Tuya WLAN Notrufknopf für 23€: Smarter Hausnotruf für Senioren statt teurem Abo

Bei mir sind es die Knie, bei anderen ein nachlassendes Gehör: Das Thema „Älter werden“ betrifft uns früher oder später alle – sei es bei den Eltern oder Großeltern. Die Sorge: Was, wenn jemand stürzt und das Telefon nicht erreichen kann? Klassische Hausnotruf-Systeme (z.B. vom Roten Kreuz oder Malteser) sind die sicherste Bank, kosten aber monatlich Geld und erfordern oft Verträge.

Für den Einstieg oder als zusätzliche Absicherung gibt es smarte Lösungen, die über WLAN funktionieren. Bei Banggood haben wir ein Tuya WiFi SOS-System gefunden, das mit rund 23€ nicht nur extrem günstig ist, sondern auch deutlich mehr Hardware bietet als die (bauähnliche) Konkurrenz bei Amazon. Taugt das was für Oma und Opa?

Tuya SOS System Aufmacher 1

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Das Prinzip: WLAN statt Telefonleitung

Das System besteht aus drei Teilen: Einer Basisstation (Host), die per USB-C (vorbildlich!) mit Strom versorgt wird, und den eigentlichen Auslösern. In diesem Set sind das ein SOS-Knopf zum Umhängen und eine SOS-Armbanduhr.

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Das Praktische dabei: Die Basisstation hängt im WLAN und ist mit der allseits bekannten Tuya Smart / Smart Life App verbunden. Damit lassen sich zwei Szenarien abdecken:

A) Ihr seid im selben Haus wie die hilfsbedürftige Person. Drückt letztere den Knopf, funkt dieser per 433 MHz (bis zu 100m Reichweite) an die Basis. Diese macht ordentlich Lärm (einstellbar bis zu 120dB).

B) Ihr seid unterwegs? Kein Problem, denn dann schickt die Basis gleichzeitig eine Push-Benachrichtigung auf euer Handy – egal, wo ihr gerade seid.

Tuya WiFi SOS Szenario

Banggood vs. Amazon: Der Preis-Check

Schaut man sich bei Amazon um, findet man unter Marken wie „eMylo“ optisch und technisch teilweise fast identische Systeme. Diese kosten dort aber oft zwischen 36€ und 50€ – und das meist mit weniger Zubehör (oft nur ein Knopf oder nur eine Uhr). Beim Banggood-Angebot hingegen bekommt ihr für 23€ gleich zwei Sender (Knopf + Uhr).

Tuya WiFi SOS System Display e1764341539693

Features & potenzielle Nachteile

Die Basisstation verfügt über ein LC-Display, das Zeit, Datum und den Status anzeigt. Ihr könnt aus 16 Melodien wählen – falls ihr nicht direkt von einer Sirene, sondern eher von „Für Elise“ alarmiert werden wollt. Die Lautstärke ist in 4 Stufen regelbar. Sinnvoll: Dank der Familienfreigabe in der App können mehrere Personen (z.B. Sohn, Tochter, Nachbar) gleichzeitig benachrichtigt werden.

Tuya WiFi SOS System Features

Aber so gut das klingt, gibt es natürlich auch Einschränkungen gegenüber einem professionellen Hausnotruf. Zuerst einmal darf das WLAN nicht ausfallen – denn sonst klingelt nur die Basis vor Ort und nicht euer Handy. Außerdem ist das System auf eine Steckdose angewiesen. Fällt der Strom aus, bleibt alles stumm (sofern keine Powerbank dazwischengeschaltet ist). Professionelle Systeme haben in dieser Hinsicht oft Akkus und SIM-Karten. Zudem sind die 100m Reichweite eher im Freifeld erreichbar, unter Umständen aber nicht im Keller eines massiven Betonbaus.

Tuya WiFi SOS System USB C e1764341518960

Tuya WiFi Notruf-System: Perfekt für den Einstieg?

Wer pflegebedürftige Angehörige hat, bei denen jede Sekunde zählt, sollte weiterhin auf zertifizierte Systeme mit 24h-Zentrale setzen. Aber für die „fitte Oma“, die alleine wohnt und einfach ein Sicherheitsnetz möchte, falls ihr mal schwindelig wird, ist dieses Gadget schon ziemlich cool. Es kostet kein monatliches Abo, lässt sich einfach installieren und informiert die Familie sofort per Handy. Für 23€ hat man hier gegebenenfalls ein Stück mehr Seelenfrieden.

Quellen:

570406fed2b04027ad51b6e673455407 Hier geht's zum Gadget

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (14)

  • Profilbild von Pesi
    # 22.12.25 um 14:32

    Pesi

    ja nun habe ich das zu Hause. Benachrichtigung zu Hause klappt, aber für die versprochene Benachrichtigung per Telefon oder SMS ist ein kostenpflichtiges Abo für 19,99€ für 30 Tage erforderlich.
    Dieses sollte auch in den Empfehlungen beschrieben sein!!!!
    Wenn Senioren einen Pflegegrad haben, dann werden die monatlichen Kosten von der Pflegekasse übernommen. Bei Betätigung des Notrufes versucht die Notrufzentrale Kontakt zum Patienten zu bekommen, klappt das nicht, wird sofort ein RTW geschickt!!!

  • Profilbild von Michael
    # 02.12.25 um 12:07

    Michael

    Nach der Bestellung würde ich von jemandem gewarnt, ob ich das meiner Mutter antun möchte, dass der Akku "bei so einem Chinaböller" explodiert. ich solle lieber monatlich beim Roten Kreuz abschließen. 🤔

    • Profilbild von Thommy
      # 03.12.25 um 10:33

      Thommy CG-Team

      Hey,

      das ist – mit Verlaub gesagt – totaler Bullshit. Das rührt wahrscheinlich noch aus Vorstellungen aus den 90er Jahren. So gut wie alles – auch Akkus in Geräten – stammt heute zum überwiegenden Teil aus China. Tuya mag zudem günstig sein, Hersteller, die für die Plattform produzieren, verpflichten sich aber zu gewissen Standards, da sollte man sich also eher weniger Sorgen um explodierende Akkus machen, sondern darum, ob das Einsatzszenario stimmt.

      Beste Grüße

      Thommy

      • Profilbild von Chriskev
        # 03.12.25 um 17:43

        Chriskev

        ja weniger explodierende Akkus aber explodierende Datenlecks gerade bei Tuya… 😬

        • Profilbild von Thommy
          # 04.12.25 um 10:58

          Thommy CG-Team

          Der letzte öffentlich bekannte Fall liegt hier 4 Jahre zurück. Ob das immer noch ein Problem ist? Möglich! Aber ich denke, dass das allgemein ein großes Problem ist, egal ob die Technik aus Ost oder West kommt.

    • Profilbild von Chriskev
      # 02.12.25 um 17:40

      Chriskev

      das war ein kluger Mensch würde dem Folgeleisten Recht hat er. 👍

  • Profilbild von Kakue
    # 01.12.25 um 01:41

    Kakue

    sorry, aber das hier ist Spielerei.
    https://www.multitone.de aus Düsseldorf (Rosstraße in Derendorf/Golzheim) stellt System eher, die bspw. in forensischen Kliniken eingesetzt werden, und eine Art Alarmknopf für Pflegekräfte darstellen.

    Hier fehlt es eigentlich an allem:
    – an Redundanz (was ist, wenn das Handy nicht erreichbar ist?)
    – an Rückmeldemöglichkeiten. Woher weiß Omi nun, ob jemand kommt oder ich gerade das Telefon auf lautlos habe?
    – an Nahbereichskommunikationsmöglichkeiten.
    Also, ich wohne oben, Omi unten. Omi fällt. Die Sirene nützt nichts und geht nur allen auf die Nerven. Sinnvoller wäre es, wenn ich einen (lautlosen) Alarm auf alle meine Geräte erhalte: SMS, E-Mail, WLAN etc. Dann kann ich schnell runter. Oder über den Hof, oder die zwei Straßen entlang.

    • Profilbild von Thommy
      # 01.12.25 um 10:33

      Thommy CG-Team

      Hey,
      also für pflegebedürftige Menschen oder ohnehin schwere Fälle ist das sicherlich nicht die optimale Lösung, da gebe ich dir Recht. Zu deinen Punkten:

      – Redundanz ist eigentlich irrelevant, es sei denn man hat wirklich nur ein einziges Handy hinterlegt. Aber die Wahrscheinlichkeit, das gleich 5 Leute, die hier im System hinterlegt sind, ihr Handy verlegt haben, ist dann doch recht gering.
      – Rückmeldung: Ja, das stimmt, da gibt es keine Rückmeldung, in der Tat.
      -. siehe oben, der Denkfehler besteht darin, dass nur ein einziges Handy hinterlegt ist. Das wäre natülich fatal.

      Lieben Gruß

      Thommy

  • Profilbild von Dagobert
    # 01.12.25 um 00:20

    Dagobert

    wo ist denn da eine "Uhr"? ich sehe nur ein Armband mit nem Gnupfler- könnte aber mit dem Teil auch als Haustürklingel zweckentfremdet werden

    • Profilbild von Thommy
      # 01.12.25 um 10:33

      Thommy CG-Team

      "Uhr" ist zu viel gesagt, "ein Knopf mit Armband" trifft es eher, genau.

  • Profilbild von MM
    # 30.11.25 um 22:54

    MM

    Puh… ich setze mich gerade mit dem Thema auseinander, da mein Vater Parkinson hat und aufgrund von sogenannten Freezings einer Risikogruppe angehört. Er lebt alleine und war gerade erst von einer Nottüröffnung betroffen.

    Das hier vorgestellte Gadget nach dafür dienlich sein, der Omi einen Kaffee vorbeizubringen, wenn sie drückt oder mal wieder zum Gespräch zu kommen. Ein Sicherheitsfeature ist es sicherlich nicht. Noch dazu man sich die Frage stellen sollte, wie sicher das System hinsichtlich Funktionsfähigkeit ist. Dafür zahle ich doch lieber die 49 Euro im Monat für den ASB.

    • Profilbild von Thommy
      # 01.12.25 um 10:35

      Thommy CG-Team

      Ja, ich glaube sowieso, dass das eher für ältere Menschen geeignet ist, die ohnehin noch fit sind, aber eben alleine leben. Ideal ist die Lösung sicherlich nicht.

  • Profilbild von Senior
    # 30.11.25 um 20:14

    Senior

    Den monatlichen Obolus bei professionellen Systemen zahle ich ja nicht für die Technik, sondern damit da jemand 24/7 am Telefon sitzt und mir sofort antworten kann. Außerdem ist dann auch häufig ein Haustürschlüssel hinterlegt, damit nicht jedes Mal wenn ich hinfalle und den Alarm drücke, die Haustür aufgebrochen werden muss.

    • Profilbild von Geoldoc
      # 30.11.25 um 21:57

      Geoldoc

      Das stimmt.

      Die Frage ist auch, wie wahrscheinlich Fälle sind, wo ein Handy nicht mehr bedient werden kann, aber der Notrufknopf, es dann aber ausreicht, einen Angehörigen zu alarmieren, der dann aber nicht weiß was ist und ggf auch nur den Rettungsdienst alarmieren kann.

      Im gleichen Haus oder wenn wir bei uns mehrere Nachbarn Schlüssel haben, vielleicht noch sinnvoll.Aber es könnte auch ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln.

      Trotzdem spannend und auch preislich Mal wieder ein echtes Gadget.

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