Noch ein Bose Soundlink Micro 2 Klon: Tribit StormBox Micro 3 im Test
Der Tribit Stormbox Micro 3 Bluetooth Lautsprecher positioniert sich als günstige Alternative zu Bose Soundlink Micro 2 oder Soundcore Boom Go 3i. Mit Gummi-Riemen und integrierten Magneten lässt sich dieser Bluetooth-Lautsprecher vielseitig befestigen und ist dabei vollständig outdoortauglich. Eine Alternative zum Geldsparen? Das erfahrt ihr in diesem Test.
- Tribit Stormbox Micro 3
Inhalt
Kurzfazit
Die Tribit Stormbox Micro 3 ist ein robuster, kompakter Outdoor-Lautsprecher mit einer sehr cleveren Magnethalterung. Klanglich bietet sie für ihre Größe ordentliche Bässe, stößt bei hohen Lautstärken jedoch an physikalische Grenzen. Wer einen Speaker mit vielseitiger Befestigung für unterwegs sucht, findet hier einen runden Begleiter.
- Magnethalterung und Gummi-Riemen
- Wasserdicht nach IP68
- Gute Akkulaufzeit
- Als Notfall Powerbank nutzbar
- Nur in Schwarz
- Wenig App-Funktionen
- Kein (Auracast) Multipairing
Erwartbarer Lieferumfang
Der Lautsprecher wird in einem gelb-grauen Karton geliefert. Auf der Vorderseite ist eine Abbildung des Geräts sowie die wichtigsten technischen Daten aufgedruckt. Den Transport von Amazon zu uns hat der Lautsprecher absolut unbeschadet überstanden. Im Inneren findet sich der erwartbare Standard. Neben dem Lautsprecher selbst sind eine mehrsprachige Bedienungsanleitung sowie ein USB-C-auf-USB-C-Ladekabel im Lieferumfang enthalten.
Design Evolution statt Revolution
Bereits 2020 haben wir die erste Generation, die Tribit Stormbox Micro 1, getestet. Das Kernkonzept des Lautsprechers ist seitdem gleich geblieben. Während die erste Version noch etwas eckiger war und die zweite Generation bereits weichere Formen annahm, präsentiert sich die dritte Version nun noch einen Hauch rundlicher. Die Maße des kompakten Lautsprechers betragen dabei 112 x 108 x 45 mm. Erhältlich ist das Gerät aktuell lediglich in Schwarz.
Auf der Vorderseite sitzen die Treiber hinter einem engmaschigem Textilgewebe. Mittig ist der Tribit-Schriftzug platziert, direkt darunter befinden sich die für die Stormbox typischen Hauptbedienelemente. Die Rückseite sowie die kurzen Seiten des Lautsprechers bestehen aus Kunststoff, der mit einer Gummierung überzogen ist. In puncto Robustheit kann der Lautsprecher laut Herstellerangaben mit einer IP68-Zertifizierung glänzen, womit er wasser- und staubdicht ist.
Zudem ist er bis zu einer Höhe von 1,22 Metern sturzfest und erreicht damit eine Widerstandsfähigkeit in einer ähnlichen Klasse wie beim Soundcore Boom Go 3i. An der generellen Verarbeitungsqualität gibt es absolut nichts auszusetzen, da sowohl die gummierte Fläche auf der Rückseite als auch das Textilgewebe fehlerfrei verarbeitet sind und keinerlei Produktions- oder Materialfehler aufweisen.
Ein echtes Highlight verbirgt sich bei der Montage. Neben dem klassischen Gummiriemen auf der Rückseite, der schon bei der ersten Version zum Einsatz kam, verfügt die Stormbox Micro 3 nun über Magneten unterhalb der Gummi-Auflagefläche auf der Unterseite. Somit kann der Lautsprecher jetzt beispielsweise auch an einer Kühlschranktür, der Heizung und generell an sämtlichen metallischen Oberflächen befestigt werden.
Mir persönlich gefällt es sehr, dass nun diese zusätzliche Befestigung per Magnet möglich ist, was eine wirklich clevere Innovation seitens Tribit darstellt. Abgesehen von diesem Feature hat sich der Lautsprecher über seine drei Generationen hinweg allerdings nur marginal verändert.
Klang der Tribit Stormbox Micro 3
Der Outdoor-Bluetooth-Lautsprecher ist mit einem 13 Watt starken Single-Treiber ausgestattet. Zur Verstärkung des Tieftons verfügt er zusätzlich über je eine Passivmembran auf der Vorder- und auf der Rückseite. Bei niedriger bis mittlerer Lautstärke ist der Sound der Tribit Stormbox Micro 3 im Test durchaus mit dem des Soundcore Boom Go 3i vergleichbar. Beide Modelle bieten für ihre geringe Gehäusegröße einen recht starken Bass. Die Stormbox Micro 3 klingt in den Höhen allerdings eine Spur dumpfer, während der Speaker von Soundcore hier einen Hauch hochauflösender zu Werke geht.
Man sollte die generellen Erwartungen realistisch halten, denn die Tribit Stormbox Micro 3 ist ein kleiner Mono-Lautsprecher in einem kompakten Gehäuse, das naturgemäß wenig Resonanzraum bietet. Am Ende des Tages handelt es sich klanglich um ein etwas besseres Duschradio.
Dreht man die Lautstärke auf über 50 Prozent, merkt man bei beiden Lautsprechern spürbar, dass vorrangig der Hochton weiter verstärkt wird. Die Tiefenfrequenzen werden im Gegenzug limitiert, damit der Lautsprecher nicht völlig übersteuert. Das System ist hier also klug abgestimmt. Diese physikalische Grenze führt allerdings dazu, dass der Klang bei hohen Lautstärken leider, wenn auch erwartbar, schrill wird. Ich möchte das der Tribit Stormbox Micro 3 jedoch nicht als negativen Kritikpunkt ankreiden, sondern als einfache Tatsache einordnen, die für einen derart kleinen, kompakten Lautsprecher völlig normal ist. Irgendwann stößt ein solches System schlichtweg an seine Grenzen.
Grenzen der kompakten Bauweise
Was die reine Maximallautstärke betrifft, werden wie gesagt sowohl Tribit Stormbox Micro 3 als auch Soundcore Boom Go 3i schrill. Das Gerät ist aber durchaus laut genug, um auch eine größere Fläche draußen zu beschallen. Wie viel Spaß das klanglich noch macht und wie sinnvoll es ist, große Bereiche damit abzudecken, sei mal dahingestellt, möglich ist es theoretisch.
Eine insgesamt höhere Lautstärke bietet im direkten Vergleichstest der Soundcore Boom Go 3i. Wer jedoch wirklich laut Musik über einen Bluetooth-Lautsprecher hören möchte, dem würde ich ein größeres Modell empfehlen, wie beispielsweise die Tribit Stormbox 2 oder sogar den Soundcore Boom 2. Letztlich besteht die Kunst der Modellwahl darin, für sich persönlich das richtige Verhältnis zwischen Lautsprechergröße und der damit maximal möglichen Klangqualität zu finden.
Bedienung und Handy-App
Die physischen Bedienelemente am Lautsprecher teilen sich in zwei Bereiche auf. Unterhalb des Tribit-Logos befinden sich folgende Knöpfe:
- Leiser-Knopf
- Lauter-Knopf
- Multifunktionsknopf
- Einmaliges Drücken: Wiedergabe/Pause
- zweimaliges Drücken: nächster Titel
- dreimaliges Drücken: vorheriger Titel
Auf der darunterliegenden kurzen Seite sind diese weiteren Tasten angebracht:
- Ein- und Ausschaltknopf
- Bluetooth-Knopf
- X-Bass-Knopf
- Stereopairing-Knopf
Abgesehen vom Multifunktionsknopf hat kein Knopf doppelte Funktionen.
Die zugehörige Tribit App bietet darüber hinaus eine Reihe an Einstellungen:
- Equalizer
- sieben Presets
- Benutzerdefinierter Equalizer mit 9-Band-Fader
- Ändern des Gerätenamens
- Programmieren eines Sleep Timers
- Einstellen eines automatischen Herunterfahrens bei fehlender Wiedergabe
- Ein- oder Ausschalten der Sprachansagen
- Installation anstehender Firmware-Updates
Die überschaubaren App-Funktionen funktionieren im Test zuverlässig. Blickt man hier auf die Konkurrenz, fällt auf, dass der Soundcore Boom Go 3i über seine App deutlich mehr Funktionen unterstützt. Dort gibt es beispielsweise eine anpassbare RGB-Beleuchtung sowie integrierte White-Noise-Sounds zum Entspannen. Während die Tribit Stormbox Micro 3 lediglich das Stereo-Pairing mit einem weiteren baugleichen Lautsprecher ermöglicht, unterstützt das Soundcore-Modell Multipairing via Auracast. Zudem bietet der Konkurrent einen Notfallalarm, um beispielsweise in einer Notsituation beim Wandern akustisch auf sich aufmerksam zu machen.
Auf einen Großteil dieser Funktionen kann man beim reinen Musikhören sicherlich verzichten. Sie fehlen bei der Tribit Stormbox Micro 3 nicht für den Kerneinsatzzweck. Dennoch sind diese zahlreichen Extras nette Gimmicks, die den Soundcore-Lautsprecher in puncto Funktionsvielfalt etwas abheben.
Aktueller Bluetooth Chip und gute Laufzeit
Die Tribit Stormbox Micro 3 ist mit Bluetooth 6 ausgestattet und unterstützt die Codecs AAC sowie SBC. Ein hochauflösender Audio-Codec ist zwar nicht an Bord, was bei einem Lautsprecher dieser Größe und mit seinen baulichen Möglichkeiten aber keineswegs der Flaschenhals ist. Hier limitiert eher der Audiotreiber selbst die Klangqualität, weshalb das Fehlen von High-Res-Codecs absolut zu verschmerzen ist.
Wie bereits erwähnt, können zwei baugleiche Speaker zu einem Stereo-Paar gekoppelt werden. In unserem Test erwies sich die Verbindung zwischen Smartphone und Lautsprecher auf eine Distanz von etwa 15 Metern als äußerst stabil. In geschlossenen Räumen verringert sich diese Reichweite naturgemäß etwas, je nachdem wie massiv Wände und andere Hindernisse ausfallen. Bewegt man sich jedoch innerhalb eines Raumes, treten keinerlei Verbindungsprobleme auf.
Der verbaute Akku bietet eine Kapazität von 4.800 mAh. Ist dieser vollständig entleert, nimmt das komplette Aufladen des Speakers rund zwei Stunden in Anspruch. Tribit hat zudem eine Schnellladefunktion integriert. Laut Herstellerangabe sollen 15 Minuten am Stromnetz für rund drei Stunden Musikwiedergabe ausreichen, was jedoch eher bei sehr niedrigen Lautstärken realistisch ist.
In der Praxis konnte ich bei einer Lautstärke von 50 % bis 70 % nach 15 Minuten Ladezeit eine Laufzeit von etwa anderthalb Stunden erreichen. Die Gesamtlaufzeit gibt Tribit mit bis zu 24 Stunden an. In meinem Testzyklus kam ich bei einer gemischten Lautstärke zwischen 40 und 70 Prozent auf eine Laufzeit von etwa 18 Stunden. Das trifft zwar nicht ganz den theoretischen Herstellerwert, ist im Alltag aber immer noch völlig in Ordnung.
Der USB-C-Anschluss für den Ladevorgang verbirgt sich dabei geschützt hinter einer Gummikappe. Als praktisches Extra kann der Lautsprecher im Notfall auch als Powerbank fungieren und das Smartphone über eben diesen Anschluss per Reverse-Charging aufladen.
Fazit zur Tribit Stormbox Micro 3
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tribit Stormbox Micro 3 im Test ein insgesamt solider Lautsprecher ist, der seine Kernfunktionen zuverlässig erfüllt. Besonders positiv hervorzuheben ist die neue magnetische Halterung, die eine gelungene Neuerung darstellt. Zudem überzeugt das Gerät mit einer guten Verarbeitungsqualität. Dank IP68-Zertifizierung und ausgewiesener Sturzfestigkeit ist der Lautsprecher bestens für das kommende Outdoor-Abenteuer gewappnet. Dass er aktuell nur in Schwarz erhältlich ist und im Vergleich zum direkten Vorgänger keine revolutionären Neuerungen bietet, muss man ihm dabei nicht zwingend als Schwäche ankreiden.
Das eigentliche Problem des Lautsprechers liegt eher in der starken Konkurrenz. Preislich liegt die Tribit Stormbox Micro 3 mit einem aktuellen Angebotspreis von 54,99 Euro sehr nah am Soundcore Boom Go 3i, der oft schon für 59,99 Euro zu haben ist. Für diesen geringen Aufpreis bietet das Soundcore-Modell schlichtweg mehr Funktionen. Zwar fehlen dem Konkurrenten die praktischen Magneten, dafür besitzt er ebenfalls einen Gummiriemen auf der Rückseite, der sich obendrein zu einer Schlaufe umfunktionieren lässt. Hinzu kommt beim Soundcore Boom Go 3i der größere Funktionsumfang der App sowie ein etwas lauteres und im Hochton marginal besseres Klangbild.
Damit sich die Tribit Stormbox Micro 3 gegen diese Konkurrenz durchsetzen kann, müsste der Preis aus meiner Sicht noch ein wenig fallen. Letztlich erhält man hier einen robusten Begleiter, der sich am Markt aber gegen starke Mitbewerber beweisen muss.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Tribit Stormbox Micro 3
💦 Ist die Tribit Stormbox Micro 3 wasserdicht?
Ja, der Lautsprecher besitzt eine IP68-Zertifizierung. Damit ist er vollständig wasser- und staubdicht und eignet sich problemlos für den Einsatz im Freien und für Outdoor-Abenteuer.
🔋 Wie lange hält der Akku der Tribit Stormbox Micro 3?
Der Hersteller gibt die maximale Laufzeit mit bis zu 24 Stunden an. In unserem Praxistest bei einer gemischten Lautstärke von 40 bis 70 Prozent konnten wir eine gute Laufzeit von etwa 18 Stunden erreichen.
🧲 Welche Befestigungsmöglichkeiten bietet der Lautsprecher?
Die Tribit Stormbox Micro 3 ist sehr flexibel: Sie verfügt über einen klassischen Gummiriemen auf der Rückseite (z. B. für den Fahrradlenker) sowie über integrierte Magneten auf der Unterseite, um sie an metallischen Oberflächen anzuheften.
📱 Gibt es eine App für die Tribit Stormbox Micro 3?
Ja, über die zugehörige Tribit App lassen sich Funktionen wie ein Equalizer (mit 7 Presets und benutzerdefiniertem Modus), ein Sleep Timer sowie automatische Abschaltzeiten einstellen. Auch Firmware-Updates können hierüber installiert werden.
🔌 Kann der Lautsprecher als Powerbank genutzt werden?
Ja, das ist möglich. Über den geschützten USB-C-Anschluss lässt sich im Notfall per Reverse-Charging das Smartphone aufladen.
🔗 Kann ich die Tribit Stormbox Micro 3 mit anderen Lautsprechern koppeln?
Ja, der Lautsprecher unterstützt Stereo-Pairing. Du kannst ihn mit einem zweiten, baugleichen Modell verbinden, um Stereo-Sound zu erhalten. Eine weiterführende Multipairing-Funktion (wie Auracast) wird jedoch nicht unterstützt.
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