Xiaomi-Ökosystem: Qingping Air Monitor Lite – Der schönste Luftwächter für Home Assistant & Apple HomeKit

Smart-Home-Sensoren sind optisch leider oft nur zweckmäßige Plastikboxen. Ganz anders präsentiert sich der Qingping Air Monitor Lite. Dieser kleine Design-Würfel kommt nicht direkt von Xiaomi, sondern aus dem erweiterten Xiaomi-Ökosystem. Er wirkt eher wie ein Design-Objekt von Braun oder Apple. Wir schauen uns den Winzling einmal an, den ich auf meiner Einkaufsliste bereits stehen habe.

Qingping Air Monitor Lite Aufmacher

Design & Bedienung: Pixel-Art trifft Minimalismus

Das auffälligste Merkmal ist zweifellos das Display. Qingping verzichtet auf herkömmliche LCD-Technik und verbaut stattdessen ein einfarbiges OLED-Panel. Das sorgt für einen perfekten Kontrast und ermöglicht einen ästhetischen Pixel-Look, der auch aus einiger Entfernung gut ablesbar bleibt. Über dem Display signalisiert eine farbige LED-Leiste auf einen Blick, ob die Luftqualität im grünen Bereich liegt oder ob gelüftet werden muss.

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Auch bei der Bedienung geht der Hersteller eigene Wege und verzichtet komplett auf physische Knöpfe. Die gesamte Oberseite fungiert als Touch-Bar. Ein einfaches Wischen reicht aus, um zwischen den verschiedenen Messwerten zu wechseln, was sich im Alltag sehr intuitiv und wertig anfühlen sollte.

Qingping Air Monitor Lite Slide Funktion

Qingping Air Monitor Lite: Marken-Sensoren für präzise Daten

Im Inneren des kompakten Gehäuses arbeitet ein 5-in-1 Monitor, der sich nicht vor deutlich größeren Geräten verstecken muss. Für die CO2-Messung kommt ein SenseAir S8 Sensor zum Einsatz. Dieser nutzt das NDIR-Verfahren, was als Industriestandard gilt und deutlich verlässlichere Werte liefert als günstige eCO2-Schätzungen. Zusätzlich überwacht ein Laser-Streuungssensor von PlanTower die Belastung durch Feinstaub (PM2.5 und PM10), während Sensoren von Sensirion Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfassen.

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Gerade die Feinstaub-Messung ist ein Vorteil gegenüber beispielsweise dem günstigeren SwitchBot Meter Pro CO2, dem dieses Feature fehlt. Im direkten Vergleich zur Home Assistant-Empfehlung AirGradient ONE müssen Nutzer zwar auf die Erfassung von TVOC und Stickoxiden verzichten, erhalten dafür aber ein deutlich wohnzimmertauglicheres Gerät.

Smart Home: Dank WLAN perfekt für Apple HomeKit & Home Assistant

Obwohl Qingping (ehemals „ClearGrass“) aus dem Xiaomi-Universum stammt, zeigt sich das Gerät erfreulich offen für andere Systeme. Neben Bluetooth ist auch ein 2,4 GHz WLAN-Modul verbaut. Damit ist der Sensor nicht auf die geringe Reichweite von Bluetooth oder einen Extra-Hub (SwitchBot) angewiesen.

Der Winzling lässt sich in die Xiaomi Home App integrieren. Apple-Nutzer können das Gerät nativ in HomeKit einbinden und sehen alle Werte direkt auf dem iPhone oder iPad. Für Nutzer von Home Assistant ist der Air Monitor Lite ebenfalls ein Traum, da er nativ unterstützt wird. Die Einbindung erfolgt lokal und ohne Cloud-Zwang, sodass die Daten blitzschnell im eigenen Dashboard landen.

Qingping Air Monitor Lite Appanbindung

Ein wichtiges Detail betrifft die Stromversorgung. Zwar ist ein 2000 mAh Akku verbaut, dieser hält jedoch laut Hersteller nur etwa sieben Stunden durch. Er dient eher als kurzzeitige Überbrückung, um Messungen in anderen Räumen vorzunehmen. Für den dauerhaften Betrieb muss der Sensor zwingend per USB-C mit Strom versorgt werden.

Qingping Air Monitor Lite: Mein Favorit für den Schreibtisch

Der Qingping Air Monitor Lite markiert den perfekten Mittelweg aus Design, Sensor-Qualität und Smart-Home-Integration. Er nervt nicht mit Cloud-Zwang und liefert dank Marken-Sensoren höchstwahrscheinlich verlässliche Werte. Wer besonderen Wert auf Ästhetik und eine native WLAN-Integration legt, ist hier genau richtig. Sparfüchse greifen eher zum SwitchBot Meter Pro, müssen dann aber auf Feinstaub-Messung und WLAN verzichten. Wer hingegen maximale Datentiefe inklusive TVOC benötigt und bastelfreudig ist, bleibt beim AirGradient. Für den Schreibtisch ist der Qingping meiner Meinung nach jedoch optisch konkurrenzlos.

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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