Xiaomi Pad 9 Pro Max: Großes Produktivitäts-Monster mit hauseigenem Prozessor

Xiaomi Pad 9 Pro Max Produktbild

Xiaomi schickt mit dem Xiaomi Pad 9 Pro Max ein echtes Riesen-Tablet ins Rennen, das dank eines riesigen Bildschirms und spannender Desktop-Features vor allem als mobile Arbeitsstation überzeugen will. Das größte Ausrufezeichen setzt der Hersteller allerdings unter der Haube mit dem nagelneuen Xiaomi O3 Flaggschiff-Prozessor.

Technische Daten des Xiaomi Pad 9 Pro Max

Kategorie / ModellXiaomi Pad 9 Pro Max
Display13,3 Zoll LCD, 3,4K-Auflösung (3.408 × 2.272 Pixel), 308 PPI, 3:2 Seitenverhältnis, 12-bit Farbtiefe, DCI-P3, HDR10, Dolby Vision, HDR Vivid (optional mit matter Beschichtung)
Bildwiederholrate & Helligkeit144 Hz, 1.000 nits (Spitzenhelligkeit)
Prozessor (SoC)Xiaomi O3 (3nm, 10-Core CPU bis zu 4,35 GHz)
Grafik (GPU) & NPU16-Core G2-Ultra NX GPU, 4-Core Xiaomi NPU (200 TOPS)
Arbeitsspeicher (RAM)8 GB (LPDDR5X), 12 GB / 16 GB (LPDDR5T) oder 16 GB (LPDDR6 bei 1 TB Version)
Interner Speicher256 GB / 512 GB / 1 TB UFS 4.1
DisplayPort-Eingang & USBUSB 3.2 Gen 2 Type-C (bis zu 10 Gbit/s), integrierter DisplayPort-Videoeingang (nutzbar als sekundärer Monitor bis zu 3,4K @ 120 Hz)
Kameras50 MP Hauptkamera mit 4K @ 60 fps (Rückseite), 32 MP Ultraweitwinkel-Kamera (Front)
Akku & Laden12.000 mAh, 120W Schnellladung (60 % in 20 Minuten), 27W wired Reverse-Charging, 45W POGO-Auto-Laden
Audio & Mikrofone8 Lautsprecher mit Dolby Atmos, 6 Mikrofone
KonnektivitätWi-Fi 7 (802.11 a/b/g/n/ac/ax/be), Bluetooth 6.0 (Dual-Bluetooth)
Sensoren & BiometrieSeitlicher Fingerabdrucksensor (im Power-Button), Beschleunigungssensor, Gyroskop, Umgebungslichtsensoren, Hall-Sensor, Kompass, Infrarot-Sender
Zubehör-UnterstützungXiaomi Focus Pen Pro (16.384 Druckstufen), schwebende Tastatur mit Touchpad via POGO-Pin
BetriebssystemXiaomi HyperOS 4.0 mit XiaoAI 2.0 Assistent
Abmessungen & Gewicht296,2 × 203,08 × 5,67 mm / 645 g (Standard) bzw. 653 g (matte Version)
GehäusefarbenWeinrot, Schwarz, Silber
Preis (China)Ab 4.799 Yuan (ca. 616 €) bis 7.899 Yuan (ca. 1.013 €)

Xiaomi O3 Prozessor sprengt Benchmark-Rekorde auf dem Papier

Im Inneren des Tablets feiert der im modernen 3nm-Verfahren gefertigte Xiaomi O3 seine Premiere, welcher mit 10 Kernen und bis zu 4,35 GHz Taktrate antritt. Dazu gesellen sich eine 16-Kern G2-Ultra NX GPU sowie eine 4-Kern NPU mit 200 TOPS Rechenleistung.

In der Präsentation hat man mit einem AnTuTu v12 Score von 5.615.572 Punkten geworben, was schon eine gewaltige Ansage darstellt. Zwar lassen sich diese V12-Werte nicht mit älteren V11-Ergebnissen vergleichen, aber der Abstand ist beachtlich. Das Honor MagicPad 3 Pro 13.3 mit dem aktuellen Snapdragon 8 Elite Gen 5 kommt im gleichen Benchmark schließlich nur auf 4.387.064 Punkte.

Xiaomi Pad 9 Pro Max Xring

Das ist schon ein starker Sprung, wenn diese Angaben so stimmen. Man muss aber auch sehen, dass in ein paar Wochen bereits die nächste Generation der Snapdragon-Prozessoren ansteht und wahrscheinlich nochmal zulegt. Zudem muss sich der Xiaomi O3 erst einmal im alltäglichen Dauerbetrieb beweisen, wo thermische Verhältnisse und Softwareoptimierung eine entscheidende Rolle spielen. Beim Speicher schöpft Xiaomi jedenfalls aus dem Vollen, denn die Top-Konfiguration bietet 16 GB LPDDR6-Arbeitsspeicher gepaart mit 1 TB UFS 4.1 Massenspeicher, während die Einstiegsmodelle auf 8 GB bis 16 GB LPDDR5X- oder LPDDR5T-RAM und 256 GB bis 512 GB Speicher setzen.

Riesiges 3:2-Display zielt voll auf Produktivität statt Streaming

Auf der Front verbaut der Hersteller ein 13,3 Zoll großes LCD-Panel, welches mit einer scharfen Auflösung von 3.408 × 2.272 Pixeln (3,4K) auflöst. Die Bildwiederholrate liegt bei flotten 144 Hz, während die maximale Helligkeit 1.000 nits erreicht und eine Pixeldichte von 308 PPI geboten wird. Neben einer Farbtiefe von 12-bit, einer DCI-P3-Farbraumabdeckung und voller Unterstützung für HDR 10, Dolby Vision sowie HDR Vivid gibt es optional sogar eine Version mit matter Beschichtung, welche störende Reflexionen effektiv minimieren soll.

Xiaomi Pad 9 Pro Max in der Hand

Auffällig ist hierbei vor allem die Wahl des 3:2-Bildschirmformats. Wer auf dem Tablet primär Filme schauen möchte, wird sich an den breiten schwarzen Balken stören, für produktives Arbeiten ist das Seitenverhältnis allerdings ein Vorteil. Dokumente, Webseiten oder Tabellen lassen sich damit wesentlich übersichtlicher darstellen als auf den sonst üblichen 16:10-Bildschirmen. Trotz der enormen Diagonale fällt das Aluminium-Unibody-Gehäuse mit 5,67 mm extrem schlank aus und bringt rund 645 g auf die Waage, bei der matten Version sind es minimal schwerere 653 g.

DisplayPort-Eingang verwandelt das Tablet in PC-Monitor und Handheld-Screen

Ein echtes Highlight ist der verbaute USB 3.2 Gen 2 Type-C-Anschluss, der nicht nur Daten mit bis zu 10 Gbit/s überträgt, sondern auch einen echten DisplayPort-Videoeingang mitbringt. Dadurch lässt sich das Tablet per Kabel direkt als sekundärer Monitor an ein Notebook anschließen, wobei Auflösungen bis zu 3,4K bei 120 Hz unterstützt werden. Wer mobil unterwegs ist, kann das Tablet so problemlos als Zweitbildschirm für den Laptop nutzen.

Zusammen mit dem optionalen Xiaomi Focus Pen Pro, welcher stolze 16.384 Druckstufen mitbringt, verwandelt sich das Gerät auf Wunsch sogar in ein vollwertiges digitales Zeichenbrett für den PC. Ebenso praktisch ist die Möglichkeit, mobile Gaming-Handhelds direkt per USB-C anzuschließen, um unterwegs auf einem deutlich größeren Display zu zocken.

Xiaomi Pad 9 Pro Max Stift

Starke Akkulaufzeit, HyperOS 4.0 und passendes Zubehör

Im Inneren steckt ein üppiger 12.000 mAh Akku, welcher laut Hersteller bis zu 12 Stunden Office-Arbeit oder über 11 Stunden Videowiedergabe durchhält. Aufgeladen wird der Akku per 120W Schnellladung, wodurch das Tablet innerhalb von nur 20 Minuten wieder zu 60 Prozent gefüllt ist. Zudem werden kabelgebundenes Reverse-Charging mit 27W sowie ein 45W POGO-Laden an den Rücksitzen von Fahrzeugen wie dem Xiaomi SU7 unterstützt.

Für den passenden Sound sorgen insgesamt 8 Lautsprecher mit Dolby Atmos, während gleich 6 Mikrofone für eine saubere Sprachaufnahme bei Videokonferenzen zuständig sind. Kameras gibt es auf der Rückseite mit 50 MP für 4K-Videos bei 60 fps und auf der Front mit 32 MP für Videocalls.

Xiaomi Pad 9 Pro Max Akku

Auf Seiten der Software kommt das neue Xiaomi HyperOS 4.0 zum Einsatz, welches mit dem XiaoAI 2.0 Assistenten und tief integrierten KI-Features für Büroanwendungen aufwartet. Im sogenannten Multitasking-Modus lassen sich auf Modellen ab 12 GB RAM bis zu sechs geteilte Fenster plus ein schwebendes Fenster gleichzeitig nutzen, während die Basisvariante auf drei Splitscreens limitiert ist. Zur drahtlosen Kommunikation sind modernes Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 an Bord.

Xiaomi Pad 9 Pro Max mit Tastatur

Passend dazu bietet Xiaomi eine neue schwebende Tastatur mit integriertem Standfuß und vollwertigem Druck-Touchpad an, wodurch sich das Tablet im Handumdrehen wie ein klassisches Notebook bedienen lässt. Farblich stehen Schwarz, Silber und ein markantes Weinrot zur Auswahl, preislich startet das Gerät in China ab 4.799 Yuan (rund 616€) für die 8+256GB-Version und reicht bis zu 7.899 Yuan (rund 1.013€) für die Vollausstattung.

Beeindruckendes Produktivitäts-Tablet ohne Deutschland-Hoffnung

Das Xiaomi Pad 9 Pro Max schnürt auf dem Papier ein extrem spannendes Gesamtpaket für alle, die ein Tablet ernsthaft für produktives Arbeiten nutzen wollen. Das großzügige 3:2-Display ist ideal für Office-Aufgaben geeignet, der DP-Eingang macht das Gerät enorm flexibel und das Tastaturzubehör rundet das Gerät sauber ab. Auch die brachialen Benchmark-Werte des neuen Xiaomi O3 klingen vielversprechend, wenngleich man hier erst noch abwarten muss, wie sich der Chip unter realer Dauerlast schlägt.

Große Hoffnungen auf einen regulären Verkaufsstart in Deutschland solltet ihr euch aber wohl nicht machen. Es ist sehr stark davon auszugehen, dass das Tablet dem Heimatmarkt vorbehalten bleibt, da Xiaomi seine eigenen O3-Prozessoren erfahrungsgemäß nicht auf dem globalen Markt ausrollt. Wer an diesem 13,3-Zoll-Tablet interessiert ist, wird um einen eigenständigen Import aus China also kaum herumkommen.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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