gezielten Hochdruck-Sprühfunktion löst selbst eingetrocknete Verschmutzungen ohne mühsames Schrubben. Die Station nimmt Nutzern durch automatisches Nachfüllen, exakte Reinigungsmitteldosierung und Heißlufttrocknung fast die gesamte Wartungsarbeit ab. Wer bereit ist, den gehobenen Preis zu zahlen, erhält ein durchdachtes Reinigungsgerät.
- Hervorragende Reinigungsleistung dank Heißwasser und HydroBurst-Sprühfunktion
- Komfortable 5-Liter-Station füllt Wasser und Reinigungsmittel selbstständig nach
- Äußerst flaches 180-Grad-Design für die problemlose Reinigung unter Möbeln
- Schnelle Bürstentrocknung mit 110 Grad heißer Luft sowie leiser Alternativmodus
- Automatischer Schaber verhindert Streifenbildung beim Zurückziehen
- Hoher Preis
Technische Daten des Tineco FLOOR ONE Station S9 Scientist
| Modell | Tineco FLOOR ONE Station S9 Scientist |
| Saugkraft | 25.000 Pascal (25 kPa) |
| Wisch- & Heiztechnologie | Smart-Refresh-Station heizt Wasser auf 60 °C vor; HydroBurst-Hochdruck-Sprühstrahl per Knopfdruck am Handgriff |
| Smart Refresh Station | 5-Liter-Frischwassertank, automatische Reinigungsmitteldosierung, wählbarer Befüllmodus (kaltes oder 60 °C heißes Wasser) |
| Tankvolumen (Sauger) | 0,85 Liter (Frischwassertank am Gerät) |
| Bürsten- & Abziehmechanik | 3-seitige Kantenreinigung, beweglicher Gummischaber (verhindert Streifenbildung beim Zurückziehen), DualBlock-Anti-Verhedderungssystem mit Kammschaber |
| Ergonomie & Flexibilität | 180-Grad-Flachdesign (12,85 cm Bauhöhe), SmoothDrive-Radantrieb (Vorwärts- und Rückwärtsunterstützung), LED-Frontscheinwerfer |
| Sensorik & Bedienung | iLoop Smart Sensor (automatische Schmutzerkennung und Leistungsanpassung), 3D-Frontdisplay, Steuerung via Handgriff-Tasten und Tineco App |
| Selbstreinigung & Trocknung | Heißwasser-Spülung von Leitungen/Bürste auf der Station, 110 °C Heißlufttrocknung (5-Minuten FlashDry-Modus & leiser SilentDry-Modus unter 45 dB), integriertes Sieb im Schmutzwassertank |
| Akku & Laufzeit | 3.900 mAh Pouch-Zellen-Akku, bis zu 70 Min. (Leise-Modus), 2A-Schnellladung (ca. 2,5 Std. Ladezeit) |
| Lieferumfang | 2x zusätzliche Bürstenrollen, 2x zusätzliche Filter, Reinigungsmittel, Reinigungswerkzeug |
| Preis | 899,00 € (UVP) |
Basisstation mit Komfort: Fünf Liter Wasser und automatische Mischung
Das auffälligste Merkmal des neuen Tineco-Flaggschiffs ist seine Smart Refresh Station. Während gewöhnliche Wischsauger vor jedem Durchgang manuell am Wasserhahn befüllt werden müssen, besitzt diese Station einen transparenten 5-Liter-Wassertank. Man füllt diesen Behälter einmal auf und kann anschließend über viele Tage hinweg reinigen, ohne ständig Wasser nachzugießen. Das spart vor allem dann spürbar Zeit, wenn der Sauger täglich für kurze Einsätze von der Station geholt wird.
Direkt unter dem großen Wassertank sitzt ein separates Fach für das Reinigungsmittel. Hier füllt man die mitgelieferte Reinigungsflüssigkeit ein, woraufhin das System die Dosierung bei jedem Ladevorgang vollautomatisch übernimmt.
Vor dem Start lässt sich per Knopfdruck an der Station festlegen, ob kaltes oder 60 Grad heißes Wasser in den 0,85-Liter-Frischwassertank des Saugers gepumpt werden soll. Über eine Wärmebildkamera konnten wir diesen Vorgang im Test gut nachvollziehen: Die Station heizt das Wasser innerhalb weniger Minuten auf und leitet es direkt in den internen Tank weiter.
Reinigungsleistung im Härtetest: Heißwasser schlägt kalte Flecken
Für unseren Härtetest musste sich der S9 Scientist auf eingetrockneten Kaffee- und Kakaoflecken beweisen. Im standardmäßigen Kaltwassermodus arbeitet das Gerät solide wie erwartet. Der Sauger benötigt mehrere Überfahrten, nimmt den Schmutz am Ende aber zuverlässig auf. Seine wahre Stärke zeigt das System jedoch, sobald heißes Wasser im Spiel ist.
Durch die hohe Wassertemperatur weichen klebrige Rückstände deutlich schneller auf. Über die sogenannte HydroBurst-Funktion lässt sich per Tastendruck am Griff ein gezielter Hochdruckstrahl vor die Walze sprühen, natürlich auch mit kalten Wasser. Im Vergleich zu Geräten wie dem Mova X4, die das Wasser erst mühsam im Gerät selbst aufheizen und dadurch wertvolle Akkukapazität verbrauchen, nutzt Tineco den Strom der Station. Die Hitze im Tank bleibt während des Wischens ausreichend lange erhalten. Zusammen mit der Saugleistung von 25.000 Pascal ergab sich das beste Ergebnis im Härtetest, das wir bislang verzeichnen konnten.
Durchdachte Mechanik: Schaber gegen Streifen und Haare
Damit nach dem Wischen keine nassen Spuren zurückbleiben, verbaut Tineco an der Bodendüse einen beweglichen Gummischaber. Dieser Schaber hebt sich bei der Vorwärtsbewegung automatisch an und drückt sich beim Zurückziehen fest an den Boden. Dadurch wird Schmutzwasser sauber abgezogen, anstatt Schlieren zu hinterlassen. Beim Ausschalten fährt das Gerät zudem selbstständig ein kleines Stück zurück, um die letzten Tropfen aufzusaugen und sich in eine aufrechte Parkposition zu stellen.
Für Haustierbesitzer und lange Haare ist das integrierte DualBlock-System nützlich. Ein gezahnter Kammschaber trennt Haare direkt an der rotierenden Walze ab, bevor sie sich festwickeln können, während ein zweiter Schaber das Schmutzwasser in die Absaugung leitet. Im Test wickelten sich keine Haare um die Bürste. Zudem schließt die Walze an drei Seiten sehr eng mit dem Gehäuse ab, was eine saubere Kantenreinigung entlang von Sockelleisten und Möbeln ermöglicht. Durch das 180-Grad-Flachdesign mit einer Bauhöhe von nur 12,85 Zentimetern lässt sich der Sauger flach auf den Boden legen, ohne dass Wasser aus den Tanks austritt.
Einfache Bedienung und nützliche Ausstattungsdetails
Optisch wirkt der Sauger durch sein futuristisches Gehäuse und das frontseitige 3D-Display sehr modern.
Am ergonomischen Handgriff genügen drei zentrale Tasten für den vollen Funktionsumfang: Ein- und Ausschalten, Auslösen des HydroBurst-Wasserstrahls und das Wechseln der Reinigungsmodi. Zur Auswahl stehen unter anderem ein Automatikmodus mit Schmutzerkennung über den iLoop-Sensor, ein Maximalmodus sowie ein leiser Betriebsmodus.
Vorne am Reinigungskopf leuchtet ein LED-Scheinwerfer dunkle Ecken unter Schränken gut aus. Der integrierte Radantrieb namens SmoothDrive unterstützt sowohl Vorwärts- als auch Rückwärtsbewegungen spürbar, sodass sich das schwere Gesamtsystem leicht manövrieren lässt. Tineco bietet zudem eine Smartphone-App mit Reinigungshistorie und Feineinstellungen an. Für den Betrieb ist die App jedoch nicht zwingend erforderlich, da sich alle wesentlichen Funktionen direkt am Gerät steuern lassen.
Akkulaufzeit und Selbstreinigung mit Heißluft
Der integrierte Lithium-Ionen-Akku mit 3.900 mAh Kapazität basiert laut Hersteller auf langlebigeren Pouch-Zellen. Auf dem Papier stellt Tineco eine Laufzeit von bis zu 70 Minuten im leisen Modus in Aussicht. In der Praxis hängt die Ausdauer stark vom Verschmutzungsgrad ab. Schaltet der iLoop-Sensor wegen starker Flecken dauerhaft auf hohe Saugkraft, sinkt die Zeit entsprechend. Für durchschnittliche bis große Wohnungen reicht eine Ladung jedoch problemlos aus. Über die 2A-Schnellladung ist der Akku nach rund zweieinhalb Stunden wieder einsatzbereit.
Nach getaner Arbeit übernimmt die Station die komplette Pflege. Der Wischsauger spült die Leitungen und die Bürstenrolle mit heißem Wasser durch. Anschließend startet die Trocknung mit 110 Grad heißer Luft. Im fünfminütigen FlashDry-Modus wird die Walze extrem schnell fast vollständig trocken, allerdings arbeitet das Gebläse dabei recht laut. Wer den Sauger abends reinigen möchte, kann auf den leiseren SilentDry-Modus (unter 45 dB) ausweichen, der deutlich länger läuft, dafür aber kaum stört. Im Schmutzwassertank sitzt außerdem ein Sieb, das feste Partikel zuverlässig auffängt, damit diese im Hausmüll und nicht im Abfluss landen.
Fazit: Die Spitzenklasse der Wischakkusauger
Der Tineco FLOOR ONE Station S9 Scientist überzeugt im Test als durchdachtes Gesamtpaket für anspruchsvolle Haushalte. Die Kombination aus heißem Wischwasser, gezieltem Sprühstrahl und hoher Saugkraft beseitigt selbst hartnäckigste Flecken so mühelos wie kein anderes Modell in unseren Tests. Die Fünf-Liter-Station nimmt dem Nutzer das lästige Nachfüllen und Dosieren ab und sorgt dank der Heißlufttrocknung für eine stets hygienisch saubere Bürstenwalze.
Mit einem regulären Preis von 899 Euro – im Angebot teilweise ab rund 730 Euro erhältlich – ist das System zweifellos eine größere Anschaffung. Wer jedoch bereit ist, das Geld in die Hand zu nehmen, bekommt das derzeit stärkste und komfortabelste Reinigungsgerät seiner Klasse aus unseren Tests.
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