Im Test: Aukey GD-G1 Mikrofon mit Zubehör für 28,99€ (Prime)

Let’s Plays sind in aller Munde und da möchte man vielleicht auch selber mal streamen. Was für gute Qualität unerlässlich ist, ist ein hochwertiges Mikrofon, doch muss das immer teuer sein? Die Preise bei namenhaften Herstellern sind z.T. exorbitant. Wir haben das günstige Aukey GD-G1 getestet und sind positiv überrascht!

Technische Daten: Aukey GD-G1

Wandlerprinzip Kondensatormikrofon
Richtcharakteristik Niere
Frequenzbereich 20 Hz bis 20 kHz
Empfindlichkeit -32 dB ± 3 dB
Nennimpedanz 100 Ω
Nennlastimpedanz 1000 Ω
Äquivalenter Rauschpegel 20 dB
Grenzschalldruckpegel 130 dB (THD ≤1,0% bei 1 KHz)
48 V Phantomspeisung nicht benötigt, aber empfohlen
Abmessungen 16 x 4,7 x 5,8 cm
Gewicht 212,3 g
Lieferumfang Aukey GD-G1; Mikrofonspinne; Tisch-Mikrofonarm; Doppelmembran Popschutz mit Schwanenhals; Windschutz; 3,5 mm Klinke auf XLR Kabel (2,5 m lang); 3,5 mm Klinke Y-Kabel für Headsets; Bedienungsanleitung; Garantiekarte

Verpackung & Lieferumfang

Das Aukey GD-G1 kommt gut gepolstert in einem braunen Pappkarton an. Mitgeliefert werden neben dem Mikrofon eine Mikrofonspinne, ein Tisch-Mikrofonarm, ein Doppelmembran Popschutz mit Schwanenhals, ein Windschutz, ein 3,5 mm Klinke auf XLR Kabel (2,5 m lang) und ein 3,5 mm Klinke Y-Kabel für Headsets. Zudem liegen die Bedienungsanleitung und eine (extrem stylische) Garantiekarte bei. Das ist reichlich Zubehör und man ist direkt startklar!

Aukey GD-G1 Verpackung
Schlicht verpackt, dafür sehr gut gepolstert.
Aukey GD-G1 Lieferumfang
Das Zubehör fällt überaus üppig aus.

Design & Verarbeitung

Ob man nun das gold/schwarze Design des Mikrofons mag oder nicht, ist wohl Geschmackssache. Zur Verarbeitung lässt sich sagen, dass das GD-G1 weder besonders hochwertig, noch besonders billig rüber kommt. Mit 16 x 4,7 x 5,8 cm hat es durchschnittliche Maße, ist dabei aber mit nur 212,3 g sehr leicht. Ich vermute zwar, dass es durchaus einen leichten Sturz verkraften kann, dennoch wäre es schön gewesen, wenn das Mikrofon etwas robuster gebaut worden wäre.

Aukey GD-G1 liegt auf der Seite
Das gold/schwarze Design mag vielleicht nicht jeder, dafür überzeugt der Sound!

Wer sich nicht bereits mit Audioequipment beschäftigt hat, wird intuitiv vielleicht in die Oberseite des Mikrofons sprechen wollen. Hier möchte ich euch aber den Hinweis geben, dass das Mikrofon von vorne (Seite mit Aukey Schriftzug) abnimmt. Richtet das GD-G1 also entsprechend aus, um den besten Sound zu bekommen.

Konnektivität

Das GD-G1 verfügt über einen XLR Anschluss und auch an eine Aussparung, damit das Kabel einrasten kann, wurde gedacht. Besonders cool finde ich, dass das Mikrofon über ein M20x1 Außengewinde verfügt, damit kann es auf viele Mikrofonhalterungen aufgeschraubt werden. In die mitgelieferte Spinne wird es nämlich nur eingesteckt.

Aukey GD-G1 XLR Anschluss und M20x1 Außengewinde
Das GD-G1 verfügt sogar über ein M20x1 Außengewinde.

Phantomspeisung? Brauche ich das?

An dieser Stelle sollte unbedingt erwähnt werden, dass es sich empfiehlt das GD-G1 mit einer 48 V Phantomspeisung zu betreiben. Dabei handelt es sich um eine Art der Spannungsversorgung, auf die das Mikrofon angewiesen ist, um überhaupt zu funktionieren (zumindest in der Theorie). Für die Versorgung könnt ihr ein Audio Interface bzw. Mischpult oder ein Phantomspeiseadapter nutzen. Praktisch kann das GD-G1 aber auch über das mitgelieferte Kabel direkt am Computer angeschlossen werden. Doch hier kommt der Haken: Die meisten Soundkarten liefern zwar eine ausreichende Spannung, um das Mikrofon zum Laufen zu bringen, es hat jedoch nicht genügend Saft. Dadurch ist der Eingangspegel ziemlich gering – sprich das Mikrofon ist recht leise. Hier kann ggf. am PC das Signal verstärkt werden, wodurch aber auch das Eigenrauschen verstärkt wird. Mit Phantomspeisung knallt das Mikrofon hingegen ordentlich. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das GD-G1 ggf. etwas weiter von der Geräuschquelle entfernt platziert wird.

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Klangbild

Von einem so günstigen Mikrofon darf man keine Studioqualität erwarten, der Klang des Mikrofons ist aber dennoch sehr klar. Im direkten Vergleich zum AKG Perception 820 Tube merkt man einen deutlichen Unterschied, das ist aber auch kein Wunder, da knapp 400€ zwischen den beiden Mikrofonen liegen. Hier wird auch deutlich, dass dem Aukey GD-G1 ein wenig die Tiefen und Mitten fehlen – es ist also etwas höhenlastig. Dafür punktet es insbesondere damit, dass es sehr rauscharm ist und allgemein gut klingt.

Fazit

Das Aukey GD-G1 muss sich nicht verstecken! Mit viel Zubehör und einem zwar etwas höhenlastigem, aber klaren, rauscharmen Klangbild liefert es eine allgemein gute Qualität. Es eignet sich hervorragend für verschiedene Anwendungsbereiche wie z.B. Let’s Plays, Skype oder Demoaufnahmen aller Art. Der einzige wirkliche Wermutstropfen ist, dass das Mikrofon ohne 48 V Phantomspeisung recht leise ist, es kann aber durchaus auch direkt über das mitgelieferte XLR auf 3,5 mm Kabel am Computer genutzt werden. Overall feier ich das Mikrofon aber schon ein wenig, da die Preis/Leistung wirklich sehr sehr gut ist!

 

  • Klangbild
  • Lieferumfang
  • Preis
  • 48 V Phantomspeisung empfohlen
  • Verarbeitung

Julian

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21 Kommentare

  1. Profilbild von JanPB
    Leider für Mac-User nicht nutzbar 🙁
    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  2. Profilbild von OHA
    Wie speise ich günstig die 48V ?
  3. Profilbild von JanPB
    Bei einem Mac ist der 3.5 mm Port nur für Ausgabe gedacht
    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
    • Profilbild von 747
      Ähm, nein ? nutze an meinem MacBook so wie iMac headsets und Mikrofone über klinke
    • Profilbild von dummy
      Das ist je nach Mac-Modell verschieden. Meine Macs haben z.B. jeweils noch getrennten Kopfhörer- und Line-In-Anschluss; letzterer liefert allerdings keine Mikrofon-Spannung, auch nicht für Headsets. Am Kopfhörerausgang lässt sich je nach Mac-Modell per Adapter auf vierpolige Klinke auch ein „PC-Mikrofon“ anschließen. Apple hat dieses Feature leider sehr schlampig bzw. gar nicht dokumentiert. Dies ist wieder eine dieser Stellen, an denen das Handbuch (auch wenn Apple das abstreitet) bei einigen Modellen falsch ist. Leider funktioniert dies nicht mit jedem Mikrofon, weil … Apple halt. Für „PC-Mikrofone“ empfehle ich eine der üblichen kleinen USB-Soundkarten.
  4. Profilbild von Max_Schuetz
    Für alle unsere Kollegen ohne Phantomspeisung am Mikrofonausgang gibt es passende Zusatzgeräte bei zB Amazon. Nur um eine Variante zu nennen: IMG STAGELINE EMA-20 Phantomspeiseadapter schwarz https://www.amazon.de/dp/B000WL4D3M/
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  5. Profilbild von Nom@n
    In der neuen App wieder kein Text…
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  6. Profilbild von Soksok
    Das Teil dürfte ohne Speisespannung praktisch gar nicht funktionieren. Was nur kaum einer mehr weiß, ist, dass Headsets und andere Computermikrofone eh auch aktive (Elektret-)Mikrofone sind. Die brauchen wie die Kondensatormikrofone eine Speisespannung, aber wesentlich geringer, ich denke ab 1,5 V.

    Deswegen hatten schon vor Jahrzehnten alle nenneswerten Computersoundkarten auf dem Mikrofoneingang eine Speisespannung von ein paar Volt (4,8?). Und da die billigen Elektret-Mikrofone immer noch in all den Headsets funktionieren, hat sich daran wohl auch beim Übergang auf Handys nichts geändert.

    Die paar Volt reichen zwar nicht aus, um ein Kondensatormikrofon adäquat zu verstärken, aber für einen leisen Pegel mag es ausreichen.

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  7. Profilbild von WeeBoo
    Das Teil steht seit ca einem Jahr (dem Amazon Ostersale von 2016) bei mir, Kaufgrund war eher die Befestingsmöglichkeit als das Mic an sich.

    Habe es eine Zeit lang ohne Phantomspeisung benutzt, aber das funktioniert eher schlecht – der Pegel muss so hochgeschraubt werden, dass man kaum noch von „rauscharm“ sprechen kann. Mit Phantomeinspeisung dtl. besser, ich würde sogar sagen gut.
    Das Mikro ist absolut in Ordnung, benutze es hautsächlich für Kommunikation, seltener mal um Videos zu vertonen oÄ. Den Cut-Off würde ich ganz klar beim Musikmachen setzen, wer das nicht vor hat, ist wunderbar damit bedient.

    Der Ständer ist stabil, knarzt aber etwas beim Verstellen (also nicht geeignet, um ihn während einer Aufnahme zu verstellen), den Popschutz kann man getrost vergessen (die Niete zwischen Schwanenhals und Zwinge ist zu locker, so dass er sich ständig wegdreht). Positiv zu erwähnen sind die Mikrofonspinne und die stabile (Schraub-)Befestigung an der Tischplatte.

    Das Kabel ist angenehm lang und stabil, ich als paranoider Internetbenutzer freue mich außerdem über die Möglichkeit, das Mic hardwareseitig komfortabel und unkompliziert diskonnektieren zu können.

    Die Optik ist schon fast etwas großspurig, Gästen muss ich immer wieder erklären, dass ich weder Singe noch irgendwas mit hochqualitativer Audiobearbeitung mache.

    Und, wer noch nie so ein Mikrofon genutzt hat (so wie ich) dem sei gesagt, dass die Seite mit der Aufschrift (oder die Gegenseite) der Teil ist, in den man reinspricht – nicht die „Spitze“, nicht die seitlichen Bügel.

    • Profilbild von WeeBoo
      Aber ein großes Lob an CG für den Test incl. Video, mMn vernachlässigt ihr das Audiothema etwas (ihr hattet hier einmal einen Preamp) – ich meine Hey, Elektronik ist die Stärke der Chinesen und es haben garantiert viele Leute Interesse daran.
    • Profilbild von Julian
      Julian (CG-Team)
      Danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht! Ich erweitere den Artikel mal ein wenig mit deinem Input 🙂
  8. Profilbild von DSLR
    „Overall feier ich das Mikrofon aber schon ein wenig, da die Preis/Leistung wirklich sehr sehr gut ist!“

    Gibt es da auch eine Übersetzung Schulkinderdeutsch->Deutsch? 😉

  9. Profilbild von Udo
    @DSLR: Die Leistungen (Lieferumfang, Qualität, …) findet Julian bei einem solchen Preis sehr gut. Ergo „feiert“ er diesen Umstand. Kann ihm da nur zustimmen ✌
    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  10. Profilbild von eric1687
    Ein ähnliches Mic habe ich vor gut einem Jahr bei Gearbest gekauft. Das BM-800 hängt bei mir an einem Scarlett Solo und verrichtet dort hervorragende Dienste für Podcasts. Ich hatte auch schon das billigerw Tbone vom thomann und konnte quasi keinen Unterschied erkennen. Ich habe um 15€ bezahlt. Für den Preis top!
    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.

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