Xiaomi Smart Home Screen 11: Der günstige Echo Show-Killer startet – auch bei uns?
Xiaomi erweitert sein Smart-Home-Portfolio um eine interessante Zentrale, die optisch und funktional den beliebten Echo Show-Geräten von Amazon Konkurrenz macht. Der neue Xiaomi Smart Home Screen 11 wurde jetzt offiziell vorgestellt und besticht durch ein schickes Design, ein großes Display und einen vergleichsweise günstigen Preis. Doch für deutsche Nutzer gibt es einen entscheidenden Haken.
Inhalt
Technische Daten: Xiaomi Smart Home Screen 11
| Xiaomi Smart Home Screen 11 | |
| Display | 11,6″ LCD, 1920 x 1200 Pixel (FHD+), 16:10 Format |
| Prozessor | Octa-Core Prozessor (genauer Typ nicht spezifiziert) |
| Speicher | 6 GB RAM / 32 GB interner Speicher |
| Kamera | 5 MP Frontkamera (mit physischem Privacy-Shutter) |
| Audio | 4 Lautsprecher (Stereo), Mikrofone |
| Konnektivität | WLAN (Dual-Band), Bluetooth 5.2, Bluetooth Mesh, Infrarot |
| Betriebssystem | Xiaomi HyperOS (mit HyperConnect) |
| Besonderheiten | Verstellbarer Neigungswinkel (0-60°), Metall-Unibody-Design, keine Batterie (Netzbetrieb) |
| Preis (China) | 1299 Yuan (ca. 170€) |
Schickes Design und HyperOS-Zentrale
Optisch macht der Xiaomi Smart Home Screen 11 einiges her. Anders als viele klobige Plastik-Hubs setzt Xiaomi auf einen Metall-Unibody-Rahmen und ein schlankes Design, das laut Hersteller 35% weniger Volumen einnimmt als der Vorgänger. Das 11 Zoll große Display löst scharf mit 1920 x 1200 Pixeln auf und lässt sich stufenlos neigen, um immer einen guten Blickwinkel zu haben – egal ob man steht oder am Tisch sitzt.
Unter der Haube arbeitet das neue HyperOS, das als zentrale Schnittstelle für das gesamte Xiaomi-Ökosystem dient. Über „HyperConnect“ sollen sich Xiaomi-Smartphones, -Tablets und -Sensoren nahtlos verbinden lassen. Das Gerät fungiert dabei als vollwertiger Smart Home Hub: Dank integriertem Bluetooth Mesh und Infrarot-Sender können nicht nur WLAN-Geräte, sondern auch Bluetooth-Sensoren und sogar alte Fernseher oder Klimaanlagen ohne Internetanbindung gesteuert werden.
Neben der Haussteuerung eignet sich das Tablet auch für Unterhaltung. Vier Lautsprecher sollen für ordentlichen Klang sorgen, während die 5 Megapixel Kamera Videotelefonate ermöglicht. Ein nettes Detail für Datenschutz-Bewusste: Die Kamera lässt sich mit einem physischen Schieberegler komplett verdecken.
Und was ist mit Deutschland?
Die Verfügbarkeit von Xiaomis Smart-Displays in Deutschland ist eine Geschichte mit Hürden. Das einzige Gerät dieser Art, das offiziell und breit in Deutschland auf den Markt kam, war die kleine Mi Smart Clock im Jahr 2021. Diese setzte allerdings auf den Google Assistant und war eher ein smarter Wecker als ein vollwertiges Smart Display.
Größere Modelle, wie der Xiaomi Smart Home Screen 10 oder der Redmi Touch Screen Speaker 8, blieben dem chinesischen Markt vorbehalten und waren hierzulande nur über Import-Händler wie AliExpress erhältlich. Das Problem bei diesen Import-Geräten war stets die Software: Sie basierten vollständig auf dem chinesischen Sprachassistenten XiaoAI, was sie für deutsche Nutzer ohne Mandarin-Kenntnisse im Alltag fast unbrauchbar machte, sofern man sie nicht ausschließlich als Touch-Bedienfeld nutzte.
Aktuell wurde der Xiaomi Smart Home Screen 11 nur für den chinesischen Markt vorgestellt. Der Preis liegt dort bei 1299 Yuan (umgerechnet ca. 170 Euro). Eine offizielle Ankündigung für Deutschland gibt es bisher nicht. Da Xiaomi jedoch zuletzt vermehrt AIoT-Produkte global veröffentlicht hat, besteht zumindest Hoffnung. Ohne eine Anpassung auf den Google Assistant oder Amazon Alexa wäre das Gerät hierzulande jedoch kaum konkurrenzfähig.
Einschätzung: Starke Hardware, schwierige Software
Der Xiaomi Smart Home Screen 11 zeigt eindrucksvoll, wo Xiaomis Stärken liegen. Rein hardwareseitig bietet das Gerät für umgerechnet rund 170 Euro ein hervorragendes Paket. Das hochauflösende 11-Zoll-Display, der schlanke Metall-Unibody und praktische Features wie der physische Privacy-Shutter für die Kamera lassen die Konkurrenz von Amazon (Echo Show) oder Google (Nest Hub) in puncto Preis-Leistung fast alt aussehen. Besonders für Nutzer, die bereits tief im Xiaomi-Ökosystem stecken, ist die Integration von Bluetooth-Mesh und Infrarot zur Steuerung von Sensoren und alten Geräten ein massiver Pluspunkt. Die nahtlose Vernetzung via HyperOS könnte das Smart Home endlich so intuitiv machen, wie man es sich immer gewünscht hat.
Auf der anderen Seite steht jedoch die große Hürde der Software-Lokalisierung. Solange das Gerät auf den chinesischen Sprachassistenten XiaoAI setzt, bleibt es für den deutschen Massenmarkt irrelevant. Ein Import lohnt sich daher nur für Bastler, die auf Sprachsteuerung verzichten können und lediglich ein schickes Dashboard suchen. Sollte Xiaomi sich jedoch entscheiden, eine „Global Version“ mit Google Assistant auf den Markt zu bringen, hätte der Smart Home Screen 11 das Potenzial, den Marktführer Amazon ernsthaft unter Druck zu setzen. Bis dahin bleibt es ein Stück faszinierende Technik, die wir wohl nur aus der Ferne bewundern dürfen, oder was meint ihr?
Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.




Sortierung: Neueste | Älteste
Kommentare (2)