XPPen Artist Ultra 14: 2,8K OLED-Display & 16K Stift
Wer im digitalen Kunstbereich, bei der Bildbearbeitung oder im Grafikdesign unterwegs ist, steht beim Thema Grafikdisplays meist vor der Wahl zwischen riesigen, unhandlichen Desktop-Monitoren oder kompakten Zeichen-Tablets. Zum 21-jĂ€hrigen FirmenjubilĂ€um bringt XPPen mit dem Artist Ultra 14 ein mobiles 14-Zoll-Stift-Display auf den Markt, das die LĂŒcke zwischen Profi-Leistung und PortabilitĂ€t schlieĂen soll. Ausgestattet mit einem hochauflösenden 2,8K-OLED-Panel, 16K-Druckstufen und einem umfangreichen Zubehörpaket tritt das GerĂ€t an, um den Markt aufzumischen.
- XPPen Artist Ultra 14 (inkl. 2 Stiften, Keypad, StÀnder & Zubehör):
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Inhalt
Kurzfazit zum XPPen Artist Ultra 14
FĂŒr knapp 700 Euro schnĂŒrt XPPen beim Artist Ultra 14 ein starkes Gesamtpaket. Das OLED-Display ĂŒberzeugt mit tiefen Schwarzwerten, knalligen Farben und einer entspiegelten OberflĂ€che. Die StiftfĂŒhrung mit 16.384 Druckstufen sowie die extrem niedrigen Reaktionszeiten sind sehr praktisch beim digitalen Zeichnen. FĂŒr absolute AnfĂ€nger kann die FĂŒlle an Einstellungsoptionen und Treiber-Features zunĂ€chst zwar etwas erschlagend wirken, doch wer professionell arbeitet oder ambitioniert einsteigt, bekommt hier ein mobiles Atelier fĂŒr Unterwegs.
- Brilliant knackiges 2,8K OLED-Display mit 90 Hz & Top-Entspiegelung
- Unfassbar gutes StiftgefĂŒhl mit extrem feiner 16K-Druckdynamik
- Enorm ĂŒppiger Lieferumfang (2 Stifte, Wireless-Keypad ACK05, StĂ€nder, Etui)
- Sehr schlankes (6 mm) und leichtes (720 g) Aluminium-GehÀuse
- Praktisches Ein-Kabel-Setup via USB-C & flexibler Virtual Tablet Modus
- Vielseitige Multi-Touch-Gesten und anpassbare Floating MenĂŒs
- Hohe EinarbeitungshĂŒrde fĂŒr reine Neueinsteiger
- Mitgelieferter StÀnder ist nicht im Neigungswinkel verstellbar (fest bei 19°)
- Premium-Preisklasse fĂŒr Hobby-Zeichner
Technisches: Was steckt im XPPen Artist Ultra 14?
| XPPen Artist Ultra 14 | |
| Display | 14 Zoll AMOLED / OLED (16:10 Format, 2880 x 1800 Pixels, 2.8K) |
| Bildwiederholrate & Reaktionszeit | 90 Hz / < 1 ms |
| Farbraum & Zertifizierung | 99% sRGB, 99% Adobe RGB, 99% Display P3, Delta E < 1, Calman Verified |
| Helligkeit & Kontrast | 350 nits (Typisch), 100.000:1 |
| KontrastverhÀltnis Stifte & Druckstufen | X3 Pro Smart Chip Stylus & X3 Pro Slim Stylus (16.384 Druckstufen, 60° Neigung) |
| Touch & Gesten | 10-Punkt Multi-Touch (X-Touch) mit Handballenerkennung & Deaktivierungs-Schalter |
| AnschlĂŒsse | 2x Vollfunktions-USB-C (DisplayPort Alt Mode) |
| KompatibilitÀt | Windows (7+), macOS (12+), Android (10.0+ DP1.2), Linux, ChromeOS |
| MaĂe & Gewicht | 330,4 x 221,6 x 6 mm / 720 Gramm |
Design & Lieferumfang: Schlanker Look trifft auf ein Riesenpaket
Nimmt man das Artist Ultra 14 zum ersten Mal aus der Verpackung, fĂ€llt sofort das relativ dĂŒnne Profil auf. Mit gerade einmal 6 mm GehĂ€usedicke und einem Eigengewicht von 720 Gramm wirkt das GerĂ€t wie ein elegantes Premium-Tablet und trotzdem noch sehr stabil. Die silbergraue Aluminium-RĂŒckseite („Frost Silver“) verleiht dem Display eine hohe StabilitĂ€t und hilft im Betrieb dabei, die WĂ€rme passiv abzuleiten. Leicht abgerundete Kanten sorgen zudem dafĂŒr, dass das Handgelenk beim Zeichnen bequem aufliegt.
Neben dem Display packt XPPen gleich zwei (den klassischen X3 Pro Stylus sowie eine schlankere Slim-Variante) samt sicherem Transport-Etui ein. Darin befinden sich neben einem Werkzeug zum Wechseln der Spitzen auch 20 Ersatzminen (sowohl Standard- als auch Filzminen). ZusĂ€tzlich liegen im Karton die kabellose Shortcut-Fernbedienung ACK05, der zusammenklappbare Aluminium-StĂ€nder ACS20, ein Zeichenhandschuh, ein Reinigungstuch sowie sĂ€mtliche benötigten Kabel (USB-C auf USB-C, 3-in-1-Kabel fĂŒr Ă€ltere PCs und ein PD-Netzteil).
Display & Stift-Performance: OLED-SchÀrfe und blitzschnelle Detaillarbeit
Das 2,8K-OLED-Panel im leicht erweiterten 16:10-Format bietet im Vergleich zu herkömmlichen Bildschirmen mehr ArbeitsflÀche in der Vertikalen, was Werkzeugleisten in Grafikprogrammen zugutekommt. Dank der matt geÀtzten GlasoberflÀche (AG Nano-Etched Glass) reflektiert nichts, selbst in hellen RÀumen oder bei direktem Lichteinfall bleibt die Sicht uneingeschrÀnkt.
Die dargestellten Farben sind brillant, und das OLED-typische tiefe Schwarz verleiht Zeichnungen eine beeindruckende PlastizitÀt. Mit 99 % Abdeckung wichtiger FarbrÀume wie Adobe RGB und der werkseitigen Calman-Zertifizierung stimmten die Farbtöne.
Das GefĂŒhl des Stiftes auf dem Display ist wirklich sehr gut. Das leicht raue Glas simuliert das Zeichnen auf feinem Papier erstaunlich realistisch. Im Vergleich zu anderen oder gĂŒnstigeren Tablets fallen die merklich besseren Reaktionszeiten auf. Durch die Kombi aus 90 Hz Bildwiederholrate und unter 1 ms Display-Latenz folgt der Cursor der Stiftspitze ohne spĂŒrbare Verzögerung.
Auch die 16.384 Druckstufen sind keine reine Marketing-Zahl: Die Empfindlichkeit ist extrem fein auf den minimalen Druck der Hand angepasst. Schon bei hauchzartem Aufsetzen zieht der Stift zuverlĂ€ssig feine Linien, wĂ€hrend stĂ€rkerer Druck flieĂend in breitere Striche ĂŒbergeht. Der mitgelieferte Slim-Stift liegt dabei etwas feiner in der Hand, wĂ€hrend das Standardmodell mit seinem gummierten Griff auch stundenlanges Arbeiten ohne ErmĂŒdung ermöglicht. Zudem gibt es dort ein „Radiergummi„, das automatisch vom Display erkannt wird.
Software & Einstellungsvielfalt: Nichts fĂŒr absolute AnfĂ€nger?
So beeindruckend die Hardware ist, so klar muss man festhalten: Das Tablet ist nichts fĂŒr absolute AnfĂ€nger. Als Einsteiger ist man bei der ersten Inbetriebnahme schnell ĂŒberfordert, da das GerĂ€t kein eigenes Betriebssystem besitzt und man erst einmal verstehen muss, wie Zuspielung, Treiber und ArbeitsflĂ€chen zusammenhĂ€ngen. Professionelle Grafiker oder Nutzer, die bereits Erfahrungen mit Pen-Displays gesammelt haben, werden sich dagegen vermutlich heimisch fĂŒhlen. Zwingend vorausgesetzt werden entsprechende Grafik- oder Bildbearbeitungsprogramme. Neben dem Branchenstandard Adobe Photoshop haben wir im Test unter anderem mit dem kostenlosen Open-Source-Programm GIMP gearbeitet.
Ăber die XPPen Software könnte ihr folgende Einstellungen vornehmen:
- Floating MenĂŒs: Ein virtuelles Tastenfeld lĂ€sst sich frei auf dem Bildschirm schweben lassen und per Touch oder Stift antippen, um Werkzeuge zu wechseln.
- ACK05 Remote: Die mitgelieferte Funk-Tastatur bietet einen Drehregler und 40 programmierbare Tastatur-Shortcuts.
- X-Touch & Gesten: Der 10-Punkt-Touchscreen reagiert auf flĂŒssiges Zoomen und Drehen. Damit die auflegende Hand beim Zeichnen keine versehentlichen Striche auslöst, schaltet das GerĂ€t das Touch-Signal automatisch ab, sobald sich die Stiftspitze dem Display nĂ€hert. Alternativ kann der Touch per Hardware-Schalter an der Oberkante komplett deaktiviert werden.
- Virtual Tablet Modus: Ein extrem starkes Feature fĂŒr Multi-Monitor-Setups. Hierbei fungiert das Artist Ultra 14 als Steuerzentrale, mit der man Fenster und den Mauszeiger barrierefrei ĂŒber bis zu 10 angeschlossene Monitore hinweg bewegen kann.
ErgÀnzender Hinweis:
Mancher mag sich fragen, warum greift man nicht einfach zu einem iPad oder Android-Tablet, das komplett ohne Kabel und PC auskommt?
Normale Mobil-Tablets sind Allrounder, wĂ€hrend Grafikdisplays auf maximale PrĂ€zision, professionelle Farbtreue und Performance ausgelegt sind. Ein riesiger Vorteil steckt dabei im Stift: Dank batterieloser EMR-Technologie muss er niemals aufgeladen werden und bietet mit seinen 16.384 Druckstufen eine feinfĂŒhlige Dynamik, an die normale Tablet-Stifte schlicht nicht heranreichen.
WĂ€hrend professionelle Grafikdisplays traditionell fette Schwergewichte sind, die einen fest an den Schreibtisch fesseln, schlĂ€gt das Artist Ultra 14 genau hier die BrĂŒcke: Es kombiniert das echte Studio-ZeichengefĂŒhl mit einem schlanken 6-mm-Design und einem unkomplizierten Ein-Kabel-Setup. So nimmt man seine gewohnte Profi-PrĂ€zision einfach ĂŒberall hin mit, wo die Inspiration gerade kickt.
Alltagstest: Latenz, Handling und Praxiseindruck
In der Praxis ĂŒberzeugt das Ein-Kabel-Setup. SchlieĂt man das Display per USB-C an ein modernes Notebook oder ein kompatibles Android-GerĂ€t an, laufen Bildsignal, Daten und Stromversorgung direkt ĂŒber eine einzige Strippe.
Bei Àlteren PCs nutzt man das mitgelieferte 3-in-1-Kabel inklusive HDMI-Anschluss. Die Ergonomie auf dem Schreibtisch ist gelungen, wenngleich der FaltstÀnder ACS20 einen kleinen Kritikpunkt aufwirft: Er stellt das Display stabil in einem Neigungswinkel von 19 Grad auf, bietet aber keinerlei weitere Verstellmöglichkeiten. Wer steiler oder flacher arbeiten möchte, muss zu einem Dritthersteller-StÀnder greifen. Nichtsdestotrotz praktisch faltbar und somit angenehm mitzunehmen.
Hat man sich durch die initialen Treibereinstellungen gefuchst und die Tasten des ACK05-Keypads auf die persönlichen Lieblings-Shortcuts in Photoshop oder GIMP gelegt, geht der Workflow flĂŒssig von der Hand. Das Zeichnen rascher Schraffuren, das feine Retuschieren von Portraits oder das prĂ€zise Freistellen gelingt dank der schnellen Display-Reaktionszeiten und der reflexionsfreien OberflĂ€che auf einem Niveau, das man sonst nur von deutlich teureren Konkurrenzmodellen kennt.
Live-Test gefÀllig? XPPen auf der Gamescom 2026 in Köln!
Wer das Artist Ultra 14 vor dem Kauf lieber erst einmal selbst ausprobieren möchte, hat dazu bald die perfekte Gelegenheit: XPPen ist vom 26. bis 30. August 2026 auf der Gamescom in Köln vertreten!
Da Game Art, Concept Art und digitale Illustrationen immersive Spielewelten ĂŒberhaupt erst zum Leben erwecken, prĂ€sentiert der Hersteller auf der Messe seine neuesten Werkzeuge fĂŒr Gaming-Artists und Digital Creators. Vor Ort könnt ihr das Artist Ultra 14 am Stand selbst in die Hand nehmen, die 16K-Druckstufen testen und euch persönlich vom 2,8K OLED-Touch-Display ĂŒberzeugen.
Die Event-Details im Ăberblick:
- đ Datum: 26.â30. August 2026
- đ Ort: Koelnmesse, Köln, Deutschland
- đ Stand: Halle 10.1, Stand A-031
Das mobile Traum-Werkzeug fĂŒr Kreativ-Enthusiasten
Das Zusammenspiel aus dem entspiegelten 2,8K-OLED-Bildschirm, der ĂŒberdurchscnittlichen 16K-Stiftdynamik und der extrem geringen Latenz macht das digitale Zeichnen angenehm. Auch das mitgelieferte Zubehörpaket samt zweitem Stift und Funk-Keypad ist in der Preisklasse eher ungewöhnlich. Reine Einsteiger sollten bedenken, dass die KomplexitĂ€t der Software und die FĂŒlle an Einstellungsoptionen eine Einarbeitungszeit erfordern. Wer jedoch beruflich oder als ambitionierter Hobby-KĂŒnstler nach einem sehr leistungsfĂ€higen, mobilen Zeichen-Display sucht, bekommt hier eine solide Option.
Seid ihr Ende August auf der Gamescom in Köln unterwegs und schaut mal am XPPen-Stand vorbei, um das Tablet selbst auszuprobieren? Oder nutzt ihr zu Hause schon ein Pen-Display? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
FAQ â HĂ€ufig gestellte Fragen zum XPPen Artist Ultra 14
đš Ist das XPPen Artist Ultra 14 ein eigenstĂ€ndiges Tablet wie ein iPad?
Nein. Das Artist Ultra 14 ist ein reines Stift-Display (Monitor). Es muss zur Nutzung zwingend an einen Zuspieler wie einen Windows-PC, einen Mac, ein Linux-System oder ein kompatibles Android-GerÀt angeschlossen werden.
đ» Benötige ich kostenpflichtige Software wie Adobe Photoshop?
Nicht zwingend. Das Display und die Druckstufen der Stifte funktionieren genauso mit kostenlosen Grafikprogrammen wie GIMP, Krita oder MediBang Paint.
âïž Ist das OLED-Display auch bei hellem Umgebungslicht gut ablesbar?
Ja, absolut. Durch das speziell geÀtzte Anti-Glare-Glas (AG-Nano-Etched) werden Spiegelungen extrem effektiv minimiert. Zusammen mit den hohen Kontrastwerten des OLED-Panels bleibt das Bild auch bei starker Helligkeit perfekt erkennbar.
đïž Warum liegen dem GerĂ€t zwei verschiedene Stifte bei?
XPPen legt den klassischen X3 Pro Stylus (mit dickerem Silikongriff und integriertem Radierer) sowie den schlankeren X3 Pro Slim Stylus bei. Beide bieten die volle 16K-Druckempfindlichkeit, sprechen durch ihre Ergonomie aber unterschiedliche Vorlieben beim Halten an.
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