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Xiaomi G20: Bad-Heizung, Lüfter, Deckenleuchte & Sterilisator in einem!

Xiaomi-G20-Leuchte-Aufmacher

Wenn wir in Deutschland an eine Badezimmer-Heizung denken, haben wir meistens einen simplen Wandheizkörper oder eine Fußbodenheizung vor Augen. In China geht man die Sache im Smart Home offensichtlich anders an. Xiaomi hat mit dem neuen „Mijia Smart Bath Heater G20“ ein System auf den Markt gebracht, das klassische Heizung, starke Belüftung, klinische Sterilisation und ein riesiges LED-Panel in einem einzigen Decken-Modul vereint. Wir schauen uns die Specs des All-in-One-Wunders einmal genauer an.

Xiaomi G20 Leuchte Aufmacher

Technische Daten des Xiaomi G20

FeatureXiaomi Mijia Smart Bath Heater G20
TypAll-in-One Badezimmer-Modul (für die Zwischendecke)
HeizelementGraphen-beschichtetes PTC-Keramikmodul (2.800 Watt)
LüftungZwei Inverter-Gleichstrommotoren (160mm Rotorblätter)
Luftaustausch240 m³/h
SterilisationPlasma-Ionen (tötet laut Hersteller 99,9 % der Bakterien)
BeleuchtungVollspektrum-LED (CRI Ra 96)
SteuerungBluetooth-Fernbedienung (IPX4) mit 3-Zoll-LCD, App, Voice
Smart Home SupportXiaomi HyperOS Connect
Maße (Panel)600 x 300 mm

Zweikernsystem für Heizung & Lüftung

Um es direkt vorwegzunehmen: Ein offizieller Verkaufsstart dieser Anlage in Deutschland ist extrem unwahrscheinlich und auch ein Import ergibt wegen der Bauvorschriften hierzulande und Anschlüssen nur wenig Sinn. Aber die rasante Entwicklung, die chinesische Tech-Giganten vorantreiben, zeigt eindrucksvoll, in welche Richtung sich Haustechnik aktuell entwickelt. Das spiegelt sich auch im Preis wider: In China kostet die Anlage regulär 999 Yuan (umgerechnet ca. 127 Euro) und fällt im aktuellen Blitzangebot sogar auf 709 Yuan (läppische 90 Euro).

Xiaomi G20 Ansicht

Der Xiaomi G20 wird dabei nicht an die Wand gehängt, sondern direkt in eine abgehängte Zwischendecke im Badezimmer montiert. Im Inneren des Moduls arbeitet ein massives Graphen-beschichtetes PTC-Keramik-Heizelement mit einer Leistung von 2.800 Watt. Laut Hersteller reicht diese Leistung aus, um die Temperatur im Raum innerhalb von nur einer Minute um 15 Grad Celsius anzuheben.

Kurze Erklärung: PTC-Heizelemente wandeln Strom extrem schnell in Wärme um, regeln sich aber bei steigender Temperatur selbst ab, um Überhitzung zu vermeiden.

Unterstützt wird das Heizelement von gleich zwei Inverter-Gleichstrommotoren mit 160 Millimeter großen Rotoren. Das Besondere daran: Die Anlage kann gleichzeitig heizen und lüften. Mit einem enormen Luftaustausch von 240 Kubikmetern pro Stunde soll die Feuchtigkeit nach dem Duschen extrem schnell abtransportiert werden, um Schimmelbildung zu verhindern. Über kleine Leitklappen lässt sich der Luftstrom in einem Winkel von 60 bis 110 Grad stufenlos justieren.

Xiaomi G20 Luefter e1774262814182

Plasma-Sterilisation & Vollspektrum-Licht

Xiaomi belässt es jedoch nicht beim Heizen und Lüften. Der G20 verfügt über eine integrierte Plasma-Einheit. Dieses System spuckt hochkonzentrierte positive und negative Ionen in den Raum. Das soll organische Moleküle (die etwa für muffige Gerüche im Bad verantwortlich sind) zersetzen und laut offiziellen Angaben 99,9 Prozent der Bakterien (wie E. coli oder Staphylokokken) in der Raumluft abtöten.

Xiaomi G20 Luefter Zirkulation

Die Unterseite des 60 mal 30 Zentimeter großen Moduls dient komplett als Lichtquelle. Xiaomi verbaut hier ein Vollspektrum-LED-Panel, das natürliches Sonnenlicht simulieren soll. Mit einem Farbwiedergabeindex (CRI) von Ra 96 wirken Hauttöne vor dem Spiegel damit natürlich.

Xiaomi G20 Features

Fernbedienung mit Display & HyperOS

Gesteuert wird der Decken-Koloss entweder über die Mijia App (HyperOS Connect), per Sprachbefehl oder über die beiliegende Bluetooth-Fernbedienung. Diese muss nicht zwingend in die Wand eingeputzt werden, sondern lässt sich flexibel ankleben. Sie verfügt über ein 3 Zoll großes LCD-Display, ist nach IPX4 spritzwassergeschützt und der Akku soll dabei zwei Jahre durchhalten.

Xiaomi G20 Bedienpanel

Xiaomi G20: Ein absurdes Preis-Leistungs-Verhältnis

Wenn man sich ansieht, was der Mijia Smart Bath Heater G20 alles kann, ist der in China aufgerufene Preis von unter 100 Euro im Angebot fast schon absurd günstig. Für dieses Geld bekommt man hierzulande oftmals gerade einmal einen mittelmäßigen Badlüfter ohne Heizung und ohne smarte Steuerung. Dass Elektroheizungen bezogen auf den Gesamtwirkungsgrad im Vergleich zu Wärmepumpen nicht die effizienteste Art der Dauerheizung sind, ist natürlich unbestritten. Für das kurze, schnelle Hochheizen am Morgen vor dem Duschen ist dieses All-in-One-Modell jedoch ein absoluter Traum für jeden Smart-Home-Bastler.

Zum Abschluss eine Frage an euch: Hättet ihr gerne so ein All-in-One-Modell für euer Badezimmer an der Decke oder reicht euch der klassische Heizkörper für das Handtuch völlig aus? 

Quelle(n):

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (8)

  • Profilbild von ctl
    0 # 23.03.26 um 17:20

    ctl

    ich suche eine Deckenleuchte die auch gleichzeitig eine Infrarotheizung ist. Hat da jemand eine Empfehlung oder Erfahrungen?

    • Profilbild von Nikk
      0 # 23.03.26 um 17:32

      Nikk

      Hi,
      gibt es von Könighaus, habe die Version ohne LED vor kurzem verbaut.
      Achte bei den IR Heizungen immer darauf, dass diese auch für die Deckenmontage aufgrund von Stauwärme geeignet sind.

    • Profilbild von Bernd Pohlann
      0 # 28.03.26 um 09:17

      Bernd Pohlann

      Ja, es gibt Spiegel mit integrierter Infrarotheizung. Aber die Fussbodenheizung müste auch für die Decke funktionieren!

  • Profilbild von Thomas S
    0 # 24.03.26 um 08:49

    Thomas S

    aber Achtung, nach meiner Erfahrung wirkt ein Infrarotstrahler nur wenn das gegenüber erwärmt werden kann. Generell reichen Entfernungen nur bis zwei bis zweieinhalb Meter, da die Decke meistens mindestens 2,7 m hoch sind, kommt kaum mehr was auf dem Boden runter, sonst wäre das eine ideale Heizung und für kleine Wohnung vollkommen ausreichend und nicht teurer als eine Wärmepumpe, wenn man Anschaffung Service und Reparatur rechnet

    • Profilbild von Tobias
      0 # 24.03.26 um 10:24

      Tobias

      Wenn du die Infrarotheizung dauerhaft betreibst dürfte das ziemlich teuer sein im Vergleich zum Betrieb einer Wärmepumpe. Andernfalls würde aber der Raum auskühlen und die Schimmelgefahr steigen.

      Was aber funktionieren würde – die Grundwärme über eine klassische Heizung (gerne auch Wärmepumpe) erzeugen und punktuell bei Bedarf mit Infrarot zuheizen. z.B. Badezimmer auf 18 Grad und die Infrarotheizung an, wenn man Duschen will… wann sich das amortiesiert im Vergleich zum höheren Heizen dürfte sehr individuell sein.

      Das Teil finde ich an und für sich nicht uninteressant, aber als all in one Gerät schon sehr aufwendig in der Installation, vor allem durch die Lüftung, die ja auch irgendwo oberhalb der abgehängten Decke nach außen geführt werden müsste. Im Neubau brauchts das in der Regel nicht, da gibt es zentrale Lüftungsanlagen. im Bestand schon eher, aber da fehlt mir dann der Wärmetauscher und mit Montage über der Decke sind wir dann auch schon bei ner etwas stärkeren Renovierung.

      Bei ~3KW würde ich dann auch sichergehen wollen, dass die Leitungen über der Decke auch darauf ausgelegt sind und nicht nur auf ein paar LED

    • Profilbild von HRR
      0 # 25.03.26 um 10:54

      HRR

      Hi, Du schreibst großen Quatsch. Ich heize zum Beispiel meine Küche mit 22 m2 schon über 10 Jahre mit Infrarot.
      Die gegenüberliegende Seite vom Heizkörper beträgt 4,20 m und die ganze Bude ist mit wenig Verbrauch warm.
      Die Infrarotheizung hat eine Leistung von "nur 900" Watt und habe einen Verbrauch im Winter von max. 1,50 € täglich.
      Also meine Heizung gibt die Strahlungswärme mindestens über 4 m ab. Dabei muß ich auch erwähnen, daß die Heizung sich sehr wenig einschaltet. Ich habe die Anschaffung bis heute nicht bereut.

  • Profilbild von Mario
    0 # 25.03.26 um 18:22

    Mario

    Meine Wohnung (30 m²) wird ausschließlich mit Infrarot (Decke) beheizt – wobei die Decke zu bevorzugen ist, weil es da "nur" ca. 2,50 m im breiten Winkel nach unten strahlt. Im Winter ist es wie im Sommer die Sonnenstrahlung – angenehm, unterm Tisch gibt trotzdem kühlere Füße (dort strahlt die Heizung ja nicht hin). Stromverbrauch für die ganze Wohnung: so um die 2.700 kW. Klingt erst mal viel, aber ich habe keine zusätzlichen Heiz-/Gaskosten! Somit ist es sogar günstiger.

    • Profilbild von elconte
      0 # 31.03.26 um 15:59

      elconte

      Ist natürlich Top. Wir haben leider mehr als das doppelte in der Größe. Damit es schon aussieht, müsste man wahrscheinlich die Decke etwas abhängen.

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