Anbernic RG SP vorgestellt – Die nächste Stufe des Gameboy-Klons
Anbernic reitet weiter die Retro-Welle und stellt eine optimierte Version des RG34XX SP vor. Das wichtigste Merkmal des Handhelds: Er kopiert im Design den beliebten Gameboy Advance SP von 2003, bietet dabei aber die Möglichkeit zu Emulation vieler anderer Konsolen.
Technische Daten
| Name | Anbernic RG SP |
| Display | 3,5 Zoll IPS | 720 x 480p |
| Betriebssystem | Linux |
| CPU | H700 Quad-Core 1,5GHz |
| GPU | k.A. |
| RAM | k.A. |
| Speicher | k.A. |
| Anschlüsse | Mini-HDMI, USB-C, 3,5 mm Klinke |
| Akku | k.A. |
Retro-Handhelds sind voll im Trend
Der Strom an neuen „Retro“-Handhelds reißt nicht ab. Und Retro bezieht sich in diesem Fall nicht nur auf die Spiele, die oft aus dem letzten Jahrtausend stammen und auf diesen Geräten per Emulator gespielt werden. Hier meint Retro viel mehr das Design des Gerätes selbst. Ayaneo hat erst in dieser Woche den Konkr Pocket Advance angekündigt, der, wie der Name vermuten lässt, das Design des Gameboy Advance nachahmt. Und Anbernic bringt nun die bereits dritte Variante seines Gameboy-Advance-SP-Nachbaus auf den Markt.
Nach dem RG35XX SP und dem RG34XX SP entscheidet man sich endlich für einen etwas weniger umständlichen Namen und nennt den neuen Handheld schlicht RG SP. Es handelt sich um eine direkte Weiterentwicklung der beiden vorherigen Modelle. Im Video, in dem der Handheld vorgestellt wurde und das ihr euch weiter unten ansehen könnt, werden die Verbesserungen gegenüber den Vorgängern aufgezeigt.
So ist der RG SP nun 10% schlanker, der Bildschirmrand oben um 25% schmaler. Der wichtigste Unterschied bei der Bedienung dürfte sein, dass man wieder auf Analog-Sticks verzichtet – laut eigener Begründung aus Nostalgie-Gründen. Dadurch ist auf der Vorderseite natürlich wieder deutlich mehr Platz. Neben Steuerkreuz und A/B/X/Y gibt es nur die drei Mini-Tasten Start, Select und M. Schultertasten gibt es aber nach wie vor. Ein SD-Karten-Slot sowie Power-Button sitzen an der Seite.
Das IPS-Display misst 3,4 Zoll in der Diagonalen und hat eine Auflösung von 720 x 480p. Damit entspricht es dem Display des RG34XX SP, genauso wie beim Prozessor, bei dem es sich wieder um den H700 handelt. Damals gab es noch eine G31 GPU und 2 GB RAM
Neu scheint zu sein, dass die Scharniere des Displays eine flexiblere Einstellung in mehreren Winkeln ermöglichen. Der Handheld ist in mehreren Farben erhältlich und man spricht von einem „Premium Metallic Finish“, also einem hochwertigen Metall-Design.
Zurück in die Zukunft?
Der Anbernic RG SP ist Fortschritt und Rückschritt zugleich. Einerseits verbessert man den vorherigen Handheld, indem man das Gehäuse schlanker macht und noch mehr die hochwertige Verarbeitung betont. In Sachen Hardware lässt die Verwendung der gleichen CPU vermuten, dass es keine Veränderung gegenüber dem RG34XX SP geben wird.
Dafür entfernt man die Sticks und kehrt damit zurück zum ursprünglichen Design des RG35XX SP. Wir empfanden die Sticks schon bei der Ankündigung als seltsam deplatziert und für die meisten Spiele benötigt man sie ohnehin nicht. Die Entscheidung ist daher grundsätzlich willkommen.
Wenn man zusätzlich wie versprochen zusätzlich die Haptik der Tasten verbessert hat, erscheint der Anbernic RG SP wie der nächste logische Schritt, den man aber vermutlich nicht mitgehen muss, wenn man den direkten Vorgänger bereits besitzt. Dafür sind die Unterschiede dann doch zu gering – oder was meint ihr?
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