HiBREW H21 Plus: Profi-Siebträgermaschine für den Preis?
HiBREW versucht es erneut: Der chinesische Hersteller möchte mit der neuen HiBREW H21 Plus wieder mal die traditionsreichen Hersteller à la Rocket, Bezzera oder zumindest Sage angreifen. Die H21 Plus ist eine überarbeitete Version der H21 und soll Profi-Espresso wie aus dem Café auch Zuhause ermöglichen. Aber was ist wirklich neu?
- HiBREW H21 Plus
- bei HiBREW für $569 statt $699,90
Sieht jetzt industrieller aus
Am Grunddesign hat sich in der Plus-Version im Vergleich zur H21 nicht viel geändert. Es ist immer noch eine für den Hersteller ziemlich große Siebträgermaschine, anscheinend hat sich hier an den Abmessungen von ca. 222 × 433 × 290 mm nichts verändert. Der Hersteller gibt leider noch nicht die vollständigen Spezifikationen an, aber so groß war der Vorgänger. Jetzt ist die H21 Plus aber komplett in Schwarz gehalten und sieht mit den schwarzen Elementen wie dem Siebträger, dem Dampfhebel oder den klar sichtbaren Schrauben an der Oberseite fast schon rugged bzw. industrieller aus.
Von außen erkennt man dabei noch weitere, kleinere Anpassung. Die Dampflanze hat rechts nun auch einen kleinen Griff – nett. Der mitgelieferte Siebträger ist nun bodenlos, was sich mittlerweile immer mehr zum Standard etabliert. Das hat den Vorteil, dass man z.B. „Channeling“ besser nachvollziehen kann, da man sieht, ob der Espresso gleichmäßig aus der Mitte fließt oder verteilt extrahiert wird. Und es sieht cooler aus – auch wichtig. Der Aufsatz für den Doppelausguss, damit man zwei Espressi gleichzeitig beziehen kann, ist aber ebenfalls im Lieferumfang und wird einfach auf dem bodenlosen Siebträger befestigt.
Sogar mit OPV-Steuerung & drei Heizelementen
Die Bedienung folgt immer noch über das Touch-Display auf der Oberseite der Brühgruppe. Ich bin ehrlich – das zerstört den ansonsten guten optischen Eindruck der Maschine. Das hat mir schon bei der H21, aber auch im Test der HiBREW H13 nicht sonderlich gut gefallen. Dafür gibt es nun ein Paddle, also einen Bezugshebel an der Vorderseite, mit dem man die Extraktion startet. Das erinnert natürlich vor allem an die La Marzocco Linea Mini oder Linea Micra. An der Seite befindet sich zudem noch ein Drehregler über das Überdruckventil, mit dem der Brühdruck wohl zwischen 7 und 11 bar angepasst werden kann.
Die HiBREW H21 Plus ist hier kein klassischer Dual-Boiler, hat aber anscheinend dennoch drei voneinander getrennte Thermoblöcke: Für den Kaffee, für den Milchschaum und für den Heißwasserbezug. So kann man tatsächlich auch gleichzeitig den Espresso beziehen und die Milch aufschäumen und profitiert so von den Vorteilen eines Dual-Boilers. Bei mehreren Bezügen hintereinander, kann die Temperatur aber etwas schwanken, für ein Café wäre die H21 Plus also wohl eher nichts.
Viele Funktionen für DEN Preis!
Die HiBREW H21 Plus ist mindestens genauso interessant wie ihr Vorgänger. Die Änderungen hätte es nicht unbedingt gebraucht, aber eine manuelle OPV-Steuerung (Überdruckventil) ist sogar relativ selten. Die Profitec Go ist dafür wohl eines der bekanntesten Beispiele, da ist die Steuerung nicht so leichtgängig. Mit einem Thermoblock trickst sich der Hersteller an einem Dual-Boiler vorbei, für den Kaffee zuhause reicht das allerdings mehr als aus. Das Design gefällt mir größtenteils gut, ich bin nur kein Fan von dem Touch-Display.
Wir haben über verschiedene Wege versucht, die H21 als Testgerät zu bekommen, bisher wollte uns HiBREW kein Modell zuschicken. Wir hoffen, dass das bei der H21 Plus anders ist, denn die H13 hat uns für den Preis überraschend gut gefallen. In China herrscht seit geraumer Zeit ein waschechter Kaffee-Hype, weswegen wir auch hierzulande immer spannendere Maschinen wie auch die Meraki Espressomaschine sehen. Wäre die H21 Plus interessant für euch?
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