Meinung

Blitzer-Warner sind zurecht verboten – dass sie trotzdem so beliebt sind, ist traurig!

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Im Jahr 2024 verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt 2,4 Millionen registrierte Geschwindigkeitsverstöße. Dabei handelt es sich nur um diejenigen, die auch einen Punkt in der Flensburger Kartei nach sich zogen. Hochrechnungen gehen insgesamt von etwa 10 Millionen Strafen wegen erhöhter Geschwindigkeit im Jahr aus. Deutsche Autofahrer haben allem Anschein nach ein Problem mit Tempolimits.

Nun könnte man sagen: Gut, dass es die Kontrollen gibt. Würde es nicht wenigstens hier und da mal im Portemonnaie wehtun, würden viele sicher noch häufiger zu schnell fahren. Und genau da kommt ein ganz perfides Gadget ins Spiel, mit denen sich viele der Strafe zu entziehen versuchen: Sogenannte “Blitzer-Warner”. Diese gibt es in unterschiedlicher Form und Funktionsweise, und in jeder davon ist die Nutzung zur Warnung vor Kontrollen während der Fahrt gesetzlich verboten.

Trotzdem weisen die Geräte hohe Verkaufszahlen auf; entsprechende Apps haben Download-Zahlen in Millionenhöhe und in einer Umfrage gibt sogar knapp ein Drittel der Befragten an, entsprechende Blitzer-Warner zu benutzen. Eine rechtliche Sonderstellung genießen die Warnungen vor mobilen Geschwindigkeitskontrollen, die viele Radiostationen herausgeben. Was ist da los? Warum haben anscheinend Millionen von Autofahrern beschlossen, dass bestimmte Regeln und Gesetze für sie nicht gelten?

Um es kurz zu machen: Die Geräte und Apps gehören geächtet, sie sind zurecht verboten und kein Autofahrer sollte sie benutzen. Moralisch am schwersten wiegt bei der Nutzung nicht einmal die Geschwindigkeitsübertretung selbst, sondern die Fülle an Ausreden, die sich Raser ausdenken, um zu rechtfertigen, warum sie selbstverständlich ein solches Gerät nutzen dürfen.

Die tödlichen Folgen zu schnellen Fahrens

Im Jahr 2024 kamen in Deutschland im Straßenverkehr 2.780 Menschen ums Leben. 363.000 Menschen wurden verletzt, etwa 50.300 davon schwer. Erhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle; Schätzungen gehen davon aus, dass 25-30% aller Unfälle zu hohe Geschwindigkeit als Ursache haben. Das sind mehrere hundert Tote und über zehntausend Schwerverletzte jedes Jahr, denen dieses Schicksal erspart bleiben könnte, würden sich mehr Menschen an Tempolimits halten.

Trotzdem gilt zu schnelles Fahren immer noch als Kavaliersdelikt. Die registrierten Strafen machen nur einen Bruchteil der Fälle aus, die tatsächlichen Verstöße gegen das Tempolimit sind um ein Vielfaches häufiger. Nur geschätzt jeder 500. bis 1000. Verstoß wird wirklich geahndet. Denn auch mit 60 durch die 50er-Zone zu rollen, während das um einen herum alle anderen ebenso tun, ist genau genommen natürlich ein Verstoß.

Zu schnell fahren ist eine Sache – sich der Strafe zu entziehen eine andere

Ich will hier direkt mal verbal auf die Bremse treten und klarstellen: Deshalb sind nicht alle diese Autofahrer schlechte Menschen. Während man sich natürlich jederzeit so verhalten sollte, dass einem ein hypothetischer, auf dem Rücksitz mitfahrender Prüfer wieder den Führerschein ausstellen würde, sieht die Realität nun mal so aus, dass man ein Schild auch mal übersieht. Fehler und Unachtsamkeiten passieren. Darum geht es nicht.

Es geht nicht einmal darum, dass es oft auch gar keine “Fehler” sind, sondern ein bewusstes Ignorieren der Höchstgeschwindigkeit. Auch darüber könnte man eine Diskussion führen. Die durchschnittliche Geschwindigkeit in vielen Tempo-30-Zonen liegt deutlich über dieser Marke. Aber wisst ihr was? Macht selbst das, wenn ihr der Meinung seid, ihr hättet die volle Kontrolle über euer Fahrzeug und die 10 km/h würden schon keinen Unterschied machen, wenn dann mal wirklich ein Ball auf die Straße rollt. Schlimm genug, aber ein anderes Thema, um das es ebenfalls nicht geht.

Saphe T Verkehrswarner im Autop
So klein sind die meisten Geräte auf dem Armaturenbrett – oder man nutzt direkt eine App.

Worum es geht und was mich wirklich stört, ist die schiere Arroganz, die damit einhergeht, ein Warnsystem für Geschwindigkeitskontrollen zu nutzen. Denn das sagt nicht: “Ich mache ab und an mal Fehler und übersehe ein Verkehrszeichen.” Es sagt auch nicht “Ich fahre auch schnell noch sicher; die meisten Tempolimits sind eh zu streng.”

Sich einen Blitzer-Warner ans Armaturenbrett zu klemmen bedeutet, der Meinung zu sein, dass man für das Vergehen, ob bewusst oder unbewusst, nicht belangt werden darf. Dass man über dem Gesetz steht. Der Fehler ist nicht die Geschwindigkeitsübertretung, sondern die Kontrolle. Die Schuld wird abgewälzt, vom Täter auf denjenigen, der die Tat beobachtet.

Und noch viel verwerflicher wird es bei Warnsystemen mit Community-Funktion. Hier entziehe ich mich nicht nur selbst der Verantwortung, ich helfe sogar Tausenden anderen, ohne Angst vor Konsequenzen rasen zu können. Lässt es sich wirklich damit leben, zu wissen, dass der Verursacher eines Unfalls mit Todesfolge womöglich die gleiche App nutzt wie man selbst? In der man am Tag zuvor sogar selbst noch vor einer Kontrolle gewarnt hat? Wie fühlt sich das an?

Bei welcher anderen Ordnungswidrigkeit oder Straftat (ja, zu schnelles Fahren ist unter bestimmten Voraussetzungen auch das) würden wir diese Menge an Gehirnakrobatik, Verdrehung der Realität und Verschiebung von Schuld akzeptieren?

Es gibt keine Argumente für einen Blitzer-Warner – aber viele dagegen

Und damit fallen auch alle Argumente der Befürworter von Blitzer-Warnern in sich zusammen. „Manchmal macht man nun mal Fehler; ich will dich mal sehen, wie du jeden Tag perfekt jede Regel einhältst”, las ich erst kürzlich. Stimmt, jeder macht mal Fehler.
Aber wie gering ist die Wahrscheinlichkeit, ausgerechnet in diesem einen Moment des Fehlers auch geblitzt zu werden? Fast Null. Es sei denn, es geht gar nicht um gelegentliche Fehler, sondern es passieren auf jeder Fahrt ganz schön viele. Oder noch wahrscheinlicher, es sind keine Fehler, sondern bewusstes Zu-Schnell-Fahren.

Überhaupt sehe ich dieses „Man macht mal Fehler”-Argument kritisch. Darf auch ein Busfahrer Fehler machen? Der, der eure Kinder zur Schule fährt? Darf ein Pilot Fehler machen? Oder nur ein einfacher Autofahrer? Was, wenn der noch vier Beifahrer mit dabei hat?
Ja, Fehler zu machen ist menschlich und sie lassen sich nie ganz vermeiden. Aber wer mit diesem Argument einen Blitzer-Warner nutzt, versucht das ja gar nicht mehr. Die Verantwortung für den Fehler bzw. das zu schnelle Fahren wird abgegeben und als höhere Gewalt abgetan, der man ausgeliefert sei. Wem nicht kontrolliert zu werden wichtiger ist als sicheres Fahren, der sollte überhaupt kein Fahrzeug mehr bedienen dürfen.

„Die wollen uns doch nur abzocken, sonst würden sie hier ja nicht blitzen.” Ah, das Wutbürger-Argument. Klingt ungefähr so, wie sich über den Ladendetektiv aufzuregen, der einen gerade beim Klauen erwischt hat. „Letzte Woche war der noch nicht da. Woher soll ich denn wissen, dass der hinter der nächsten Ecke auf mich wartet?”

„50 ist an dieser Stelle total unnötig. Ich fahre die Strecke andauernd und 70 ist hier wirklich nicht gefährlich!” Wer entscheidet das? Schön, wenn man das selbst so sieht. Dann fahr halt 70. Aber beschwer dich doch nicht, wenn du dann erwischt wirst.
Ich laufe auch mal über eine rote Ampel, wenn ich der Meinung bin, „hier kommt eh kein Auto“. Im Kern ist das das gleiche Verhalten und daher kann ich mich moralisch überhaupt nicht über andere erheben. Manchmal meint man halt, man wüsste es besser. Aber deshalb komme ich doch nicht auf die Idee, die Strafen für Über-Rot-Gehen abzuschaffen. Ich kann bewusst gegen eine Regel verstoßen, aber muss dann eben akzeptieren, wenn ich dafür zur Rechenschaft gezogen werde. Wenn gar nichts mehr geahndet wird, können die Regeln ja alle weg.

Alle diese Argumente sind vorgeschoben. Es gibt genau ein ehrliches Argument für einen Blitzer-Warner im Auto: “Ich will machen können, was ich will, und verhindern, dass mich dabei jemand erwischt.”

Es gibt eine passende Bezeichnung für Menschen mit dieser Einstellung, die mir da in den Sinn kommt. Die spare ich mir an dieser Stelle, aber ich bin froh, dass nicht jeder in unserer Gesellschaft jederzeit so denkt.

Blitzer-Warner sind asozial im wahrsten Sinne des Wortes

Wird dieser Text irgendjemanden überzeugen? Vermutlich nicht. Wenn ich mir die Kommentarspalten ansehe, sehe ich verhärtete Fronten zwischen denen, die gerne zu schnell fahren und über Blitzer schimpfen und jenen, die dem entgegnen, man solle sich halt einfach ans Tempolimit halten (was zugegeben aber auch ein verdammt guter Tipp ist). Sich einzugestehen, dass man auf der falschen Seite steht und den Blitzer-Warner in den Müll zu schmeißen, erfordert Größe.

Wir Deutschen lieben unsere Autos. Wir räumen ihnen den Großteil der Flächen in unseren Städten und Autofahrern viele Rechte und Freiheiten ein. Aber in Städten leben Menschen und Tempolimits sorgen für Sicherheit. Das ist erwiesen und das sehen ja sogar die meisten Menschen mit Blitzer-Warner im Auto irgendwo ein. Warum dann die Ausreden?

Wir können gerne über Bußgelder diskutieren. Sind sie zu hoch oder noch zu niedrig? Vielleicht ist auch nicht jedes Tempolimit angemessen. Viele Strecken lassen höhere Geschwindigkeiten als 50 zu, während manche 30er-Zone besser eine Spielstraße wäre. Um all das geht es in diesem Text nicht.
Solange wir uns alle den öffentlichen Raum, unsere Fuß- und Radwege und Straßen teilen, brauchen wir hierfür Regeln. Auf die müssen wir uns als Gesellschaft gemeinsam einigen. Und solange diese Regeln gelten, ist ein Blitzer-Warner, der sie bewusst umgeht, nach jeder Definition des Wortes asozial.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (213)

  • Profilbild von Franz B.
    1 # 15.07.26 um 09:38

    Franz B.

    Manche Artikel kommen mit viel Schwung daher, aber an wichtigen Stellen haken sie dann doch. Das hier ist so ein Fall.

    Nehmen wir mal die Gesetzgebung. Einerseits ist es total in Ordnung, wenn im Radio vor Blitzern gewarnt wird, das hören ja hunderttausende Leute. Und feste Blitzersäulen stehen auch schon mal jahrelang an derselben Stelle, jeder sieht sie. Aber sobald die gleiche Info aus einer App kommt, ist es auf einmal moralisch verwerflich? Wer das eine erlaubt und das andere verbietet, der argumentiert nicht wirklich mit Sicherheit, sondern eher nach Lust und Laune.

    Dann wird gerne vergessen, dass so eine Warnung ja auch was Gutes bewirken kann. Wer weiß, dass gleich ein Blitzer kommt, bremst ab. Und zwar genau da, wo es gefährlich ist. Manche Länder wie Österreich oder Frankreich kündigen Kontrollen sogar ganz bewusst an, weil sie wollen, dass die Leute langsamer fahren, und nicht, dass möglichst viele Strafzettel verteilt werden. Ein Knöllchen, das drei Wochen später im Briefkasten liegt, ändert dein Fahrverhalten in dem Moment, wo es drauf ankommt, nicht. Eine Warnung hingegen schon. Wenn es wirklich um Sicherheit geht, müsste man diesen Effekt doch zumindest mal diskutieren, statt ihn einfach totzuschweigen.

    Und dann diese pauschale Unterstellung an alle Nutzer: "Ich will rasen und nicht erwischt werden." Das ist keine Argumentation, das ist eine Charakteranalyse. Viele nutzen solche Apps ja einfach als zusätzliche Erinnerung, aufzupassen. Die meisten warnen ja auch vor Unfällen, Stauenden oder anderen Gefahrenstellen. Wer dadurch aufmerksamer und langsamer fährt, der verhält sich nicht asozial, sondern genau so, wie es sich der Autor eigentlich wünschen würde.

    Man kann Blitzer Warner durchaus kritisch sehen, klar. Aber wer eine faire Diskussion führen will, der muss auch die widersprüchliche Rechtslage und die tatsächlich präventive Wirkung mit einbeziehen. Einfach nur moralisieren reicht da nicht.

    Traurig das china-gadgets.de zu einer persönlichen Meinungsplattform verkommt.

    • Profilbild von Jens
      1 # 15.07.26 um 10:11

      Jens CG-Team

      Danke für das Feedback.

      Dass "eine Warnung ja auch was Gutes bewirken kann", sehe ich ein und das finde ich auch schön. Traurig finde ich, dass das überhaupt nötig ist, weil die Tempolimits alleine ja anscheinend nicht ausreichen um an Gefahrenstellen langsamer zu fahren.

      Dieser Zustand stört mich. Und die daraus resultierende Haltung bei vielen Autofahrern, dass das Umgehen von Geschwindigkeitskontrollen vollkommen okay sei. Was der Autofahrer damit lernt, ist, dass er eben schon an Gefahrenstellen zu schnell fahren kann, solange dort nur nicht geblitzt wird. Und deshalb liegt darauf der Fokus im Artikel.

      Dass die Webseite wegen eines Artikels, dem man nicht zustimmt, "zu einer persönlichen Meinungsplattform verkommt", sehe ich übrigens nicht so.

    • Profilbild von derlinzer
      1 # 15.07.26 um 12:38

      derlinzer

      > Traurig das china-gadgets.de zu einer persönlichen Meinungsplattform verkommt.

      Auf CG gibt es aktuell rund 7.350 Beiträge – davon sind 23 Meinungen von Autoren. Das sind sage und schreibe 0,3 – NULL KOMMA DREI – Prozent.

      Wegen verschwindend geringen 0,3 Prozent fantasierst du etwas von

      > Meinungsplattform

      echt jetzt?

    • Profilbild von simanuel
      0 # 16.07.26 um 08:26

      simanuel Gadget-Nerd

      Ich finde es auch nicht richtig, dass im Radio vor blitzern gewarnt werden darf, jedoch ist das schon etwas ganz anderes als ein direkter Blitzerwarner, denn dieser warnt dich frühzeitig genug direkt vor dem Blitzer, wen es im Radio gehört wurde muss man zum einen wissen wo das ist und zum anderen in dem Moment, in dem man dort langfährt, daran denken, dass dort geblitzt wird.

  • Profilbild von simanuel
    1 # 15.07.26 um 12:51

    simanuel Gadget-Nerd

    Unterhaltung mit Gemini
    Korrigiere Rechtschreibfehler und Grammatik-Fehler: Eine solche vernünftige Meinung zu dem Thema haben leider nicht viele. Aber typisch deutsch ist, wie das ganze gesetzlich geregelt ist: Man darf als Fahrer keinen Blitzerwarner benutzen. Toll, wird halt trotzdem gemacht, ist oft nicht einfach nachzuweisen und somit fahren Milionen Autoahrer mit Blitzerwarner durch die Gegend, davon halten sich einige dann nur bei gemeldeten Blitzern an das Tempolimit. Warum werden nicht die Dienste an sich verboten? Und wenn Dienste trotz Verbot angeboten werden, müssen saftige Strafen her bis abgeschaltet wird.

    Wie würde es auf den Straßen zugehen, wenn wir keine Regeln hätten oder wenn es keine konsequenzen gäbe? Selbst mit den Regeln gibt es Menschen, die Geschwindigkeiten innerorts um mehr als 60 km/h überschreiten. Gar nicht mal so selten! Ohne Regeln und Konsequenzen würden gerade diese Menschen es ja nur noch mehr übertreiben.

    Bei Mensch ärgere dich nicht gibt es auch Regeln. Spielt jemand mit, der ständig die Regeln bricht, würde ich auch sagen "wenn du dich nicht an die Regeln hälst, darfst du nicht mehr mitspielen". So sollte es im Straßenverkehr auch sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, darf nicht mehr Fahren. Ein Fahrzeug führen dürfen ist ein Privileg! Leider in Deutschland viel zu schwer seinen Lappen komplett zu verlieren.

    Selbst wenn ich der Meinung bin, auf einer Straße, auf der 50 km/h erlaubt sind, könne man auch gefahrlos 70 km/h fahren, fahre ich trotzdem nur 50 km/h, weil das eben die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist. Das ist nicht schwer, das tut nicht weh. Es gibt oft genug Gründe für Geschwindigkeitsbeschränkungen, die man als Außenstehender nicht gleich nachvollziehen kann.

    Und das Argument "das ist eh alles nur Abzocke" lässt sich doch einfach beantworten mit "dann lass dich doch nicht abzocken, halt dich an die Regeln und du kannst nicht abgezockt werden". Aber an die Regeln halten wollen sich halt viele nicht.

    Die einen Anwohner beschweren sich über ständige Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Straße, in der sie leben. Die Autofahrer, die dort geblitzt werden, schreien laut "Abzocke". Wollen aber dann am besten noch, dass dort wo sie selbst wohnen kontrolliert wird, weil der Verkehrslärm der Raser nervt. Aber natürlich sollen da auch nur die geblitzt werden, die dort nicht wohnen…

    Logisches Denken, Vernunft und Verständnis füi Regeln sind leider nicht mehr oft gesehen. Sieht man hier ja auch an einigen Kommentaren…

    Hier ist deine korrigierte Version. Ich habe die Rechtschreib- und Grammatikfehler behoben, den Text flüssiger gestaltet und dabei deinen persönlichen, leicht genervten, aber absolut treffenden Schreibstil komplett beibehalten.

    Die Korrekturen im Detail (wie das fehlende „f“ bei „Autofahrer“, das vergessene „f“ bei „für“ oder die Groß-/Kleinschreibung bei „halten“ und „fahren“) sind jetzt alle sauber eingepflegt.

    Eine solche vernünftige Meinung zu dem Thema haben leider nicht viele. Aber typisch deutsch ist, wie das Ganze gesetzlich geregelt ist: Man darf als Fahrer keinen Blitzerwarner benutzen. Toll, wird halt trotzdem gemacht, ist oft nicht einfach nachzuweisen und somit fahren Millionen Autofahrer mit Blitzerwarner durch die Gegend. Davon halten sich einige dann nur bei gemeldeten Blitzern an das Tempolimit. Warum werden nicht die Dienste an sich verboten? Und wenn Dienste trotz Verbot angeboten werden, müssen saftige Strafen her, bis abgeschaltet wird.

    Wie würde es auf den Straßen zugehen, wenn wir keine Regeln hätten oder wenn es keine Konsequenzen gäbe? Selbst mit den Regeln gibt es Menschen, die die Geschwindigkeit innerorts um mehr als 60 km/h überschreiten. Gar nicht mal so selten! Ohne Regeln und Konsequenzen würden gerade diese Menschen es ja nur noch mehr übertreiben.

    Bei „Mensch ärgere dich nicht“ gibt es auch Regeln. Spielt jemand mit, der ständig die Regeln bricht, würde ich auch sagen: „Wenn du dich nicht an die Regeln hältst, darfst du nicht mehr mitspielen.“ So sollte es im Straßenverkehr auch sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, darf nicht mehr fahren. Ein Fahrzeug führen zu dürfen ist ein Privileg! Leider ist es in Deutschland viel zu schwer, seinen Lappen komplett zu verlieren.

    Selbst wenn ich der Meinung bin, auf einer Straße, auf der 50 km/h erlaubt sind, könne man auch gefahrlos 70 km/h fahren, fahre ich trotzdem nur 50 km/h, weil das eben die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist. Das ist nicht schwer, das tut nicht weh. Es gibt oft genug Gründe für Geschwindigkeitsbeschränkungen, die man als Außenstehender nicht gleich nachvollziehen kann.

    Und das Argument „Das ist eh alles nur Abzocke“ lässt sich doch einfach beantworten mit: „Dann lass dich doch nicht abzocken! Halt dich an die Regeln und du kannst nicht abgezockt werden.“ Aber an die Regeln halten wollen sich halt viele nicht.

    Die einen Anwohner beschweren sich über ständige Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Straße, in der sie leben. Die Autofahrer, die dort geblitzt werden, schreien laut „Abzocke“. Wollen aber dann am besten noch, dass dort, wo sie selbst wohnen, kontrolliert wird, weil der Verkehrslärm der Raser nervt. Aber natürlich sollen da auch nur die geblitzt werden, die dort nicht wohnen…

    Logisches Denken, Vernunft und Verständnis für Regeln sind leider nicht mehr oft gesehen. Sieht man hier ja auch an einigen Kommentaren…

  • Profilbild von Gadget Fan
    0 # 15.07.26 um 16:02

    Gadget Fan

    Meinung: Deine heuchlerische Meinung gehört m. E. nicht in das CG Portal. Geh' zu FB und verbreite da deinen Ki Schmarrn.
    Verkommt CG jetzt total? CG, ihr solltet euch mal euer Personal betrachten.

    • Profilbild von Jens
      1 # 15.07.26 um 16:31

      Jens CG-Team

      Danke für dein konstruktives Feedback.

    • Profilbild von derlinzer
      1 # 15.07.26 um 18:11

      derlinzer

      und wenn Sven und CG nicht das tun, was du Tastenkasper verlangst, was dann?

      Aktivierst du dann deinen Adblocker?
      Klickst du dann keine Affiliate-Links mehr?
      Pöbelst du gar wo anders weiter?

      Ich erschaudere ob der fürchterlichen Konsequenzen…

  • Profilbild von Det
    0 # 15.07.26 um 16:23

    Det

    Wo ist das eigentliche Problem? Es geht um Geschäfte, Marktwirtschaft, um Kapitalismus. da gibt es eine riesen Palette an Produkten, die eindeutig nicht rechtmäßig Verwendung finden werden. Man darf sie kaufen, aber nicht in Betrieb nehmen. In der DDR gab es beispielsweise, nicht wegen der Mangelwirtschaft viele Produkte für die Normalverbraucher nicht zu kaufen. Ein Berechtigungsnachweis war erforderlich. Das fing schon bei einfachen Schokosteckdose an, damit ein Laie nicht selber da herummurkst. Völlig klar, das springt hier den Rahmen Details zu diskutieren…….🙈🤣🤣

    • Profilbild von Akkurad
      0 # 15.07.26 um 23:16

      Akkurad

      Schokosteckdosen und springende Rahmen… Was willst Du uns eigentlich sagen?
      Lösch doch mal den Quark und fang von vorne an.
      Ansonsten: Jens, ich kann Dir zu 100% zustimmen. Dein Artikel nimmt sich eines ernsthaftes Problems sachlich und angemessen an. Hut ab vor dem Mut, bei dem zu erwartenden Gegenwind der ewig Gestrigen diese Meinung so klar zu vertreten.

  • Profilbild von Jaeger
    0 # 15.07.26 um 18:05

    Jaeger

    Eine neutrale Berwertung wehre angemessener gewesen.
    Es macht so keinen Spaß es zu lesen.

    • Profilbild von derlinzer
      0 # 15.07.26 um 20:47

      derlinzer

      > Eine neutrale Berwertung wehre angemessener gewesen.

      Was bitte ist an M – E – I – N – U – N – G für dich nicht verständlich?

      > Es macht so keinen Spaß es zu lesen.

      Du musst deinen Kommentar meinen.

    • Profilbild von Akkurad
      0 # 15.07.26 um 23:22

      Akkurad

      Wehret den Beren… Schade, dass Dir das Lesen keinen Spaß macht. Wie neutral sollte ein Meinungsartikel den sein? Mehr so „Jo, irgendwie schon gut, wenn man vorm Blitzdings gewarnt wird, aber irgendwie auch kagge 🤔“?
      Jaeger, mehr denken, weniger ballern.

  • Profilbild von PiPOWiTCH
    0 # 18.07.26 um 19:15

    PiPOWiTCH Gadget-Nerd

    Ich höre/lese hier nur Mimimi. 🤣

    Nie wieder ohne meinen Saphe Mini. 😛

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