Test

Gigacube 5G 2023: Vodafones Mobilfunkrouter von ZTE

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Schnelles Internet in Deutschland ist und bleibt vermutlich noch eine ganze Weile ein leidiges Thema, gerade wenn man nicht in oder in der Nähe einer Metropole lebt. Der Glasfaserausbau geht vielerorts nur schleppend voran. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass selbst auf große Ankündigungen und die Verlegung von Kabelkanälen noch Monate bis Jahre vergehen können, bis tatsächlich ein Glasfaserkabel verlegt und angeschlossen ist. Um nicht ganz in der Steinzeit hängenzubleiben, können Mobilfunkrouter wie der Vodafone Gigacube 5G, je nach Standort und dem Ausbau des mobilen Internets, eine Alternative zum Kupferkabel sein.

Vodafone Gigacube 5G Design

Ha! Der Gigacube ist ein China-Gadget

Der Gigacube 5G 2023 mit der Modellbezeichnung MC888 Ultra ist natürlich „Made in China“ und wird von ZTE gefertigt. ZTE werdet ihr vermutlich im Kontext von Smartphones schon mal gehört haben. Auch wenn sich der Hersteller bislang nicht in Deutschland und Europa etablieren konnte, gelang es ZTE vor einigen Jahren mit dem ZTE Axon 20 5G recht große Aufmerksamkeit zu erhaschen. Dies ist das erste Handy weltweit mit einer Frontkamera unter dem Display. Eine technische Neuheit, über die auch wir berichtet und das Handy natürlich getestet haben. ZTE ist also, obwohl hierzulande recht unbekannt, ein Hersteller, der auch dazu in der Lage technische Neuerungen zu entwickeln.

Vodafone Gigacube 5G Lieferumfang

Einfache Inbetriebnahme – verschiedene Positionen ausprobieren lohnt sich!

Wer schon mal einen normalen Router eingerichtet hat, den wird auch der Gigacube 5G vor keine großen Herausforderungen stellen, im Gegenteil. Die SIM-Slot versteckt sich in der Unterseite des Mobilfunkrouters, ansonsten muss er nur aufgestellt und mit Strom versorgt werden. Mit den vorgegebenen Anmeldedaten verbindet man sich dann im Nu mit dem Router und kann wie gewohnt im Browser auf dessen Einstellungen zugreifen.

Man sollte sich im Vorfeld nicht festlegen, wo der Router stehen soll, sondern testen, sobald man ihn hat. Da er sich wie ein Handy mit einem Mobilfunkmast draußen verbindet, kann es gut sein, dass die gewünschte Position nicht die beste Bandbreite und Verbindungsstabilität liefert. Klar, innenliegende Räume ohne Fenster, wie eine Abstellkammer oder ein WC sind vermutlich nie eine gute Idee. Aber das Wohnzimmer auf der Südseite könnte deutlich schlechter funktionieren, als die Küche Richtung Norden. Um die sinnvollste Position zu finden, hilft eine integrierte Positionierungssoftware. Da der Mobilfunkrouter nur eine Steckdose und keinen Telefonanschluss benötigt, ist man sehr frei.

Vodafone Gigacube 5G SIM Slot

Die Softwarelösung von Vodafone kann aber auch irreführend sein, da sie lediglich Auskunft über die Signalstärke gibt, nicht aber über die Bandbreite. So kann es natürlich sein, dass die Download/Upload Datenrate besser ist, trotz schlechterem Empfang. Es empfiehlt sich also neben des Signalstärke-Tests auch an jedem Ort einen Speedtest durchzuführen.

Trotzdem nur für einen Ort gedacht

Obwohl der Gigacube 5G so flexibel positionierbar und theoretisch von jedem Ort aus, an dem es Mobilfunknetz gibt, funktioniert, sind die Tarife für den Mobilfunkrouter an die Rechnungsadresse gebunden. Zwar gibt es keine aktive Sperre, die dafür sorgt, dass der Gigacube an anderen Orten gar nicht erst funktioniert, sollte es Vodafone allerdings auffallen, dass der Ort ständig wechselst, wird der Kunde kontaktiert.

Vodafone Gigacube mit bis zu 500 MBit/s im Test

Vodafone verspricht mit dem Gigacube bis zu 500 MBit/s, unsere Freunde von Handyhase.de konnten in ihrem Test in Deutschlands Hauptstadt Berlin sogar Geschwindigkeiten von bis zu 820 MBit/s messen. Gedrosselt scheint der Gigacube 5G 2023 also nicht zu sein, wenn die Bandbreite mehr hergeben sollte. Als erreichbaren Schnitt auf ganz Deutschland gesehen belässt man es aber wohl lieber bei 500 MBit/s als Maximum.

Vodafone Gigacube 5G in Hand

Bei uns im Ballungsgebiet NRW konnten wir am Stadtrand einer mittelgroßen Stadt eine Downloadgeschwindigkeit von gerade mal 200 MBit/s messen, bei einem Upload von 20 Mbit/s. Ja, wer viel hochladen möchte, für den ist der Gigacube 5G vermutlich nicht das richtige. Die Uploadgeschwindigkeiten sind deutlich geringer als die Downloadgeschwindigkeit. Das Mobilfunknetz ist leider auch asynchron. Wer aber, wie ich, gerade mal 16 MBit/s aus dem Kupferkabel bekommt, von denen dann real tatsächlich 10 MBit/s ankommen und ich wünschte es wäre ein Witz, ist es aber nicht, dann freut man sich schon sehr über 200 MBit/s.

In unserem Büro in Leverkusen, im Dunstkreis von Köln konnten wir nach einigem Ausrichten und Probieren mit der Position des Gigacubes einen Maximalwert von 120 Mbit/s Download und 22 M/Bits Upload erreichen, das ist tatsächlich ziemlich weit von den im Marketing angesprochenen 500 MBit/s weg.

Anschlüsse & Tarife

Der Gigacube 5G hat nicht besonders viele Anschlüsse. Das wichtigste sind die zwei Netzwerkbuchsen, die in der Theorie eine Geschwindigkeit von jeweils 2,5 GBit/s erreichen können. Einer davon ist als WAN-Anschluss, zum Beispiel für ein DSL-Modem konfigurierbar. In der Theorie kann der Router Geschwindigkeiten von bis zu 2,7 GBit/s, bis wir diese aber real über das Mobilfunknetz empfangen können, vergehen aber vermutlich noch Jahre, oder Jahrzehnte? Der 5G Mobilfunkrouter unterstützt WiFi 6, WiFe 6E wird noch nicht unterstützt. 

Vodafone Gigacube 5G Anschluesse

Ihr bekommt den Gigacube 5G in verschiedenen Tarifoptionen bei Vodafone. Dabei kostet der neue Vodafone 5G 2023 Mobilfunkrouter jeweils 10€ mehr pro Monat als die älter 4G Variante. Zwischen dem 16.11.2023 und dem 29.11.2023 entfällt die Anschlussgebühr.

  • Gigacube Zuhause Flex 
    • Einmaliger Anschlusspreis: 49,99€
    • Einmaliger Gerätepreis: 279,90€
    • Danach 49,99€ pro jeden Monat, in dem man den Gigacube nutzt
      • → Nutzung beispielsweise für den „Notfall“
  • Gigacube Zuhause 100
    • Anschlusspreis: 0€
    • Monatlich 44,99€
    • Einmaliger Gerätepreis 1€
    • 100 GB Volumen danach 32 KBit/s gedrosselt
      • Laufzeit: 24 Monate
  • Gigacube Zuhause 100
    • Anschlusspreis: 0€
    • Monatlich 54,99€
    • Einmaliger Gerätepreis 1€
    • 200 GB Volumen danach 32 KBit/s gedrosselt
      • Laufzeit: 24 Monate

Fazit: Der Vodafone Gigacube 5G kann lohnen

Sollte der Netzausbau bei euch noch irgendwo zwischen dem Jahr 2001-2005 feststecken, so kann Internet für zu Hause über das Mobilfunknetz eine Alternative sein. Vorausgesetzt natürlich, dass es um das Mobilfunknetz besser bestellt ist als um den kabelgebundenen Ausbau. Dank Geschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s bietet der Gigacube, wenn er denn diese Geschwindigkeitsregion in eurer Umgebung erreicht, auch genug Breitband für größere Haushalte wie Familien, ohne dass sobald einer etwas herunterlädt, beim anderen der Streamingdienst stockt.

Dann sollte man aber relativ genau wissen, wie viel Volumen man pro Monat benötigt. Spätestens seit der PlayStation 5 wissen wir aber auch, dass auch Updates für Konsolenspiele riesig sein können und auch 4K Videostreaming rüttelt ordentlich am Volumen. So ist ein Tarif mit Volumenbegrenzung daher eigentlich nur etwas für moderate Internetnutzer und somit ist die Gigacube 5G Lösung im unbegrenzten Tarif doch einfach teuer. Man sollte genau abwägen, ob es die beste Lösung für das eigene Szenario ist oder ob gegebenenfalls doch eine günstigere Option wie etwa einen Hybridtarif möglich ist.

Auch für Kleinunternehmen, die gegebenenfalls sogar in den eigenen vier Wänden ausgeübt werden, auf das Internet angewiesen sind und überlegen den Gigacube 5G als Backup für ausfälle anzuschaffen, sollten ebenfalls genauer recherchieren. Langfristig könnte ein echter Mobilfunkrouter mit Akku, der zwar erstmal in der Anschaffung erstmal teurer ist, mit einem „normalen“ Mobilfunktarif mit großem Datenvolumen günstiger sein.

e0d2d309cf52409aa88d47f7a2f39ae4 Hier geht's zum Gadget

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Tim

Gadget-Nerd bei China-Gadgets seit 2015 und immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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Kommentare (4)

  • Profilbild von Androide
    # 25.11.23 um 19:14

    Androide

    Viel zu teuer.
    Bei O2 kostet der Spass die Hälfte.

  • Profilbild von Heiko_K
    # 25.11.23 um 19:31

    Heiko_K

    Da mein DSL zu langsam ist, bin ich auf Vodafone 5G umgestiegen und habe als Gigacube das ZTE-Modell. Ich kann nur sagen: Es ist eine absolute Katastrophe. Wer wie ich bisher immer Fritzboxen hatte, wird völlig enttäuscht sein. Deutlich schlechteres WLAN, kein Mailversand bei bestimmten Events, nur sehr eingeschränkte DHCP-Funktionen und das User-Interface zeigt teilweise falsche IP-Adressen an. Auch das letzte Firmware-Update hat daran nichts geändert. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt…

  • Profilbild von Michael
    # 26.11.23 um 11:58

    Michael

    ich hab das Ding jetzt seit Juli ich bin sehr viel im Internet . anstatt die blöden Techniker anzurufen und frei nehmen wenn er kommt.bin ich flexibel Zuhause im Bus(Transporter) und was noch besser ist ich brauch kein externes WLAN im urlaub nur meine Strom Quelle 12v .

    Den Stecker hab ich mir selbst angefertigt für 12v das selbe mit den externen Antennen .

  • Profilbild von Wolli
    # 26.11.23 um 17:23

    Wolli

    Leider keine Alternative zu meinem Festnetzanschluss, solange kein VoIP (für mein Festnetztelefon im Netz) und ein Anschluss für externe Antennen vorhanden ist. Zum Glück gibt es noch andere Anbieter, wo man eine Fritzbox einsetzen kann, mit Datenflat zum besseren Preis.

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