Dreame X60 Pro Ultra im Test: Ist das der neue Endgegner?
Der Dreame X60 Pro Ultra Complete kommt mit einem extra flexiblen Wischarm und Seitenbürste, die auch in den letzten Winkel kommen sollen. Auch bohrt man die Leistungsdaten auf dem Papier erneut auf und kommt jetzt über 5 cm hohe Einzelschwellen. Zudem gibt es diesmal sogar zwei Alternativmodelle mit anderen Stationen.
- Dreame X60 Pro Ultra Complete
- Zubehör
- Wasseranschluss-Kit
- bei Dreame für 199€
- Reinigungslösung
- 3x Staubbeutel
- Wasseranschluss-Kit
Inhalt
Technische Daten des Dreame X60 Pro Ultra Complete
| Kategorie | Dreame X60 Pro Ultra Complete |
| Saugkraft | 42.000 Pa |
| Navigation & Sensorik | VersaLift DToF-Laserturm (automatisch einfahrbar), 2 KI-Kameras, strukturiertes 3D-Licht und LED (proaktive Lichterkennung) |
| Hauptbürste | HyperStream Detangling DuoBrush 2.0 (Duo-Walzensystem, anhebbar, resistent gegen Haarverwicklungen) |
| Seitenbürste | Ausziehbar (bis zu 12 cm Reichweite) und anhebbar |
| Wischsystem & Rotation | Duale Omni-Scrub-Mopps (280 U/min) mit 15 N Andruck |
| Wisch-Besonderheiten | Ausfahrbarer Wischarm (bis zu 18 cm Reichweite), Moppanhebung (bis 21,5 mm), automatische Moppentfernung in der Station für trockene Teppiche |
| Schwellenüberwindung | Bis zu 5,2 cm bei einer Einzelstufe / bis zu 10 cm bei Doppelstufen (durch ProLeap-System) |
| Akku & Laden | 5.000 mAh, 11 A PowerMaster Schnellladung (24 % in 5,5 Minuten) |
| Kapazitäten (Roboter & Station) | 310 ml Staubbehälter im Roboter / 4,2 L Frischwassertank und 3,0 L Abwassertank in der Station |
| Basisstation (Mopp-Wäsche) | Automatische Wäsche mit 100 °C heißem Wasser (löst Fette und tötet Bakterien) |
| Basisstation (Weitere Features) | Heißlufttrocknung (70 °C), automatisches Hinzufügen von Reinigungslösung, automatische Staubentleerung (Staubbeutel reicht für bis zu 100 Tage), AceClean DryBoard |
| App & Smart Home | Dreamehome App (Kartenerstellung, Zeitpläne, Zonensperren), Matter-Protokoll-Unterstützung (via OTA-Update) |
| Sprachsteuerung | Integrierter, eigener Sprachassistent sowie Unterstützung für Amazon Alexa, Google Home und Siri |
| Maße & Gewicht (Roboter) | 350 x 350 x 89 mm (mit abgesenktem Turm) bzw. 111 mm (mit angehobenem Turm) / 4,6 kg |
| Maße & Gewicht (Station) | 390 x 456 x 499 mm / 10,8 kg |
| Farben & Preis | Schwarz, Weiß / 1.499,00 € UVP (Sonderpreis zum Start: 1.299,00 €) |
Vor- und Nachteile des Dreame X60 Pro Ultra Complete
- Hervorragendes Anti-Haar-System dank Duo-Walze
- Extrem flexibler, weit ausfahrbarer Wischarm (bis 18 cm) & ausziehbare Seitenbürste
- Konsequenter Teppichschutz: Mopps können um 2,15 cm angehoben oder komplett in der Station abgelegt werden
- Flache Bauweise (8,9 cm) durch automatisch einfahrbaren LiDAR-Turm
- Enorme Kletterfähigkeit (bis 5,2 cm Einzel- / 10 cm Doppelschwellen)
- Station wäscht Mopps mit 100 °C Heißwasser & trocknet mit 70 °C Heißluft
- Besonders schnelles Aufladen (24 % in 5,5 Minuten) für weniger Pausen
- Intelligente Fleckenerkennung für gezielte Nachreinigung starker Verschmutzungen
- Matter-Support und eigener, umfangreicher Sprachassistent integriert
- Wischarm fährt manchmal unnötig auf freier Fläche aus
- Fleckenerkennung erfasst nicht immer den gesamten Bereich auf Anhieb
Reinigung
Überzeugendes Ergebnis trotz leichter Enttäuschung
Um eine gründliche Reinigung zu ermöglichen ist der Dreame X60 Pro Ultra Complete mit einer Saugkraft von 42.000 pa ausgestattet. Dazu kommt das Duo-Walzensystem, welches durch die einstige Aufhängung und Form gegen Haarverwicklung resistent ist.
Das ist mit das beste System auf dem Markt und ein wirklicher Mehrwert für Haushalte mit Personen, welche lange Haare haben, oder Tiere mit Fell. Abgerundet wird das ganze durch eine Seitenbürste, die zur Seite hin ausfahren kann, wodurch es möglich ist, Ecken und Kanten gründlich zu reinigen. Ebenso können Saugschacht, Chassis und Seitenbürste angehoben werden, um Flüssigkeiten zu meiden.
Zwar ist eine hohe Saugkraft ein Zeichen für eine gute Saugleistung, in der Praxis sieht das aber erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich aus. Um den Saugroboter an seine Grenzen zu bringen, führen wir einen Härtetest auf einem Teppich durch. Dafür tragen wir 100 g Tierstreu in verschiedenen Stärken und Sand auf einen Teppich auf. In einem Durchgang konnte er 86 g einsaugen, was ein gutes Ergebnis ist.
Wir hatten auch schon Durchgänge mit über 90 g, z. B. beim Vorgänger, da sind wir aber auch im Bereich der Feinheiten. Auch bei den 86 g ist das Ergebnis optisch gut und nur vereinzelt bleiben Rückstände im Teppich. Hartböden sind dann sowieso nochmal einfacher, da er hier nichts aus den Fasern den Schmutz und Staub heraussaugen muss.
Wischt jetzt noch gründlicher
Auch wenn man weiterhin in der X-Reihe die Wischmopps nutzt und auf den ersten Blick sich nicht viel ändert, macht man hier einen großen Schritt. Der ausfahrbare Wischarm ist seit einigen Modellen gesetzt, beim X60 Pro Ultra fährt dieser aber besonders weit aus. Damit erreicht man hier mehr Engstellen und kommt auch in tiefere Bereiche hinein. Das funktioniert soweit ganz gut, ab und an fährt er den Wischmopp aber dann auf freier Fläche aus. Kostet ihm dann etwas an Geschwindigkeit, weswegen man hier vielleicht noch feintunen kann.
Genauso wie der Saugschacht und die Seitenbürste Flüssigkeiten meiden wollen, sollen die Wischmopps auch nicht in Kontakt mit Teppichen kommen. Dafür kann er die Wischmopps um 2,15 cm anheben, aber auch einfach in der Station automatisch ablegen. Letzteres ist meiner Ansicht nach der beste Weg, was gar nicht vorhanden ist, kann einen Teppich auch nicht berühren. Den Kompromiss mit der Zeit, kann man da eigentlich eingehen, immerhin muss man ja sowieso nicht selbst eingreifen.
Um die Wischleistung zu prüfen, tragen wir Kakao und Kaffee auf den Boden auf und lassen ihn über eine Stunde eintrocknen. Insgesamt drei Durchgänge haben wir für die Reinigung eingestellt, die er auch benötigte, um komplett alles zu reinigen. Positiv fällt dabei die Fleckenerkennung auf, wenn sie auch noch nicht ganz fehlerfrei ist.
Video 10x beschleunigt
So funktioniert diese im Zonenmodus, was eher die Ausnahme ist, und ging die Bereiche mit den Flecken in zwei der drei Durchgänge extra an. Nur erkannte er nicht den ganzen Fleckenbereich, weswegen eher nicht alle Flecken punktuell extra abfuhr. Durch die mehreren Durchgänge verschwand zwar letztendlich alles, mit einer perfekten Erkennung hätte es aber vielleicht schneller geklappt.
Reinigungsstation in drei Ausführungen
In der Reinigungsstation bekommt man einen umfangreichen Funktionsumfang geboten. Über die Wassertanks wird die Station und Saugroboter mit Wasser versorgt. Alternativ könnt ihr aber auch ein separates Kit erwerben, womit ihr die Station an das Hauswassersystem anschließen könnt.
Die 310 ml große Staubkammer wird nach der Reinigung in einen Staubbeutel abgesaugt. Neben diesem Staubbeutel befindet sich ein Reinigungsmitteltank mit einem Fach.
Unten findet der Saugroboter Platz und lädt hier nun besonders schnell. Dadurch kann er während der Moppreinigungspausen genügend Strom nachladen, um eine kontinuierliche Reinigung auch bei größeren Bereichen zu ermöglichen. Die erwähnte Moppreinigung erfolgt dabei mit bis zu 100 °C heißem Wasser, wodurch Fette besser aus den Fasern gelöst und Bakterien abgetötet werden. Nachdem letzten Reinigungsvorgang startet auch eine Heißluftrocknung, damit sich bei den Mopps keine Gerüche oder Bakterien bilden können.
Vom Dreame X60 Pro gibt es aber noch zwei weitere Versionen. Mit dem X60 Pro Ultra Matrix bekommt ihr eine Moppwechselstation, die spezielle Wischmopps für das Bad oder Bodentypen bereitstellt. Beim Pro Master schrumpt man dann die Station auf die Absaugstation und Reinigungsmittel herunter, wodurch er sich in seiner kompakten Form besser fest verbauen lässt. Für das Wasser und Abwasser muss man den Roboter dann an das Hauswasser- und Abwassersystem anbinden.
Bekannte Navigation trifft höhere Schwellenüberquerung
Für die Navigation ist ein Laserturm und eine Frontsensorik mit Kamera zuständig. Dadurch bewegt er sich zuverlässig durch eure Wohnung und erstellt auch eine akkurate Karte. Problem bei Modellen mit Turm: die Höhe des Roboters. Um das anzugehen kann der Turm hier automatisch einfahren, um an tiefen Stellen, wie unter einem Sofa, saugen zu können. Mit 8,9 cm Höhe im eingefahrenen Zustand ist er zwar immer noch höher als ein Saros 20, aber er kommt dadurch trotzdem unter mehr Möbelstücke. Die Navigation übernimmt dort dann die Frontsensorik, die dort in der Regel ausreichend ist.
Um dunkle Bereiche aufzuhellen, befindet sich eine LED an der Front. Aber auch eine blaue LED befindet sich an der Front, um Staub und Schmutz sichtbarer für die KI-Erkennung zu machen. Nicht fehlen darf auch eine Objekterkennung, welche kleinere Objekte vor dem Saugroboter erkennt, die der Laserturm übersehen würde. Hier hatte ich den Eindruck, dass wir bei Dreame eigentlich schonmal weiter waren. Im Test vom Z50 fuhr der Roboter zuverlässig um Papier oder eine flache LED-Fernbedienung und das auch mehrmals. Hier werden wir sehr flache Gegenstände ignoriert und sogar ein Kabel hat er wieder mitgenommen.
Seit einigen Modellen ist auch die Schwellenüberquerung deutlich besser geworden. Hier steigert man sich wieder ein wenig. Über eine einfache Schwelle kommt der Saugroboter bis zu einer Höhe von 5,2 cm, während es bei einer Doppelschwelle 5 cm plus nochmal 5 cm sind.
Dreamhome App mit Matter
Um den Saugroboter zu steuern nutzt ihr die Dreamehome App. Bei der Einrichtung erstellt ihr eine schnelle Karte, bei dem der Saugroboter noch nicht reinigt. Dadurch könnt ihr bereits vor der ersten Reinigung Anpassungen an der Karte vornehmen. Diese wird automatisch in Räume eingeteilt und ihr könnt diese bearbeiten und die Karte mit Sperrzonen und virtuellen Wänden versehen.
Es gibt neben dem automatischen CleanGenius-Modus die Möglichkeit eigene Reinigungseinstellungen zu treffen. Ihr habt die Wahl zwischen Saugen, Wischen, gleichzeitig Saugen & Wischen und Wischen nach dem Saugen. Zudem gibt es eine extra Kanten- und Eckenreinigung bei der ihr manuell die mitgelieferte Reinigungsbürste auf den Wischarm steckt. Anschließend fährt er euere Fußleisten ab. Für die regelmäßige Reinigung könnt ihr Zeitpläne festlegen. Die Basisstation könnt ihr auch über die App steuern und manuell Moppreinigung, Trocknung oder Absaugung anstoßen. Über viele verschiedene Einstellungsmenü könnt ihr das Verhalten des Saugroboter genau auf euch anpassen.
Neben den gängigen Sprachassistenten von Google, Amazon und Apple könnt ihr auch den eigenen Sprachassistent von Dreame benutzen, wenn ihr euch in der Nähe des Roboters befindet. Dieser kann einiges mehr als die anderen, z.B. könnt ihr ihn zu euch zur Reinigung rufen. Eine weitere Smart Home Funktion ist die Einbindung über Matter. So könnt ihr den Saugroboter in andere Apps wie Apple Home einbinden und darüber auch rudimentär steuern. Der Funktionsumfang von Matter bleibt aber begrenzt und für die volle Kontrolle der Karte und Co. braucht es weiterhin die App.
Ähnliche Reinigungsleistung wie im Vorjahr mit mehr Funktionen
Ähnlich wie bei der Konkurrenz stagniert die eigentliche Reinigungsleistung auf dem schon sehr guten Level der Vorjahresmodelle. Es kommen aber mehr Möglichkeiten hinzu. So kommt der Saugroboter durch die längere Seitenbürste und den deutlich flexibleren Wischarm an schlechter erreichbare Stellen, was die Reinigungsfläche erhöht. An einigen Stellen schraubt man zumindest leicht, so kann er nochmal höher Klettern und ist mit der Matrix Version jetzt auch direkt mit einer Moppwechselstation erhältlich.
Man steigt hier mit einer UVP von 1499€ ein. Direkt zum Start gibt es wie üblich ein Angebot, wo er für 1299€ erhältlich ist. Dafür liefert er wieder ein riesiges Komplettpaket inklusive des Complete-Zubehörpaket. Am ähnlichsten ist natürlich wieder der Mova-Kollege V70, den wir auch noch testen werden. Roborock war mit dem Saros 20 diesmal weit vorher auf dem Markt und sicherlich auch ein interessanter Gegner. Er punktet mit einem noch tieferen Saugroboter, der ganz ohne Turm auskommt, ähnliche Reinigunsleistung bietet, aber eben nicht den langen Wischarm bietet.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Dreame X60 Pro Ultra Complete
Wie geht der Dreame X60 Pro Ultra Complete mit Tierhaaren und langen Haaren um?
Der Roboter verfügt über die „HyperStream Detangling DuoBrush 2.0“. Dieses spezielle Duo-Walzensystem nutzt einseitig aufgehängte Bürsten, wodurch sich Haare fast von selbst abstreifen und nicht verwickeln. Im Test zeigt sich dieses System als eines der besten auf dem Markt und ist ideal für Haushalte mit vielen Haaren oder Haustieren.
Kann der Dreame X60 Pro Ultra Complete auch in Ecken und unter sehr flachen Möbeln reinigen?
Ja. Für Kanten und Ecken verfügt er über eine ausfahrbare Seitenbürste (bis zu 12 cm Reichweite) und einen extrem flexiblen, ausfahrbaren Wischarm (bis zu 18 cm). Um unter tiefere Möbel zu gelangen, kann der Laserturm auf der Oberseite automatisch einfahren, wodurch die Bauhöhe des Roboters auf 8,9 cm reduziert wird.
Wie schützt der Dreame X60 Pro Ultra Complete Teppiche beim Wischen?
Der Saugroboter kann seine Wischmopps bei Teppichkontakt um 21,5 mm anheben. Alternativ und besonders sicher ist die Funktion, die Wischmopps vor der Teppichreinigung komplett automatisch in der Basisstation abzulegen, sodass der Teppich garantiert trocken bleibt.
Gibt es verschiedene Versionen des Dreame X60 Pro Ultra Complete?
Ja, neben der Standard-„Ultra“-Station gibt es zwei weitere Varianten: Den „X60 Pro Ultra Matrix“ mit einer speziellen Moppwechselstation für unterschiedliche Raumtypen (z. B. Bad) und den „X60 Pro Master“ mit einer extrem kompakten Station, die jedoch zwingend an einen Hauswasseranschluss gekoppelt werden muss.
Wie hoch dürfen Türschwellen für den Dreame X60 Pro Ultra Complete sein?
Durch das „ProLeap-System“ ist der Roboter sehr kletterfähig. Er überwindet einzelne Schwellen von bis zu 5,2 cm. Bei Doppelstufen (einer Stufe auf einer Erhöhung) meistert er kombiniert sogar bis zu 10 cm.
Unterstützt der Dreame X60 Pro Ultra Complete Smart-Home-Systeme und Matter?
Ja. Neben der Steuerung über die Dreamehome App und den eigenen integrierten Sprachassistenten ist der Roboter mit Amazon Alexa, Google Home und Siri kompatibel. Die Unterstützung für den markenübergreifenden Smart-Home-Standard Matter wird ebenfalls bereitgestellt.
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