Plug & play: Creality Sermoon V1 3D-Drucker für ~242€

3D-Drucker mit Einhausung ab Werk sind leider immer noch Mangelware. Ein Exemplar dieser „Gattung“ ist der Creality Sermoon V1, der in Cube-Bauform daherkommt. Dieser richtet sich u.a. explizit an Schulen. Warum das so ist und was den Drucker sonst so ausmacht, das erfahrt ihr hier.

CrealitySermoonV1Beitragsbild

Hersteller | ModellCreality| Sermoon V1
DrucktechnologieFDM (Direct Drive = Creality Dual Gear Sprite Extruder)
Druckgeschwindigkeitmax. 150 mm/s
Bauraum175 x 175 x 165 mm
Druckbettbeheizbar (bis 80 Grad), flexible magnetische Stahlplatte
max. Düsentemperatur250 Grad
Düsendurchmesser0,4mm
KonnektivitätSD, Wi-Fi, Creality Cloud App
Features
  • plug & play (kein Aufbau nötig)
  • Wi-Fi (Creality Cloud – Anbindung)
  • 45dB
  • Türsensor (nur Pro-Version)
  • 1080p-Cam (nur Pro-Version)
  • 32-Bit Board
  • Powerloss-Recovery
  • Filamentsensor
  • eingebautes Netzteil
Gesamtmaß | Gewicht400 x 380 x 430 mm | 11,5 kg

Namensherkunft: Sermoon = Sermon?

Um es kurz zu machen: Klärt mich bitte auf, woher der Name Sermoon kommt bzw. was damit gemeint ist. Falls es mit „Sermon“ = Predigt zu tun hat, dann erschließt sich mir der Name nur insofern, als dass eine Predigt manchmal einschläfernd wirkt und der Sermoon V1 mit nur 45dB Lautstärke beim Drucken ebenso gut für den eigenen Schlaf ist.

CrealitySermoonV1quiet
Wirklich so leise? Creality Sermoon V1

Design: zweckmäßig

Der Sermoon V1 kommt in einem weiß-grauen Kunststoff-Gewand daher. Schön finde ich, dass der Drucker dank Acrylglas von links, rechts, vorne und oben einsehbar ist. Die obere Acrylglas-Abdeckung ist zudem abnehmbar. Die Front hat neben der Acrylglastür und dem 4,3 Zoll Touchscreen auf der rechten Seite sonst nur noch einen SD-Kartenslot.

Aufbau: entfällt

Der Punkt „Aufbau“ fällt genau genommen weg. Denn der 3D-Drucker ist direkt plug & play einsetzbar. Selbst das Leveling fällt beim Sermoon V1 komplett weg. Der Filamenteinzug und -auswurf ist mit nur einem Knopfdruck ebenso einfach umgesetzt. Diese Punkte erleichtern gerade Anfängern (oder eben Schülern) den Einstieg in den 3D-Druck.

CrealitySermoonV1plugplay
Plug & Play: ideal für Anfänger

Features: einfacher Einstieg

Wie bereits erwähnt, ist der Creality Sermoon V1 direkt einsatzbereit – sofern ihr eine Filamentrolle am anklappbaren Filamenthalter auf der rechten Seite angehängt und ihn durch das Reverse-Bowden-Setup zum Direct Drive Extruder befördert habt. Für Einsteiger ins Hobby ist das ideal – auch weil Creality ein verhältnismäßig einfach zerlegbares Hotend nebst Schnellwechsel-Düse verbaut.

CrealitySermoonV1DirectDrive
Gibt’s auch im Ender-3 S1 (Pro): „Sprite“ Direct Drive Extruder

Das Bett fährt nur in Z-Richtung, was mit einer vor Kindern und Haustieren sicheren, geschlossenen Cube-Bauweise einhergeht. Vibrationen sollten somit auch dank des Gewichts von 11,5kg minimiert sein. Einzige zwei Mankos für mich: Der Bauraum ist mit 175 x 175 x 165mm klein und das Heizbett packt leider nur 80 Grad.

Der Sermoon V1 hat Wi-Fi-an Bord. Im Zusammenspiel mit dem Creality Slicer – einem Cura-Zwilling – und der Creality Cloud lassen sich direkt am Smartphone Druckdateien an den Sermoon V1 senden. Praktisch – wenn man denn Crealitys Cloud mag.

CrealitySermoonV1Appanbindung
Dank App-Anbindung direkt losdrucken: Creality Sermoon V1

Entscheidet ihr euch für die Pro-Version des Sermoon V1, dann habt ihr zusätzlich einen Türsensor, der den Druck automatisch pausiert, sobald die Tür geöffnet wird. Außerdem ist dann eine 1080p-Überwachungskamera installiert, die allerdings nicht das beste Bild erzeugen soll.

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Einschätzung: eine Überlegung wert

Gerade für Anfänger, für Schulen oder für Familien, die in den 3D-Druck einsteigen wollen, ist der Sermoon V1 definitiv einen Blick wert. Die geschlossene Bauform, Kalibrierung ab Werk ohne notwendiges Leveln, Direct Extruder und die Appanbindung erleichtern die ersten Hürden beim 3D-Druck. Bisher war der Sermoon V1 gerade mit seinem recht kleinen Bauraum immer recht teuer. Sobald ein Preis unter 250€ aufkommt, kann man ihn aber sicherlich in die engere Auswahl für einen Einstiegs-3D-Drucker nehmen. Hat jemand von euch den Sermoon V1 (Pro)? Gerne mal posten.

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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