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xTool O1 Omni live in Berlin ausprobiert! Der bessere EufyMake E1 UV-3D-Drucker?

xTool-O1 Omni Printer-Aufmacher

Wir waren gestern live vor Ort in Berlin zur allerersten öffentlichen Vorführung des neuen xTool O1 Omni. Neben einem Video zum M2 Laser lag der volle Fokus der Präsentation auf diesem neuen Desktop-UV-Harzdrucker. Laut xTool soll das Gerät eine völlig neue Hardware-Kategorie begründen: den „Omni Printer“. Das System kombiniert klassischen UV-Druck mit Textildruck (DTG/DTF) in einem einzigen Gehäuse. Die Specs lesen sich frappierend ähnlich wie beim kürzlich von uns getesteten EufyMake E1. Doch nach unseren ersten Testdrucken vor Ort und einem genauen Blick auf die Preise wird klar: xTool punktet zumindest bei den Folgekosten im Vergleich zur Konkurrenz.

xTool O1 Omni (Vorbesteller-Preise, Release bzw. Auslieferung August/September)

(Achtung, Pre-Order-Bedingungen: Um euch diese Preise zu sichern, müsst ihr aktuell eine Anzahlung von 50 US-Dollar / ca. 47 Euro leisten. Das loggt den günstigen Preis ein und beschert euch ein Bonus-Paket im Wert von 459 US-Dollar gratis dazu! Die Restzahlung wird am 15. Juli fällig, ausgeliefert wird im August oder September.)

xTool O1 Omni Front

Technisches: Die drei O1-Editionen im Vergleich

xTool bringt den Drucker in drei unterschiedlichen Versionen auf den Markt. Während das Einstiegsmodell mit einem Druckkopf auskommt, arbeiten in den anderen Versionen gleich zwei Epson F1080 Köpfe parallel.

FeatureSingle UV EditionDual-Head UV EditionUV + DT Fabric Edition
DrucktechnologieUV-Druck (Direkt auf harte Materialien)UV-Druck (Direkt auf harte Materialien)4-in-1:

• UV-Druck (Direkt auf harte Materialien)
• DTG (Direktdruck auf Textilien)
• DTF (Textil-Transferfolie)
• UV-DTF (3D-Sticker für harte Oberflächen)

Druckkopf1x Epson F10802x Epson F10802x Epson F1080
FarbkanäleStandard (CMYK) + Weiß + KlarlackStandard (CMYK) + Weiß (für hart & flexibel) + Klarlack + Neon (Rot/Gelb)UV-Druck: Standard (CMYK) + Weiß + Klarlack
Textildruck: Standard (CMYK) + Doppel-Weiß
MaterialfokusHarte Materialien (Holz, Acryl, etc.)Hart & Flexibel (Leder, etc.)Hart & Textil (Baumwolle, etc.)
Auflösung720 x 1440 dpi720 x 1440 dpi720 x 1440 dpi
Relief-DruckBis zu 7 mm HöheBis zu 7 mm HöheBis zu 7 mm Höhe
KamerasystemPixel-Scan™ VisionPixel-Scan™ VisionPixel-Scan™ Vision

Exkurs: Wie funktioniert ein UV-Drucker?

Ein UV-Drucker wie der xTool O1 Omni funktioniert im Kern wie ein klassischer Tintenstrahldrucker, nutzt aber spezielle flüssige Kunstharz-Tinte. Diese wird über den Druckkopf mikrometergenau direkt auf das jeweilige Objekt gesprüht. Das Besondere passiert direkt im Bruchteil einer Sekunde danach: Eine mitfahrende UV-LED-Lampe bestrahlt die Tinte und härtet sie augenblicklich aus. Die Farbe trocknet also nicht an der Luft, sondern wird durch das UV-Licht sofort fest. Dadurch zieht die Tinte nicht ins Material ein und verläuft nicht. Der Vorteil: Ihr könnt damit nahezu jedes Material gestochen scharf bedrucken – von Holz über Acryl bis hin zu Metall, Glas oder Leder. Da das Harz sofort aushärtet, lassen sich durch mehrere Durchgänge sogar spürbare 3D-Texturen (Reliefs) auf der Oberfläche erzeugen.

Live in Berlin: Makellose Drucke und Top-Hardware

Wir konnten beim brandneuen xTool O1 Omni in Berlin direkt Hand anlegen. Das Gerät wirkt xTool-typisch extrem hochwertig und massiv verarbeitet. Werfen wir einen Blick unter die Haube, fällt sofort die schiere Größe des Epson-Druckkopfs auf. Dieser ist fast doppelt so groß dimensioniert wie beim Konkurrenten EufyMake E1.

xTool O1 Omni aufgeklappt

Wir haben vor Ort zwei Testmotive direkt auf eine Acrylglas-Platte und auf einen runden Thermobecher (mit dem passenden Rotary-Aufsatz) gedruckt. Das Ergebnis hat uns überzeugt. Die Drucke sind gestochen scharf, die Farben leuchten und das haptische 3D-Relief baut sich fehlerfrei auf.

xTool O1 Omni Thermosbecher

Die aufgetragene UV-Tinte härtet sofort aus, nichts verläuft oder schmiert. Genau wie beim EufyMake E1 sind maximal 5mm Relief möglich. Aber auch hier wird der UV-Tintenverbrauch dann voraussichtlich enorm sein.

Der Trick mit dem doppelten Druckkopf

Was den O1 von einem reinen UV-Flachbettdrucker unterscheidet, ist die optionale Dual-Head-Architektur. Das System richtet sich nicht nur an Bastler, sondern ganz klar an kleine Unternehmen und Etsy-Verkäufer.

In der „UV + DT Fabric“ Version könnt ihr nicht nur harte Materialien wie Holz, Glas oder Metall per UV bedrucken, sondern direkt im selben Gerät auch Textilien veredeln. Die Maschine schluckt DTG (Direct-to-Garment für T-Shirts) und DTF (Direct-to-Film für Transferfolien). Ihr erspart euch also den Kauf von zwei verschiedenen teuren Großgeräten für euren Hobbyraum. Die Dual-Head UV Version konzentriert sich hingegen rein auf feste und flexible Materialien, nutzt den zweiten Kopf aber für rasante Druckgeschwindigkeiten und coole fluoreszierende Neon-Tinten.

Scanner-Magie statt verzerrter Fischaugenoptik

xTool verbaut im O1 das sogenannte Pixel-Scan Vision System. Hier arbeitet kein klassisches Objektiv, sondern ein CIS-Scanner kombiniert mit einem Linienlaser zur Höhenmessung.

Das liefert eine absolut verzerrungsfreie 1:1 Vorschau eures Objekts ohne tote Winkel. Die Software erkennt Ränder oder störende Kameralöcher (etwa bei Handyhüllen) vollautomatisch und richtet euer Motiv per KI passgenau aus. Ein manuelles Nachjustieren oder ständiges Messen mit dem Zollstock entfällt.

Wichtig ist hier zu erwähnen: Bei der Software handelt es sich um eine sehr frühe mit Bugs versehene Version (z.B. Druckvorschau/Zeit wird nicht mehr angezeigt, wenn das Programm minimiert wird). Die Handhabung erinnert aber sehr stark an die intuitive Lösung vom EufyMake.

Wartung ohne Clogging-Panik?

UV-Drucker sind berüchtigt dafür, schnell zu verstopfen, wenn man sie nicht täglich nutzt. xTool integriert das SmartCycle 2.0 System. Dieses rührt die weiße Tinte automatisch um, lässt sie zirkulieren und hält den Druckkopf feucht. Ihr könnt laut Hersteller bedenkenlos 14 Tage in den Urlaub fahren, ohne dass das System bei eurer Rückkehr eingetrocknet ist. Das wiederum heißt aber auch: Ihr müsst wie beim EufyMake das Gerät regelmäßig nutzen!

Die Gretchenfrage: Tinten-Preise

Erinnern wir uns an unseren Test des EufyMake E1, gab es einen recht offensichtlichen Kritikpunkt: Die Folgekosten. UV-Tinte ist generell teuer, besonders dannm, wenn es sich um proprietäre Kartuschen handelt. EufyMake verlangt für eine einzige 100-ml-Kartusche 42,99 Euro. Ein Sechserpack inklusive Reinigungskartusche reißt mit 299,99 Euro ein Loch in die Kasse.

xTool O1 Omni Tintenpreise

Auf dem Launch-Event in Berlin konnten wir einen Blick auf die Preisliste der neuen xTool-Tinten werfen. Und hier scheint man die Konkurrenz wohl kräftig unterbieten zu wollen: Eine Flasche Standard-UV-Tinte (CMYK) mit 125 ml Inhalt wird zum Launch lediglich 13,99 US-Dollar (ca. 13 Euro) kosten. Selbst die spätere UVP liegt bei schlanken 19,99 US-Dollar. Ihr bekommt bei xTool also ein Viertel mehr Tinte für weniger als ein Drittel des EufyMake-Preises. xTool drückt die laufenden Materialkosten für Viel-Drucker damit deutlich nach unten.

Einschätzung: Neuer Champ im Hobbyraum?

Die erste Live-Erfahrung mit dem xTool Omni O1 hat uns absolut positiv gestimmt. Die Verarbeitungsqualität ist erstklassig, die Scanner-Kamera funktioniert zuverlässig und die Druckergebnisse in Berlin waren top. Dass xTool die immens wichtigen Folgekosten für die UV-Tinte auf einem fairen Level hält, macht das Gerät zur deutlich attraktiveren Langzeit-Investition gegenüber dem EufyMake E1.

Kritisch anzumerken bleibt weiterhin natürlich der Preis. Natürlich sind 1.549 Euro für die Basisversion und knapp 2.500 Euro für die großen Dual-Head-Systeme eine gewaltige Hausnummer. Wer aber einen kleinen Shop betreibt und T-Shirts, Thermobecher und Acryl-Schilder personalisieren will, bekommt hier ein hochgradig professionelles Werkzeug.

xTool O1 Omni Praesentation Preise

Auch die Notwendigkeit des regelmäßigen automatischen Säuberns und die Frage nach der Haltbarkeit des Druckkopfes gilt es zu bedenken. Wir warten nun auf unser Testsample um das Gerät ausführlich im Makerspace zu quälen.

Quelle(n):

  • Eigenes Hands-On (Berlin Launch-Event)
  • xTool Pressematerial
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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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