Xiaomi YU7 GT: Das 1000-PS-Monster zeigt sich
Nach dem SU7 Ultra macht Xiaomi scheinbar einfach weiter und verpasst nun auch seinem kommenden SUV eine brutale Leistungskur. Der Xiaomi YU7 GT ist jetzt offiziell in den Dokumenten des chinesischen Ministeriums (MIIT) aufgetaucht und bestätigt damit die Erlkönig-Sichtungen vom Nürburgring. Ein SUV mit Sportwagen-Ambitionen also, das sich optisch und leistungstechnisch deutlich vom Basis-Modell abhebt. Kann ein SUV wirklich in die Fußstapfen des rekordbrechenden SU7 Ultra treten oder übernimmt man sich hier?
Inhalt
Technische Daten des Xiaomi YU7 GT (Leak)
| Kategorie | Xiaomi YU7 GT |
| Fahrzeugtyp | Performance-SUV (Widebody) |
| Antrieb | Dual-Motor |
| Leistung | 288 kW (vorne) + 450 kW (hinten) = 738 kW Systemleistung (ca. 990 PS) |
| Höchstgeschwindigkeit | 300 km/h |
| Akku | Ternärer Lithium-Akku (Hersteller: CATL) |
| Abmessungen | Länge: 5.015 mm | Breite: 2.007 mm |
| Design-Merkmale | Widebody-Kit, massiver Heckdiffusor, GT-Badge |
| Räder & Bremsen | 21-Zoll-Felgen, farbige Bremssättel (Rot, Gelb, Lila), vermutl. Carbon-Keramik |
| Preis (Schätzung China) | 450.000 – 600.000 Yuan (ca. 55.000€ – 73.000€) |
Fast 1.000 PS im Familien-SUV
Schauen wir uns die nackten Zahlen an, die Xiaomi hier eingereicht hat. Anders als beim SU7 Ultra, der mit drei Motoren auf irrwitzige 1.548 PS kommt, begnügt sich der YU7 GT wohl mit einem Dual-Motor-Setup. Das ist aber auch kein Kinderspielzeug, denn vorne zerren 288 kW an der Achse, hinten schieben gewaltige 450 kW.
Das macht in der Summe eine Systemleistung von 738 kW, was umgerechnet knapp 990 PS sind. Damit knackt man zwar nicht die 1.000er Marke wie der Bruder, aber für eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h soll es reichen. Die Energie liefert ein ternärer Lithium-Akku von CATL. Dass so ein Koloss diese Leistung auf die Straße bringt, ist schon beeindruckend, auch wenn der Verbrauch bei Volllast vermutlich jenseits von Gut und Böse liegen wird. Eine Reichweitenangabe gibt es aktuell noch nicht.
Breitbau für die Rennstrecke
Dass der Wagen nicht nur zum Einkaufen gedacht ist, sieht man ihm direkt an. Der YU7 GT kommt mit einem Widebody-Kit, das den Wagen durch breitere Kotflügel auf 2.007 mm Breite und 5.015 mm Länge anwachsen lässt. Am Heck prangt ein massiver Diffusor und natürlich das obligatorische rote „GT“-Badge.

In den Radkästen drehen sich riesige 21-Zoll-Felgen, hinter denen rote Bremssättel hervorblitzen. Die Farbe kann hier aber wohl auch zu, gelb, rot oder lila bei der Konfiguration geändert werden. Hier darf man wohl, analog zum SU7 Ultra, von einer Carbon-Keramik-Bremsanlage ausgehen. Auf dem Nürburgring wurde das Modell ja bereits ausgiebig getestet. Neben den vom Ultra bekannten gelben Akzenten soll es beim GT wohl auch eine Variante mit blauen Akzenten geben.
Sichtungen am Nürburgring (Quelle: Weibo)
Preis-Check: Teurer als Max, günstiger als Ultra?
Preislich wird es interessant. Der normale YU7 Max endet bei umgerechnet knapp 39.000€. Der extreme SU7 Ultra liegt in China bei stolzen 99.000€ (814.000 Yuan). Der YU7 GT muss sich also dazwischen einordnen.
Aktuelle Spekulationen aus China sehen den Preis zwischen 450.000 und 600.000 Yuan. Umgerechnet wären das etwa 55.000€ bis 73.000€. Das ist für Xiaomi-Verhältnisse schon eine Stange Geld, aber für knapp 1.000 PS ist das eigentlich ein Kampfpreis. Da Xiaomi gerne den Anfang des Aprils für große Events nutzt, könnte man mit einer Vorstellung in dem Zeitraum rechnen.
Das etwas „vernünftigere“ Biest
Bei Xiaomi zieht man die Performance-Strategie gnadenlos durch. Der Xiaomi YU7 GT wirkt wie der kleine, etwas vernünftigere Bruder des SU7 Ultra. Zwar fehlt der dritte Motor und die absolute Rekord-Jagd-Attitüde der Limousine, aber für ein SUV ist das gebotene Paket brachial.
Auch darf man gespannt, ob Fahrer diesmal auch direkt die gesamte Leistung abrufen dürfen. Beim Ultra hat man aus Sicherheitsgründen per Update kurzfristig eine Sperre eingeführt, die erst nach einer Qualifikationsrunde auf einer Rennstrecke gelöst wurde. Nach vielen Beschwerden der Besitzer musste man zurückrudern. Auch ist man hoffentlich komplett transparent bei zusätzlichen Dekorteilen, die beim Ultra für Probleme sorgten, da sie nicht als solche richtig beworben wurden. So waren einige Käufer irritiert und klagten gegen Xiaomi.
Im nächsten Jahr sollen ja auch in Deutschland Xiaomi Autos ganz offiziell über die Straßen rollen, bleibt abzuwarten, ob auch die Performance-Varianten hier erscheinen. Die unbeschränkten Autobahnen wären ja prädestiniert dafür.
Quelle:
- MIIT via Carnewschina
Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.






Sortierung: Neueste | Älteste
Kommentare (1)